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Reise 2 семестр. 3 ворд.doc
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Ein Blick zurück

Das Reisen ist wahrscheinlich so alt wie die Menschheitselbst. Jedoch reisten die Menschen im fruhen Jahrhundertnur außerst selten um des Reisens selbst willen. Schließlichbedeutete jede Reise, den Weg ins Unbekannte anzutretenund sich zahlreichen Gefahren auszusetzen. Die größteZahl der Reisenden im Mittelalter stellten außer den Handlern,die von Berufs wegen reisten, Pilger, die zur Erlangungihres Seelenheils weite Reisen zu heiligen Statten unternahmen.

Die Reisenden des 16. und 17. Jahrhunderts – immernoch wenige an der Zahl – suchten in der Ferne das Abenteuerund wurden von einem starken Entdeckungs- und Eroberungsdrangin die Ferne getrieben. Im 18. und 19. Jahrhundertjedoch wurde die Gesellschaft allmahlich mobiler.Waren es im 18. Jahrhundert noch vornehmlich Bildungsreisende,die lange und oftmals beschwerliche Reisen aufsich nahmen, so reisten im 19. Jahrhundert bereits breitere,wenn auch meist noch elitare, Bevolkerungsschichten. DerErholungsaspekt trat neben den Bildungsdrang immermehr in den Vordergrund. Die deutschen Seebader erfreutensich bereits seit Ende des 18. Jahrhunderts bei Adel undGro.burgertum eines regen Zulaufes: 1793 entstand an derOstsee westlich von Rostock mit Doberan-Heiligendammdas erste deutsche Seebad. 1797 wurde Norderney zum erstendeutschen Nordseebad. Im 19. Jahrhundert erreichtendie deutschen Heilbader und Kurorte ihre Blutezeit. In derersten Jahrhunderthalfte stieg Baden-Baden zum Weltbadauf, Wiesbaden wurde zur „Weltkurstadt“. Der eigentlicheDurchbruch des Fremdenverkehrs jedoch ist eng an denAusbau des Eisenbahnnetzes geknupft. Seit Mitte des19. Jahrhunderts erfolgte die touristische Erschlie.ungneuer Gebiete durch die Schienenlegung in rasantemTempo: Nachdem am 7. Dezember 1835 die erste sechs Kilometerlange Bahnstrecke zwischen Nurnberg und Furtheingeweiht worden war, umfasste die Streckenlange desdeutschen Eisenbahnnetzes 1860 bereits 11.600 Kilometer.1914, bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges, hatte sie 63.700Kilometer erreicht. Die Passagierzahlen stiegen in der zweitenHalfte des 19. Jahrhunderts nahezu explosionsartig:Waren es 1860 noch 4,46 Millionen Passagiere, so stieg dieZahl 1870 bereits auf 17,41 Millionen, 1880 auf 71,55 Millionen,1890 auf 274,55 Millionen, um im Jahre 1900 schlie.lichbei 581,63 Millionen anzukommen1. Die Bahn erlaubtenun auch dem burgerlichen Mittelstand das Reisen, der zumeistjedes Jahr mit der Familie in die Sommerfrische aufbrach.

Man reiste mit der Bahn stets an den gleichen Ort indie Mittelgebirge, die Alpen oder an die See, wo man traditionelldas gleiche vergleichsweise bescheidene Quartierbezog, wahrend die oberen Zehntausend das Leben in denmondanen Kurorten und Badern genossen. Auch entdeckteman die Freude an der Bewegung in freier Natur. Mit derzweiten Halfte des 19. Jahrhunderts wurden die erstenBergsteigerclubs und Wandervereine gegrundet. GegenEnde des Jahrhunderts begann mit Turn- und Wanderfahrtendie touristische Selbstorganisation der Arbeiterbewegung.

Es entstanden erste Vereine, die Familienurlaube inFerienheimen, bei Bauern in den Bergen oder Fischern ander See organisierten. Auch das Jugendreisen nahm seinenAnfang. Derart organisiert wurde das Reisen allmahlichauch fur weniger betuchte Bevolkerungsschichten erschwinglich.Im Fremdenverkehr wurden erste Weichen fürden heutigen Massentourismus gestellt.

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