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1.7. Lehrerberuf

Oft erinnere ich mich an meine Schuljahre und ziemlich oft an meine Deutschlehrerin. Sie hat mir die Liebe zum Lehrerberuf anerzogen. Der Lehrer hat eine besonders große Verantwortung für die weitere Entwicklung der Schüler. Er legt das Fundament fürs Gebäude des Wissens und Könnens. Dieser Beruf spornt zur schöpferischen Aktivität an. Der Lehrerberuf stellt hohe Anforderungen an den Lehrer, der eine Persönlichkeit mit einem starken Charakter sein muss, um seine Fehler zugeben zu können, um gestehen zu können, dass seine Kenntnisse noch nicht ausreichend sind, um sogar bei den Schülern um Entschuldigung für sein unrichtiges Verhalten oder scharfe Worte bitten zu können. Viele unsere Kollegen arbeiten einfach, um Geld zu verdienen, keinen hohen Zweck vor sich stellend, einen richtigen Menschen zu erziehen, ihm gute Kenntnisse zu geben und Liebe zu seinem Volk beizubringen. Es gibt Lehrer, die von ersten Bekanntschaftstagen Respekt, andere Angst einflößen. Es gibt Lehrer, die sich die Kinder zum Vorbild nehmen (auf sie große Stücke halten). Es gibt Lehrer, die bei den Kindern und Eltern gut angeschrieben sind (Stein im Brett haben). Ein richtiger Lehrer muss in seine Arbeit, in seine Schüler vernarrt sein, dann findet er bei den Kindern Anklang, er findet gute Aufnahme.

Der richtige Lehrer mag keine gleichgültige Gesichter, leere Augen, er muss sehen, dass alle Kinder bei der Sache sind, dass sie mit ihm Schritt halten. Besonders schwer ist es den jungen Pädagogen, wenn sie zum ersten Mal die Klassenschwelle überschritten, sie werden vom so genannten Lampenfieber erfasst. Es muss in der Klasse Kontakt zwischen dem Lehrer und den Kindern geben. In der Klasse muss immer Ordnung, Achtung, gegenseitige Verständigung herrschen. Der Lehrer muss sich im Unterricht taktvoll, nicht nervös, sicher, freundlich, gutherzig halten. Der Lehrerton muss ruhig, höflich, gleichmäßig sein. Der Lehrer muss hochgebildet, klug, vernünftig, ehrlich, ausgeglichen, hilfsbereit, gewissenhaft, nicht grob, energisch sein. Er muss seine Autorität nicht verlieren. Der Lehrer formt den Charakter des jungen Menschen, auch das ganze Klassenkollektiv, erzieht gute Menschen. Damit ist er ein verbindendes Kettenglied zwischen den Generationen. Vor unserer Nationalschule stehen jetzt große Aufgaben. Zum Mittelpunkt des Bildungsprozesses wird die Herausbildung des selbstständigen Denkens und der Schöpferkraft des Schülers. Die Schule braucht jetzt neue Lehrbücher und schöpferisch arbeitende Lehrkräfte. Unser Leben stellt an den Lehrer große Forderungen. Er muss Träger hoher Kultur sein. Jeder Lehrer muss große Liebe zur Muttersprache, zur Geschichte eigenen Volkes, und zu Gott beibringen. Jetzt soll die ganze Volksbildung ihre Struktur ändern.

Die Tätigkeit des Kindes in der Schule, seine Erfolge und Misserfolge beim Lernen machen einen großen Teil seiner geistigen Welt, seines inneren Lebens aus. Das Kind eignet sich täglich neue Kenntnisse an und hat seine absolut persönliche Einstellung zu seiner Arbeit, zu dem, was ihm gelingt oder misslingt. Mir krampft sich immer das Herz zusammen, wenn ich so einen kleinen Knaben aus der ersten Klasse sehe, der einfach nicht begreifen kann, was im Unterricht erklärt wurde, der seine Aufgaben nicht schaffte und dann eine ungenügende Note erhielt. Eine der wichtigsten Erziehungsaufgaben besteht darin, jedem Kind beim Lernen Erfolgserlebnisse zu verschaffen, indem es seine Aufgaben mit Stolz auf eigene Leistung erfüllt. Der Unterrichtsprozess geht im Kollektiv vor sich, doch jeden Schritt auf dem Weg zur Erkenntnis macht das Kind selbstständig, seine geistige Arbeit ist ein individueller Prozess. Jedes Kind kommt in die Schule mit offenem Herzen, mit dem aufrichtigen Wunsch, gut zu lernen. Dieser Wunsch ist durch eine unvorsichtige Berührung, durch ein scharfes Wort oder durch Gleichgültigkeit nicht zu erfüllen. Wenn ein Kind in seiner Arbeit keinen Erfolg sieht, erlischt die Flamme des Wissensdurstes. Und wie unendlich schwer ist es doch, dieses Flämmchen wieder anzuzünden! Das Kind verliert den Glauben an die eigenen Kräfte, es kapselt sich innerlich ab, wird misstrauisch, antwortet auf Ratschläge und Bemerkungen des Lehrers mit Frechheit und es kommt oft zu Ausbrüchen von Erbitterung und Empörung. Das Kind kann sich an den Gedanken gewöhnen, dass es zu gar nichts fähig ist. Was kann wohl unmoralischer sein, als in einem Menschen das Gefühl der eigenen Würde zu untergraben?

Worterklärung:

sich erinnern an A. – пригадувати

j-m D. die Liebe zu etw. D. аnerziehen – прививати комусь любов до чогось

anspornen zu D. – спонукати, стимулювати до чогось

schöpferische Aktivität – творча активність

hohe Anforderungen an j-n A. stellen – висувати великі вимоги до когось / чогось

seine Fehler zugeben gestehen / können – вміти визнавати / зізнаватись у своїх помилках

ausreichend – достатній

um Entschuldigung für etw. A. bitten – просити пробачення за щось

ein unrichtiges Verhalten – неправильна / хибна поведінка

scharfe Worte – різкі слова

Liebe zu D. beibringen – навчати / прищеплювати любов до когось / чогось

Respekt / Angst einflößen – навіювати / вселяти повагу / страх

sich D. j-n A. zum Vorbild nehmen – брати собі когось за приклад

auf j-n A. große Stücke halten – бути дуже високої думки про когось / покладати великі сподівання на когось

bei j-m D. gut angeschrieben sein – мати у когось добру репутацію

bei j-m D. einen Stein im Brett haben – мати добру репутацію в когось

in etw. A. vernarrt sein – закоханий до нестями / шалено захоплений

bei j-m D. Anklang finden – знаходити відгук / зустрічати співчуття

bei j-m D. gute Aufnahme finden – бути радо прийнятим

gleichgültig – байдужий

leer – порожній

bei der Sache sein – бути уважним

mit j-m D. Schritt halten – іти в ногу з кимось

die Klassenschwelle überschreiten – переступати поріг класу

vom so genannten Lampenfieber erfasst werden – бути охопленим хвилюванням перед тим, що робиш вперше

gutherzig – добродушний

gleichmäßig – рівномірний

vernünftig – розумний / розважливий

ausgeglichen – врівноважений

gewissenhaft – сумлінний, добросовісний

zum Mittelpunkt werden – стати центром уваги

die Herausbildung – формування / становлення

die Schöpferkraft – творча сила / енергія

schöpferisch arbeitende Lehrkräfte – творчо працюючі вчителі

sich D. aneignen – засвоювати, переймати, опановувати

j-m krampft sich das Herz zusammen – у когось стискається серце

Erfolgserlebnisse verschaffen – створити / забезпечити успішні результати

eine unvorsichtige Berührung – необережний дотик

den Glauben an die eigenen Kräfte verlieren – втрачати віру у власні сили

sich innerlich abkapseln – замкнутись у собі

misstrauisch – недовірливий, підозрілий

die Frechheit – зухвалість, нахабність

der Ausbruch – вибух

die Erbitterung – злоба, жорстокість

die Empörung – обурення, бунт

sich an den Gedanken gewöhnen – звикнутися з думкою

fähig sein zu etw. D. – бути здібним до чогось

das Gefühl der eigenen Würde untergraben – підірвати почуття власної гідності