- •I семестр
- •Имя числительное (Zahlwort)
- •Глаголы: haben, sein, werden
- •Порядок слов в простом предложении
- •Образование имён существительных Суффиксы –er, - ler
- •Суффикс - in
- •Устная тема „ Биография. Моя семья“
- •Тема «Глагол» (Verb)
- •Основные формы (Grundformen) Слабые глаголы
- •Сильные глаголы
- •Неправильные глаголы
- •Образование глаголов
- •Спряжение модальных глаголов в Präsens:
- •Формы прошедшего времени
- •Разговорное (результативное) прошедшее время
- •Образцы спряжения глаголов в Perfekt:
- •Давно прошедшее время
- •Verschwinden – verschwand – verschwunden (исчезать)
- •Будущее время (Futur)
- •Устная разговорная тема: «Вуз»
- •Тема: «Местоимение» (Pronomen) Личные местоимения (Personalpronomen)
- •Склонение личных местоимений
- •Притяжательные местоимения
- •Указательные местоимения
- •Неопределенные местоимения
- •Неопределенно-личное местоимение «man»
- •Местоимение „es“
- •Имя существительное (Substantiv)
- •Сильное склонение
- •Слабое склонение
- •Склонение существительных женского рода
- •Склонение существительных во множественном числе
- •Образование множественного числа существительных
- •Предлоги (Präpositionen )
- •Употребление немецких предлогов
- •Анализ сложных существительных
- •Отрицание в немецком языке
- •Устная разговорная тема: «Мой рабочий день. Моё свободное время»
- •Употребление артикля с географическими названиями
- •Устная разговорная тема: «Россия»
- •Имя прилагательное (Adjektiv) Склонение имен прилагательных
- •Слабое склонение
- •Сильное склонение
- •Склонение прилагательных с окончаниями сильного и слабого типа
- •Степени сравнения прилагательных
- •Образование имён прилагательных
- •Страдательный залог (Passiv)
- •Способы перевода пассива на русский язык
- •Инфинитив (Infinitiv)
- •Устная разговорная тема: «Германия»
- •Местоимённые наречия (Pronominaladverbien)
- •II семестр
- •Устная разговорная тема: «Профессия»
- •Причастия I и II
- •Функции причастий и их соответствия в русском языке
- •Распространённое определение
- •Сложноподчиненное предложение
- •Тексты по специальности для самостоятельного чтения и перевода Исторический факультет
- •Специальность «Социально-культурный сервис и туризм»
- •Филологический факультет
- •Специальность «Культурология»
- •Институт психологии и педагогики Специальность «педагогика и психология»
- •Специальность «педагогика и методика дошкольного образования»
- •Специальность «педагогика и методика начального образования»
- •Специальность «народное художественное творчество»
- •Математический факультет
- •Факультет физической культуры
- •Физический факультет Специальность: Технология и предпринимательство
- •Контрольная работа №1
- •I семестр
- •II семестр
Физический факультет Специальность: Технология и предпринимательство
Wir gestalten in Holz
Holz war über Jahrtausende hinweg das universell verwendete Material. Es diente zum Bau von Schiffen und Häusern, landwirtschaftlichen Geräten und Werkzeugen, zur Anfertigung von Hausrat - die Skala der Anwendungsgebiete ließe sich beliebig erweitern.
Das
erforderliche Material erhalten wir kostenlos. Jeder einzelne kann es
sich auf Spaziergängen oder Ausflügen selbst beschaffen. Bereits
aus einem einfachen Fichten- oder Kiefernast, einem Birken- oder
Haselnußzweig können wir uns und anderen zur Freude entzückende
Dinge anfertigen. Vielen Menschen sind derartige Arbeiten unbekannt.
Selbst derjenige, der schon einmal aus solchem Material etwas
gebastelt hat, wird die Vielfalt
der Gestaltungsmöglichkeiten nur ahnen.
Für
Baumbehang
benötigen wir etwa 3-5 cm starke Äste und verschieden dünne Zweige
von Sträuchern bzw. Laubbäumen. Im Gegensatz zum Schnittholz -
Leisten und Bretter - verarbeiten wir dieses Material möglichst
frisch. Es lässt sich so leichter schneiden. Für die Bearbeitung
mit Sandpapier muss es jedoch erst etwas trocknen.
Zunächst
sägen wir die Äste mit dem Fuchsschwanz in 3-5 mm dicke Scheiben.
Bei rechtwinkligem Schnitt erhalten wir kreisrunde und bei schrägem
Schnitt ovale Scheiben. Die Schnittfläche glätten wir mit
Sandpapier. Dazu legen wir das Sandpapier auf die Tischplatte und
schleifen die Astscheiben darauf ab, bis sämtliche Schnittspuren
beseitigt sind. Nun können wir die Scheiben beliebig verzieren. Die
einfachste Art ist das Bemalen mit Wasserfarben. Dekor und Scheibe
müssen natürlich gut aufeinander abgestimmt werden. Es empfiehlt
sich, vorerst mehrere Skizzen auf Papier zu entwerfen und die besten
davon auf die Astscheiben zu übertragen. Ein Zentralschnitt aus
Papier beispielsweise kann uns wertvolle
Anregungen
geben.
Halsketten aus Ästen und Zweigen sind eine originelle Ergänzung für schlichte Tageskleider. Wir können auch hier wieder Scheiben von unterschiedlichem Durchmesser und verschiedener Länge, gerade und schräg geschnitten, kombinieren. Wichtig ist nur, dass wir die Glieder so bohren und anordnen, dass die Kette locker fällt und die Schnittflächen zur beliebigen Verzierung frei bleiben. Längere Stücke durchbohren wir nicht in der Mitte, sondern möglichst weit außen.
Wir arbeiten mit Metallen
In der Frühzeit der menschlichen Geschichte fanden die künstlerischen Lebensäußerungen des Volkes ihren sinnfälligen Ausdruck im zweckgebundenen Schaffen. Viele Beispiele sind uns überliefert, die deutlich die enge Verbindung von Kunst und Handwerk, Kunst und Technik, demonstrieren. Die Menschen gaben ihren Geräten eine schöne, zweckmäßige Form und bereicherten sie durch schmückendes Beiwerk. Die ältesten Funde zeugen von erstaunlichem handwerklichem Können. Es entwickelte sich das Gefühl für eine materialgerechte Form, das bis ins 18. Jahrhundert allgemein verbreitet war. Als im Gefolge der industriellen Revolution das metallverarbeitende Handwerk einer leistungsfähigen Metallindustrie wich, lieferte diese Massenerzeugnisse, für die zunächst handwerklich geformte Einzelstücke Vorbild waren. Das alte Metallhandwerk aber wird von einigen künstlerisch begabten Menschen weitergepflegt. Auch Laien finden mehr und mehr Interesse daran.
Während
beim Schmieden und Gießen Metalle durch starke Wärmeeinwirkung
verformbar gemacht werden, geschieht das Treiben auf kaltem Wege.
Durch
das Schlagen mit dem Hammer dehnen sich die Metalle, sie können so
zu Hohlteilen getrieben werden.
Außer
Edelmetallen eignen sich dazu besonders Kupfer, Messing, aber auch
Aluminium.
Um leicht gewölbte Formen (Schmuckanhänger, Teller usw.) zu treiben, wird ein Stück Kupfer- oder Messingblech (0,6-1,5 mm) über der Gasflamme oder im Brennofen rotwarm gemacht und in Wasser abgeschreckt. So wird das Metall weich und geschmeidig. Wollen wir einen Anhänger herstellen, so zeichnen wir seine Grundform (runde, ovale, tropfenförmige usw.) mit einem Stift auf das Metall oder reißen sie mit der Nadel an (mit Hilfe einer Schablone). Mit der Handblechschere (Figurenschere) wird die Form ausgeschnitten und auf der Stahlplatte gerichtet. Die Ränder säubern wir mit der Feile. Dann wird das Werkstück auf den Amboss gelegt und seine Mitte durch kräftige Schläge mit der Hammerbahn (viereckige Schlagfläche) vorgestreckt. Dabei wölbt sich der Rand etwas auf und wird wellig. Über der Ambosskante richten wir ihn, bevor wir weiterarbeiten. Zum Treiben halten wir die Hohlseite des Werkstücks auf einen Fauststock. Die Schläge werden von der Mitte aus spiralförmig nach außen geführt.
Wir müssen besonders darauf achtgeben, dass durch die Kanten des Hammers keine Scharten ins Metall kommen. Soll die Struktur des Hammerschlages wirksam werden, müssen die Schläge in gleichmäßigem Rhythmus und kräftig federnd erfolgen. Eine glatte Innenseite erhält man, wenn zwischen Kupfer und Fauststock dünnes Blei oder Leder gelegt wird. Zum Abschluss erhält der Anhänger ein Loch für die Befestigung einer Kette oder Kordel. Wir bohren es mit dem Spiralbohrer oder schlagen es mit einem Dorn durch. Der Anhänger kann auch noch verziert oder emailliert werden.
Figuren aus Naturmaterial
Im Erzgebirge hat sich das figürliche Gestalten mit Naturmaterial in den letzten Jahren sehr verbreitet. Besonderer Wert kommt dieser Technik bei der Arbeit mit Kindern zu, denn schon das Material wirkt sehr phantasieanregend. Doch auch für Erwachsene bieten sich hier viele Möglichkeiten zu eigenschöpferischer Betätigung.
Für unsere Figuren können wir Zapfen, Eicheln, Bucheckern, Kastanien, Nüsse, Ahornfrüchte, Moose, Rinde und Disteln verwenden sowie Lindenäste und Zweige sämtlicher Sträucher, am besten aber von Haselnuss-, Weiß- und Rotdornsträuchern. Auch dieses Material verarbeiten wir wieder möglichst in frischem Zustand. Werden Weidenkätzchen gebraucht, besorgen wir uns einige Zweige beim Gärtner, denn sie stehen unter Naturschutz.
Dass wir auf eine saubere und sorgfältige Arbeit Wert legen müssen, versteht sich wohl von selbst. Leimstellen dürfen keine Spuren hinterlassen. Verwenden wir Nägel, bringen wir sie so an, dass sie niemals von außen sichtbar sind.
Zuerst wollen wir uns eine Henne mit Kücken basteln. Unsere Glucke bekommt ein Kiefernzäpfchen als Körper und eine Bucheckernschale als Kopf. Wir schlagen vorsichtig am Halsansatz einen kleinen Drahtstift in die Kiefernzapfe, zwicken den Nagelkopf ab, geben ein wenig Leim auf das Verbindungsstück und drücken die Bucheckernschale fest an. Die Höhlung derselben füllen wir mit einer kleinen Distel aus. Als Beine verwenden wir schwache Ästchen.
Damit unser Tierchen fest steht, geben wir ihm eine etwa 5 mm starke Rundholzscheibe als Sockel. Diese Sockelscheibe durchbohren wir an zwei Stellen mit dem Drillbohrer. Auch in die Kiefernzapfe bohren wir zwei Löcher. Nun können wir die Beine mit Körper und Sockel verbinden und aus ganz dünnen Ästchen Zehen zurechtschneiden.
Zum Schluss werden alle Teile sauber verleimt. Da wir das Größenverhältnis zwischen Henne und Kücken beachten müssen, verwenden wir am besten für die Körper der Kleinen Erlenzäpfchen und für die Köpfchen Weidenkätzchen. Beim Abschneiden der Weidenkätzchen von den Zweigen sind die kurzen Fruchtstengel mit abzutrennen und am „Kopf" zu belassen. Wir schneiden daraus gleich die Schnäbelchen. Beine, Zehen und Sockel fertigen wir genau so an wie bei der Henne. Kerben wir nun noch ein Aststückchen mit dem Hohleisen aus, erhalten wir einen Futtertrog für die hungrigen Kücken. Damit ist unser kleines Idyll vollkommen geworden.
Auch aus anderen Materialien lässt sich unser „Federvieh" gestalten. Als Körper sind Walnüsse, Kastanien oder Eicheln geeignet und als Köpfe Haselnüsse, Hagebutten und Erlenzäpfchen. Flügel und Schwänze können wir sehr gut aus kurzen Zweigen, Ahornfrüchten oder Federn herstellen.
Wir fertigen einen Grundschnitt
Wollte die schöne Helena seinerzeit ihren geliebten Paris mit einem neuen Kleid überraschen, so musste sie sich zwar den Stoff dazu selbst weben, in anderer Hinsicht aber hatte sie es recht bequem: Sie nähte nämlich keinen Stich daran, und sie brauchte auch keinen Schnitt. Das rechteckige Stück Tuch, kunstvoll drapiert, passte immer.
Später wurde es schon komplizierter, ein standesgemäßes Kostüm anzufertigen. Das Ballkleid von Romeos Julia konnte kaum noch ohne Schnittmuster entstehen. Allerdings verwendete man zumeist nach aufgetrennten Kleidern gefertigte Schnitte. Die Sitte, Schnitte auf „Lebenszeit" herzustellen, war bis ins vorige Jahrhundert hinein üblich.
Heute wechselt die Mode zu
rasch, als dass wir mit einem Schnitt auf Jahrzehnte versorgt wären.
Den größten Teil unserer Kleidung kaufen wir ohnehin fertig. Wer
sich selbst etwas zum Anziehen zaubern möchte, kauft sich ein
Schnittmuster im nächsten Fachgeschäft. Arbeiten wir allerdings
viel selbst, so ist es doch ganz zweckmäßig, einen „Grundschnitt"
anzufertigen, den wir beliebig abwandeln können.
Bevor wir ein Schnittmuster kaufen oder ausradeln, müssen wir wissen, welche Größe wir zu wählen haben. Wollen wir diese Schnitte danach exakt auf unsere Figur abstimmen, so ist es zu empfehlen, sich eine Maßtabelle aufzustellen. Für die Größenbestimmung brauchen wir nur die „Hauptmaße", das sind: Körperhöhe, die ohne Schuhe gemessen wird; kleiner Brustumfang, für den wir das Zentimetermaß in Höhe der Schulterblätter über den Rücken führen und vorn oberhalb der Brust leicht zusammenziehen; großer Brustumfang, bei dem das Bandmaß über den Rücken wie oben, vorn aber über die Brust geführt wird; Taillenumfang, den wir an der schmalsten Stelle des Rumpfes messen; und Gesäßumfang, der etwa 20 cm unterhalb der Taille liegt. Alle diese Maße sind Körpermaße, sie werden auf dem Unterkleid gemessen. Wir wollen dabei nicht „mogeln" und uns schlanker machen, als wir sind. Es könnte sonst beim Probieren unangenehme Überraschungen geben.
Wollen wir den gekauften Schnitt genau auf unsere Körpermaße abstimmen, genügen diese Hauptmaße allein nicht. Wir nehmen darum einen Zettel zur Hand und notieren folgende „Nebenmaße": Halsumfang; Schulterbreite; Brustbreite; Rückenbreite; Armlochbreite; Rückenlänge; Vorderlänge; Brusttiefe; Rückentiefe; Armlochumfang; Oberarmumfang; Handgelenkumfang; Armlänge.
Fertigen wir nach diesen Körpermaßen einen Schnitt an, so müssen wir je nach dem Verwendungszweck entsprechende Zugaben dazurechnen.
Wir sticken
Sticken muss künstlerisch-schöpferische Tätigkeit sein. Der Wert unserer Stickerei liegt ja gerade darin, dass wir für den von uns ausgesuchten Gegenstand das Muster, die Farbzusammenstellung, den Dekor entwerfen. Nur dadurch bekommt unsere Arbeit einen lebendigen, eigenständigen Ausdruck. Die bereits beschriebenen Prinzipien des dekorativen Gestaltens gelten für das Sticken in vollem Umfang. Hier soll nur noch einmal hervorgehoben werden, dass eine Stickerei kein selbständiges Gebilde ist, sondern immer Bestandteil des Gegenstandes, den sie zieren soll, und dass sie sich nicht im Nachahmen ausdrückt.
Der Stickrahmen ist für viele Stickstiche unentbehrlich, dem Anfänger erleichtert er außerdem die Arbeit. Wir laufen ohne ihn leicht Gefahr, den Stoff mit dem Stickfaden einzuziehen. Auch einen Fingerhut sollten wir benutzen. Er muss gut passen. Ist er zu groß, rutscht er ständig herab; ist er zu klein, drückt er und sitzt nicht fest. Wir können auch einen Nähring benutzen, der den Vorteil hat, dass der Finger darunter nicht schwitzt. Ferner brauchen wir einen Bindlochstecher und eine kleine spitze Schere. Niemals soll der Faden abgebissen werden, das bekommt weder den Zähnen noch der Stickerei.
Träger unserer Stickerei ist meistens Stoff, wir können auch auf Gestrickt sticken. Für freie Stickerei eignet sich fast jedes Material, die gebundene Stickerei dagegen verlangt bestimmte Stoffarten. Besonders zweckmäßig sind Stramin, Leinen und Aidastoff. Die Durchbrucharbeit erfordert ein kaum appretiertes Gewebe, aus dem sich die Fäden leicht ausziehen lassen.
Stickgarne werden in Docken gehandelt. Wir unterscheiden feines Stickgarn, das nicht gezwirnt ist und zum Teil aus bereits geschnittenen Fäden besteht (Sticktwist), und das nur leicht gezwirnte Perlgarn. Beide Arten sind in Baumwolle, merzerisierter Baumwolle und in Kunstseide erhältlich. Eine Reihe von Stickstichen lässt sich auch in Knopflochseide (Kordonettseide) arbeiten, und wo es notwendig ist, sticken wir mit Wollfäden.
Jede Stickerei beginnt mit dem Übertragen des Musters auf den zu bestickenden Stoff. Entnehmen wir das Muster einer Handarbeitsanleitung, pausen wir es mit Transparentpapier ab und lochen die Konturen mit einer Steck- oder Hutnadel dicht bei dicht. Anschließend heften wir die Stechpause mit der glatten Fläche auf die rechte Stoffseite und streuen vorsichtig unter leichtem Klopfen aus einem nicht fest zugebundenen Beutelchen Vordruckfarbe in die Perforation. Wir lösen dann die Stechpause, legen vorsichtig einen Bogen Seidenpapier auf unser Muster und plätten mit dem heißen Bügeleisen die Farbe ein. Nun spannen wir den Stoff in den Stickrahmen.
Sommerkleid und Bluse
Sommerkleid mit bestickter Passe: Wir benötigen einfarbigen Sommerstoff aus Leinen oder Baumwolle und Stickgarn in der gleichen Farbe.
Nach dem Zuschneiden zeichnen wir uns das Muster auf, das rings um den unteren Passenrand gestickt werden soll. Die Stickerei ist unten am reichsten und wird nach oben leichter. Das Muster besteht aus größeren und kleineren Löchern sowie größeren und kleineren Pünktchen. Löcher und Pünktchen werden nach dem Aufzeichnen mit Vorstichen umrandet Dann sticken wir die Punkte einmal mit dem Plattstich in waagerechter Richtung vor. Wir stechen dabei stets innerhalb des vorgezogenen Kreises ein und sticken mit senkrechten Plattstichen darüber. Durch das doppelte Sticken werden die Pünktchen erhaben und heben sich besser vom Stoff ab. Die vorgezogenen Löcher umsticken wir zweimal mit Vorstichen, bevor wir sie aufschneiden und mit feinen überwindlichen Stichen umsticken. Die Stiche müssen sorgfältig und gleichmäßig ausgeführt werden, damit unsere Stickerei sauber aussieht und die Löcher nicht ausfransen. Die Kreise, die wir um einen Teil der Punkte arbeiten, sticken wir im Stielstich. - Wenn alle Passenteile bestickt sind, können wir unser Kleid zusammennähen.
Bluse mit Durchbrucharbeit: Batist, leichtes Baumwollgewebe oder ein anderer Stoff mit lockerer Bindung eignen sich dafür. Die Hohlnähte und die Zierstickerei werden mit Baumwollstickgarn in der Farbe des Stoffes ausgeführt.
Die Brustabnäher können wir bei diesem Modell nur seitlich einlegen, und auf Taillenabnäher wollen wir ganz verzichten. Nach dem Zuschnitt beginnen wir mit dem Klarlegen der Fäden. Wir entfernen sie von der Schulter bis zum Saum und brauchen die Ränder nicht zu befestigen. Etwa 8 cm von der Mitte nach außen gehend, ziehen wir 18 Fäden aus, lassen 8 Fäden stehen und ziehen nochmals 18 Fäden aus. Mit Hohlnahtstichen bündeln wir die beiden äußeren Kanten zu je 4 Fäden ab, den Mittelsteg besticken wir mit Kreuzstichen und bündeln dabei die Fäden an den inneren Kanten ab. (Die Hohlnahtstiche arbeiten wir auf der linken Seite, die Kreuzstiche auf der Oberseite!) Zum Schluss fassen wir die Fadenbündel zu 2 und 2 Schlingknoten in der Mitte zusammen. Haben wir beide Vorderteile mit den Durchbruchkanten versehen, können wir die Bluse zusammennähen.
Albert Einstein
Der Name Einsteins ist weltbekannt. Er ist Begründer einer neuen Physik. Wir verdanken ihm epochale Leistungen auf den Gebieten der Relativitätstheorie, der Atomistik, der Quantenphysik und Kosmologie.
Albert Einstein wurde am 14. März 1879 in Ulm (Donau) geboren. Sein Vater baute und verkaufte elektrotechnische Geräte. Ein Jahr nach der Geburt Alberts übersiedelte die Familie nach München. Hier besuchte der Junge das Gymnasium. Er war ein sehr selbständiger Schüler und Student. Er beschäftigte sich viel mit Mathematik unabhängig vom Lehrplan. In seiner freien Zeit spielte er oft und gern Geige. Die Geige begleitete ihn sein ganzes Leben lang.
Mit dem monarchistisch-militärischen deutschen Staat konnte sich Einstein nicht abfinden. Er wurde Schweizer Bürger. Die erste wissenschaftliche Arbeit Einsteins erschien im Jahre 1901. 1908 hielt er seine erste Vorlesung an der Berner Universität. In seinen wissenschaftlichen Arbeiten wollte er die großen Fragen beantworten: Welche Natur hat das Licht? Wie hängen Raum und Zeit zusammen? Er beschäftigte sich auch mit den Problemen des Aufbaus der Materie.
Seit 1914 wohnt Einstein in Berlin. Er wird zum Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften und zum Direktor eines großen Forschungsinstitutes. 1921 ehrten ihn alle progressiven Menschen als Nobelpreisträger.
Während des ersten Weltkrieges setzte die politische Tätigkeit Einsteins ein. Er verurteilte den imperialistischen Krieg und rief zum Frieden auf. Er protestierte mit seinen Freunden gegen die imperialistische Blockade der jungen Sowjetrepublik. 1933 sollte er Hitlerdeutschland verlassen und nach den USA emigrieren. Er starb 1955.
Vor 100 Jahren, 1905, warf Albert Einstein mit drei Schriften, die bis dahin herrschende wissenschaftliche Weltsicht über Bord. In diesem als „Annus mirabilis“, also Wunderjahr bezeichneten Zeitraum formulierte er als 26-Jähriger die „Spezielle Relativitätstheorie“, die die Vorstellungen von Raum und Zeit revolutionierte, die „Lichtquantenhypothese“, für die er 1921 den Physik-Nobelpreis erhielt, sowie die Theorie der „Brownschen Bewegung“, mit der die Grundlage für einen neuen Forschungszweig der statischen Physik gelegt wurde. Zehn Jahre später folgte schließlich die berühmte Abhandlung über die „Allgemeine Relativitätstheorie“.
„Dass ein einzelner Mensch so viel umschmeißt, ist singulär in der Geschichte“, sagt der Physiker Markus Poessel vom Albert-Einstein-Institut in Potsdam. Ähnlich weitreichende Theorien hätten sonst immer mehrere Väter. Das 100. Jubiläum ist Anlass für das von der Unesco ausgerufene Internationale Jahr der Physik 2005, in dem mit zahlreichen Veranstaltungen des Wissenschaftlers und Menschen Albert Einstein gedacht werden soll.
Besonders intensiv aber beschäftigen sich in diesem Jahr deutsche Institutionen und Organisationen mit dem 1879 in Ulm geborenen und vor 50 Jahren im US-amerikanischen Universitätsstädtchen Princeton gestorbenen Nobelpreisträger. Von 1896 bis1914 studiert und lehrt Einstein in der Schweiz, kehrt dann aber nach Deutschland zurück und lebt bis 1932 in Berlin. Schon vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten machen fanatische Antisemiten dem jüdischen Wissenschaftler und ausgewiesenen Pazifisten hier das Leben schwer.
Während Einstein weltweit als Genie verehrt wird, äußert Hitler im Naziblatt „Völkischer Beobachter“, die Wissenschaft, „einst unseres Volkes größter Stolz“, werde neuerdings durch Hebräer „zur bewussten planmäßigen Vergiftung unserer Volksseele“ benutzt. Albert Einstein gibt seinen deutschen Pass zurück und kehrt von einer Amerikareise 1932 nicht nach Berlin zurück. In der Universitätsstadt Princeton bei New York arbeitet er bis zu seinem Tod am 18. April 1955 als Professor für Physik. An seinem 50. Todestag wird von Princeton aus eine Lichterstafette aus vielen Laserstrahlen um die ganze Welt gehen.
ПЕДАГОГИЧЕСКИЕ ТЕКСТЫ (ДЛЯ ВСЕХ ФАКУЛЬТЕТОВ)
Hausaufgaben – ein Problem für Lehrer, Kinder und Eltern
Durch die Hausaufgaben werden ständig Beziehungen zwischen Unterricht, Hort und Elternhaus, zwischen Lehrer, Horterzieher und Elternhaus hergestellt. Nicht selten gibt es Debatten, denn das Hausaufgabenproblem gehört keineswegs zu den „geklärten“ pädagogischen Fragen. Häusliches Lernen soll das Lernen im Unterricht ergänzen und vertiefen. Hausaufgaben dienen als Bestandteil des Unterrichts der Aneignung und Festigung des Unterrichtsstoffes. Obwohl die Hauptform des Lernens für den Schüler das unterrichtliche Lernen bildet, reicht das Lernen im Unterricht allein nicht aus. Die Kinder sollen sich daran gewöhnen, auch selbständig und regelmäßig nach eigener Planung zu lernen. Dieser Zweck der Hausaufgaben muss besonders betont werden, weil das ständige Weiterlernen, die selbständige Wissensaneignung auch nach der Schulzeit ein wesentliches Merkmal des Menschen ist.
Der Lehrer hat die Aufgabe, seine Schüler im Unterricht zum selbständigen Lernen zu befähigen. In der Unterrichtsstunde müssen die Schüler selbständig Aufgaben lösen. Deshalb wäre es falsch, das selbständige Lernen etwa nur auf die Hausaufgaben zu verlagern. Der Lehrer führt die Schüler im Unterricht schrittweise zur Selbständigkeit. Im Unterricht sollen die Schüler auch daran gewöhnt werden, die Zeit rationell zu nutzen, zielstrebig zu arbeiten und nicht zu bummeln.
Der Lehrer aber soll die Aufgaben erteilen, die seine Schüler weder überfordern, noch unterfordern. Da es in seiner Klasse aber leistungsstarke und auch leistungsschwache Schüler gibt, ist es nicht leicht, über die zu erteilenden Aufgaben zu entscheiden.
Sinn und Unsinn der Hausaufgaben
Wer kennt nicht folgendes Bild: Geschichtsunterricht in der 8. Klasse. Es klingelt, aber der Lehrer fährt fort, neuen Stoff darzubieten. Gegen Ende der Pause beendet er schließlich seinen Vortrag und gibt beiläufig die Hausaufgabe auf. Eins der Kinder steht schon mit der Tasche in der Hand neben der Bank, andere packen ein. In der Klasse ist Lärm; viele, die die Aufgabe trotz des Lärms gehört hatten, tragen sie nicht in ihr Tagebuch ein, und es ist zweifelhaft; ob sie sich gewissenhaft auf den Unterricht vorbereiten werden. Von Fragen, die sich bei der Hausaufgabe ergeben könnten, ist nicht die Rede. Und ein weiteres Beispiel: Es läuft eine Mathematikstunde in der 4. Klasse einer Moskauer Mittelschule. Die Lehrerin stellt den Schülern Aufgaben, die sie selbständig lösen sollen. Alle haben sich über die Hefte gebeugt. In dieser Zeit schreibt die Lehrerin die Hausaufgabe an die Tafel. Fünf Minuten vor dem Klingeln schreiben die Kinder sie in die Tagebücher ab, die Aufgabe wurde erläutert, alle Unklarheiten wurden beseitigt. Wie es sich herausstellte, kommen die Schüler bei dieser Lehrerin immer gut vorbereitet zum Unterricht. Es kann sich keiner darauf berufen von der Hausaufgabe nichts gewusst zu haben.
Die Methodik der Hausaufgabenvorbereitung muss jeden brennend interessieren, der unterrichtet, der den Bildungs- und Erziehungsprozess leitet. Jedoch werden die Hausaufgaben, wie Überprüfungen zeigen, oft formal gestellt, teilweise in viel zu großem Umfang. In vielen Fällen ist die Uberlastung mit Hausaufgaben die direkte Folge eines niedrigen methodischen und organisatorischen Niveaus des Unterrichts.
Die Hausaufgabe ist ein sehr wichtiges Mittel, um dem Schüler zu helfen, Kenntnislücken zu schließen. Das ist besonders jetzt, gegen Ende des Schuljahres, sehr wichtig, wo vieles zu Hause zu wiederholen ist. Hier ist es notwendig, die Hausaufgaben besonders zu durchdenken und richtig zu stellen, auch den Umfang real zu bemessen.
Auch das trifft man in der Praxis an: Kürzlich wurde in der Geographiestunde einer 5. Klasse die Aufgabe gestellt: Bis zur nächsten Stunde nach der Karte der Erdhalbkugel alle großen Flüsse zu lernen. Dafür brauchten die Schüler etwa vier Stunden. Nur für Geographie! Wenn jeder Lehrer solche Aufgaben stellen würde, dann wären die Schüler dieser Lawine gegenüber hilflos. Besonders die schwachen.
Es ist schon oft davon gesprochen worden, dass man den Kindern nicht ineffektive Hausaufgaben stellen solle, zum Beispiel Aufstellen komplizierter Diagramme, periodischer Systeme, Tabellen, Zeichnungen. Herausschreiben von Diktaten. Alles das kostet nur Zeit, der Nutzen ist recht zweifelhaft. Aber bis jetzt kann man auch folgende Aufgaben beobachten: “Schreibt einen Aufsatz und illustriert ihn!“ Wozu? Der Kampf gegen solche Mängel muss in der Schule beharrlich geführt werden.
Texterläuterung
das Niveau – уровень
Einiges über die Entwicklung besonderer Talente und Fähigkeiten
Der Charakter der Entwicklung der Fähigkeiten und Talente zeigt, dass es für ihre intensive Förderung niemals zu spät sein kann. Neben einer Reihe von Beispielen für die Entwicklung besonderer Fähigkeiten in frühestem Alter (Mozart, Karl Gauß, Mendelssohn, Tschaikowsky, Chopin, Paganini, Prokofjew) gibt es viele Beispiele für die späte Entwicklung von Talenten sogar genialer Menschen. So wurde z.B. der bekannte Physiker Newton wegen „Völliger Unfähigkeit“ aus der Schule genommen. Als Kind wurde der große Gelehrte Alexander Humboldt als „stumpfsinnig“ bezeichnet. Man zweifelte, dass er weiter lernen werde. Linné wurde von seinem Vater als „nur zum Schuheflicken fähig“ gehalten.
Moliere lernte erst sehr spät lesen. Pasteur, der so viel auf dem Gebiete der organischen Chemie geleistet hat, war in der Schule gerade in Chemie einer der schlechtesten Schüler. Walter Scott schrieb seinen ersten Roman mit 43 und Aksakow mit 56 Jahren. Albert Einstein, der berühmte Physiker, war ein schüchternes Kind, und auch ihm fiel das Lernen schwer. Der berühmte Mathematiker Lusin musste Nachhilfestunden nehmen, um in der Schule mit seinen Kameraden Schritt zu halten. Ein besonderes Beispiel der späten Entwicklung hervorragender Fähigkeiten gibt es bei J.I.Gusewa, die in einem verlassenen Dörfchen des Gouvernements Simbirsk geboren wurde. Sie lernte erst unter der Sowjetmacht lesen und schreiben. Damals war sie über 40 Jahre alt. Sie trat in die Arbeiter-und-Bauern-Fakultät ein und absolvierte gemeinsam mit ihrem Sohn die Landwirtschaftsakademie. Im Jahre 1936 erhielt sie den Titel «Kandidat der Wissenschaften» und promovierte vor kurzem, im Alter von 73 Jahren, ihre Doktor-Dissertation.
Diese Beispiele zeigen, dass man die Entwicklung der Fähigkeiten nicht nur auf eine Altersstufe beschränken darf. Dennoch bleibt es das Ziel der Pädagogik, möglichst frühzeitig mit der systematischen Entwicklung der Talente im Rahmen der allseitigen Bildung und Erziehung des Kindes zu beginnen.
Die „deutsche“ Schule
Im 14. und 15. Jahrhundert kamen in Deutschland verschiedenartige Schultypen auf, die breit die soziale Struktur widerspiegelten. In ihnen erlangte das Bürgertum elementares für die Praxis notwendiges Wissen.
In den weltlichen Schulen setzte sich im Laufe des 14. Jahrhunderts die deutsche Sprache durch. In manchen klerikalen Lateinschulen wurde ebenfalls Elementarunterricht erteilt. Dort, wo keine Lateinschulen existierten oder diese keine derartigen Unterstufen einrichteten, entstanden selbständige deutsche Schriftschulen. Diese Schulen dienten hauptsächlich dazu, die Kinder der kleineren Kaufleute und der Handwerksmeister zu unterrichten. Das Lehrprogramm hatte im wesentlichen das Lesen und Schreiben zum Inhalt sowie das Rechnen, hauptsächlich den Umgang mit den Münzen, Maßen und Gewichten. Als Hilfsmittel benutzte man Rechenpfennige und – bretter. Neben den römischen setzen sich allmählich die indisch-arabischen Ziffern durch, so dass die Ausführung von Multiplikationen und Divisionen sehr erleichtert wurde. Im 15. Jahrhundert erschienen die ersten Schulrechenbücher, zunächst noch lateinisch geschrieben, später auch deutschsprachige. Wenn gleich noch alles mechanisch auswendig gelernt wurde, bemühten sich einige Lehrer, den Stoff zu veranschaulichen.
Neben diesen Hauptfächern gab es noch Gesangsunterricht. Geographie, Naturwissenschaften und Geschichte wurden gewöhnlich nicht gelernt. Wenn aber der Schulmeister zugleich Stadtschreiber und Stadtchronist war, vermittelte er auch Grundzüge einer historischen Allgemeinbildung.
Für diese gesamte Periode gab es nur wenige Mädchenschulen. Die ersten Bildungs- und Erziehungsstätten für Mädchen tauchten im 15. Jahrhundert auf, wo vornehmlich die Töchter der reichen Bürger unterrichtet wurden. Für diese Zeit wird auch von den ersten gelehrten Frauen berichtet.
Die weite Verbreitung der Schriftlichkeit, die durch das Aufkommen des Papiers und dann des Buchdrucks gefördert wurde, war eine wesentliche Voraussetzung für das Entstehen einer einheitlichen Nationalsprache.
Wunderkind aus Virginia
Der goldblonde, blauäugige Greg Smith, der bei seinen Eltern im US-Bundesstaat Virginia wohnt, ist ein echtes Unikum. Er leitet eine internationale Hilfsorganisation, versöhnt verfeindete Stämme in Kenia, fordert in seinen Reden Gewaltfreiheit, ist verrückt nach Sport, liebt Mathematik, schreibt Gedichte und komponiert Pianostücke, entwickelt Solarenergiesysteme und macht sich schnell Freunde. Sein Ziel ist in Mathematik, Biomedizin, Luft- und Raumfahrt und Internationalen Beziehungen zu promovieren. Außer seinem Vorhaben, in zwanzig Jahren Präsident von Amerika zu sein, will er Raumstationen bauen, den Krebs für immer heilen, alternative Energiequellen entwickeln und den Hunger in der Welt beenden. „Ich weiß, dass ich ein Idealist bin. Aber wir brauchen Idealisten, damit die Entdeckungen von morgen Realität werden. Ich habe einen unstillbaren Durst nach Wissen“, erklärt Greg. „Ich weiß nicht, warum ich diese Begabungen bekommen habe, aber ich will sie voll und ganz ausschöpfen. Der Yunge spricht wie ein erfahrener Staatsmann, hat viele Mitstreiter unter Präsidenten, Nobelpräsidenten und Friedensaktivisten gefunden. Zwischen Unterrichten und Prüfungen hält er Vorträge, besucht Schulen und Betriebe, tritt oft im Fernsehen und im Radio auf.
Gregory Robert Smith wurde in Pennsylvania geboren. Nach zweieinhalb Monaten fing das Baby zu sprechen an. Nach sieben Monaten konnte es laufen, mit vierzehn Monaten löste Greg seine erste Rechenaufgabe. Lesen konnte er mit zwei Jahren. Als die Zeit kam, in der er in die Vorschule gehen sollte, hatte er bereits Jul. Vernes Roman „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ gelesen. Mit seinen fünfjährigen Klassenkameraden plauderte er über Fotosynthese und Astronomie. Nachdem die Eltern nach einem passenden Schulsystem für Greg gesucht hatten, zogen die Smiths nach Florida. Da durchlief Greg in nur drei Jahren zehn Klassen. Er schrieb sich am Randolph Macon College ein. In zwei Jahren wurde er Vorsitzender von sechs nationalen akademischen Ehrenverbänden. Jetzt ist Greg Smith ein Student an der Universität von Virginia. „Es gibt so vieles, was ich lernen möchte. Je mehr ich lerne, desto mehr Fragen habe ich.“ Täglich widmet Greg im Durchschnitt vier Stunden seinen Hausaufgaben. Mathematische Formeln und historische Jahreszahlen singt er laut vor sich hin.
Seit einigen Jahren tritt Smith als Jugendbotschafter und als Sprecher auf. Überall ermutigt er die Schülerinnen und Schüler, fleißig zu studieren und täglich etwas Gutes für andere zu tun; er spornt Geschäftsleute an, gegen Kinderarbeit Stellung zu nehmen, und rückt ebenso Regierungsvertretern auf die Pelle, damit sie die Kinder besser beschützen. „Wir können unsere Welt erneuern, und nichts wird mich davon abhalten.“
