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Fallbeispiel 1
Anna ist eine 33-jährige Bankkauffrau. Sie hat kurz vor dem Abitur mit dem Rauchen angefangen und bereits einen halbherzigen Versuch unternommen, dieses Laster abzulegen. Im Laufe einer Geburtstags-Party ist sie allerdings rückfällig geworden. Seitdem hat sie sich wieder auf ihrem alten Niveau eingependelt und raucht ungefähr 20 Zigaretten pro Tag. Anna spielt einmal die Woche mit einer guten Freundin Tennis, die ehemalige Raucherin ist. Da Anna selbst häufiger über ihre eigene Kondition klagt, unternimmt sie mit der Unterstützung ihrer Freundin einen neuen Versuch, das Rauchen aufzugeben. Auch ihr Partner, ein bekennender Nichtraucher, ist begeistert. Schon vor Jahren hat er ihr das Versprechen abgerungen, in der gemeinsamen Wohnung nur auf dem Balkon zu rauchen.
Woche 1:
Anna beginnt, zur Vorbereitung ein Buch mit dem Titel "Endlich bin ich rauchfrei!!!" zu lesen. Von vielen Gefahren, die das Rauchen mit sich bringt, hatte sie noch nie etwas gehört. Die Anzahl der Todesfälle, die jährlich auf das Konto des Rauchens und Passivrauchens geht, erschüttert sie. Sie setzt einen konkreten Ausstiegstermin fest, informiert ihre Freunde und Verwandtschaft über ihre Entscheidung und entfernt alle Utensilien aus ihrer Umgebung, die sie mit dem Rauchen in Verbindung bringt.
Woche 2:
Der erste Tag ohne den Griff zur Zigarette. Einerseits fühlt sich Anna befreit und freut sich über den positiven Zuspruch aus ihrem Bekanntenkreis. Andererseits ist sie nervös und fühlt sich unsicher - die Entzugserscheinungen der Nikotinsucht setzen ein. Anna vereinbart mit ihrer Freundin einen zweiten Termin pro Woche zum Tennisspielen, um sich abzulenken. Einen Abend kommt Annas Freund später von der Arbeit. Die Wartezeit fällt ihr sehr schwer. Gern würde sie an den Kiosk gehen und eine Packung Zigaretten kaufen, die sie dann am liebsten komplett rauchen würde. Als ihr Freund nach Hause kommt, ist sie wütend, beruhigt sich aber schnell wieder. Sie freut sich noch am selben Abend, dass sie dem Verlangen nicht nachgegeben hat.
Woche 3:
Anna hat Stress auf der Arbeit, den sie durch den Griff zur Zigarette doch eigentlich schnell loswerden könnte. Doch das ist ein Trugschluss, wie ihr der Hausarzt sagt, den sie am nächsten Tag besucht. Der Stress besteht vor allem, weil der Körper nach einer weiteren Nikotindosis verlangt. Er redet ihr gut zu und bietet ihr auch medikamentöse Hilfe an, wenn es schlimmer werden sollte.
Woche 4:
Anna hat leicht zugenommen - allerdings nur ein gutes Kilo. Der Sport hilft ihr, die Gewichtszunahme in Grenzen zu halten. Sie hat das gute Gefühl, dass sich ihre Atmung bereits verbessert hat. Sie bekommt viel Lob von ihrem Partner und ihrem Umfeld und ist sich sicher, dass sie es nun auch weiter schaffen kann.
Fallbeispiel 2
Gerhard ist 63 und vor Kurzem in den Ruhestand gegangen. Seit wann er Raucher ist, weiß er nicht mehr so genau - nur, dass er schon sehr, sehr lange dabei ist. Besonders zwei Dinge haben ihn dazu gebracht, das Rauchen nun doch an den Nagel zu hängen:
Nach einem Lungenfunktionstest wurde Gerhard von seinem Arzt ins Gebet genommen. Obwohl er sich durchaus als rüstig und für sein Alter höchst fit bezeichnen würde, hat das jahrzehntelange Rauchen Spuren an seiner Lunge hinterlassen. Bisherige Bedenken hatte er stets ignoriert. Warum sollte er jetzt noch aufhören, nach all den Jahren? Aber der Arzt konnte ihm glaubhaft vermitteln, dass sein Körper sich durchaus regeneriert. Drei Jahre gewinnt ein 60-jähriger Mann statistisch dazu, wenn er vom Tabak lassen kann. Die Jahre würde er seinem Ruhestand gern hinzufügen.
Mit der Rente hat ohnehin ein neuer Lebensabschnitt begonnen, der viele Veränderungen mit sich bringt. Wenn er schon seine Gewohnheiten ändern musste, dann auch richtig, so denkt er sich.
Woche 1:
Gerhard versucht es mit der Schlusspunktmethode. Ohne große Vorbereitung schmeißt er die letzte Packung Zigaretten kurzentschlossen in den Müll und verkündet seiner Frau, die zwar staunt aber sonst sehr erfreut ist, dass er von nun an zu den Nichtrauchern gehört. Doch Gerhard ist schon wenige Stunden später nervös und hat große Lust auf eine Zigarette. Verschiedene Unternehmungen mit seiner Frau und einige Behördengänge lenken ihn aber ab. Als er am Wochenende mit Freunden, die fast alle Raucher sind, zum zweiwöchentlichen Skatspielen zusammenkommt, wird er schwach. Nach einigen Bier lehnt er die Angebote seiner Freunde nicht mehr ab und raucht zehn Zigaretten über den weiteren Abend verteilt. Am nächsten Morgen fühlt er sich schlecht.
Woche 2:
Gerhards Frau, mit der er über 30 Jahre verheiratet ist, merkt, dass ihr Mann bedrückt ist. Kurz darauf gesteht er ihr seinen Rückfall. Er hat Zweifel daran, dass er es schaffen kann. Seine Frau muntert ihn auf. Ein stadtbekannter und sturer Dickkopf wie er könne doch nicht vor einer Schachtel Zigaretten kapitulieren. Schließlich überredet sie ihn zu einem erneuten Arztbesuch. Während eines Beratungsgesprächs empfiehlt ihm der Arzt, es mit einem Nikotinpflaster zu versuchen.
Gerhard nimmt den Rat an und versorgt sich in der Apotheke mit Nikotinpflastern der höchsten Stärke - wie vom Arzt empfohlen. Die ersten Tage stört ihn das ungewohnte Pflaster am Oberarm noch, aber kurze Zeit später hat er sich daran gewöhnt. Seine Lust auf eine Zigarette nimmt spürbar ab.
Woche 3:
Der nächste Skatabend steht an. Schon im Vorfeld informiert Gerhard seine Freunde, dass er nun endgültig vom Tabak lassen will und dass sie ihm auch keine Zigarette anbieten sollen. Obwohl sich seine Freunde einige Scherze nicht verkneifen können, akzeptieren sie seinen Entschluss und gehen sogar zum Rauchen auf die Terrasse. Dieses Mal kommt Gerhard ohne Zigarette über den Abend. Am nächsten Morgen ist er bester Laune.
Woche 4:
Ein weiterer Arztbesuch steht an. Regelmäßige Termine sollen ihm bei der Entwöhnung helfen. Der Arzt erzählt ihm, dass sein Herzinfarktrisiko bereits jetzt gesunken ist. Gleichzeitig fängt seine Atmung an, sich zu verbessern. Gerhard ist optimistisch und möchte sofort auf ein schwächeres Nikotinpflaster umsteigen. Doch der Arzt rät ihm, nichts zu überstürzen. Insgesamt fünf Wochen solle er die höchste Stärke beibehalten. Dann ist es an der Zeit für die mittlere Stufe. Gerhard freut sich auf den nächsten Schritt und einen rauchfreien Ruhestand.
