Kurzwörter, zum Beispiel: Demo, Akku;
Initialwörter: ard, zdf und andere;
Silbische Abbreviaturen: S-Bahn, U-Boot usw.
Außerdem zeichnen einige Wissenschaftler folgende Gruppen aus:
Das Typ «Mittelteil ausfallen», zum Beispiel: Öl[baum]zweig, Wohn[ung]bau usw (Fleischner, Welman, Kolber-Trill);
Das Typ «Rumpfwörter», zum Beispiel : Lisa (Kolber-Trill, Greile).
Die Klassifikation von E. B. Rosen ist am vollständigsten. Laut dieser Klassifikation werden folgende Gruppen der Abbreviaturen genannt:
Kontrakturen - wenn der beliebige Teil eines Ausganswortes oder der Gruppe der Ausgangswörter abgebrochen wurden, zum Beispiel: Repro(duktion), max(imum).
Silbische Abbreviaturen - die Wörter, die infolge des Abbrechens des Teils des Ausgangswortes oder jedes Teils der Wortgruppe bis der Größe der ersten Silbe entstehen, zum Beispiel: Gewi (Gesellschaftswissenschaft).
Akronyme - wenn nur die ersten Buchstaben des Wortes oder des Wortteils geschrieben werden: EDV (Elektronische Datenverarbeitung).
Die meisten Akronyme sind die Namen der Staatseinrichtungen, politischen Einrichtungen, internationale Organisationen, der technischen Geräte, der Betriebe.
Abbreviaturen, oder man nennt sie auch, entstehen meist in der geschriebenen Sprache und finden manchmal Aufnahme in der Umgangssprache (zum Beispiel NATO, EU, UNO).
Kapitel 3. Die Besonderheiten der deutschen Abkürzungen
Wir versuchten auch in unserer Arbeit die Besonderheiten der deutschen Abbreviaturen kennen zu lernen und stellten fest, dass einer der charakteristischen Hauptstriche der lexikalischen Abkürzungen ist, dass die Mehrheit von ihnen parallel mit den ungeschmälerten Wörtern als ihre stilistische Varianten existieren, zum Beispiel: Mikro/Mikrophon, K-Wagen/Kraftwagen usw.
Die Buchstabenabkürzungen können verschiedenweise dechiffriert werden, zum Beispiel: Kr.- 1.Krone (Währung), 2.Kreis, 3. Krypten (Element) usw.
Silbische Abkürzungen und die Buchstabenabkürzungen verfügen über die charakteristische phonematische Gestalt - fast alle von ihnen bestehen aus den offenen Silben, die klangvolle Vokale enthalten, zum Beispiel:Kripo (Kriminalpolizei), UKW (Ultrakurzwelle), Tbc (Tuberkulose).
Zu den grammatikalischen Besonderheiten der deutschen Abkürzungen gehören folgende Punkte:
Pluralbildung und Deklination
Die Deklination von Abkürzungen ist eher unüblich, aber grundsätzlich möglich. Bei Abkürzungen mit Punkt wird unterschieden: Enden sie mit dem letzten Buchstaben der Vollform (z. B. Hr.), so wird die Deklinationsendung unmittelbar angehängt (z. B. Hrn. (= Herrn)), ansonsten wird die Endung hinter dem Punkt angefügt (Jh. wird z. B. zu Jh.e (= Jahrhunderte)), bei Abkürzungen ohne Punkt wird die Endung schlicht angehängt (z. B. des BGBs). Dieselben Regeln gelten für die Bildung der weiblichen Form (z. B. Prof. in (= Professorin)).
Der Plural von Abkürzungen wird auch heute noch gelegentlich durch eine Buchstabenverdopplung ausgedrückt (z. B. Jag. (= Jahrgänge), ff. (= folgende)). Im Übrigen wird der Plural, sofern die Abkürzung nicht unverändert verwendet wird, immer durch ein angehängtes s gebildet (z. B. CDs), selbst wenn die Vollform eine andere Pluralendung hat (z. B. AGs, Pkws). Eine Ausnahme bilden nur wenige (meist fachsprachliche) Abkürzungen, die nie in der gesprochenen Sprache verwendet werden (z. B. RAe (= Rechtsanwälte)). Gerade bei weiblichen Abkürzungen empfiehlt sich die Verwendung des Plural-s, um Verwechslungen mit dem Singular vorzubeugen (z. B. die GmbH/GmbHs).
Das Grammatische Geschlecht der Abkürzung wird nach dem Hauptwort der komplizierten Abkürzung bestimmt (das Maschinengewehr - das Mg.).
Schreibweise und Aussprache
Wir haben auch Schreibweise und Aussprache der deutschen Abkürzungen kennen gelernt und verstanden, dass es Angaben zu den entsprechenden Regelwerken fehlen, in denen die Schreibweise von Abk. festgelegt werden.
