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FACHDEUTSCH- MEDIZIN- ДОП.ПОСОБИЕ.doc
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01.07.2025
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Die Energiebilanz

Die Energiebilanz ist die Differenz aus zugeführter Energie und verbrauchter Energie (Gesamtenergieverbrauch).

Ist sie positiv, ist die zugeführte Energie höher als der Energieverbrauch. Dies hat eine Gewichtszunahme zur Folge. Wie schnell diese Gewichtszunahme von statten geht, ist von der Größe des Energieüberschusses abhängig.

Eine übermäßige Gewichtszunahme kann ihrerseits weit reichende gesundheitliche Schädigungen, wie z. B. Diabetes mellitus Typ II, Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, nach sich ziehen.

Eine negative Energiebilanz kann beabsichtigt sein oder durch Krankheiten (zum Beispiel Krebserkrankungen) oder Nahrungsmangel verursacht sein. Die Folgen sind Gewichtsabnahme, Mangelerscheinungen, Leistungsminderung oder Infektanfälligkeit.

Nährstoffe und Nahrungsbestandteile

Alle Nahrungsmittel enthalten Nährstoffe. Sie liefern dem Körper Energie und dienen der Versorgung mit lebenswichtigen Substanzen.

Unter dem Begriff Nährstoffe werden Substanzen verstanden, die der Organismus zum Aufbau und zur Erhaltung der Körpersubstanz benötigt. Darüber hinaus liefern sie Energie für die Aufrechterhaltung der Körperfunktionen.

Die Nährstoffzufuhr muss dem Nährstoffbedarf angepasst sein. Das heißt, dass die vom Organismus verbrauchten Nährstoffe wieder über die Nahrung zugeführt werden müssen. Die Nährstoffe werden unterteilt in:

Makronährstoffe:

  • Kohlenhydrate: vorwiegend in pflanzlichen Nahrungsmitteln, zum Beispiel Getreideprodukte, Kartoffeln

  • Fette: vorwiegend als pflanzliche und tierische Fette und Öle

  • Proteine: vorwiegend in Fleisch, Fisch, Eiern, Milch(-Produkten) und Hülsenfrüchten

Mikronährstoffe:

  • fettlösliche und wasserlösliche Vitamine

  • Mineralstoffe: Mengen- und Spurenelemente

Weitere Nahrungsbestandteile:

  • sekundäre Pflanzenstoffe

  • Ballaststoffe

  • Wasser

  • Alkohol

Der Nährstoffbedarf

Ein reibungslos funktionierender Stoffwechsel kann nur dann gewährleistet werden, wenn die Kost so ausgewogen ist, dass sie den Nährstoffbedarf deckt.

Dazu müssen die Nährstoffe in dem unter "Energiebedarf" beschriebenen Verhältnis in der Nahrung enthalten sein.

Die Nährstoffdichte

Die Nährstoffdichte eines Lebensmittels ist das Verhältnis zwischen Nährstoffgehalt und Energie. Das heißt, wenn ein Lebensmittel viele Nährstoffe (vor allem viele Vitamine, Mineralstoffe, usw.) aber wenig Energie (wenig Fett, Kohlenhydrate, Eiweiße) enthält, ist die Nährstoffdichte hoch, die Energiedichte gering.

Sie ist außerdem wichtig, wenn es um eine leichte Ernährung (zum Beispiel Reduktionskost) geht. Ziel ist dabei, alle Nährstoffe in ausreichender Menge mit möglichst wenig Energie aufzunehmen. Dazu ist es wichtig, dass der Speiseplan überwiegend Lebensmittel mit hoher Nährstoffdichte enthält.

Die Makronährstoffe: Kohlenhydrate

Kohlenhydrate spielen unter den Nährstoffen die wichtigste Rolle, weil sie vom Körper leicht verwertet werden können. 

55 - 60 % der Tagesgesamtenergie sollte aus kohlenhydratreichen Lebensmitteln gedeckt werden. Tatsächlich nehmen die meisten Menschen nur 40-50 % der Energie in Form von Kohlenhydraten auf. Es sollte eine höhere Aufnahme angestrebt werden, da pflanzliche, kohlenhydratreiche Lebensmittel eine wesentliche Quelle für Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe sind. Zusätzlich sind sie reich an Wasser und somit recht energiearm. Sie sorgen für eine gute Gehirn- und Muskelleistung. Kartoffeln, Reis, Nudeln, Obst, Gemüse und Milch enthalten besonders viele Kohlenhydrate.

Kohlenhydrate sind entweder einfache Zucker oder aus einfachen Zuckern aufgebaute Verbindungen. Man unterscheidet sie nach der Anzahl der Kohlenstoffketten:

  • Einfachzucker (Monosaccharide) besitzen nur eine Kohlenstoffkette. Sie werden vom Organismus rasch aufgenommen und sind somit ein schneller Energielieferant. Bekannt und wichtig ist dies besonders bei Diabetikern, wenn schnelle Hilfe bei Unterzuckerung nötig ist. Einfachzucker finden sich als Traubenzucker oder Fruchtzucker in Obst, Honig und Süßigkeiten.

  • Höhere Zucker (Oligosaccharide) bestehen aus mindestens zwei Monosacchariden. Dabei sind besonders die Zweifachzucker für die Ernährung wichtig. Sie werden ebenfalls schnell resorbiert (aufgenommen) und kommen zum Beispiel als Haushaltszucker, Malzzucker, Milchzucker in Zuckerrüben, in Zuckerrohr, Früchten und Milchprodukten vor.

  • Vielfachzucker (Polysaccharide) bestehen aus vielen verknüpften Monosacchariden, teils bis zu mehreren Tausend aneinander gereiht. Der Körper kann sie nicht so schnell und einfach spalten wie die Einfach- oder Zweifachzucker. Daher haben sie eine lange Sättigungswirkung. Zu ihnen zählen auch die Ballaststoffe (siehe unten). Sie sind enthalten in allen Getreidesorten, Hülsenfrüchten, Kartoffeln und Reis.

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