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6. Die Modi und das Modalfeld

Die grammatische Kategorie des Modus bildet den Kern, um den sich verschiedene andere Ausdrucksmittel der Modalität gruppieren. Zu­sammen bilden sie das sog. Modalsystem oder Modalfeld.

Der Begriff des Fe1des ist in die Grammatik aus der Lexikologie übernommen worden, wo er zur Zusammenfassung sinnverwandter Wör­ter dient.

Bei der Untersuchung des Modalfeldes handelt es sich darum, das Modalsystem als Ganzes darzustellen, das heißt das Zu­sammenwirken aller lexikalischen und grammatischen Ausdrucksmittel der Modalität zu untersuchen. Die einzelnen Ausdrucksmittel der Modalität gehören zu verschiedenen Ebenen der Sprache:

1) Den Kern des Modalfeldes bildet die fest umrissene paradigmatisch ausgedrückte Kategorie des Modus. Die Kategorie des Modus gehört zur Ebene der morphologischen Kategorien der Sprache.

2) Auf der Ebene der Wortfügungen liegen verschiedene Verbin­dungen mit Modalverben.

Nach dem Charakter der Wort­fügung und nach dem modalen Aussagewert sind zu unterscheiden:

a) verhältnismäßig freie Wortfügungen, deren modaler Aussagewert durch die lexikalische Bedeutung des Modalverbs bedingt ist; es handelt sich dabei um eine besondere Modalität: das modale Verhältnis zwischen dem Subjekt des Satzes und der vom Infinitiv bezeichneten Handlung (Ich kann dir helfen; Das Kind will schlafen);

b) grammatikalisierte idiomatische Wortfügungen, deren modaler Aussagewert mit der lexikalischen Bedeutung des Modalverbs nicht identisch ist. Die Wortfügungen drücken (wie die Modi) die Modalität der gesamten Aussage aus; es geht entweder um die modale Bedeutung der Vermutung (Sie müssen gehört haben, dass...; Das kann/mag/dürfte 2 Jahre her gewesen sein) oder die modale Bedeutung der berichteten Rede: Er soll viel gereist haben; Sie will ihn nicht gesehen haben; — bei wollen überlagert von der modalen Bedeutung des Zweifels, der Nichtwirklichkeit).

  1. die grammatikalisierten idiomatischen Wortfügungen haben + zu + Infinitiv, sein + zu + Infinitiv (Was ist da zu machen? Sie haben zu gehorchen). Wie die freien modalen Wortfügungen bringen sie das modale Verhältnis zwischen dem Subjekt und der vom Infinitiv bezeichneten Handlung zum Ausdruck;

  2. auf der Ebene der morphologischen Formen des Wortes liegt die Transposition des l. und 2. Futurs auf die Ebene der Modalität der Vermutung (Das wird wahr sein; Du wirst wohl gehört haben, dass …)

5) auf der Ebene der lexikalischen Bedeutung des Wortes liegt der Ausdruck der Modalität der Äußerung durch Modalwörter (Mo­- daladverbien); sie verleihen der Äußerung die Modalität der Vermutung (Das ist wohl/wahrscheinlich/vermutlich/hoffentlich/ wahr) oder betonen die Wirklichkeit des Ausgesagten (Das ist bestimmt/gewiss/natürlich/si­- cherlich wahr).

Das Verhältnis der absoluten Synonymie zwischen den ein­zelnen Ausdrucksmitteln der Modalität ist nicht ausgeschlossen (vgl.: Das wird wahr sein = Das ist wohl wahr = Das kann/mag wahr sein).

Doch es handelt sich bei verschiedenen Ausdrucksmitteln der Modalität vorwiegend um verschiedene Aspekte der Modalität. Erst diese Aufspaltung der modalen Charakteristik der Äußerung je nach den Ausdrucksmitteln der Modalität, die Möglichkeit verschiedener mo­daler Seh- und Darstellungsweisen eines Sachverhaltes konstituieren ein Modalfeld, das sich systematisch gliedern lässt

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