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Соц работа и соц коррек пед в Герм_Пособие.doc
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5.3.1 Früherkennung, Frühförderung und Förderschulen

Da sich der menschliche Organismus in der Zeit nach der Geburt am schnellsten ent­wickelt, sind Hilfen zu diesem Zeitpunkt am wirksamsten. Hilfen können jedoch nur dann gegeben werden, wenn mögliche Schädigungen sehr früh erkannt werden. Dies ist das Ziel der Früherkennung5.

Früherkennung bedeutet, dass eine Erkrankung, Schädigung oder Behinderung möglichst dann erkannt wird, wenn sie beginnt, sich einzustellen.

Wenn eine Schädigung erkannt ist, dann besteht ein Anspruch auf kostenlose Hilfe durch die Frühförderung6, die pädagogische und therapeutische Hilfe für behinderte Kleinkinder und deren Eltern umfasst. Solche Frühförderstellen beschäftigen Heil- und Sonderpädagogen, Krankengymnasten, Kinderärzte und Psychologen. Frühförderstellen arbeiten sowohl mobil - der Therapeut kommt ins Haus - als auch ambulant. Hier kommen die Eltern mit ihrem Kind in die Frühförderstelle.

Frühförderung versteht sich als Anleitung zur „Hilfe zur Selbsthilfe" für Kind und Eltern sowie als Unterstützung der betroffenen Familien, für die ihr behindertes Kind eine große psychische Belastung sein kann.

Behinderte Kinder können in speziellen schulvorbereitenden Einrichtungen aufgenom­men und gefördert werden. Auf Wunsch mancher Eltern besuchen behinderte Kinder jedoch auch Regelkindergärten, wenn die betreffende Erzieherin sich bereit erklärt, das Kind trotz vorliegender Behinderung aufzunehmen. Diese Eltern sind der Meinung, dass es für ihr Kind besser sei, die soziale Gemeinschaft mit nicht behinderten Kindern zu erfahren, als spezifische Fördermaßnahmen in einer separierten Spezialeinrichtung zu erhalten.

Behinderte Kinder können ihre Schulpflicht in Förderschulen1 oder in den allgemeinen Schulen erfüllen. Die Förderschulen bieten zwar intensive behinderungsartspezifische Hilfen, sie werden jedoch manchen Eltern kritisiert, weil durch den Besuch dieser Schule die Kinder von ihren nicht ihren nicht behinderten Altersgenossen getrennt werden. Diese Trennung erschwert die Integration der behinderten Schüler in die Gesellschaft. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass behinderte Kinder eine all­gemeine Schule besuchen. Dies ist möglich, wenn dort die äußeren Voraussetzungen wie räumliche Bedingungen, Klassengröße oder individualisierende Unterrichtsformen gegeben sind und eine Unterstützung durch sonderpädagogisches Fachpersonal geleistet werden kann. Dies geschieht sowohl durch den Einsatz von Sonderschullehrern in den Klassen der allgemeinen Schulen als auch durch mobile sonderpädagogische Dienste, die von den entsprechenden Förderschulen aus die behinderten Kinder betreuen und die Lehrkräfte beraten.

5.4 Die Elternarbeit

Die Entwicklung eines Menschen ist immer auch geprägt von dem sozialen Umfeld, in dem er lebt und aufwächst. Heilpädagogische Arbeit darf sich deshalb niemals nur allein auf das Individuum beschränken, sondern sie sollte immer auch die Eltern mit einbeziehen. Hierbei spielen vor allem die Eltern eine entscheidende Rolle.

Die Elternarbeit ist ein wichtiger Bereich der heilpädagogischen Arbeit, der nie in den Hintergrund geraten sollte. Die Familie ist der Ort, in dem sich Menschenentwickeln und zu dem werden, was sie sind. Sie ist von Beziehungen,

Wichtig ist die Bereitwilligkeit und Fähigkeit der Eltern zur kontinuierlichen Mitarbeit. Die Elternarbeit soll stützende und aufdeckende Maßnahmen beinhalten. Stützende Maßnahmen führen zu strukturellen Veränderungen innerhalb der Familie. Gespräche mit anderen Eltern dienen der Entlastung und Beruhigung.

Elternarbeit im heilpädagogischen Sinne beschreibt die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Heilpädagoge vor allem im Rahmen von Befunderhebung, Erziehungsberatung und Elternberatung. Zudem erstellt der Heilpädagoge eine Familien- und Milieuanamnese, um ein besseres Verständnis für die Eltern und die Situation zu bekommen.

Gerade bei Kindern mit Behinderung kann es in der Familie zu vielfältigen Problemen kommen, bei deren Verarbeitung und Lösung der Heilpädagoge Unterstützung geben kann. Mögliche Probleme sind beispielsweise erhöhte emotionale und soziale Belastungen für alle Familienmitglieder oder Schwierigkeiten bei der Akzeptanz des Kindes. Ein wichtiges Ziel der Elternarbeit ist vor allem das Umstimmen der Gefühlslage und eine Entlastung der Eltern, um in ihnen neue Ressourcen wecken zu können.