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FACHDEUTSCH- MEDIZIN- ДОП.ПОСОБИЕ.doc
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01.07.2025
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Deckung des Energiebedarfs

Die Energie liefernden Nährstoffe werden auch Haupt- oder Makronährstoffe genannt. Sie liefern unterschiedlich viel Energie:

  • Kohlenhydrate 4 kcal/g oder 17 kJ

  • Proteine 4 kcal/g oder 17 kJ

  • Fette 9 kcal/g2 oder 38 kJ

Fett liefert doppelt so viel Energie wie Kohlenhydrate oder Proteine. Somit ist Fett ein besonders hochwertiger Energielieferant.

Jedoch sollten die einzelnen Nährstoffe in einem angemessenen Mengenverhältnis aufgenommen werden.

Die D-A-CH-Referenzwerte (Empfehlungen, die von den Gesellschaften für Ernährung aus Deutschland, Österreich und der Schweiz herausgegeben werden) geben einen Überblick, wie viel Prozent der Tagesgesamtenergie von welchen Nährstoffen aufgenommen werden sollten:

  • 55 - 60 % Kohlenhydrate

  • 12 - 15 % Eiweiße, variiert je nach Lebensalter und bei bestimmten Krankheiten

  • 25 - 30 % Fett, bei geringer körperlicher Aktivität 25 %, bei körperliche anstrengender Aktivität bis 30 %

Das folgende Beispiel zeigt auf, wie viel Energie bzw. welche Menge dieser Nährstoffe zur Abdeckung eines Energiebedarfs von 2000 kcal nötig sind:

  • 55 % Kohlenhydrate (von 2000 kcal) = 1100 kcal = 262 g

  • 15 % Eiweiß (von 2000 kcal) = 300 kcal = 71 g

  • 30 % Fett (von 2000 kcal) = 600 kcal = 65 g

Die Zahlen sind Durchschnittswerte, da der Nährstoffbedarf von Mensch zu Mensch und von Tag zu Tag verschieden ist.

Schwankungen in der Menge und Art der zugeführten Nährstoffe können bei kurzfristiger Dauer vom Organismus ohne Schaden ausgeglichen werden. Länger andauernde Schwankungen können jedoch zu erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.

Die nährwertbezogenen Angaben auf Lebensmittelverpackungen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Nährwerte auf Lebensmittelverpackungen anzugeben. Am häufigsten ist die Nährwerttabelle, meist auf der Rückseite der Lebensmittelverpackungen, die die "Big Four" (Brennwert, Kohlenhydrate, Fette, Proteine) bzw. "Big Eight" (zusätzlich Zucker, gesättigte Fettsäuren, Natrium und Ballaststoffe) pro 100 g oder 100 ml des Produkts angibt. Diese ist gesetzlich bereits für eine Vielzahl von Lebensmitteln vorgeschrieben.

Außerdem spielt der Guideline Daily Amount (GDA) bei der Nährwertkennzeichnung eine Rolle. Dabei handelt es sich um einen Richtwert für die Tageszufuhr von Energie pro Portion des Lebensmittels. Der GDA wird in Prozent der Tagesenergie auf der Vorderseite der Verpackungen angeführt.

Er soll den Gehalt eines Nährstoffs in einem Lebensmittel in Relation zum von der FDE,  (FoodDrink Europe, Verband der europäischen Lebensmittelindustrie) vorgeschlagenen Richtwert für die Tageszufuhr des entsprechenden Nährstoffs angeben.

Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) bemängelt, dass diese Kennzeichnungsform beim Verbraucher eher Verwirrung verursacht, als den Kauf zu erleichtern. Die GDA-Kennzeichnung bedarf eines gewissen Hintergrundwissens, das der Normalbürger nicht aufweisen kann oder muss. Unter Anderem sind die Portionsgrößen unrealistisch und die Angaben werden stark auf- bzw. abgerundet. So können sehr kalorienreiche Lebensmittel besser dargestellt werden.

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