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  1. Ethnien von Belarus in den 1930er und während des Großen Terrors.

  1. Grundzüge und Tendenzen der ethnisch bedingten Repressalien in Belarus.

Die Politik und Maßnahmen der Moskauer und Minsker Behörden, deren Entscheidungen sich wegen des Mangels der Archivalien und Quellen nicht getrennt betrachten lassen, in Bezug auf die Ethnien in Belarus zeichneten sich durch die folgenden Grundzüge, Tendenzen und Folgen aus:

  1. den Angriff auf das Sprach-, Kultur- und Religionswesen der Belarussen. Damit sollte deren Kern nicht durch die rasche Assimilierung durch Russifizierung umgestaltet, sondern den Prinzipien der Betonung des Gemeinsamen mit russischer Kultur untergeordnet werden, die als Gerüst für die Entstehung einheitlicher sowjetischer Nation betrachtet wurde. Die Repressalien gegen die belarussischen Intellektuellen, die sich nicht nunmehr mit der echten nationalen Grundlage befassen durften, die Reform belarussischer Sprache, den Rückgang belarussischsprachiger Literatur und Verstärkung russischer Sprache im Kultur- und Schulwesen führten zur Auswaschung der nationalen Basis des Lebens des belarussischen Volkes31 und bereiteten einen Weg für die totale Russifizierung der 1960er und 1970er;

  2. die rückhaltlose Attacke auf das Sprach-, Kultur- und Religionswesen der nationalen Minderheiten, besonders auf das der Polen. Damit sollte durch die Abschaffung des Staatsstatus der polnischen Sprache, deren Kultur- und Verwaltungsautonomie, „Bolschewisierung“ des Ausbildungssystems und besonders den mächtigen Schlag auf die Katholische Kirche die von den Polen gespielte Rolle in den nationalen Angelegenheiten und deren Einfluss auf die katholischen Belarussen vernichtet werden. Abgesehen von den Aussagen einzelner belarussischer Machthaber, die die von ihnen angetriebene und gegen die nationalen Minderheiten ausgerichtete Maßnahmen durch die angeblichen Förderung und Schutz der belarussischen Kultur erklärt hatten32, waren die wichtigsten Besonderheit und Folge dieses Unterdrückungsprozesses der nationalen Minderheiten totale Auslöschung ihrer kulturellen Autonomie und die Umleitung der schöpferischen Kraft ihrer Intelektuellen nicht auf die Förderung polnischer und jüdischer Kulturen, sondern auf die Schaffung der russischsprachigen Bücher, Filmen usw.33. I. Ramanava bezeichnet auch als wichtiges Ergebnis dieser Repressalien den durch die Industrialisierung und Kollektivisierung verursachten Abbruch sozialer Struktur nationaler Minderheiten34;

  3. durch den besonderen Mechanismus des Terrors. Da die internationalisch orientierte bolschewistische Führung im Namen der Verschmelzung aller Nationen eine Art der sowjetischen Nürnberger Gesetze nicht schaffen und damit die nationale Identität und Nationalität verbannen und verbieten sowie Gewissensfreiheit offiziell abschaffen durfte, musste sie Unterdrückung und Verfolgung der Ethnien, Gläubiger und Priester durch andere angebliche Gründe erklären und legitimieren. Der beste Anlass sie einzuschüchtern, zu verhaften und/oder zu erschießen war ihre angebliche gegensowjetische Tätigkeit, die sich quasi in der Zusammenarbeit mit ausländischen Nachrichtdiensten oder in der Schaffung verschiedener national oder religiös ausgeprägter Verschwörungsorganisationen niederschlug, worum es weiter geht. Kurz gesagt, wurden die schöpferische Tätigkeit viele der Vertreter belarussischer, polnischer und jüdischer Nationen neutralisiert und sie selbst gezügelt und gezähmt durch die Gefahr unter den Reihen der Anhänger entweder der „Nacdemy“ (der angebliche gegenrevolutionäre Verband der sogenannten Nationaldemokraten, die quasi nach der Unabhängigkeit von Belarus und der kapitalistischen Restauration angestrebt haben sollen)35 oder der angeblichen polnisch-katholischen gegenrevolutionären aufständischen Organisationen, oder der Agenten vom Intelligence Service zu geraten.36

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