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Arbeitsbuch für Mediziner-2.docx
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8. Schreiben Sie einen Vortrag zum Thema: “Vorbeugen der Lebererkrankungen ist besser, als Heilen”

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12. Lektion Die Gallenblaseerkrankungen

Die Gallenblase stellt ein Reservoir dar, in dem die von der Leber produzierte Gallenflüssigkeit gespeichert und eingedickt und bei Bedarf – vor allem nach fettreichen Mahlzeiten – in den Zwölffingerdarm abgesondert wird.

Da eine direkte Verbindung zwischen Darm und Gallenwegen besteht, können Infektionen von dort in die Gallenblase aufsteigen. Auch aus dem Blutweg verschleppte Bakterien siedeln sich gern in den Gallenwegen und der Gallenblase an und lösen Entzündungen aus. Schließlich können auch mechanische Faktoren (Gallensteine, Verwachsungen) zu derartigen Störungen führen.

Nicht nur die Gallenblase, auch die Gallenwege in der Leber, zur Gallenblase oder von der Gallenblase in den Darm können entzündet sein. Wenn Bestandteile der Gallenflüssigkeit, zum Beispiel Cholesterin oder Eiweiß, in der Gallenblase oder im Gallengang verklumpen, entstehen Gallensteine, feste, kristalline Ablagerungen (sog. Konkremente) in der Gallenblase oder in den Gallengängen. Fast alle anderen Krankheiten der Gallenwege entstehen aufgrund von Gallensteinen. Zu den Risikofaktoren für die Cholelithiasis (Gallensteinerkrankung) gehören Übergewicht, erhöhte Blutfettwerte, höheres Lebensalter, weibliches Geschlecht und Schwangerschaft. Das typische Symptom des Gallensteinleidens ist ein heftiger Schmerz im rechten Oberbauch, sogenannte Gallenkolik, die von Übelkeit begleitet sein kann.

Die Therapie besteht in erster Linie in schmerzstillenden Medikamenten, aber bei wiederholt auftretenden Beschwerden oder Komplikationen kommt die Gallenblaseentfernung zum Einsatz.

Die Gallenblasenentzündung ist durch einen dumpfen Schmerz im rechten Oberbauch gekennzeichnet, der sich bei und nach Mahlzeiten, die einen starken Reiz auf die Galle ausüben (fettreiches und sehr reichliches Essen, stark gebratene Speisen), verstärkt. Diese sind oft so stark, dass bei dem Abtasten der Gallenblase reflektorisch die Atmung angehalten wird (Murphy-Zeichen). Häufig Strahlen die Schmerzen auch in die Schulter aus. Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen und Schweißausbrüche sind ebenfalls typisch. Im Rahmen von Komplikationen kann es zu hohem Fieber mit Schüttelfrost kommen.

Pflegemaßnahmen beziehen sich vor allem auf die Einhaltung einer geeigneten Diät – leicht verdauliche, nicht blähende, schlacken- und fettarme Kost. Jeder Gallenpatient kennt bald seine Risikomahlzeiten, nach denen sich Schmerzen fast regelmäßig einstellen, und meidet sie demzufolge.

Lokale Wärmeanwendung wird oft empfohlen. Sie kann die Krämpfe lösen, aber auch die Entzündung unterstützen und eventuell zu bedrohlichen Komplikationen führen. Temperaturkontrolle ist stets notwendig. Vor einem Arztbesuch sind möglichst keine Schmerzmittel zu verabreichen.

Auch ohne erkennbare Ursache können erhebliche Gallenschmerzen auftreten. Diese “funktionellen” Beschwerden werden vermutlich durch unwillkürliche abnorme Kontraktionen der Muskulatur in Gallenblasenwand und Gallenwegen ausgelöst. Die Beschwerden gleichen denen der Gallenblasenentzündung.

Pflegehinweise. Örtliche Wärmeanwendung, Verzicht auf fettreiche, schwerverdauliche Kost, zeitweilige Bettruhe und eventuell krampflösende Medikamente (ärztlich verordnet) lindern die Beschwerden. Speisen, die Schmerzen auslösen, müssen gemieden werden (Sauerkraut u.a.)

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