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43. Der Gegenstand der Morphologie und ihre Zweige: Morphematik und Worartenlehre. Morphologische Einheiten:

Morphem, Morph, Wortform, Allomorph

Unter Morphologie (von griechisch μορφή morphé ‚Gestalt‘, ‚Form‘, und λόγος lógos ‚Wort‘, ‚Lehre‘, ‚Vernunft‘), auch: Morphematik oder Morphemik, versteht man in der Sprachwissenschaft ein Teilgebiet der Grammatik. Die Morphologie befasst sich mit der inneren Struktur von Wörtern und widmet sich der Erforschung der kleinsten bedeutungs- und/oder funktionstragenden Elemente einer Sprache, der Morpheme. Die Morphologie wird auch als „Wortgrammatik“ in Anlehnung an den Terminus „Satzgrammatik“ für die Syntax bezeichnet.

Morph, Allomorph und Morphem

Die Termini „Morph“, „Allomorph“ und „Morphem“ sind Bezeichnungen für die kleinsten bedeutungs- oder funktionstragenden Bestandteile eines Wortes. Als Morphe bezeichnet man die hinsichtlich ihres Typs noch nicht klassifizierten Einheiten. Beispielsweise liegen in den Wörtern „Lehr-er“, „Kind-er“ und „größ-er“ drei -er-Morphe vor. Erst nach Eruierung ihrer Funktion und Bedeutung kann man sie bestimmten Morphemen zuordnen: Das -er in „Lehrer“ wird zur Bildung des maskulinen „Nomen Agentis“ benutzt, -er in „Kinder“ zur Bildung des Plurals und -er in „größer“ zur Bildung eines Komparativs.

Haben Morphe mit unterschiedlicher Form dieselbe Funktion, handelt es sich um sogenannte Allomorphe eines bestimmten Morphems. So kodieren beispielsweise die Affixe -er in „Kinder“, -e in „Hunde“, -(e)n in Fragen, -s in „Autos“, aber auch das Nullmorphem, wie in „der/die Wagen“, an deutsche Nomen angehängt jeweils Plural; sie sind somit Allomorphe des Pluralmorphems. Haben verschiedene Morpheme dieselbe Form, so handelt es sich um einen Fall von Synkretismus.

44. Morphologische Klassifikation des Verbs und seine semantisch-strukturellen Klassen.

Im Makroparadigma (Konjugationssystem) des Finitums spielen die so­genannten Grundformen (Infinitiv, Präteritumstamm, der Stamm des Parti­zips II) eine große Rolle. Entsprechend der Bildung der Grundformen werden die finiten Ver­ben bekanntlich in 2 ungleich große Hauptgruppen eingeteilt. Diese werden traditionell mit den von J. GRIMM geprägten Termini als SCHWACH und STARK bezeichnet.

Stark sind seiner Deutung nach, die Verben mit innerem Vokalwechsel, schwach sind die Verben, die einer äußeren Stütze in Form eines besonderen Suffixes bedürfen. Zu den weiteren Gruppen der morphologischen Klassifikation der Verben gehören: Verben mit dem Präsensumlaut, Präterito-Präsentia, unregelmäßige Verben.

Die starken Verben wurden traditionell unter sprachhistorischer Fundie­rung entsprechend den Ablautreihen im Ahd. klassifiziertvgl. 7 Ablautrei­hen mit 17 Untergruppen bei MOSKALSKAJAoder 8 Klassen mit 14 Untergruppen bei HELBIG, BUSCHA.

Da dieses Prinzip für den heutigen Sprachträger längst nicht mehr einleuchtend genug ist, hat man zwei andere Klassifikationen vorgeschlagen. Es wird empfohlen, die Identität/ Nichtidentität der Vokale in den Grundformen als Kriterium zu benutzen. Auf dieser Grundlage kann man folgende Einteilung machen:

  1. Verben mit dem gleichen Vokal in der 1. und 3. Grundform (sehen -gesehen, kommen -ge­kommen);

  2. Verben mit dem gleichen Vokal in der 2. und 3. Grundform (schrieb - geschrieben, stand - gestan­den);

  3. Verben mit den verschiedenen Vokalen in allen Grundformen (singen-sang-gesungen, sitzen-saß-gesessen

In dem anderen Fall hält man es für zweckmäßig, Vokalqualität in der 2. Grundform (Präteritumstamm) als Kriterium zu benutzen. Demnach stellt man 4 Gruppen mit je 2 Untergruppen unter Berücksichtigung der Kürze bzw. der Länge des Vokals auf:

1. i-Vokal: schritt, schrieb; 2. u-Vokal: schund, trug; 3. o-Vokal: sott, bog; 4. a-Vokal: fand, bat.

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