Добавил:
Upload Опубликованный материал нарушает ваши авторские права? Сообщите нам.
Вуз: Предмет: Файл:
Практикум.rtf
Скачиваний:
0
Добавлен:
01.07.2025
Размер:
5.38 Mб
Скачать

Lektion 34. Die Hauptstadt der Ukraine

Kyjiw ist ist seit der Unabhängigkeit der Ukraine im Jahre 1991 Hauptstadt des Landes. Das ist eine der schönsten und größten Städte der Welt. Kyjiw ist die größte Stadt der Ukraine und hat ca. 2,7 Mio. Einwohner. Darüber hinaus ist Kiew das administrative und religiöse Zentrum des Landes. Wenn jemand daran zweifelt, soll er nur einmal Kyjiw besuchen und die Sehenswürdigkeiten der Stadt besichtigen. Die Fläche der Hauptstadt beträgt jetzt ungefähr 700 km2, und fast die Hälfte davon nehmen Parks und Grünanlagen ein. Besonders schön sieht Kyjiw im Mai aus, wenn viele Kastanienbäume blühen.

Laut der Chronik wurde Kyjiw von den Brüdern Kyi, Schtschek und Choryw und deren Schwester Lybid im 8. Jahrhundert gegründet. Die ereignisvolle Geschichte der Kyjiwer Rus ist mit den Namen des Fürsten Wolodymyr und seines Sohnes Jaroslaw eng verbunden. Die Zeugen dieser Zeiten sind das Goldene Tor, das 1982 restauriert wurde, und die Sophienkathedrale, die 1037 von einem unbekannten Meister errichtet wurde.

Auf Grund zahlreicher Kirchen und Klöstern spielt Kyjiw eine bedeutende Rolle für die orthodoxe Kirche. Der Fluss Dnipro teilt die Stadt in zwei Teile auf. Die meisten Sehenswürdigkeiten und Verwaltungsgebäude befinden sich auf der Westseite des Flusses. Hier befinden sich die Machtorgane unseres Staates: der Oberste Rat und die Regierung. Der Ostteil ist hauptsächlich durch Wohnbauten geprägt. Auf beiden Seiten des Flusses gibt es zahlreiche grüne Parks und Anlagen.

Der Kyjiwer Stadtrat ist das höchste politische Organ der Stadt und nimmt in der „Stadt mit Sonderstatus“ kommunalpolitische Aufgaben wahr. Die Mitglieder des Stadtrates werden in direkter Wahl auf Dauer von fünf Jahren durch die Bevölkerung der Stadt gewählt. Der ebenfalls in direkter Wahl gewählte Bürgermeister Kiews ist der Vorsitzende des Stadtrates.

Der Stadtrat tagt in dem in den 1950er Jahren im Stil des sozialistischen Klassizismus errichteten Gebäude des Kiewer Stadtrates auf dem Chreschtschatyk Nr. 36 im Zentrum Kiews.

Kyjiw ist auch ein bedeutendes Industriezentrum. Hier werden Flugzeuge, Schiffe, Werkzeugmaschinen, elektrische Geräte und andere Waren hergestellt. Sehr lebhaft ist auch das wissenschaftliche und kulturelle Leben in Kyjiw. Einen großen Beitrag leisten dazu die Nationale Akademie der Wissenschaft, viele, Forschungsinstitute und 19 Hochschulen. In der Hauptstadt gibt es eine Reihe von Theatern, Museen, Kinos und Kulturpalästen. Besonders beliebt sind das Nationale Lysenko-Opernhaus, das Iwan-Franko-Theater, das russische Lessja-Ukrainka-Theater. Außerdem finden in Kyjiw oft die Gastspiele der ausländischen Theater und Sänger statt.

Kyjiw ist ein kulturelles Zentrum der Ukraine und kann mit einer großen Zahl an Museen aufwarten. Zu den bekannteren Museen zählen: Eine-Straße-Museum, Hetman-Museum, Iwan-Hontschar-Museum, Lesja-Ukrajinka-Museum, Michail-Bulgakow-Museum, Museum des Großen Vaterländischen Krieges, Nationales Museum Taras Schewtschenko, Nationales Historisches Museum der Ukraine, Nationales Kunstmuseum der Ukraine, Museum der Geschichte Kyjiws, Museum der westlichen und orientalischen Kunst Kyjiw, Museum für Volksarchitektur und Brauchtum der Ukraine, Zentralna Rada.

In der Stadt gibt einen stationären Zirkus und einen Zoo mit etwa 400 Tierarten und über 3000 Tieren.

Kyjiw ist reich an historischen Denkmälern. Kyjiw-Pechersk-Lavra ist ein orthodoxes Kloster, das in 1015 als Felsenkloster gegründet wurde. Das Kloster ist ein wichtiges Zentrum des orthodoxen Christentums in Osteuropa. Darüber hinaus ist es als Teil des UNESCO Weltkulturerbes geschützt.

Der gesamte Komplex der Sophienkathedrale stellt eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Kyjiws dar. Ursprünglich wurden die Herrscher der Stadt hier begraben. Zum Beispiel wurden Vladimir Monomakh, Vsevolod Yaroslavich sowie der Gründer der Kirche „Yaroslaw I., der Weise“ hier beerdigt. Nur das Grab von „Yaroslaw I., der Weise“ ist heute noch erhalten.

Klosterkirche St. Michail wurde im Mittelalter von Svyiatopolk II Iziaslavych entworfen. Sie befindet sich auf der Westseite des Flusses Dnipro. Während das Innere der Kirche im byzantischen Still eingerichtet ist, ist die Außenseite vom ukrianischen Baorok des 18. Jahrhunderts gezeichnet. Die Kirche, die in den 30er Jahren von den Sowjets zerstört wurde, wurde nach der Unabhängigkeit der Ukraine restauriert.

Goldenes Tor wurde 1017-1024 nach dem Vorbild des Tors von Konstantinopel von Yaroslaw I. erbaut. Bis zum 18. Jahrhundert war es der Haupteingang der Stadt. Im 13. Jahrhundert wurde das Tor von mongolischen Truppen stark beschädigt.

Die Hauptstraße der Stadt heißt Chreschtschatyk. Diese Straße ist durch ihre wunderschönen Kastanienbäume berühmt. Heute befinden sich hier viele moderne Geschäfte, Hotels, Restaurants und Cafés. Wenn man den Chreschtschatyk entlang geht, kommt man auf den Platz der Unabhängigkeit. Hier werden nationale Feste gefeiert, Meetings durchgeführt.

Auf dem Platz vor der Sophienkathedrale steht das Bohdan Chmelnytzky-Denkmal. Nun begebt man sich zum Dniporufer, wo das Denkmal Wolodymyr des Täu­fers steht. Von hier aus kann man den Flusshafen sehen. Hier werden täglich Tausende Passagiere abgefertigt. Sieben Brücken verbinden das eine Dniproufer mit dem anderen. Die bekannteste darunter ist die Patonbrücke.

Noch eine andere Sehenswürdigkeit ist der Andrijiwsky Uswis. Auf dieser Straße haben sich Künstler angesiedelt, die hier den Touristen ihre Kunstwerke anbieten.

Der internationale Flughafen Boryspil liegt etwa 30 Kilometer südöstlich der Stadt. Wegen der Europäischen Fußball-Europameisterschaft 2012 wird der Flughafen erweitert und renoviert. Ein neues Terminal soll zum Beginn der Fußballspiele funktionsfähig sein.

Der zweite Flughafen Schuljani ist kleiner und zentraler gelegen. Er bedient hauptsächlich die internen Flugverbindungen sowie die günstigen Fluggesellschaften wie Wizz Air.

Das Kyjiwer Gebiet liegt im nördlichen Teil der Ukraine im Mittelaufbecken des Dnipro. Die Gebietsfläche beträgt 28 100 km2. Die Bevölkerungszahl ist 1849,6 Tausend Einwohner. Das Gebiet teilt sich in 25 Bezirke mit 24 Städten. Das Gebietszentrum ist die Stadt Kyjiw. Die Geländegestaltung ist unterschiedlich. Den nördlichen Gebietsteil bildet die Polisjka Niederung, der zentrale und der südwestliche Teil sind innerhalb der am Dnipro gelegenen Anhöhe. Der größte Fluss ist hier der Dnipro mit seinen Nebenflüssen (Prypjatj, der Ush, der Irpin, die Desna u.a.).

Das Gebiet liegt in der Waldsteppe. Es gibt hier wenig Bodenschätze (Baustoffe, Kaolin, Braunkohle und im Südwesten des Gebiets-Gold, Torf und Diamanten).

Das Klima ist gemäßigt kontinental und mild.

92,1 % der Bevölkerung sind Ukrainer. Das Kyjiwer Gebiet ist industriell und landwirtschaftlich. Hier sind Elektronen- und Rechentechnik entwickelt. Die Betriebe produzieren landwirtschaftliche Maschinen, Bagger, verschiedene Geräte, Kühlschränke. In der Landwirtschaft dominieren Viehzucht und Pflanzenbau.

Infolge der Tschernobyl-Katastrophe wurden viele Grundstücke des Gebiets unbrauchbar.

Im Kyjiwer Gebiet wurden viele berühmte Ukrainer geboren: der Hetman I. Masepa, der Autor der ukrainischen Hymne P. Tschubynsky, die Dichter A. Malyschko, I. Dratsch, L. Kostenko, der Kosmonaut P. Popowytsch und die Künstlerin K. Bilokur.

Kyjiw ist sehr schön, ein Besuch dieser Stadt wird immer zu einem Erlebnis.