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FACHDEUTSCH- MEDIZIN- ДОП.ПОСОБИЕ.doc
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01.07.2025
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Eine gesunde, vollwertige Ernährung

Von einer gesunden, vollwertigen Ernährung (nicht zu verwechseln mit der Vollwerternährung) spricht man, wenn Lebensmittel und Getränke sorgfältig und bewusst ausgewählt, schonend zubereitet und möglichst wenig behandelt verzehrt werden.

Bei der Ernährung sollte vor allem auf die Vielfalt der Lebensmittel geachtet werden. Lebensmittel enthalten, wenn sie vielseitig kombiniert werden, alle wichtigen Nährstoffe.

Die vollwertige Ernährung versucht idealerweise altbewährte Erfahrungen mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu verknüpfen.

Grundsätze einer vollwertigen Ernährung

  • Es gibt keine Ge- oder Verbote, sondern Empfehlungen, bestimmte Produkte zu bevorzugen und andere eher zu meiden.

  • Sie besteht zum Großteil aus pflanzlichen Lebensmitteln wie zum Beispiel Brot, Getreidegerichten, Kartoffeln, Hülsenfrüchten, Gemüse und Obst.

  • Sie kann mit Fleisch oder aber als vegetarische Kostform praktiziert werden.

  • Verwendet werden sollen nur qualitativ hochwertige Lebensmittel, möglichst in frischer beziehungsweise tiefgekühlter Form.

  • Sie sollte den individuellen Energiebedarf berücksichtigen.

  • Sie sollte alle lebensnotwendigen Nährstoffe in ausreichender Menge enthalten und den Nährstoffbedarf decken.

  • Sie sollte 4 - 5 Mahlzeiten beinhalten. 3 Hauptmahlzeiten und 2 Zwischenmahlzeiten.

  • Sie sollte sich an den 10 Regeln der DGE orientieren.

Vollwertig essen nach den 10 Regeln der dge

Vollwertig essen hält gesund, fördert Leistung und Wohlbefinden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat auf der Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse 10 Regeln formuliert, die helfen, genussvoll und gesund zu essen.

  1. Vielseitig essen: Merkmale einer ausgewogenen Ernährung sind eine abwechslungsreiche Lebensmittelauswahl, geeignete Kombination und angemessene Menge nährstoffreicher und energiearmer Lebensmittel. Eine Orientierung bietet der Ernährungskreis.

  2. Reichlich Getreideprodukte und Kartoffeln: Brot, Nudeln, Reis, Getreideflocken, am besten aus Vollkorn, sowie Kartoffeln enthalten kaum Fett, aber reichlich Vitamine, Mineralstoffe sowie Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Mit möglichst fettarmen Zutaten zu verzehren.

  3. Gemüse und Obst - Nimm 5 am Tag: Empfohlen werden 5 Portionen Gemüse und Obst am Tag, möglichst frisch, nur kurz gegart, oder auch 1 Portion als Saft - idealerweise zu jeder Hauptmahlzeit und auch als Zwischenmahlzeit. Damit wird der Körper reichlich mit Vitaminen, Mineralstoffen sowie Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen (zum Beispiel Carotinoiden, Flavonoiden) versorgt.

  4. Täglich Milch und Milchprodukte, ein- bis zweimal in der Woche Fisch - Fleisch, Wurstwaren sowie Eier in Maßen: Diese Lebensmittel enthalten wertvolle Nährstoffe, wie zum Beispiel Calcium in Milch, Jod, Selen und Omega-3-Fettsäuren in Seefisch. Fleisch ist Lieferant von Mineralstoffen und Vitaminen (B1, B6 und B12). Mehr als 300-600 g Fleisch und Wurst pro Woche sollten es nicht sein. Fettarme Produkte, vor allem bei Fleischerzeugnissen und Milchprodukten, sind zu bevorzugen.

  5. Wenig Fett und fettreiche Lebensmittel: Fett liefert lebensnotwendige (essenzielle) Fettsäuren und enthält fettlösliche Vitamine. Fett ist besonders energiereich, daher kann zu viel Nahrungsfett Übergewicht fördern. Zu viele gesättigte Fettsäuren erhöhen das Risiko für Fettstoffwechselstörungen mit der möglichen Folge von Herz-Kreislauf-Krankheiten. Pflanzliche Öle und Fette (zum Beispiel Raps- und Sojaöl und daraus hergestellte Streichfette) sind zu bevorzugen. Auf unsichtbares Fett, das in Fleischerzeugnissen, Milchprodukten, Gebäck und Süßwaren sowie in Fast-Food und Fertigprodukten meist enthalten ist, sollte geachtet werden. Insgesamt 60 - 80 Gramm Fett pro Tag reichen aus.

  6. Zucker und Salz in Maßen: Zucker und Lebensmittel bzw. Getränke, die mit verschiedenen Zuckerarten (zum Beispiel Glucosesirup) hergestellt wurden, sollten nur gelegentlich verzehrt werden. Salz sollte sparsam verwendet werden. Es sollte mit Kräutern und Gewürzen gekocht werden, die von Natur aus Salz enthalten. Wenn Salz eingesetzt wird, dann solches mit Jod und Fluorid - während der Schwangerschaft eventuell sogar mit Folsäurezusatz.

  7. Reichlich Flüssigkeit: Wasser ist absolut lebensnotwendig. Es sollten rund 1,5 Liter Flüssigkeit jeden Tag aufgenommen werden. Bevorzugt werden sollten Wasser und andere kalorienarme Getränke, wie ungesüßte Tees, Saftschorlen im Verhältnis 1:3 (Saft:Wasser). Alkoholische Getränke sollten nur gelegentlich und nur in kleinen Mengen konsumiert werden.

  8. Schmackhaft und schonend zubereiten: Die Speisen sollten bei möglichst niedrigen Temperaturen, soweit es geht kurz, mit wenig Wasser und wenig Fett gegart werden. Das erhält den natürlichen Geschmack, schont die Nährstoffe und verhindert die Bildung schädlicher Verbindungen.

  9. Fürs Essen Zeit nehmen: Bewusstes Essen hilft, richtig zu essen. Es ist wichtig, in Ruhe zu essen und sich Zeit zulassen. Das fördert das Sättigungsempfinden und trägt zum allgemeinen Wohlbefinden bei.

  10. Gewicht und Bewegung: Ausgewogene Ernährung, viel körperliche Bewegung und Sport (30 bis 60 Minuten pro Tag) gehören zusammen. Mit dem richtigen Körpergewicht fühlt man sich wohl und fördert die Gesundheit.

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