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Köln – Metropole am Rhein

Selbst aus weiterer Entfernung kann man das Wahrzeichen Kölns sehen, und jedem Kölner schlägt das Herz hoch, wenn er den Kölner Dom mit seinen beiden 157 Meter hohen Türmen erblickt. Dabei hat die Kölner Geschichte nicht mit dem Dom, sondern mit den Römern angefangen. Köln ist nicht nur mit seinen 1 Mill. Einwohnern nach Berlin, Hamburg und München die viertgrößte deutsche Stadt und die größte im Bundesland Nordrhein-Westfalen, sondern auch eine der ältesten Städte Deutschlands.

Der Kölner Dom ist das Wahrzeichen der Stadt. Mit etwa sechs Millionen Besuchern im Jahr ist er die meistbesuchte Sehenswürdigkeit Deutschlands. Der Kölner Dom ist die zweithöchste Kirche Deutschlands und die dritthöchste der Welt. Nach dem Mailänder Dom ist er die größte gotische Kathedrale. Die atemberaubend große Fläche der Westfassade mitsamt den beiden Türmen von über 7000 Quadratmetern ist bis heute nirgendwo übertroffen worden.

Schon von weitem kann man die hohen Türme des Doms sehen. Sehr lange wurde an dieser Kirche gebaut. 1248 legte man die ersten Steine. Nur 1880 war es endlich geschafft. Der Kölner Dom war fertig. 632 Jahre hatte es gedauert. Man schätzt, dass etwa 300.000 t Steine verbaut wurden. Auch heute wird immer wieder daran gebaut. Vor allem Umwelteinflüsse schädigen den Dom. Etwa 10 Millionen € im Jahr benötigt man für seinen Unterhalt.

Wenn man heute am Kölner Hauptbahnhof ankommt, sieht man das mächtige Bauwerk gerade vor sich. Der Dom steht mitten in der Stadt. Er ist 145 m lang und 86 m breit. 1996 wurde er als eines der europäischen Meisterwerke gotischer Architektur eingestuft und zum Weltkulturerbe erklärt.

4000 Menschen haben in der Kirche Platz. Am Ende der Kirche sieht man den so genannten „Chor“. Dies ist der nach Osten gerichtete Teil einer Kirche, in der meist der Altar steht. Wunderbar scheint die Sonne durch die vielen bunten Glasfenster aus vielen Jahrhunderten. Die hölzernen Bänke und Stühle im Chor sind durch viele Schnitzereien kunstvoll verziert. Das spätmittelalterliche Chorgestühl ist mit 104 Sitzplätzen das größte Chorgestühl in Deutschland. Es gibt einen reservierten Platz für den Papst und den Kaiser.

Viele Besucher zieht auch der so genannte „Dreikönigsschrein“ an. Hier werden die fast vollständig erhaltenen Reliquien der Heiligen Drei Könige aufbewahrt. Auch die anderen Gegenstände sind sehr schön gemacht, und es gibt viele alte Dinge zu sehen. So der „Domschatz“ mit vielen alten Büchern, Geräten und Textilien.

Die Aussichtsplattform des Südturms des Domes hat 509 Stufen. Von der 97 m hoch gelegenen Plattform ist eine wunderbare Aussicht über die Großstadt Köln und den Rhein. Auf dem Weg nach unten, kann man sich noch die Glockenstube – die St.-Peters-Glocke ansehen, die mit 500 Zentnern Gewicht die größte schwingendes Kirchenglocke der Welt ist. Hier hängen die 11 schweren Glocken, die man weit über die Stadt hören kann. Die größte von ihnen, die Petersglocke, wiegt 24 t.

Köln ist die einzige Stadt der Welt, die in ihrem Altstadtbereich noch zwölf große bedeutende romanische Kirchen erhalten hat. Leider wurden die meisten dieser Kirchen im 2. Weltkrieg zerstört, aber durch den Einsatz der Kölner und mit Hilfe vieler großzügiger Spenden konnten sie wieder aufgebaut werden.

Der Stolz der Stadt sind die acht Brücken. Sie überspannen den Rhein, der eine stark befahrene Wasserstraße ist. Köln ist umgeben von einem Autobahnring, auf den zehn Autobahnen aus allen Himmelsrichtungen zulaufen.

Köln ist eine Stadt im Grünen, trotz ihrer vielen Industrieanlagen. Man kann herrlich am Rhein entlang spazieren gehen, und man sollte das einmal abends tun, wenn der Dom und die vielen Kirchen und Altstadthäuser beleuchtet sind: ein unvergesslicher Anblick! Vielleicht kann man sich dann am Rhein in einem der vielen Lokale niederlassen und ein kühles "Kölsch" probieren, das berühmte Kölner Bier. Oder man kann zum Zoo, dem Aquarium oder dem benachbarten Botanischen Garten spazieren, die einen ausgiebigen Besuch wert sind. Man sollte nicht vergessen, eins der vielen Museen aufzusuchen, vor allem das Römisch-Germanische Museum direkt neben dem Dom, oder man sollte in der Philharmonie einem Konzert lauschen.

Vielleicht hat man auch noch so viel Zeit, einmal mit den sogenannten "Weißen Schiffen" eine Fahrt den Rhein aufwärts zu machen über Koblenz und Bacherach nach Rüdesheim oder Bingen, um den romantischen Rheinabschnitt mit dem Loreleyfelsen und den vielen Burgen zu bewundern.

Es gibt viele neue Kulturbauten. Als Beispiel kann das neue Theater gelten. Köln ist auch reich an Museen. Das Wallraf-Richartz-Museum offenbart jedem Museumsbesucher seine Funktion als Schatzhaus und be­herbergt die mittelalterliche Kölner Malerschule und eine reiche moderne Galerie. Das Schnütgen-Museum birgt kostbare Schätze christlicher Kunst des Mittelalters.

Köln ist Handels- und Industriestadt. Das Finanzzentrum zeigt sich in der Vielzahl großer Bank- und Versicherungsunternehmen. Zahlreiche Fachverbände der Wirtschaft und Wissenschaft haben sich in Köln niedergelassen. Kennzeichnend für den Messeplatz Köln sind die Fachmessen im Frühjahr und im Herbst.

Aber wer an Köln denkt, denkt vielleicht auch an das Parfüm "4711", das auch als "Eau de Cologne" bekannt ist. Übrigens ist das Firmenlogo "4711" den Franzosen zu verdanken, die in der Besatzungszeit damals an dem Haus, in dem das Parfüm hergestellt wurde, die Hausnummer 4711 anbrachten.

Köln ist eine Stadt des Karnevals. Die Kölner sagen „Fastelovend". Freilich der Abend dauert sehr lange. Offiziell beginnt der Karneval am Elften im Elften um elf Uhr elf. Dann kommt das überschäumende Temperament der Kölner voll zum Zuge. Man feiert tagelang maskiert und verkleidet auf den Straßen und in Hallen und Sälen. Höhepunkt des Karnevals ist der berühmte Rosenmontagszug, der sich stundenlang durch eine lange Reihe von Tausenden von Menschen durch die Straßen bewegt.