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Die jahreszeiten

A.: Ich habe gehört, Sie machen sich wieder auf den Weg?

B.: Ja, das stimmt. Bei uns, Geologen, ist das Reisen die gewöhnlichste Sache.

A.: Und wohin jetzt?

B.: Diesmal fahre ich nach Sibirien. Dort gibt es für uns noch viel zu tun. Dieses Land hat eine große Zukunft. Gold, Eisenerz, beste Steinkohle und andere Bodenschätze findet man auf Schritt und Tritt. Kein Wunder, dass man dorthin so viele Expeditionen ausrüstet.

A.: Waren Sie schon einmal in Sibirien?

B.: Ja, sogar mehrmals. Das letzte Mal war ich dort im vorigen Jahr. Wir haben viel neues Material gesammelt.

A.: Und wann geht es los?

B.: Ich denke am 20. oder 25. Februar. Sehen Sie, bei solchen Expeditionen muss man auch das Wetter in Kauf nehmen. Denn das Wetter dort macht oft die schönsten Pläne zunichte. Die beste Jahreszeit ist für uns Ende 108 Februar, Anfang März, aber nicht früher, denn die Monate Januar und Februar sind im dortigen Gebiet am kältesten. In diesen Monaten zeigt das Thermometer manchmal mehr als 35 Grad unter Null. Um diese Zeit aber, ich meine Anfang März, sind die Flüsse und Seen noch zugefroren, in der Taiga liegt noch tiefer Schnee, und es schneit auch ziemlich oft. So können wir unsere Schier oder Schlitten benutzen, denn unser Reiseziel liegt von einem Städtchen und Eisenbahnknotenpunkt über 500 Kilometer weit entfernt. Diesen Weg müssen wir also während des Monats März, vor dem Beginn des Frühlings, schaffen. Im April befreien die Frühlingssonne und der warme Wind die Flüsse und Bäche vom Eis, und da werden uns weder Schlitten noch Schier helfen. Außerdem führen wir unsere Arbeit hauptsächlich im Frühling durch, es ist nicht so heiß. Und überhaupt ist der Frühling die angenehmste Jahreszeit. Ach, wissen Sie, wie schön der Frühling in der Taiga ist! Die Bäume bekommen Knospen und Blätter, der Himmel ist blau und wolkenlos, der Gesang der Vögel erfüllt die Wälder. Und die Luft! Sie ist klar und durchsichtig. Na, es ist wahr, manchmal ist das Wetter unbeständig: bald regnet es, bald friert es sogar, aber von Tag zu Tag wird es wärmer und wärmer, und die Tage werden länger. Die Monate Mai, Juni, Juli und die erste Hälfte des August sind mit angestrengter Arbeit für alle Expeditionsteilnehmer ausgefüllt. Bei so einer Arbeit hat man oft keine Augen für die Natur.

A.: Und wie ist die Taiga im Herbst?

B.: Oh, sehr unangenehm. Mit dem Herbst kommen kühles Wetter, Nieselregen und Bodenfrost. Der dichte Nebel hüllt dann alles in eintöniges Grau. Die Taiga wechselt ihr Kleid. Manchmal bringt auch der September herrliche, sonnenklare Tage, aber die Nächte sind um diese Zeit stets kalt. Ich bin froh, dass unsere Expedition in dieser Zeit schon zu Ende sein wird.

A.: Ich wünsche Ihnen also glückliche Reise!

B.: Besten Dank!

Dialog. Das Wetter ist schön.

A.: Heute ist herrliches Wetter. Es ist so warm und still, nicht wahr? Wollen wir einen Spaziergang in den Wald machen und von dort zum Fluss?

B.: Gern. Das Wetter ist wirklich schön. In den letzten Tagen hat es so oft geregnet, dass ich fast jede Hoffnung auf gutes Wetter verloren habe. Glaubst du, dass es keinen Regen geben wird?

A.: Na, hoffentlich wird es keinen Regen geben. Aber das Wetter ändert sich ja oft. Man kann alles erwarten.

B.: Siehst du, am Himmel sind schon Gewitterwolken. Gehen wir lieber nicht, sonst

kommen wir bis auf die Haut durchnässt wieder nach Hause!

A.: Wir können doch unsere Regenschirme oder Regenmäntel mitnehmen!

B.: Nein, es wird bestimmt ein Gewitter geben, es blitzt ja schon, Und außerdem muss ich dir gestehen, ich habe große Angst vor einem Gewitter.

A.: Was du nicht sagst! Ja, das ist ein triftiger Grund! Nun gut, warten wir eine halbe Stunde, vielleicht zieht das Gewitter vorüber.