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Соц работа и соц коррек пед в Герм_Пособие.doc
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7.2 Lernstörungen

Formen von Lernstörungen

Man unterscheidet Rechen-, Lese-Rechtschreib-Schwächen oder auch psychogene Lern- und Leistungsstörungen in Form von Schulangst bzw. Schulphobie. Aber auch Sprachstörungen, Autismus oder Hyperaktivität (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, ADS) können mehr oder weniger direkt mit einer Lernstörung zu tun haben.

Diagnose

Lernstörungen werden in der Schule daran erkannt, dass der Schüler die vorgegebene Anforderung nicht erfüllt. Entweder2 werden anhaltend fehlerhafte Ergebnisse geliefert oder die vorgegebene Lernzeit kann nicht eingehalten werden, d.h. die vorbestimmte Lernzeit wird vom Schüler weit überschritten.

Bedingungen/Faktoren/Ursachen

Die Ursachen für eine Lernstörungen sind sehr vielfältig. Der Lerner steht im Mittelpunkt von einigen wesentlichen Bedingungsfaktoren, die jeder für sich, aber auch zusammen, Ursache einer Lernstörung sein können:

  • die Schule als Lernumwelt, mit dem Lehrer als Erzieher und Autoritätsperson,

  • mit der Schule hängt die Schulleistung eng zusammen, die wiederum vom Lehrer

gemessen und bewertet wird die Familie.

Häufig werden Lernstörungen durch mangelnde Konzentrations- und Leistungsfähigkeit hervorgerufen, denen eine abnorme Leistungsangst3 zu Grunde liegen kann. In den meisten Fällen beruht Leistungsangst auf zu hohem Leistungsdruck1 sowie auf einer zu hohen Erwartungshaltung2 gegenüber dem Lerner. Als Folge treten mangelndes Selbstwertgefühl3 und Schamgefühl4 auf; der Lerner befindet sich in einem Teufelskreis, aus dem er nur schwer ausbrechen kann. Er benötigt Hilfe aus seinem sozialen Umfeld, vor allem von den Eltern, aber auch von der Schule bzw. vom Lehrer. Auch der Rat von fachmännischer Seite (z.B. eines Kinderpsychologen) sollte nicht vorenthalten5 werden.

7.3 Behandlung von Erlebens- und Verhaltensstörungen

Liegt eine Erlebens- und Verhaltensstörung vor, dann können verschiedene Maßnahmen eingeleitet werden;

  • Förder- und Therapiemaßnahmen mit den betroffenen Kindern bzw. Jugendlichen,

  • Elternberatung und Elterntraining,

  • Schule für Erlebens- und Verhaltensgestörte sowie Heimunterbringung.

7.3.1 Förder- und Therapiemaßnahmen mit den betroffenen Kindern bzw. Jugendlichen

Meist ist der Einsatz pädagogisch-therapeutischer Maßnahmen notwendig. Als Einzel­- oder Gruppenverfahren werden sowohl in Erziehungsberatungsstellen als auch in Son­dereinrichtungen folgende Maßnahmen eingesetzt:

  1. Das psychoanalytische Therapieverfahren

Grundlegende Annahme der Psychoanalyse ist, dass bestimmte seelische6 Vorgänge und innere Kräfte - zum Beispiel unangenehme und unverarbeitete7 Erlebnisse oder Probleme - dem Bewusstsein verborgen, also „unbewusst", sind. Diese Vorgänge können sich jedoch auf das individuelle Verhalten und die Entwicklung der Persönlichkeit nach ganz bestimmten Gesetzmäßigkeiten auswirken und so als Symptom eine Störung verursachen.

Ziel psychoanalytischer Therapie ist demnach die Klärung unbewusster Zusammenhänge und die emotionale Auf- und Verarbeitung1 der bewusst gemachten Konflikte. Dies führt schließlich zur Veränderung der Beschwerden2 und zur Bewusstmachung von seelischen Konflikten.

2) Die Spieltherapie

Sigmund Freud und andere Tiefenpsychologen betrachten das Spiel als Ausdruck des Unbewussten und als Aufarbeitungsmöglichkeit von Problemen und Konflikten. Dabei geht es um ein symbolisches Ausleben von unverarbeiteten Konflikten: Im Spiel werden die dem Erleben und Verhalten zugrunde liegenden Konflikte aufgedeckt und bearbeitet. Durch das Spielen von Ängsten und Problemen können diese thematisiert und bisher nicht zugängliche Bewältigungsstrategien gefunden werden. Vor allem bei Kindern und Jugendlichen geht es neben dem motorischen Entladen3, wie etwa beim Rollenspiel, um ein symbolisches Ausleben von unverarbeiteten Konflikten durch Spielen, Malen, Basteln, Bauen und dergleichen.