Интерпретация текста и его грамматических моделей
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Практикум
Мемуары
(фрагмент мемуаров Г. Домела)
Im Frühsommer 1922 erging eine Anweisung der Regierung, wonach alle Reichsfremden aus den Betrieben zu entlassen waren. Ich war Deutscher, aber staatenlos...Wer kann den Zustand verstehen, in dem ich von Erfurt abreiste! In Erfurt begrub ich meine letzten Hoffnungen, durch zähe Arbeit vorwärtszukom-men. Etwas in mir war gebrochen. Über meinem Leben schien ein Unstern zu walten. In Erfurt hatte ichsorechtdenWertjenerArbeiterkannt,dieeinemdasBewusstseingibt,keinunnützes und wertloses Glied im Arbeitsprozesse zu sein. In Erfurt war mir klar geworden, dass Arbeit nur dann emporträgt, adelt, wenn sie einen mit Liebe und Freude erfüllt.
Nun umfing mich wieder die Weltstadt. Die erste Nacht auf der Straße! Nur noch wenige Menschen begegneten mir. Dirnen riefen Taxis an und fuhren mit viel Gekreisch und Lachen davon. Ich war bis auf die Haut durchnässt; ich fröstelte, daß mir die Zähne klapperten.
Um fünf Uhr komme ich am Anhalter Bahnhof vorüber. Die großen Türen sind geöffnet. Einige Autos mit den neusten Zeitungen werden entladen. Ich gehe in den Wartesaal. An den Tischen sitzen schlafend einige zerlumpte Kerle. Vorn am Büffet steht eine betrunkene Gesellschaft. Ich setze mich an einen Tisch in der Nähe der Zentralheizung und bin bald eingeschlafen.
(H. Domela. Der Falsche Prinz., S. 12)
Исторический очерк
(фрагмент)
Erstaunt und vornächst skeptisch nahm ich wahr, dass in der Sowjet-Union alle Leute, mit denen ich in Berührung kam, auch die Zufallspartner in Gesprächen, die keinesfalls arrangiert sein konnten, zwar ab und zu an Einzelnem Kritik übten, mit der Ordnung des Ganzen aber einverstanden schienen. Ja, die ganze, große Stadt Moskau atmete Zufriedenheit und Einverstandensein, mehr als das: Glück.
Wochenlang glaubte ich, diese Bekundungen seien Ausfluss von Furcht. Ich hegte schon deshalb Misstrauen, weil es in Moskau noch an mancherlei mangelt, was uns im Westen unerlässlich erscheint. Das Leben dort ist noch keineswegs so leicht, wie die Regierenden es wollen.
Die Jahre des Hungers sind vorbei, das ist richtig. In den zahlreichen Geschäften sind Lebensmittel jederzeit erhältlich, in großer Auswahl und zu Preisen, die dem Durchschnittbürger der Union, dem Arbeiter und dem Bauern, ohne weiteres erschwinglich sind. Besonders billig und ungewöhnlich gut sind Konserven jeder Art. Die Statistik zeigt, dass auf den Kopf der Bevölkerung mehr
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Nahrungsmittel und bessere treffen als etwa in Deutschen Reich und in Italien, und soweit der Augenschein während einer kurzen Reise ein Urteil erlaubt, lügt diese Statistik nicht. Es fällt einem die Üppigkeit auf, mit der auch Leute von geringem Einkommen einen unvorhergesehenen Gast bewirten. Die Zubereitung freilich des reichen und guten Materials ist oft lieblos und ohne Kunst. Aber dem Moskauer schmekt sein Essen. Es ist noch nicht lange her, daß sein Tisch so gut bestellt ist. In zwei Jahren, vom Jahr 1934 bis zum Jahr 1936, hob sich der Nahrungsmittelverbrauch Moskaus pro Kopf der Bevölkerung um 28,8 Prozent...
(L. Feuchtwanger. Moskau 1937., S. 14-15)
Литературное эссе
В качестве примера литературного эссе анализируется отрывок из литературного эссе В. Лихоносова «Записи перед сном».
Читаешь какую-нибудь критическую статью и думаешь: а для кого это написано? Для читателя? Нет. Слишком неинтересно. Для писателя? Тоже нет. Много хитрости, мало заботы и уважения. Для самого себя. Невероятно, чтобы себя так не уважали. Так для кого же?
Вина их не в том, что их рука плохо водит перо. Вина их в абсолютном бессердечии, в том, что они ни одного стихотворения, ни одного очерка не написали в защиту человека. И это уже не вина даже, а нравственное преступление писателя.
1968 год.
Лирическое стихотворение
Лирическое стихотворение А. Ахматовой “Двадцать первое...” для анализа по грамматическим признакам.
Двадцать первое. Ночь. Понедельник. Очертанья столицы во мгле. Сочинил же какой-то бездельник, Что бывает любовь на земле.
Иот лености или со скуки Все поверили, так и живут:
Ждут свиданий, боятся разлуки
Илюбовные песни поют.
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Но иным открывается тайна, И почиет на них тишина...
Я на это наткнулась случайно И с тех пор все как будто больна.
Баллада
Из баллады В.А. Жуковского «Светлана» приводится небольшой отрывок для анализа по грамматическим характеристикам.
Раз в крещенский вечерок Девушки гадали:
За ворота башмачок, Сняв с ноги, бросали; Снег пололи; под окном Слушали; кормили Ярый воск топили.
В чашу с чистою водой Клали перстень золотой, Серьги изумрудны; Расстилали белый плат, И над чашей пели в лад Песенки подблюдны.
Тускло светится луна В сумраке тумана — Молчалива и грустна Милая Светлана.
“Что, подруженька, с тобой? Вымолви словечко; Слушай песни круговой; Вынь себе колечко.
Пой, красавица: “Кузнец, Скуй мне злат и нов венец, Скуй кольцо златое; Мне венчаться тем венцом, Обручаться тем кольцом При святом налое’’.
«Как могу, подружки, петь? Милый друг далёко; Мне судьбина умереть В грусти одинокой.
Год промчался — вести нет; Он ко мне не пишет; Ах! а им лишь красен свет,
Им лишь сердце дышит...
Иль не вспомнишь обо мне? Где, в какой ты стороне? Где твоя обитель?
Я молюсь и слезы лью! Утоли печаль мою, Ангел-утешитель».
Вот в светлице стол накрыт Белой пеленою; И на том столе стоит Зеркало с свечою;
Два прибора на столе. «Загадай, Светлана;
Вчистом зеркала стекле
Вполночь, без обмана Ты узнаешь жребий свой:
Стукнет в двери милый твой Легкою рукою; Упадет с дверей запор;
Сядет он за свой прибор Ужинать с тобою».
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Драма
Ярким примером грамматических характеристик типа текста “драма” является произведение М. Булгакова “Дни Турбиных”.
Вот первая страница этого драматического произведения для анализа его грамматических особенностей.
ДЕЙСВУЮЩИЕ ЛИЦА:
Турбин Алексей Васильевич — полковник-артиллерист, 30 лет. Турбин Николай — его брат, 18 лет.
Талъберг Елена Васильевна — их сестра, 24 лет.
Тальберг Владимир Робертович — генштаба полковник, ее муж, 38 лет. Мышлаевский Виктор Викторович — штабс-капитан, артилле-
рист, 38 лет.
Шервинский Леонид Юрьевич — поручик, личный адъютант гетмана. Студзинский Александр Брониславович — капитан, 29 лет. Лариосик — житомирский кузен, 21 года.
Гетман всея Украины.
Болботун — командир 1-й конной петлюровской дивизии. Гяланьба — сотник-петлюровец, бывший уланский ротмистр. Ураган. Кирпатый.
Фон Шратт — германский генерал. Фон Дуст — германский майор. Врач германской армии. Дезертир-сечевик. Человек с корзиной. Камер-лакей.
Максим — гимназический педель, 60 лет. Гайдамак — телефонист.
Первый офицер. Второй офицер. Третий офицер. Первый юнкер.
Второй юнкер. Третий юнкер. Юнкера и гайдамаки.
Первое, второе и третье действия происходят зимой 1918 года, четвертое действие — в начале 1919 года. Место действия — город Киев.
Загадки
Для анализа предлагаются следующие немецкие загадки:
Vorne wie ein Kamm, mitten wie ein Lamm,
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hinten wie eine Sichel: Rate, mein lieber Michel! (der Hahn)
Es sieht aus wie eine Katze und miaut wie eine Katze, hat einen Kopf wie eine Katze
und einen Schwanz wie eine Katze und ist doch keine Katze.
Wer ist das? (der Kater)
Er ist nicht faul, hat ein großes Maul
mit eisernen Zähnen, er kann auch gähnen, er will immer mehr und gibt’s wieder her.
In den Boden beißt er und beißt er und wie heißt er?
(der Bagger)
Wer hat vier Beine
und kann doch nicht laufen? (der Tisch)
Ich habe viele Blätter,
aber ich bin doch kein Baum. (das Buch)
Erst weiß wie Schnee, dann grün wie Klee, dann rot wie Blut,
schmeckt allen Kindern gut. (die Kirsche)
Alle Tage gehe ich aus
und bleibe doch bei meinem Haus. (die Schnecke)
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Ich bin vor dir oder neben dir auf dem Boden.
Du kannst mich nicht aufheben. Wer bin ich?
(der Schatten)
Welche Zahl ist größer,
wenn man sie auf den Kopf stellt? (sechs)
Zwei Köpfe, zwei Arme, sechs Füße, zehn Zehen: Wie soll ich das verstehen? (der Reiter und das Pferd)
Welcher König kann selber fliegen? (der Zaunkönig)
Welcher Vogel ruft seinen Namen? (der Kuckuck)
Ein Haus voll Essen und die Tür vergessen. (das Ei)
Sie geht übers Wasser und wird nicht nass. (die Brücke)
Er hat vier Brüder und steht doch allein. (der Daumen)
Eine rote Jacke,
der Bauch hat einen Stein. Was mag das sein?
(die Kirsche)
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Wenn es regnet, ist es nass. Wenn es schneit, ist es weiß. Wenn es friert, ist es Eis.
Was ist das? (das Wasser)
Welcher Hahn kräht morgens nie? (der Wasserhahn)
Was ist kleiner als eine Maus und füllt doch ein ganzes Haus? (die Schnecke)
Eine Ente schwimmt zwei Enten voraus, eine schwimmt zweien nach
und eine schwimmt zwischen zwei Enten. Wie viele Enten sind es im Ganzen? (drei Enten)
Möchte wohl wissen, wer das ist,
der immer
mit zwei Löffeln frisst. (der Hase)
Draußen steht ein weißer Mann, der sich niemals wärmen kann.
Wenn die Frühlingssonne scheint, schwitzt der weiße Mann und weint. Er wird klein und immer kleiner.
Sag, was ist das wohl für einer. (der Schneemann)
Was ist sauberer vor dem Waschen und schmutziger nach dem Waschen? (das Wasser)
Wer hat Beine und keine Arme? (der Tisch)
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Wer hat einen Kopf und keine Füße? (die Schlange)
Wer hat Füße und keinen Kopf? (der Stuhl)
Der arme Tropf
hat einen Hut und keinen Kopf und hat dazu
nur einen Fuß und keinen Schuh. (der Pilz)
Ich habe Zähne, doch keinen Mund. Ich bin nicht eckig, sondern rund
und drehe mit im Kreise. Ratet, wie ich heiße! (die Säge)
Niemand und Keiner gehen in ein Haus, Niemand geht vorn heraus, Keiner geht hinten raus – wer bleibt im Haus?
(und)
Wie heißt das Ding dort an der Wand? Es schlägt und hat doch keine Hand. Es hängt und geht doch fort und fort.
Es geht und kommt doch nicht vom Ort. (die Uhr)
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Практикум
Сказка
Brüder Grimm
Der gestiefelte Kater
Es war einmal ein Müller, der hatte drei Söhne, seine Mühle, einen Esel und einen Kater.
Die Söhne mussten mahlen, der Esel Getreide holen und Mehl forttragen, die Katze dagegen die Mäuse fangen. Als der Müller starb, teilten sich die drei Söhne in die Erbschaft: Der älteste bekam die Mühle, der zweite den Esel, der dritte den Kater; weiter blieb nichts für ihn übrig. Da war er traurig und sprach zu sich selbst: » Mir ist es doch recht schlimm ergangen, mein ältester Bruder kann mahlen, mein zweiter auf seinem Esel reiten — was kann ich mit dem Kater anfangen? Ich lasse mir ein Paar Pelzhandschuhe aus seinem Fell machen, dann ist‘s vorbei. «Hör«, fng der Kater an, der alles verstanden hatte,»du brauchst mich nicht zu töten, um ein Paar schlechte Handschuhe aus meinem Pelz zu kriegen; lass mir nur ein Paar Stiefel machen, dass ich ausgehen und mich unter den Leuten sehen lassen kann, dann soll dir bald geholfen sein.«Der Müllersohn verwunderte sich, dass der Kater so sprach; weil aber eben der Schuster vorbeiging, rief er ihn herein und ließ ihm die Stiefel anmessen. Als sie fertig waren, zog sie der Kater an, nahm einen Sack, machte dessen Boden voll Korn, band aber eine Schnur drum, womit man ihn zuziehen konnte, dann warf er ihn über den Rücken und ging auf zwei Beinen, wie ein Mensch, zur Tür hinaus. Damals regierte ein König im Land, der aß so gerne Rebhühner: es war aber eine große Not, dass keine zu kriegen waren. Der ganze Wald war voll, aber sie waren so scheu, dass kein Jäger sie erreichen konnte. Das wusste der Kater, und gedachte seine Sache besser zu machen; als er in den Wald kam, machte er seinen Sack auf, breitete das Korn auseinander, die Schnur aber legte er ins Gras und leitete sie hinter eine Hecke. Da versteckte er sich selber, schlich herum und lauerte. Die Rebhühner kamen bald gelaufen, fanden das Korn — und eins nach dem andern hüpfte in den Sack hinein. Als eine gute Anzahl drinnen war, zog der Kater den Strick zu, lief herbei und drehte ihnen den Hals um; dann warf er den Sack auf den Rücken und ging geradewegs zum Schloss des Königs. Die Wache rief: »Halt! Wohin?« — »Zum König! «antwortete der Kater kurzweg. »Bist du toll, ein Kater und zum König? « — »Lass ihn nur gehen«, sagte ein anderer, »der König hat doch oft Langeweile, vielleicht macht ihm der Kater mit seinem Brummen und Spinnen Vergnügen.« Als der Kater vor den König kam, machte er eine tiefe Verbeugung und sagte: »Mein Herr, der Graf« — dabei nannte er einen langen und vornehmen Namen — »lässt sich dem Herrn König empfehlen und schickt ihm hier Rebhühner«; Da wusste
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Практикум
sich der König vor Freude nicht zu fassen und befahl dem Kater, soviel Gold aus der Schatzkammer in seinen Sack zu tun, wie er nur tragen könne: “Das bringe deinem Herrn, und danke ihm vielmals für sein Geschenk“.
Сопроводительные письма к резюме
1.
BigCarGo GmbH & Co. KG
Niederlassung Niederkassel FB Personal und Soziales Frau Sabine Miller Niederkasseler Flurweg 4
34522 Niederkassel Björn Hölscher Mansfelder Straße 17 54321 Herford Fon: 02453 342249
bhoelscher@zukx.de Köln, 21 Dezember 2006
Bewerbung als Ingenieur
Ihre Stellenanzeige in Rheinischen Post vom 9.12.2006
Sehr geehrte Frau Miller,
momentan schreibe ich an meiner Diplomarbeit mit dem Thema „Konzept für die Prüfung eines Fensterhebers“, die sich vor allem mit der Implementierung eines TQM-Systems bei einem Tier-2 — Zulieferer auseinandersetzt. Auch bereits während meines Maschinenbau-Studiums an der RWTH Aachen mit der Vertiefungsrichtung Fahrzeugbau beschäftigte ich mich mit Qualitätsmanagement.
Bereits während meines Studiums konnte ich praktische Erfahrungen sammeln. So arbeitete ich in den letzten zwei Jahren bei TecConsult GmbH als Studentischer Mitarbeiter, davon zwei Monate in Vollzeit. Zu meinen Aufgaben gehörten die Mitentwicklung und Koordination eines Projekts zur Implementierung eines neuen TQM — Systems.
Davor war ich über zwei Jahre lang bei der RheinTec GmbH beschäftigt. Dort half ich bei der Entwicklung des Projekts Flughafen KölnBonn im Bereich Qualitätsmanagement mit.
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