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120300 Осадчая О.С.Эколог. зем-ния УП по нем.яз. 2007.doc
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1. Lesen Sie den Text und bestimmen Sie den Grundgedanken jedes Absatzes. Bodenschutz – eine daueraufgabe mit langfristigem ziel

Bodenschutz ist ein junger Umweltschutzbereich. Noch vor 20 Jahren war qualitativer Bodenschutz praktisch unbekannt. Boden war bloß Handels- und Konsumgut. Inzwischen hat er als eigentliche Querschnittsdisziplin in verschiedenen Bereichen an Bedeutung gewonnen: auf Baustellen, in der Land- und Forstwirtschaft, in der Biotechnologie, im Hobbygarten, auf Schieß- und Sportanlagen, in der Raumplanung, beim Korrosionsschutz, bei der Abfallverwertung, der Abwasserversickerung und der Luftreinhaltung.

Das Bewusstsein, dass Böden eine zentrale Rolle im Naturhaushalt einnehmen und sehr verletzlich sind, ist in der Bevölkerung aber noch ungenügend verankert. Bodenschutz muss als Auftrag unserer Gesellschaft anerkannt werden! Der Schutz der Gewässer, der Luft oder des Waldes ist heute eine Selbstverständlichkeit.

Beim Bodenschutz sind wir noch nicht so weit, obschon unbestritten ist, dass menschliches Leben ohne Boden nicht denkbar ist. Die Behörden und Verantwortlichen in Forschung und Lehre müssen den Bodenschutz als gleichwertige Aufgabe anerkennen und die notwendigen institutionellen, personellen und finanziellen Voraussetzungen schaffen, bzw verstärken.

Das Thema «Boden» ist in die Lehrerweiterbildung und in die Lehrpläne der Schulen der Schweiz aufzunehmen. Stufengerechte Lehrmittel sind bereitzustellen. Die Kantone sind gefördert. Das Parlament hat die Notwendigkeit des Anliegens des Bodenschutzes erkannt. Nun muss dieser Wille auch umgesetzt werden. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Bodenschutzfachstellen der Kantone.

Dazu benötigen sie die Unterstützung durch ihre Vorgesetzten, die Bundesstellen und durch die Wissenschaft. Ziel ist die Förderung der Selbstverantwortung: «Wer Boden nutzt, ist auch für dessen Schutz verantwortlich».

2. Finden Sie im Text die Sätze, wo: a) es um die Bedeutung des Bodens für verschiedene Bereiche geht; b) es sich um die Verantwortlichkeit der Gesellschaft für den Bodenschutz handelt; c) die Rede von der Rolle der Kantonen im Anliegen des Bodenschutzes ist.

3. Antworten Sie

1) Ist Bodenschutz ein junger Umweltschutzbereich?

2) In welchen Bereichen hat der Boden die Bedeutung gewonnen?

3) Welche Rolle spielt der Boden im Naturhaushalt?

4) Verstehen alle Menschen die Notwendigkeit des Bodenschutzes?

5) Betrifft das Problem des Luft-, Wasser- und Bodenschutzes jeden Menschen?

6) Wer ist für den Bodenschutz verantwortlich?

7) Wie ist diese Aufgabe zu lösen?

8) In welchem Land nimmt das Thema “Boden” in die Lehrpläne der Schulen auf?

9) Wurde die Notwendigkeit des Anliegens des Bodenschutzes vom Parlament des Landes erkannt?

10) Wer spielt eine zentrale Rolle im Anliegen des Bodenschutzes?

11) Welches langfristige Ziel hat der Bodenschutz?

Text 3

1. Lesen Sie den Text und versuchen Sie, den Hauptgedanken jedes Absatzes zu verstehen

Intensive landbewirtschaftung und bodenschutz sind keine gegensätze

Die moderne intensive Landbewirtschaftung setzt in erster Linie Einsatz von Mineraldüngern, Pflanzenschutzmitteln (PSM) und leistungsstarken Maschinen voraus. Dadurch kann die Landwirtschaft einen wesentlichen Schaden für die Bodenqualität und für die Umwelt verursachen. Deshalb wird diese intensive Art der Landbewirtschaftung immer stärker kritisiert. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen haben aber gezeigt, dass die intensive Landbewirtschaftung und der Bodenschutz keine Gegensätze sind. In den letzten Jahrzehnten wurde die Bodenfruchtbarkeit auf vielen Standorten durch die intensive Landbewirtschaftung verbessert.

Durch die gezielte Düngung lässt sich der Boden besser mit Nährstoffen versorgen. Die sich daraus ergebenden unerwünschten Folgen, wie z.B. der erhöhte Nitratgehalt im Boden, lassen sich durch verschiedene ackerbauliche Maßnahmen leicht beseitigen.

Auch die weit verbreitete Meinung, dass die PSM die Tätigkeit der Bodenmikroorganismen negativ beeinflussen, konnte nicht bestätigt werden.

Einen bedeutenden Schaden kann die Bodenerosion verursachen, die oft auf die falsche Landbewirtschaftung zurückzuführen ist. Diese wird im Wesentlichen vom Landwirt verursacht und kann leicht beseitigt werden. Das lässt sich durch richtige und termingerechte Bodenbearbeitung, Kalkung, Zufuhr von organischer Masse, Anlage von Waldstreifen usw. erzielen. Auf den erosionsgefährdeten Böden soll man keine erosionsverursachenden Pflanzen wie Mais und Zuckerrüben anbauen. Dieselben sind deshalb aus der Fruchtfolge auf solchen Böden auszuschließen.

Die Bodenfruchtbarkeit wird jedoch nicht nur durch falsche Landbewirtschaftung gefährdet. Viel gefährlicher als diese ist der Einfluss der außerlandwirtschaftlichen Faktoren, wie Industrie, Verkehr und Stadt. Unter dem Einfluss derselben werden im Boden anorganische Schadstoffe, wie Schwermetalle, in zunehmendem Maße angereichert. Deshalb muss man den Gehalt an diesen Schadstoffen möglichst reduzieren.

Auch viele schwer abbaubare organische Abfallprodukte, wie Nitrophenole, können den Boden stark belasten. Aber trotz der hohen Stabilität dieser Schadstoffe findet im Boden ständig ihr chemischer und biologischer Abbau und Umbau statt. Und doch muss man diese Stoffe in sehr geringen Mengen anwenden, um das Ökosystem nicht zu stören.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass bisher die landwirtschaftliche Nutzung des Bodens diesen nicht sehr bedeutend gefährdet. Man muss aber die agrarwissenschaftliche Forschung auf diesem Gebiet weiter fortsetzen, um biologische Zusammenhänge im Boden besser zu verstehen.