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16. „Ein Jahr im Ausland ist wichtiger als eine Supernote“

(Willkop E.-M., Wiemer C., Müller-Küppers E., Eggers D., Zöllner I. Auf neuen Wegen: Deutsch als Fremdsprache für die Mittelstufe und Oberstufe. – Max Hueber Verlag: Ismanning, 2007. – S. 176-179.)

Unicum-Blitz-Umfrage: Wie war Ihr Studium im Ausland?

Dr. Friedbert Pflüger (42) CDU-Bundestagsabgeord­neter, ehem. Pressespre­cher des Bundespräsidenten v. Weizsäcker

Anke Brunn (55) NRW-Wirtschaftsministerin, SPD

Rupert von Pllottnitz (56) Bündnis 90/Grüne, hessi­scher Justiz- und Europa­minister, stellvertretender Ministerpräsident

Ottmar Schreiner (51)

Sozialexperte, Vizevorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion

Wann, wo und wie lange haben Sie im Ausland studiert?

1980/81. Ich war einein­halb Jahre in Harvard, USA.

Ich war 1963/64 ein gutes Jahr in Paris.

Knapp ein Jahr in Grenoble, das war 1961/62.

Ich war im Sommersemester 1970 in Lausanne.

Welches Fach (welche Fächer)?

„Internationale Beziehun­gen“ als Forschungen für meine Dissertation.

Sozial Psychologie und Soziologie.

Französische Sprache und Literatur.

Deutsches Recht und Sprachkurs Französisch.

Wie haben Sie sich Ihr Studium im Ausland finanziert?

Über ein Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Ich hatte ein Stipendium der VW-Stiftung.

Durch einen Unterhaltszu­schuss meiner Eltern.

Neben dem Stipendium Friedrich-Ebert-Stiftung habe ich zwei Monate als Fahrer einer Getränkefirma gearbeitet.

Was war Ihre wichtigste Erfahrung, die_Sie_jn dieser Zeit gesammelt haben?

Vieles ist wichtig: Sprache, internationales Umfeld, Eliten aus allen Teilen der Welt, Weltoffenheit. Tole­ranz und die Erkenntnis der „Einen Welt“.

Für mich war die wichtigs­te Erfahrung, mich in eine fremde Kultur, in einen fremden Alltag einzuleben. Dies erscheint mir heute als große Bereicherung und ein bleibender Gewinn.

Land und Sprache kennen gelernt zu haben.

Ich habe junge Menschen aus anderen Länden kennen gelernt und gute französische Sprachkenntnisse erworben.

Worin sehen Sie die Vorteile für Ihren Beruf?

Das wertvollste Jahr mei­nes Studiums - mit Ab­stand: Ich lernte das Handwerkszeug für die Auswär­tige Politik.

Es gibt viele gute Gründe, ein oder mehren Semester im Ausland zu verbringen; Sprachkenntnisse sind auf jeden Fall ein großer Vor­teil. Doch die persönliche Erfahrung auf internationa­lem Parkett, die Erweite­rung des Horizonts sehe ich als das größte Plus an - ganz gleich, welchen Beruf man ausübt.

Sprachkenntnisse und - für mich als Europaminister wichtig - größere Vertraut­heit mit den gesellschaftli­chen und politischen Ver­hältnissen in Frankreich erworben zu haben, was auch wegen der Partner­schaft Hessens mit der französischen Region Aquitaine von Vorteil ist.

In der Offenheit und Unvoreingenommenheit ge­genüber anderen Menschen und Ländern.

Was raten Sie heute Studierenden in Bezug auf ein Auslandsstudium?

Unbedingt ein Jahr ins Ausland, das ist wichtiger als eine Supernote im Examen -am besten aber ist beides!

Das ist eine Erfahrung, die man unbedingt machen sollte. Ich kann nur alle Studierenden auffordern: Seien Sie offen und neugierig, bewe­gen Sie sich, gehen Sie ins Ausland. Der Einsatz dafür wird sich lohnen.

Nicht zuletzt auch wegen der Berufsaussichten auf dem europäischen Arbeitsmarkt alle sich bietenden Chancen für ein Auslandsstudium zu nutzen.

Auf jeden Fall ein bis zwei Semester ins Ausland gehen; besonders wichtig sind Kon­takte zu anderen ausländi­schen Studenten.

(UNICUM)

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