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Arbeitsbuch für Mediziner-2.docx
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9. Analysieren Sie den Text. Schreiben Sie die Funktionen der Nieren aus. Und suchen Sie nach den anderen Funktionen der Nieren um das Schema auszufüllen.

10. Beschreiben Sie das Schema der Harnproduktion, verwenden Sie die folgende Information.

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24. Lektion Das Immunsystem

Als Immunsystem (vom lateinischen immunis, im übertragenen Sinne unberührt, frei, rein) wird das biologische Abwehrsystem höherer Lebewesen bezeichnet, das Gewebeschädigungen durch Krankheitserreger verhindert. Es entfernt in den Körper eingedrungene Mikroorganismen, fremde Substanzen und ist außerdem in der Lage, fehlerhaft gewordene körpereigene Zellen zu zerstören.

Das Immunsystem ist ein komplexes Netzwerk. Alle Lebewesen verfügen über ein System von Mechanismen, um eingedrungene Krankheitserreger unschädlich zu machen. Die wichtigsten sind die als Phagozyten ("Fresszellen") auftretenden weißen Blutkörperchen, die die Mikroorganismen in ihren Zellkörper aufnehmen und vernichten, und die immunbiologischen Abwehrvorgänge. Diese bestehen darin, dass die infolge körperfremder Eiweißstruktur als Antigene wirkenden Erreger (Bakterien oder Viren) im Organismus zur Bildung von Antikörpern führen, die die Krankheitserreger vernichten. Diese einmal von bestimmten Zellen des Körpers erworbene Fähigkeit, spezifische Antikörper zu bilden, kann über lange Zeit (über Jahre oder über das ganze Leben) erhalten bleiben, so dass der Körper gegen eine erneute Infektion mit dem gleichen Krankheitserreger geschützt (immun) ist. Den erreichten Zustand des Organismus bezeichnet man als Immunität.

Die Immunisierung kann durch eine natürliche Infektion mit dem betreffenden Erreger oder durch die künstliche Zufuhr abgeschwächter Krankheitserreger herbeigeführt werden. Man spricht in beiden Fällen von einer aktiven Immunisierung des Organismus. In besonderen Fällen kann der Arzt auch fertig ausgebildete Antikörper von einem Organismus auf einen anderen übertragen (passive Immunisierung), doch hält der dadurch erzielte Schutz nur kurze Zeit an.

In der intrauterinen Zeit gehen vom mütterlichen Organismus durch die Plazenta eine Reihe von Antikörpern auf die Frucht über, so dass das Neugeborene für eine gewisse Zeit gegen eine Reihe von Infektionskrankheiten immun ist. Dieser passive Infektionschutz des Neugeborenen ist sehr wichtig, da sich die Fähigkeit zu immunbiologischen Reaktionen erst in den ersten Wochen nach der Geburt ausbildet. Um das Kind in der Folgezeit vor natürlichen Ansteckungen und den dadurch hervorgerufenen gefährlichen Infektionskrankheiten zu schützen, sind durch staatliche Anordnungen in bestimmten Lebensabschnitten Impfungen eingeführt worden, die eine aktive Immunisierung gegen die wichtigsten Infektionskrankheiten herbeiführen.

Zur regelmäßigen und optimalen Durchführung der Schutzimpfungen besteht ein sog. Impfkalender. Die Grundimmunisierungen sollen schon im 1. Lebensjahr (oder wenigstens im Beginn des 2. Lebensjahres) abgeschlossen sein. Im Vorschulalter ist dann laut Impfkalender lediglich eine Erinnerungsimpfung der Diphtherie-Tetanus-Schutzimpfung im 5. oder 6. Lebensjahr vorgesehen. Sie ist notwendig, um den Impfschutz vor Eintritt in die Schule noch einmal zu verstärken.

Wie vor jeder Schutzimpfung, sollen auch vor dieser die Eltern den Gesundheitszustand des Kindes beobachten und etwaige Störungen dem Impfarzt melden, der dann über Vornahme, Verschiebung oder Unterlassung der Wiederholungsimpfung entscheidet.

Massiges Fieber nach der Erinnerungsimpfung ist zwar möglich, aber doch selten. Jedoch dauern etwaige Fieberreaktionen kaum länger als 24 Stunden. Bei längerer Dauer muss mit dem Vorliegen einer anderen Krankheit gerechnet und ein Arzt zu Rate gezogen werden. Immer wieder muss darauf hingewiesen werden, dass die Pockenschutzimpfung, die nach dem Impfkalender im 1. Lebensjahr erfolgen soll, tatsächlich zu dieser Zeit spätestens im 2. Lebensjahr durchgeführt wird, da sie nach dem 2. Lebensjahr manchmal zu Komplikationen Anlass geben kann. Das moderne Leben mit seinem starken Reiseverkehr und der damit erhöhten Infektionsgefahr erfordert unbedingt einen ausreichenden Pockenimpfschutz. Deshalb ist die Pockenschutzimpfung, falls sie nicht früher war, auch noch nach dem 2. Lebensjahr nachzuholen. Um Komplikationen zu vermeiden, wird sie dann jedoch zweizeitig durchgeführt (Vorimpfung mit sog. Vakzineantigen und Durchführung der üblichen Pockenschutzimpfung 10 Tage danach).

Man unterscheidet: intradermale Vakzinierung; intranasale Vakzinierung; epikutane Vakzinierung; subkutane Vakzinierung; enterale/orale Vakzinierung; kombinierte Vakzinierung und eine Inhalations- Vakzinierung.

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