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Ординатура / Офтальмология / Немецкие материалы / Checkliste Augenheilkund 3 auflage_Burk_2005

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16

16.1 Dystrophien/Degenerationen/hereditäre Erkrankungen

 

 

Netzhaut und Chorioidea

 

Glaskörper,

Abb. 16.2 · Fundus flavimaculatus: multi-

 

 

ple gelbliche Flecken auf RPE-Niveau am

 

hinteren Augenpol

von

Rückgang älterer; evtl. Fleckenring um Makula; bei jungen Patienten evtl. nur

dunkel orange-roter Fundus durch exzessives lipofuszinähnliches Material im

 

Erkrankungen

RPE.

Dunkeladaptation (S. 56) meist normal, in der Regel keine Nachtblindheit.

 

– Mögliche Veränderungen der Peripherie: gelbe Flecken, Pigmentflecken, Kno-

 

chenbälkchen wie bei Retinitis pigmentosa, atrophische Areale.

 

ERG (S. 58): Subnormal (photopisches mehr als skotopisches).

 

EOG (S. 59): Reduzierter Lichtanstieg (bei rein makulärer Form ERG und EOG

 

normal).

 

Farbsinn: Oft anomal (Pseudoprotanomalie), abhängig von Makulabeteiligung.

 

Fluoreszenzangiographie: Diffuse Blockade der chorioidalen Fluoreszenz

 

(dunkle Chorioidea), fokal durch gelbliche Flecken; atrophische Areale sind

 

hyperfluoreszent; Schießscheibenmakulopathie: Ring hyperfluoreszenter fle-

 

ckiger Areale um die hypofluoreszente Fovea.

 

Gesichtsfeld: Zentral-, Parazentralskotom (zuerst für rot), Peripherie meist nor-

 

mal, evtl. Ringskotom.

 

– Erhöhte Myopierate, besonders bei degenerativer Makulabeteiligung.

 

Genetik: Meist autosomal-rezessiv (Chromosom 1p21 –p13; ABCR-Gen); selten au-

 

tosomal-dominant (Chromosom 13q34; ELOVL4-Gen).

 

Assoziation: Gelegentlich berichtet; z. B. Laurence-Moon-Bardet-Biedl-Syndrom

 

(S. 534); neurologische Störungen; Nierenerkrankung.

 

Manifestationsalter: Beginn des Visusabfalls 15.– 30. LJ (selten darüber hinaus ab

 

5. bis zum 65. LJ).

 

Verlauf/Komplikationen: Visusabfall progressiv, Leseschwierigkeiten; bei Maku-

 

labeteiligung ab 1. LJZ, sonst oft erst nach langer Zeit, wenn sich Flecken in der Fo-

 

veola bildet; Endvisus meist nicht 0,05; gelegentlich chorioidale Neovaskularisati-

 

on (sehr selten retinale Neovaskularisationen).

 

Differenzialdiagnose:

 

Fundus albipunctatus: Autosomal-rezessiv (RDH5-Gen); weiße Punkte auf Höhe

 

der Rezeptorenschicht, gleichmäßig über Fundus verteilt, meist Aussparung der

 

Makula; Dunkeladaptation und Standard-ERG pathologisch, ERG nach mehrstün-

 

diger Dunkeladaptation normal; Visus normal (Kombination mit kristalliner

 

Hornhautdystrophie, S. 196; s. auch Uyemura-Syndrom, S. 554).

 

Kandoris gefleckte Retina: Dunkelgelbe RPE-Atrophie-Flecken in der äquatorialen

 

Region, Pigmentstörungen, Makula ausgespart; Nachtblindheit, Dunkeladaptati-

 

on pathologisch.

 

Vitamin-A-Mangel: Weiße Flecken tief in der Retina, Makula ausgespart; Nacht-

306

blindheit; reversibel unter Therapie.

Dieses Dokument ist nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt und darf in keiner Form an Dritte weitergegeben werden!

Aus A.Burk u. R.Burk.: Checkliste Augenheilkunde, 4. Aufl. (ISBN 3-13-100573-4) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart

16.1 Dystrophien/Degenerationen/hereditäre Erkrankungen

Kjellin-Syndrom: Blockade der Fluoreszenz zentral, Hyperfluoreszenz peripher, sonst wie Fundus flavimaculatus (S. 532).

Kristalline Retinopathien: z. B. Biettis kristalline Retinopathie, primäre Hyperoxalurie, Methoxyflurantoxizität, Tamoxifen-Retinopathie; vgl. S. 291 .

Zapfendystrophien (S. 308); zentrale areoläre chorioidale Atrophie; dominante Makuladystrophie; disseminierte Chorioretinopathie; Drusen (S. 283); Angioid streaks (S. 317); Retinitis pigmentosa (S. 299); Chloroquin-Retinopathie (S. 291).

Therapie:

Konservativ: Nicht bekannt; ggf. vergrößernde Sehhilfen (S. 49);

Chirurgisch: Evtl. Laser bei chorioidaler Neovaskularisation (S. 458).

Best-vitelliforme-Makuladystrophie

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Definition: Erbliche Makuladystrophie mit Eidotter-ähnlicher Läsion.

Leitbild: Eidotter-ähnliche Läsion im Makulabereich; Elektrookulogramm (EOG) pathologisch bei normalem ERG.

Diagnostik/Symptome:

Anamnese: Verschwommensehen, Metamorphopsie (Verzerrtsehen).

Visus: Im Stadium 2 normal oder gering vermindert; im Stadium 3 Visusreduktion; im Stadium 5 erhebliche Visusreduktion.

Funduskopie:

Stadium 1: Keine Fundusveränderung.

Stadium 2: Gelbe Flecken mit unscharfen Rändern auf RPE-Niveau (Akkumulationen von lipofuszinähnlichen Granula); uni-/bilateral, einzeln, multipel, exzentrisch und/oder im Makulabereich, dort Eidotter-ähnliche, gelbliche Läsion zwischen RPE und sensorischer Retina von 0,5 bis 3PD.

Stadium 3: Pseudohypopyon der Makulaläsion: Material im oberen Anteil resorbiert, nur noch der untere Teil ist gelblich.

Stadium 4: Makulaläsion ähnelt „Rührei“;

Stadium 5: Hypertrophe fibröse, weiße Makulanarbe oder vaskularisierte fibröse Narbe mit chorioidaler Neovaskularisation oder Atrophie im Makulabereich (orangerote Farbe).

EOG: Hochgradig pathologisch (fehlender Lichtanstieg) während aller Stadien bei normalem ERG.

Farbsinn meist normal, im Narbenstadium evtl. rotgrün und blaugrün Störungen; peripheres Gesichtsfeld und Dunkeladaptation normal.

Fluoreszenzangiographie: Pseudohypopyon im Stadium 3: oberer Anteil atrophisch, hyperfluoreszent, unterer blockt Fluoreszenz.

Familienanamnese, Genetische Beratung.

Genetik: autosomal-dominant mit reduzierter Penetranz und variabler Expressivität (Genort: 11q12.3/VMD2-Gen).

Carrier: Fundus meist normal, EOG pathologisch.

Weitere okuläre Befunde: Hyperopie; Strabismus; seröse Netzhautablösung.

Assoziation: Nicht beschrieben.

Manifestationsalter: Meist zwischen 4. und 10. LJ; selten bei Neugeborenen (1. bis

3.Lebenswoche).

Verlauf/Komplikationen: Trotz der ausgeprägten Fundusveränderungen Visus meist 0,4 oder besser (Ausnahme: Stadium 5); Stadium 2 kann über Jahrzehnte bestehen bleiben.

Beachte: In Stadien 2 und 3 vollständige Resorption möglich.

Differenzialdiagnose:

Foveomakuläre vitelliforme Dystrophie vom Erwachsenentyp: Autosomal-domi-

nant; Visusreduktion, Metamorphopsie meist im 4.– 5. LJZ; horizontal ovale Läsion mit zentralem braun bis grauem hyperpigmentierten Fleck; ERG und Farbsinn normal; EOG mit reduziertem Lichtanstieg.

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16

Erkrankungen von Glaskörper, Netzhaut und Chorioidea

307

16

Erkrankungen von Glaskörper, Netzhaut und Chorioidea

16.1 Dystrophien/Degenerationen/hereditäre Erkrankungen

Abb. 16.3 · Best-vitel- liforme-Makuladystro- phie, Stadium 2 mit Ei- dotter-ähnlicher Makulaveränderung

Schmetterlingsförmige Pigmentepitheldystrophie: Foveales gelbgraues Pigment entsprechender Form; EOG subnormal.

Sorsby-Syndrom (I): S. 550 .

RPE-Abhebung (S. 283); Drusen (S. 283); Fundus flavimaculatus (S. 305).

Therapie:

Konservativ: Symptomatisch;

Chirurgisch: Evtl. Laser bei chorioidaler Neovaskularisation (S. 458).

Farbsinnstörungen

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Siehe Tab. 16.4.

Farbsinnstörungen: Progressive Zapfendystrophien/

Schießscheiben-(Bulls eye-)Makulopathie

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Leitbild: Farbsinnstörung; Lichtempfindlichkeit; Visusminderung; erst normaler Fundus, später Schießscheibenmakulopathie.

Diagnostik/Symptome:

Anamnese: Neben Lichtempfindlichkeit oft Hemeralopie (Tagesblindheit).

Visus: Beiderseits progressiver Sehverlust, nicht immer symmetrisch.

Funduskopie: Initial unauffälliger Fundus, dann am häufigsten Schießscheibenmakulopathie: Zentrale Insel von dunkler erscheinendem retinalem Pigmentepithel (RPE), umgeben von zirkulärer RPE-Atrophiezone; evtl. gelbweißliche tief in der Retina liegende Flecken außerhalb der Schießscheibenläsion; alternativ zentrale RPE-Atrophie, -verklumpung, evtl. auch Atrophie der Choriokapillaris; evtl. tiefrote, kleine Veränderungen auf RPE-Niveau; evtl. temporale Papillenblässe, evtl. Pigmentansammlungen in der Peripherie, enge Gefäße.

Fluoreszenzangiographie: Schießscheibenmakulopathie: zentraler nicht fluoreszierender Fleck umgeben von hyperfluoreszenter Zone.

Farbsinn (S. 53):

Bei selektiver Zapfendystrophie: Panel-D-15 (S. 54): Rot-Grün-Störung; Anomaloskop (S. 54): wie bei kongenitaler Achromatopsie (Tab. 16.4).

Bei Zapfen-/Stäbchendystrophien stadienabhängig unterschiedliche Befunde, im fortgeschrittenen Stadium keine Differenzierung mit dem Anomaloskop möglich.

ERG (S. 58): reduziertes oder ausgelöschtes photopisches ERG, abnorme Flicker-

 

Antwort; evtl. supernormales skotopisches ERG; später evtl. reduziertes skotopi-

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sches ERG.

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Tabelle 16.4 · Stationäre und kongenitale Zapfendysfunktionen

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Bezeichnung

zugrunde liegen-

Rot-Grün-Farbdis- Anomaloskop

Fundus, Visus,

Bevölkerung

weibl. Carrier

Genort

 

der Defekt

kriminierung

Standardblitz-

männlich/weiblich

 

 

 

 

 

ERG, EOG

 

 

 

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Anomale Trichromasie

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Deuteranomalie

normales Photo-

generell reduziert,

um subjektiv glei-

normal

etwa 5% / etwa

etwa 12%

X-Chromosom

 

pigment mittlerer

unterschiedlich

chen Farbeindruck

 

0,25%

 

 

 

Wellenlänge er-

ausgeprägt

wie gelbes Feld zu

 

 

 

 

 

setzt durch ano-

 

erhalten, zuviel

 

 

 

 

 

males Photopig-

 

Grün in der Rot/

 

 

 

 

 

ment mit maxima-

 

Grün-Mischung

 

 

 

 

 

ler Intensität bei

 

(Mischungsglei-

 

 

 

 

 

zu langer Wellen-

 

chung 20/15)

 

 

 

 

 

länge

 

 

 

 

 

 

Protanomalie

normales Photo-

generell reduziert,

um subjektiv glei-

normal; Lese-Visus

etwa 1% / etwa

etwa 12%

X-Chromosom

 

pigment mittlerer

unterschiedlich

chen Farbeindruck

reduziert unter

0,01%

 

 

 

Wellenlänge er-

ausgeprägt

wie gelbes Feld zu

rotem Licht

 

 

 

 

setzt durch ano-

 

erhalten, zuviel

 

 

 

 

 

males Photopig-

 

Rot in der Rot-

 

 

 

 

 

ment mit maxima-

 

Grün-Mischung

 

 

 

 

 

ler Intensität bei

 

(Mischungsglei-

 

 

 

 

 

zu kurzer Wellen-

 

chung 60/8)

 

 

 

 

 

länge

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

.Forts

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erkrankungen Dystrophien/Degenerationen/hereditäre 1.16

309

Erkrankungen von Glaskörper, Netzhaut und Chorioidea

16

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310

Erkrankungen von Glaskörper, Netzhaut und Chorioidea

 

Tabelle 16.4 · Fortsetzung

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Bezeichnung

zugrunde liegen-

Rot-Grün-Farbdis- Anomaloskop

Fundus, Visus,

Bevölkerung

weibl. Carrier

Genort

 

der Defekt

kriminierung

Standardblitz-

männlich/weiblich

 

 

 

 

 

ERG, EOG

 

 

 

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Dichromasie

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Protanopie

überwiegendes

unter besonderen

Mittelnormglei-

normal, Einschrän-

etwa 1% / etwa

etwa 2%

X-Chromosom

 

Fehlen des roten

Laborbedingun-

chung wird ange-

kung: Visus unter

0,01%

 

 

 

Zapfenphotopig-

gen möglich

nommen; bei vor-

rotem Licht, ERG

 

 

 

 

ments

 

gegebenen 73

bei langwelligem

 

 

 

 

 

 

Rotanteilen in der

Stimulus reduziert

 

 

 

 

 

 

Mischschraube,

 

 

 

 

 

 

 

wird Helligkeit

 

 

 

 

 

 

 

(Gelbschraube)

 

 

 

 

 

 

 

auf 2 eingestellt,

 

 

 

 

 

 

 

da reines Rot als

 

 

 

 

 

 

 

sehr dunkel emp-

 

 

 

 

 

 

 

funden wird

 

 

 

 

Deuteranopie

überwiegendes

unter besonderen

Mittelnormglei-

normal

etwa 1% / etwa

etwa 2%

X-Chromosom

 

Fehlen des grünen

Laborbedingun-

chung wird ange-

 

0,01%

 

 

 

Zapfenphotopig-

gen möglich

nommen; bei vor-

 

 

 

 

 

ments

 

gegebenen 73

 

 

 

 

 

 

 

Rotanteilen in der

 

 

 

 

 

 

 

Mischschraube,

 

 

 

 

 

 

 

wird Helligkeit

 

 

 

 

 

 

 

(Gelbschraube)

 

 

 

 

 

 

 

auf 15 eingestellt

 

 

 

 

Tritanopie

Blau-Zapfen feh-

unspezifisch; kann

normal

sehr selten/sehr

X-Chromosom

 

len oder fehlende

 

mit Standard-Ano-

 

selten

 

 

 

Funktion

 

maloskop nicht er-

 

 

 

 

 

 

 

fasst werden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erkrankungen Dystrophien/Degenerationen/hereditäre 1.16 16

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bestimmt Gebrauch persönlichen den für nur ist Dokument Dieses werden! weitergegeben Dritte an Form keiner in darf und

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Komplette Achromatopsie 1

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Stäbchen Monochro-

nur Stäbchenvisus;

keine Farbwahr-

wie Protanopie,

Visus 0,1; pho- 1:30000/ 1:30000 –

autosomal-rezessiv

masie, vollständige

(wenn Zapfen, re-

nehmung, nur

noch weniger Hel-

topisches ERG

(25% der Geschwis-

Farbenblindheit

duziert in der An-

Helligkeitsdiskri-

ligkeit (73 Rotan-

ausgelöscht, EOG

ter)

 

zahl oder anomal,

minierung

teile: Vergleichs-

normal; evtl. Pa-

2q11 –q12/CNGA3;

 

mit Rhodopsin als

 

licht wird auf Hel-

pillenblässe, evtl.

8q21.1 – 22.1/

 

Pigment)

 

ligkeitsskala 2 ein-

fehlender Foveal-

CNGB3; 14; 1p13.3/

 

 

 

gestellt; 0 Rotan-

reflex, Pigment-

GNAT2

 

 

 

teile: auch maxi-

verschiebungen,

 

 

 

 

male Helligkeit

oft exzentrische

 

 

 

 

(87) wird noch als

Fixation

 

 

 

 

zu dunkel emp-

 

 

 

 

 

funden; bei 40

 

 

 

 

 

Rotanteilen: Hel-

 

 

 

 

 

ligkeitseinstellung

 

 

 

 

 

auf 60 – 80)

 

 

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Inkomplette Achromatopsie2

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Blauzapfen-Mono-

nur Blauzapfen

sehr schlechte

wie bei komplet-

Visus 0,1 – 0,3,

Männer betroffen

keine Identifikati-

X-chromosomal-

chromasie

und Stäbchen vor-

Farbdiskriminie-

ter Achromatopsie

sonst wie kompl.

/ Carrier

on möglich zur-

rezessiv; Gene:

 

handen; evtl. Zap-

rung (wie Dichro-

 

Achromatopsie

 

zeit, evtl. ERG-

OPN1LW,

 

fen mit Rhodopsin

maten unter me-

 

 

 

Anomalien

OPN1MW

 

(oder Photopig-

sopischen Bedin-

 

 

 

 

 

 

ment mit Sensiti-

gungen)

 

 

 

 

 

 

vität für lange

 

 

 

 

 

 

 

Wellen)

 

 

 

 

 

 

1 weitere Symptome: Kongenitaler Pendelnystagmus; Lichtempfindlichkeit; Zentralskotom; paradoxe Pupillenreaktion: Auge adaptiert an mesopes Licht; nach dem Ausschalten momentan keine Veränderung, dann langsame Konstriktion innerhalb etwa 2s. erst dann normale Dilatation; Therapie: optimale zykloplegische Korrektion mit dunkelorange oder rot getönten Gläsern

2 weitere Symptome: Nystagmus in der Kindheit; Lichtempfindlichkeit; mittlere Myopie; Zentralskotom; keine paradoxe Pupillenreaktion

Erkrankungen Dystrophien/Degenerationen/hereditäre 1.16

311

Erkrankungen von Glaskörper, Netzhaut und Chorioidea

16

16

 

16.1 Dystrophien/Degenerationen/hereditäre Erkrankungen

 

 

 

Netzhaut und Chorioidea

 

 

Glaskörper,

a

b

 

 

 

Abb. 16.4 a u. b · Schießscheibenmakulopathie: kreisförmig hellere Zone mit atrophiertem

von

 

RPE umgibt eine zentrale dunkle Insel

 

 

Erkrankungen

 

EOG (S. 59): variabel, supernormal bis anomal.

 

 

 

 

Dunkeladaptation (S. 56): keine oder nur geringe Nachtblindheit (bei Stäbchen-

 

 

beteiligung Dunkeladaptation pathologisch); neben Lichtempfindlichkeit oft He-

 

 

meralopie (Tagesblindheit).

 

 

Refraktion: ungefähr zwei Drittel myop.

 

 

Gesichtsfeld: Zentraloder Parazentralskotom, Peripherie unauffällig (bei zusätz-

 

 

licher Stäbchenstörung auch eingeschränkt; bei reduzierter Hintergrund-Be-

 

 

leuchtung Verschwinden des Zentralskotoms).

 

 

Oft exzentrische Fixation (vgl. S. 15); evtl. erworbener Nystagmus.

 

 

Genetik: Autosomal-dominant (z. B. 19q13.3/CRX-Gen); autosomal-rezessiv (z. B.

 

 

1p21 – 13/ABCA4-Gen); X-chromosomal-rezessiv (RPGR-Gen).

 

 

Ursache: Photopisches System gestört (d. h. Detailsehen und Farbensehen): selekti-

 

 

ve Zapfendystrophie (selten) oder kombinierte Zapfen-Stäbchen-Dystrophie.

 

 

Assoziation: Hansen-Larsen-Berg-Syndrom (S. 529); Tab. 16.5.

 

 

Manifestationsalter: Selektive Zapfendystrophie ca. 40. LJ, sonst 10.– 30. LJ.

 

 

Verlauf/Komplikationen: Je früher Symptome auftreten, umso eher Visusverlust;

 

 

meist Reduktion auf um 0,1 – 0,3 bis zum 3. bis 4. LJZ; bei Atrophie des RPE und der

 

 

Choriokapillaris 0,05 bis 0,025 (selten Fingerzählen, keine Lichtwahrnehmung); in-

 

 

nerhalb einer Familie ist die Art der Makulaveränderung meist gleich.

 

 

Evtl. Beginn mit regionaler Zapfendystrophie:

 

 

a) Nur zentrale Zapfen: Visus reduziert, Farbsinnstörung, Standard-Ganzfeld-

 

 

ERG eher normal;

 

 

b) nur periphere Zapfen: Standard-Ganzfeld-ERG pathologisch, Farbsinn und Vi-

 

 

sus gering eingeschränkt.

 

 

Differenzialdiagnose: kongenitale, stationäre Farbsinnstörungen (Tab. 16.4); Zap-

 

 

fendysfunktion durch Digoxin; juvenile Retinoschisis (S. 300); Best-vitelliforme-

 

 

Makuladystrophie (S. 307); Tab. 16.5.

 

 

Therapie: Konservativ: stark getönte Gläser (Reduktion des Zentralskotoms, Ver-

 

 

besserung der Sehschärfe durch mesopische Sehbedingungen, Stäbchen nicht mehr

 

 

gesättigt); evtl. Miotika (zur Verminderung der Lichtempfindlichkeit); vergrößern-

 

 

de Sehhilfen (S. 49).

312

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16.1 Dystrophien/Degenerationen/hereditäre Erkrankungen

Tabelle 16.5 · Differenzialdiagnose Schießscheibenmakulopathie – Auswahl

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Chloroquin-Retinopathie (S. 291)

Canthaxanthintoxizität (S. 292)

Indometacin-Toxizität (frgl.: S. 292)

Fenestrated-sheen-Makula-Dystrophie (autosomal dominant; Visus meist normal; ERG (photopisches) und EOG gering gestört oder normal)

Benigne konzentrische annuläre Makuladystrophie (autosomal dominant; Visus normal; Farbsinn, ERG, EOG variabel)

Retinitis pigmentosa (S. 299)

Fundus flavimaculatus (S. 305)

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Systemische Erkrankungen mit möglicher Schießscheibenmakulopathie:

Fukosidose (S. 527)

Zeroidlipofuszinose (S. 314)

Niemann-Pick-Krankheit (S. 314)

Bardet-Biedl-Syndrom (S. 519)

Refsum-Krankheit (S. 546)

Sjögren-Larsson-Syndrom (S. 549)

(Pierre-)Marie-Syndrom

Hallervorden-Spatz-Syndrom (S. 529)

Ichthyosis (S. 173)

Neurolipidosen (neuronale Speichererkrankungen; Auswahl)

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Siehe Tab. 16.6; zur Differenzialdiagnose „kirschroter Makulafleck“ s. auch Sialidose (S. 549) und Mukopolysaccharidose I-H/VII (S. 172, 173); der kirschrote Fleck entsteht durch massive Lipideinlagerungen in den perifovealen Ganglienzellen; da in der Fovea keine Ganglienzellen vorhanden sind, leuchtet die Aderhautfärbung weiter durch.

Achsenmyopie

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Definition: Eine überdurchschnittliche Bulbuslänge führt zur Vereinigung parallel einfallender Strahlen vor der Netzhaut.

Leitbild: Ohne Minusglaskorrektion reduzierte Sehschärfe für die Ferne.

Diagnostik/Symptome:

Anamnese: Bei Schulkindern Schwierigkeit, Geschriebenes auf der Tafel zu erkennen; Blinzeln bei Fernblick; Myopie häufig familiär, evtl. Nachtblindheit ( – 15 dpt).

Funduskopie:

N. opticus: Temporaler, halbmondförmiger oder peripapillärer weißer Konus (Sklera sichtbar im Bereich chorioretinaler Atrophie); schräger Sehnerveintritt; nasale Supertraktion: Netzhaut zieht nasal über den Papillenrand (Abb. 16.5 a, b).

Periphere Netzhautlöcher und Degenerationen, Gitter (S. 260), Pflastersteine (S. 259); Glaskörpersynerese (S. 254), frühe Abhebung der hinteren Glaskörpergrenzmembran.

Veränderungen bei Werten ab etwa – 8,0 dpt, etwa 26,5 mm Bulbuslänge (selten darunter; am ausgeprägtesten bei Werten – 20,0 dpt):

Hinterer Pol: Chorioretinale Atrophiezonen: große chorioidale Gefäße werden

sichtbar, bei weiterem Fortschreiten die Sklera (Abb. 16.5b); Lacksprünge: Ris-

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Erkrankungen von Glaskörper, Netzhaut und Chorioidea

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314

Erkrankungen von Glaskörper, Netzhaut und Chorioidea

 

Tabelle 16.6 · Neurolipidosen (neuronale Speichererkrankungen; s. auch unter Syndrome) – Auswahl

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Erkrankung

Fundusveränderungen

systemische

Genetik

Enzymdefekt/Ursache

weitere Augen-

 

 

Veränderungen

 

 

veränderungen

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Sphingolipidosen

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Gangliosidose, GM2 – 1 (Tay-

kirschroter Makulafleck; Op-

psychomotorischer Abbau;

autosomal-rezessiv

GM2 – 1 nur Hexosaminida-

Sachs)/GM2 – 2 (Sandhoff)

tikusatrophie; mit 6 Mona-

Makrozephalie; letal mit

GM2 15q22 – 25

se A vermindert, GM2 – 2

 

ten Erblindung

2 – 5 LJ

 

auch B

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

GM1 – 1 (Landing)

kirschroter Makulafleck

psychomotorischer Abbau;

autosomal-rezessiv;

Betagalaktosidasemangel

 

 

letal 2. LJ

GM1 Chr. 3, 12, 22

 

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Niemann-Pick (Untertei-

kirschroter Makulafleck; Op-

je nach Typ evtl. nur Hepa-

autosomal-rezessiv;

Sphingomyelinase

Hornhauttrübung,

lung in 5 Typen)

tikusatrophie; granulärer

tosplenomegalie oder visze-

11p15.4 –p15.1;

vermindert

Katarakt, Blickparese

 

grauer Halo um Makula;

rale und ZNS-Beteiligung

18q11 –q12

 

 

 

Pigmentretinopathie

 

 

 

 

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Gaucher-Krankheit

weiße Flecken in der ober-

juvenile Form: mit 6 Mona-

autosomal-rezessiv;

verminderte Glukozere-

braune Pingueculae,

 

flächlichen Retina am hinte-

ten psychomotorischer Ab-

1q9.21 – 9.32

brosidase

Strabismus, Motilitäts-

 

ren Pol, graue Makula

bau, letal mit 2 Jahren;

 

 

störung, Sakkaden ge-

 

 

adulte Form: Hepatospleno-

 

 

stört

 

 

megalie, hämatol. Verände-

 

 

 

 

 

rungen, Knochenläsionen

 

 

 

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Zeroidlipofuszinose Spiel-

initial makuläre RPE-Ver-

progressive neurodegenera-

autosomal-rezessiv;

lysosomale Speicherung

meyer-Vogt-Stock (häu-

schiebungen, dann Schieß-

tive Erkrankung; Krampfan-

16p12

autofluoreszenter Lipo-

figste; 3 weitere)

scheibenmakulopathie; Pig-

fälle meist 1 – 2 Jahre nach

 

proteine

 

mentepithel-Degeneration

Beginn um 10. LJ; fatal um

 

 

 

des ganzen Fundus, Gefäß-

20. LJ

 

 

 

verengung, Optikusatrophie

 

 

 

 

 

 

 

 

Erkrankungen Dystrophien/Degenerationen/hereditäre 1.16 16

16.1 Dystrophien/Degenerationen/hereditäre Erkrankungen

nasal

a

Abb. 16.5 · Myopie (linkes Auge): a und b schräger Sehnerveintritt, temporaler heller Konus, Netzhaut zieht nasal über den Papillenrand (nasale Supertraktion). b chorioretinale Atrophiezonen, schwarze RPE-Proliferationen

se in der Bruch-Membran und im RPE, feine, irreguläre, sich verzweigende oder kreuzende Linien; als Folge hiervon evtl. Ausbildung chorioidaler Neovaskularisationen (S. 283) und Fuchs-Fleck: schwarze RPE-Proliferationen, mit umgebender blasser Atrophiezone und evtl. Blutung; evtl. Makulaloch (S. 288).

Posteriores Staphylom: umschriebene Vorwölbung der hinteren Augenwand nach außen durch progressive Verdünnung; klinisch Netzhaut pigmentarm, große Chorioidalgefäße und weiße Sklera an dieser Stelle im Vergleich zur Umgebung deutlicher sichtbar; mögliche Ausdehnung: Makula, hinterer Pol, peripapilläre Zone, nasale Netzhaut, inferiorer Fundus.

Fluoreszenzangiographie: Bei Verdacht auf chorioidale Neovaskularisation (CNV) (s. a. S. 282), insbesondere bei Metamorphopsien.

Farbsinn: Vorwiegend erworbene Blau-Gelb-Dyschromatopsie.

Refraktionsbestimmung (vgl. S. 42): Meist beiderseits Minusgläser; oft Astigmatismus und Anisometropie bis 3 dpt, selten darüber.

Gesichtsfeld: Optimale optische Korrektion zur Untersuchung erforderlich; typisch sind ein vergrößerter Blinder Fleck und eine konzentrische Einschränkung. Staphylome können Gesichtsfelddefekte produzieren; durch bds. Staphylome nasal des N. opticus vorgetäuschte hemianope oder Quadrantendefekte möglich.

Tonometrie: Bei hoher Myopie in 14 – 56% Augeninnendruckerhöhung.

Ultraschall: Längenmessung (S. 73): Gullstrand-Normalauge 24 mm, Werte liegen darüber; Staphylom-Darstellung.

Motilität: Bei Erwachsenen mit hoher Achsenmyopie Esound Hypotropie mit eingeschränkter Abduktion und Hebung möglich; im MRT mit Fixationskontrolle Skleraektasie mit temporokaudaler Dislokation des M. rect. lat. darstellbar (M. rect. med. seltener disloziert).

Genetik: Vorwiegend autosomal-rezessiv; auch autosomal-dominant (späterer Beginn, nicht so hohe Werte), X-chromosomal-rezessiv.

Ursache: Unklar, multifaktoriell: schwache Akkommodation beim Sehen in der Nähe; langes Lesen; vermehrte Naharbeit; genetische Prädisposition; Einwirkung des intraokulären Drucks auf eine schwache Sklera; diskutiert wird Lesen bei schlechter Beleuchtung während der Wachstumsperiode des Auges (hierfür sprechen Tierversuche); während der Schwangerschaft Toxoplasmose, Röteln, Eklampsie, Präeklampsie, Nierenerkrankung, Hypertonus, Alkoholismus; in der Kindheit akute

und chronische Erkrankungen, besonders mit hohem Fieber; Mangelernährung.

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Aus A.Burk u. R.Burk.: Checkliste Augenheilkunde, 4. Aufl. (ISBN 3-13-100573-4) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart

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Chorioideaund

b NetzhautGlaskörper,

vonErkrankungen

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