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I wie Ilex (Stechpalme)

Stechpalme ist die Pflanze des Monats Dezember. Nur wenige Pflanzen haben einen so engen Bezug zu Weihnachten wie die Stechpalme: Zur Adventszeit ist es Brauch, Häuser, Türen und Tische mit Zweigen der Stechpalme zu dekorieren, was aus dem angelsächsischen Raum stammt. In den USA und Großbritannien gilt der Stechpalmenzweig als Weihnachtssymbol schlechthin. Die Zweige mit den roten Früchten werden zunehmend auch in Mitteleuropa populär. Mit Hilfe der Stechpalme wurden im Volksglauben unheilvolle Kräfte gebannt oder herbeigerufen. Daher rührt der Brauch in den angelsächsischen Ländern, Stechpalmenzweige zur Weihnachtszeit am Kamin aufzuhängen. So sollen böse Geister gehindert werden, durch den Kamin in das Haus zu kommen. Und auch die Römer glaubten, dass die Stechpalme für Glück und Gesundheit sorgt.

J wie Julbock

Der Julbock ist ein in Skandinavien und einigen osteuropäischen Ländern verbreitetes Weihnachtssymbol. Der Julbock erscheint im Allgemeinen in der Gestalt eines Ziegenbocks und brachte früher die Weihnachtsgeschenke. Julböcke gehören heute noch in einigen Ländern zur Weihnachtsdekoration und werden aus Stroh und rotem Schleifenband gebastelt. In Skandinavien bringt der Julbock die Geschenke. Der Julbock ist ein Ziegenbock, der aus Stroh geflochten wird. Die Julnissen sind nordische Hausgeister oder Wichtel, die in der Weihnachtszeit mit einem Hafer- oder Reisbrei mit Rosinen besänftigt werden.

K wie Krippe

Die Weihnachtskrippe ist in Deutschland sehr verbreitet. Die kleinen aus Holz, Ton oder Gips gemachten Figuren stellen die Geburt Christi im Stall zu Bethlehem dar: Maria und Joseph mit einer Wiege, in der das Neugeborene liegt, umgeben von Tieren, Hirten und den drei Heiligen Königen. Weihnachtskrippen werden auf dem Weihnachtsmarkt verkauft, oft aber auch in Schulen oder Familien selbst gemacht.

L wie Lametta

Lametta (lateinisch-italienisch „lama“ > Metallblatt) besteht aus schmalen, dünnen, glitzernden Metallstreifen und ist ebenso wie Rauschgold ein traditioneller Weihnachtsschmuck für den Weihnachtsbaum und auch für Adventskränze. Lametta schmückt und symbolisiert am Weihnachtsbaum Eiszapfen.

M wie Mistel

Ein uralter Brauch erfreut sich in den vergangenen Jahrzehnten zunehmender Beliebtheit: der Mistelzweig. Hübsch geschmückt mit einem bunten Band und über der Tür aufgehängt, ist er nicht nur ein schöner Weihnachtschmuck, er gilt auch als Symbol für Frieden und Versöhnung. Außerdem glaubten die alten Germanen, dass er böse Geister vertreibt und Fruchtbarkeit bringt. Daher kommt wohl auch die Tradition, dass man eine Frau ungefragt küssen darf, wenn sie unter einem Mistelzweig steht.

N wie Nikolaus

Der Nikolaustag, also der 6. Dezember, geht auf den Sterbetag des Heiligen Nikolaus zurück. Dieser ist Schutzheiliger vieler Gruppen wie z. B. der Seefahrer oder eben der Kinder. Der Brauch des Füllens der Schuhe, Socken oder auch der Gabenteller der Kinder geht auf die Begebenheit zurück, dass der Heilige Nikolaus nachts drei Jungfrauen beschenkt hat. Zur Seite gestellt ist dem Nikolaus Knecht Ruprecht. Die Figur des Nikolaus war außerdem die Vorlage für den Weihnachtsmann.

O wie Obligatorischer Festschmaus

Zu einem obligatorischen Festschmaus an den Weihnachtsfeiertagen zählen für viele Gans oder Ente aus dem Ofen. Jedes Jahr werden in Deutschland zwischen dem 11. November und in der Weihnachtszeit rund 10 Millionen Gänsebraten gegessen. Da die Familien in Deutschland kleiner werden, geht in Sachen Festtagsbraten der Trend zur Weihnachtsente. Als kulinarische Begleiter gibt es in den meisten Fällen Rotkohl und Klöße. Zu Heiligabend ist aber immer noch Würstchen mit Kartoffelsalat die Nummer 1. Gans und Ente folgen auf den nächsten Plätzen.

P wie Pfefferkuchen

P fefferkuchen ist ein anderer Begriff für Honig- oder Lebkuchen. Die Bezeichnung als Pfefferkuchen geht auf die verwendeten Gewürze zurück, die in den Backwerken sind. Diese wurden in vergangenen Jahrhunderten alle als Pfeffer bezeichnet. Diese „Pfeffer“ sind in den meisten Fällen Zimt, Nelken, Anis, Kardamom oder auch Ingwer und Koriander. (siehe auch Zimt). Die bekanntesten Arten dieses Weihnachtsgebäcks sind die Aachener Printen, die Nürnberger Lebkuchen oder die Pulsnitzer Pfefferkuchen. Der weltweit größte gebackene Lebkuchen wog mit Verzierung 650 kg, war 10 m lang und 4 m breit.

Q wie Qualm

F ür viele gehört der Qualm oder Rauch aus dem heimischen Kamin, Ofen und vor allem der aus dem Räuchermännchen zur Adventszeit. Räuchermännchen sind eine Erfindung der im Erzgebirge ansässigen Spielzeugmacher und es gibt sie nachweislich seit 1830. Sie stellen zumeist Förster, Soldaten oder Bergmänner dar. Das kleinste Räuchermännchen ist lediglich 52 mm groß und der größte Räuchermann ist 2,48 m groß. Die Räucherkegel, die in den Männchen sind, enthalten meist Sandelholz und Weihrauch. Das geht auf die besondere Bedeutung des Rauchs in der Kirche zurück: Weihrauch bringt die Gebete in den Himmel und hat eine reinigende Wirkung.

R wie Rentiere

Rentiere kennen wir als die Zugtiere vor dem Schlitten des Weihnachtsmannes. Allen anderen voran fliegt Rudolf, das Rentier mit der roten Nase. Rentiere gehören zu den Hirschen und leben in den Ländern rund um den Nordpol. Die Verbindung der Rentiere zu Weihnachten besteht seit Anfang des 19. Jahrhunderts aufgrund eines Gedichts und eines Malbuches für Kinder aus den USA aus dem Jahr 1939. Das darauf beruhende Lied von Gene Autry „Rudolph, the Red-Nosed Reindeer“ von 1949 gehört zu den populärsten englischsprachigen Weihnachtsliedern. Es wurde bis heute mehr als 140 Mal neu interpretiert.

S wie Schwibbogen

Als Schwibbogen bezeichnet man einen Lichterbogen aus dem Erzgebirge. Hier sind Schwibbögen ein fester Bestandteil der erzgebirgischen Volkskunst. Der Name wurde der romanischen Architektur entlehnt und bedeutet eigentlich Schwebebogen. Die im Schwibbogen dargestellten Motive spiegeln den Alltag der Bergleute und ihrer Familien wider. Eines der bekanntesten Motive zeigt neben verschiedenen Symbolen zwei Bergleute, einen Schnitzer und eine Klöpplerin und verkörpert damit drei der Haupterwerbsquellen der erzgebirgischen Landbevölkerung des 18. und 19. Jahrhunderts. Weitere Varianten zeigen christliche Motive aus der Weihnachtsgeschichte oder den Wald und dessen Tiere. Vornehmlich zur Advents- und Weihnachtszeit werden die Bögen seit Mitte des letzten Jahrhunderts in die Fenster vieler Häuser, auch weit außerhalb der Erzgebirgsregion gestellt und finden als Großbögen auch im Außenbereich Verwendung. Der weltweit größte Außenschwibbogen ist 2009 für den Dresdner Striezelmarkt geschaffen worden.

T wie Tanne

Der Weihnachtsbaum ist erst seit dem letzten Jahrhundert weltweit verbreitet und von vielen Legenden umgeben. Alten Quellen zufolge stammt er aus Straßburg, wo er schon seit dem 17. Jahrhundert Tradition war. Der Weihnachtsbaum ist in der Regel eine mit roten Äpfeln, Nüssen, Strohsternen, Glaskugeln, kleinen Figuren und echten Kerzen geschmückte Tanne. Er wird in den meisten Familien hinter verschlossenen Türen vom Vater oder der Mutter geschmückt, um den Kindern eine Überraschung zu bereiten. Unter dem Weihnachtsbaum liegen die Geschenke.

U/V wie Vanillekipferl

Vanillekipferl haben eine lange Tradition und gehören bei vielen zu den Klassikern an Weihnachten. Es ist süßes, mit Vanillezucker bestreutes Nuss- oder Mandelgebäck in Form eines kleinen Hörnchens. Es ist ein beliebtes Weihnachtsgebäck, das auf keinem Weihnachtsteller fehlen sollte.

W wie Wunschzettel

Vor Weihnachten schreiben Kinder ihre Wünsche auf Wunschzettel für den Weihnachtsmann oder das Christkind auf, oft nach materiellen Dingen, aber auch andere, wie ein Brüderchen oder Schwesterchen. Beim Aufschreiben beschäftigen sie sich intensiv mit ihren Wünschen.

X /Y/Z wie Zimt

Zimt zählt neben Nelken, Vanille und Sternanis zu den Klassikern der Weihnachtsgewürze. Es zählt mit zu den ältesten Gewürzen und wird aus dem Zimtlorbeerbaum gewonnen.  Zimt verfeinert Bratäpfel, Gebäck und wurde sogar Namensvetter seiner eigenen Sterne. Der Zimtstern ist der Klassiker unter den Weihnachtskeksen. Der feine, unaufdringliche Zimtduft lässt bei vielen Leuten Kindheitserinnerungen wach werden.

Der deutsche Schriftsteller Hermann Messing, der Hörspiele, Theaterstücke, Gedichte, Geschichten und Romane für Kinder verfasst, hat 2001 ein sehr schönes Gedicht geschrieben.

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