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Lektion 1. Volkswirtschaftliche begriffe

Lesen Sie den Text, beantworten Sie die Fragen zum Text!

Text 1. Bedürfnisse, Bedarf, Nachfrage

Um leben zu können, muss jeder Mensch essen und trinken. Um sich vor Regen, Kälte und Hitze zu schützen, benötigt er Kleider und eine Wohnung. Jeder Mensch hat zahlreiche Wünsche, die er zu erfüllen versucht. Diese Wünsche nennt man Bedürfnisse.

Die Bedürfnisse lassen sich nach verschiedenen Merkmalen unterscheiden. Nach dem Dringlichkeitsgrad der Bedürfnisse unterscheidet man:

- Lebensnotwendige Bedürfnisse: Nahrung, Kleidung, Wohnung. Das sind Grundbedürfnisse. Sie werden auch Existenzbedürfnisse genannt.

- Kulturbedürfnisse: Zeitungen, Zeitschriften, Bücher, Theaterbesuch, Musik oder ähnliches.

- Luxusbedürfnisse: teure Pelze, Schmuck, Segeljacht, Genussmittel, Mittelmeerkreuzfahrt.

Die Grenze zwischen Kultur- und Luxusbedürfnissen ist schwer zu ziehen. Was heute noch in unserer Gesellschaft Luxusbedürfnis ist, kann vielleicht morgen schon alltäglich sein und damit zum Kulturbedürfnis werden, und umgekehrt, weil sich diese Bedürfnisse im Laufe der Zeit ändern und zudem bei verschiedenen Völkern je nach wirtschaftlichem und technischem Stand unterschiedlich sind. Aus diesen Gründen bezeichnet man die Kultur- und Luxusbedürfnisse auch als relative Bedürfnisse.

Eine andere Einteilung der Bedürfnisse geht davon aus, wer diese Bedürfnisse verspürt, und bei wem sie befriedigt werden.

Dies führt zu der Unterscheidung in:

  • Individualbedürfnisse, d. h. Bedürfnisse der Einzelperson: Nahrung, Kleidung, Wohnung, Literatur, Theater, Urlaub usw.

und

  • Kollektivbedürfnisse, d. h. Bedürfnisse, die nur durch die Allgemeinheit befriedigt werden können: Schulen, Krankenhäuser, Kindergärten, Schwimmbäder, Straßen, öffentliche Sicherheit und Ordnung, Verteidigung, saubere Umwelt.

Jeder einzelne Mensch hat weit mehr Individualbedürfnisse, als Geld zu deren Befriedigung vorhanden ist. Die menschlichen Wünsche sind größer als das Einkommen. Darum muss der Mensch immer wählen, was für ein Bedürfnis in erster Linie zu befriedigen ist. Dabei muss er sein Bedürfnis konkretisieren (versachlichen). Das versachlichte (konkretisierte) Bedürfnis nennt man Bedarf (Bedürfnis: Wunsch nach Nahrung – Bedarf: Brot).

Tritt zum Bedarf die Kaufkraft (Geld) hinzu, so wird der Mensch das Produkt im Geschäft kaufen. Wirtschaftlich ausgedrückt bedeutet das: er tritt als Nachfrager nach diesem Produkt auf, um seinen Bedarf zu decken. Vielfach wird zwischen Bedarf und Bedürfnis kein Unterschied gemacht.

Doch im wirtschaftlichen Sprachgebrauch muss man diese Begriffe auf folgende Weise präzisieren:

– Bedürfnis: Mangelgefühle des Menschen, verbunden mit dem Bestreben zur Befriedigung;

– Bedarf: konkretisiertes Bedürfnis;

– Nachfrage: Wirksamkeit des Bedarfs am Markt.

Wortschatz:

der Bedarf (an +D.) – потребность, надобность, нужда в чем-либо, спрос на что-либо

bedürfen D. – нуждаться в чем-либо

das Bedürfhis nach + D. – потребность, нужда в чем-либо

unterscheiden nach + D. – различать, распознавать по чему-либо

die Dringlichkeit – неотложность, неотложная необходимость

die Nahrung – пища, питание, пропитание

der Stand – положение, состояние, уровень

das Einkommen – доход

versachlichen – конкретизировать

lebensnotwendig – необходимый для жизни

das Grundbedürfnis – основная потребность

das Existenzbedürfnis – потребность существования

versachlichen – конкретизировать

verspüren – ощутить, почувствовать