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13. Der Begriff des komplexen Satzes, seine Arten.

Zusammengesetzte Sätze sind komplexere Konstruktionen, die als Satzverbindung (Satzreihe), als Satzgefüge oder als Periode erscheinen. Im zusammengesetzten Satz unterscheidet man den Hauptsatz und den Nebensatz. Der Hauptsatz ist ein übergeordneter Satz, der Nebensatz ist untergeordneter Satz.

Man unterscheidet 2 Arten des komplexen Satzes: das Satzgefüge (Hypotaxe), die Satzreihe (Parataxe). Die Satzverbindung besteht aus Teilsätzen, die einen hohen Selbständigkeitsgrad haben und einfach aneinandergereiht sind. Demgegenüber besteht das Satzgefüge aus Teilsätzen, zwischen denen grammatische Abhängigkeit besteht. Jeder zusammengesetzte Satz als Ganzes lässt sich einer Satzart zuordnen.

14. Der Gegenstand der Morphologie und ihre Zweige: Morphematik und Wortartenlehre.

Unter Morphologie versteht man in der Sprachwissenschaft ein Teilgebiet der Grammatik. Die Morphologie befasst sich mit der inneren Struktur von Wörtern und widmet sich der Erforschung der kleinsten bedeutungs- und/oder funktionstragenden Elemente einer Sprache, der Morpheme.

Der Gegenstand der Morphologie ist das Wort mit allen seinen grammatischen Eigenschaften.

Traditionell werden als Grundeinheiten der Sprache WORT und SATZ angesehen. Dementsprechend wird der grammatische Bau in zwei Hauptbereiche aufgegliedert, in denjenigen des Wortes (Wortlehre, Morphologie, Formenlehre) und in denjenigen des Satzes (Syntax).

In den Bereich der Morphologie rechnet Moskalskaja:

1. Die Lehre von den Wortarten, ihrer Gliederung und ihren grammatischen Eigenschaften;

2. Die Paradigmatik der Wortarten (die Lehre vom Formensystem flektierender Wortarten);

3. Die Lehre von den grammatischen Kategorien flektierender Wortarten.

In „Russkaja Grammatika" gibt es folgende Definition: „Morphologie ist jener Teil des grammatischen Baues der Sprache, der die grammatischen Wortklassen erfaßt, die diesen Klassen angehörenden grammatischen (morphologischen) Kategorien und Wortformen". SLÜSSAREWA meint, „Morphologie existiert vor allem als Technik für die Syntax".

Morphematik ist ein Teilgebiet der Sprachwissenschaft, das sich mit den Morphemen und mit ihrer Funktion bei der Wortbildung befasst. Wortartlehreuntersucht eine Klassifizierung der lexikalisch-grammatischen Einheiten einer Sprache. Die Wortartlehre untersucht die Prinzipien der Beschreibung der Wortarten und das Anwenden dieser Prinzipien zur Charakteristik eines Wortes zu dieser oder jener Wortart.

Morphologische Einheiten: Morphem, Morph, Wortform,Allomorph.

Morpheme sind die kleinsten bedeutungstragenden Einheiten der Sprache. Eine Wortform kann ein einzelnes Morph enthalten, wie das oder mehrere wie schön-er. Man darf sie allerdings nicht mit Silben verwechseln, denn diese haben keine eigenständige Bedeutung, was man erkennen kann, wenn man das Wort schöner in die Silben schö+ner einteilt. Morphe realisieren Morpheme.

Morphe werden als Repräsentationseinheiten (Parole) bezeichnet und ein Morphem als Klasse äquivalenter Morphe (Langue). Morphe, die Varianten ein und desselben Morphems sind, heißen Allomorphe. Allomorphe sind Einheiten des Sprachsystems (Langue).

Es gibt freie und gebundene Morphe. Freie Morphe können eine lexikalische Bedeutung haben wie Kind oder Haus, oder ihnen liegt eine grammatische Bedeutung zugrunde wie bei  mit. Wie der Name schon sagt, können diese Morphe frei auftreten. Das heißt, sie können allein eine Wortform darstellen und somit ein Lexem realisieren. Gebundene Morphe müssen immer an ein anderes Element gehängt werden, wie das –e in neue und –er in schöner. Auch gebundene Morphe können eine lexikalische Bedeutung haben wie bei rechn- oder Him- oder eine grammatische wie bei -heit oder -bar.

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