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Persönlichkeit und das Äußere

Übung 41. Lesen Sie folgende Texte und unterstreichen Sie Hauptgedanken.

Text 1.

Kein Geld für Irokesen

Ein junger Arbeitsloser in Stuttgart bekommt vom Arbeitsamt kein Geld. Warum ? Den Beamten dort gefällt sein Äußeres nicht.

Jeden Morgen geht Heinz Kuhlmann, 23, mit einem Ei ins Badezimmer. Er will das Ei nicht essen, er braucht es für seine Haare. Heinz trägt seine Haare ganz kurz, nur in der Mitte sind sie lang - und rot Für eine Irokesenfrisur müssen die langen mittleren Haare stehen. Dafür braucht Heinz das Ei. „In Stuttgart habe nur ich diese Frisur“, sagt Heinz. Das gefällt ihm. Das Arbeitsamt in Stuttgart hat eine andere Meinung. Heinz bekommt kein Arbeitslosengeld und keine Stellenangebote. Ein Angestellter im Arbeitsamt hat zu ihm gesagt: „Machen Sie sich eine normale Frisur. Dann können Sie wiederkommen." Ein anderer Angestellter meint: „Herr Kuhlmann sabotiert die Stellensuche." Aber Heinz Kuhlmann möchte arbeiten. Sein früherer Arbeitgeber, die Firma Kodak, war sehr zufrieden mit ihm. Nur die Arbeitskollegen haben Heinz das Leben schwer gemacht Sie haben ihn immer geärgert. Deshalb hat er gekündigt. Bis jetzt hat er keine neue Stelle gefunden. Die meisten Jobs sind nichts für ihn, das weiß er auch: „Verkäufer in einer Buchhandlung, das geht nicht. Dafür bin ich nicht der richtige Тур." Heinz will arbeiten, aber Punk will er auch bleiben. Gegen das Arbeitsamt führt er jetzt einen Prozess. Sein Rechtsanwalt meint: „Auch ein arbeitsloser Punk muss Geld vom Arbeitsamt bekommen." Heinz Kuhl­mann lebt jetzt von ein paar Euro. Die gibt ihm sein Vater.

(Michael Ludwig)

Was ist richtig?

Heinz Kuhlmann ...

ist ein Punk.

ist arbeitslos.

ist 19 Jahre alt.

arbeitet in einer Buchhandlung.

hat eine Irokesenfrisur

hat bei seiner alten Firma gekündigt

bekommt viele Stellenangebote vom Arbeitsamt.

bekommt kein Arbeitslosengeld.

hat gelbe Haare.

führt einen Prozess gegen das Arbeitsamt

Text 2.

Piercing – Modetrend mit Risiken

Wie Daniela sich die Zunge durchstechen ließ

Im Piercingstudio tauchte Daniela in eine Wolke von Räucherstäbchen und meditativen Klängen. Ein kräftiger Typ mit schulterlangen Haaren, ungefähr 20 Tattoos auf den Armen und diversen Piercings am Körper erklärte ihr die Risiken des Zungenschmucks: Schwellungen, Entzündungen.. Übelkeit und etwa drei Wochen auf Milchprodukte verzichten. Nachdem sie unterschrieben hatte, dass sie niernand zu dieser Tat zwingt und sie über alle Risiken informiert war, griff sie in ihr Portemonnaie und war um einen Hunderter ärmer. Übrigens: Wer unter 18 Jahren ist, braucht für ein Piercing die schriftliche Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten.

Piercing ist zur Zeit ein Modetrend gerade unter Jugendlichen. Gepierct wird fast in allen Körperregionen: in Ohrmuscheln, Nasenflügel, Augenbrauen, in Lippen oder die Zunge, an den Brustwarzen, in der Nabelgegend sowie im Intimbereich.

Als Daniela aufgerufen wurde, führte sie der Piercer durch dunkle Gänge in ein Hinterzimmer. Dort sah es aus wie beim Zahnarzt: Desinfektionsmittel, Zangen, technische Geräte. Er beruhigt sie: „ Zungenpiercing ist fast schmerzfrei, bleib locker." Mit drei schwarzen Filzstift - Punkten markierte er die angeblich unempfindlichen Stellen auf ihrer Zunge. Sie durfte sich eine aussuchen und nahm die vorderste. Er holte ein Ungetüm von Nadel hervor, und Daniela wäre am liebsten geflüchtet. Doch zu spät; sie hatte schon bezahlt Der Rest ging schnell: Zunge in die Zange. Weit herausstrecken. Entspannen. Nadel von unten durchdrücken, Stäbchen rein. Kugel drauf, desinfizieren, fertig. Schnell aus dem Laden „Richtig weh getan hat es nicht, aber eklig war’s schon, so, als versuchte man, einen Metallstab durch festes Gummi zu pressen", sagte Daniela.

Nach Aussagen des Hautarztes Martin Owsianowski ist Piercing auch mit Risiken verbunden. Das unsachgemäße Stechen von Löchern in die Haut könne zu Infektionen rühren. Insbesondere können allergische Reaktionen bei der Verwendung von minderwertigen Schmuck auftreten. Besonders problematisch sind Nickel und Kobalt-Legierungen. „Wenn zu tief gestochen wird, können Gefäße und Nerven verletzt werden. Das ist besonders an der Augenbraue riskant, da es zu einer Augenlidschwäche kommen kann", sagte der Hautarzt Udo Welbrach. Auch Daniela bekam die Folgen zu spüren. Wenige Stunden nach dem Piercen schwoll ihre Zunge extrem an. Jede Bewegung der Zunge tat höllisch weh. Sprechen oder Essen waren eine Qual. Von ihren schockierten Eltern gab es kein Mitleid. Als sie versuchte zu sprechen, stellte sie mit Entsetzen fest, dass sie lispelte. Nach zwei quälenden Wochen ging die Schwellung zurück, mit ihr auch das Lispeln. Nach vier Wochen ließ sie sich ein kürzeres Stäbchen einsetzen. Die wahre Freude begann: rumspielen. Zunge herausstrecken. Omas schocken.

Doch trotz aller unangenehmen Erfahrungen und Risiken hat Daniela noch nicht genug: „Wenn ich meine Ausbildung beendet habe, möchte ich mich noch gerne in die Augenbraue piercen lassen."

Karina Egger Berliner Morgenpost 22.11.1999

Text 3.

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