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Sport und Bewegung
Herz-Kreislauf- und Muskeltraining gewinnen als Ausgleich für die oft andauernde körperliche Unterforderung im Alltag zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig fällt es vielen Menschen schwer, Sport und Bewegung in ihren Tagesablauf einzubauen. Dabei ist körperliche Aktivität eine wichtige Voraussetzung dafür, dass lebenswichtige Prozesse und Vorgänge in unserem Körper funktionsfähig bleiben.
Die Inhalte dieser Patienteninformation beruhen auf medizinischen Leitlinien (evidenzbasiert) und sind auf die Bedürfnisse in der hausärztlichen Praxis zugeschnitten. Sie können aber in keinem Fall eine ärztliche Beratung ersetzen.
Herz-Kreislauf-System
Herz und Gefäße sorgen für den Kreislauf des Blutes. Zusammen bilden sie das Herz-Kreislauf-System, das unseren Körper ununterbrochen mit Sauerstoff und allen lebensnotwendigen Stoffen versorgt sowie schädliche Substanzen abtransportiert.
Das menschliche Herz besteht aus zwei Hälften, jede Hälfte jeweils aus Vorhof und Kammer. Die rechte Herzhälfte ist an den sogenannten kleinen Lungenkreislauf angeschlossen, der dafür sorgt, dass sauerstoffarmes (venöses) Blut in der Lunge wieder mit Sauerstoff beladen wird. Die linke Herzhälfte transportiert das sauerstoffreiche (arterielle) Blut dann in die Zellen des Körpers, wo der Sauerstoff verbraucht wird.
Um diese lebensnotwendigen Prozesse aufrechterhalten zu können, braucht der Herzmuskel regelmäßig Training. Andernfalls wird er geschwächt und in seiner Funktion eingeschränkt.
Zwei Herzhälften für zwei Kreisläufe
Das Herz-Kreislauf-System ist dafür zuständig, den Körper mit ausreichend Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Dies ist Voraussetzung für körperliche Aktivität. Gleichzeitig ist es wichtig, Kohlendioxid und Endprodukte des Stoffwechsels abzutransportieren, damit die Zellen wieder "frische Nahrung" aufnehmen können.
Damit der Kreislauf ungehindert und andauernd funktionieren kann, ist das Herz durch die Herzscheidewand in zwei Teile geteilt.
Die rechte Herzhälfte nimmt das sauerstoffarme Blut aus dem Körper auf und pumpt es zur Sauerstoffaufnahme in den Lungenkreislauf (kleiner Kreislauf). Aus der Lunge fließt das mit Sauerstoff angereicherte Blut in die linke Herzhälfte, die es über die Körperhauptschlagader (Aorta) in den Körperkreislauf (großer Kreislauf) presst.
Herz und Blutgefäße bilden ein geschlossenes Transportsystem
Das Blut kann durch den Körper fließen, weil im Blutkreislauf unterschiedliche Druckverhältnisse herrschen. Diese sind für den Stoffwechsel, der in den kleinsten Blutgefäßen, den Kapillaren, stattfindet, notwendig.
Arterien nennt man Blutgefäße, die vom Herzen wegführen. Im Körperkreislauf tragen sie zur Versorgung der Organe, Muskeln und Knochen sauerstoff- und nährstoffreiches Blut. In ihnen fließt das Blut in der Regel mit hohem Druck.
Venen nennt man Blutgefäße, die zum Herzen hinführen. Im Körperkreislauf führen sie das sauerstoff- und nährstoffarme Blut zum Herzen zurück.
Je weiter die Blutgefäße vom Herz entfernt sind, desto kleiner sind sie. Die größte Arterie des Körpers ist die Hauptschlagader (Aorta), die direkt am linken Herzen entspringt und sich dann in kleinere Arterien verzweigt. Aus den kleinsten Arterien (Arteriolen) strömt das Blut in die noch feineren Kapillaren, die im gesamten Körper ein unterschiedlich dicht geknüpftes Gefäßnetz bilden. Hier werden Nährstoffe und Sauerstoff aus dem Blut an die umliegenden Zellen abgegeben.
Aus den Kapillargebieten fließt das Blut in die kleinsten Venen (Venolen), die das Blut sammeln und es in wieder größer werdenden Venen zum rechten Herzen zurückführen. Die größten Venen des menschlichen Körpers sind die untere und obere Hohlvene. Die untere Hohlvene führt das Blut aus der unteren Körperhälfte zum rechten Herz zurück. Die obere Hohlvene ist für den Rücktransport aus der oberen Körperhälfte zuständig.
