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STUDIUM_UND_BIBLIOTHEK.doc
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1. Fachhochschulen: Die Praxis hat Vorrang

Viele Fächer zum Beispiel Betriebswirtschaft oder Architektur können Sie sowohl an einer Hochschule, sondern auch an einer Fachhochschule studieren. Dann kommt es darauf an, was Sie eigentlich vom Studium erwarten. Wissenschaftliche Freiheit, neue Erkenntnisse? Ode in rster Linie eine Zielgerichtete Ausbildunf? Ist Ihnen Forschung nicht so wichtig, wohl aber die Berufspraxis, ist eine Fachhochschule wahrscheinlich das Richtige für Sie. Dort sind Praxissemester in Betrieben ins Studium integriert, auβerdem dauert die Ausbildung nicht so lange, wie an der Universität. Allerdings: Es gibt immer noch Firmen, denen ein Hochschuldiplom lieber ist, als das einer Fachhochschule. Erkundigen Sie sich nach den Aufstiegs- und Karrierechancen bei potenziellen Arbeitsgeber.Und wann Sie es auf einen Doktortitel abgesehen haben, bekommen Sie den ohne Umwege sowieso nur an der Universität.

2. Kleinstadt-Unis: Oft ist die Betreuung I

Bei Ihrer Wahl spielen aber auch persönlichere Fragen eine wichtige Rolle: Mögen Sie die Atmosphäre und die kurzen Wege der Kleinstadt? Oder sind Sie ein Großstadt-Fan? Was denken Sie bei der Vorstellung, in der wichtigsten Vorlesung des Grundstudiums auf fünfhundert oder noch mehr Kommilitonen zu treffen: „Da werde ich mich schon durchsetzen!“? Oder: „Hier brauch' ich mir ja gar nicht erst einen Platz zu suchen!“? Auch die Frage, ob es besser eine alte oder neue Universität sein soll, ist weitgehend Geschmackssache. Alte Unis sind meist imStadtzentrum und haben mehr Flair. Neuere Unis liegen dagegen oft relativ isoliert am Stadtrand, dafür haben sie oft einen übersichtlichen Campus und als Studentin kommen Sie auch schneller mit den Dozenten ins Gespräch. Zugegeben: Manche Firmenchefs denken gern an ihre eigene Studienzeit, wenn Absolventen aus München oder Köln vor Ihnen stehen. Doch viele wissen: Neue Unis, besonders in kleinen Städten wie zum Beispiel Passau, bilden mit kreativen Konzepten und in kleinen Kursen mindestens ebenso gut aus.

3. Privat-Unis: Bildung gegen Bares

In diversen Rankings stehen private Hochschu­len oft ziemlich weit oben. Kürzere Studienzei­ten, persönliche Betreuung durch den Prof und gute Firmenkontakte - die Bedingungen sind hervorragend, aber es werden in jeder Hinsicht auch ebensolche Leistungen erwartet: Schon die Aufnahmetests haben es in sich - und das exklusive Studium kostet viel Geld, nämlich zwischen 3000 und 8500 Euro im Jahr. Bis zu 20 Prozent der Studierenden können jedoch auf ein Stipendium hoffen. Es lohnt sich also, sich nach den Vergabekriterien zu erkundigen. Auch vom Studienangebot her sind Grenzen gesetzt: Bis auf Witten-Herdecke, wo auch Medizin und Naturwissenschaften gelehrt wer­den, bieten Privat-Unis bisher nur Wirtschafts­wissenschaften an. Was Sie außerdem beden­ken sollten: Die privaten Hochschulen liegen oft in abgeschiedenen Kleinstädten wie Oestrich-Winkel oder Vallendar.

4. Hochschul-Rankings: Nicht immer das Gelbe vom Ei

Sie haben immer noch eine Handvoll Unis zur Aus­wahl? Es ist Ihnen ziemlich egal, an welcher Univer­sität Sie studieren - solange es nur die beste ist? Kein Wunder, dass immer neue Anläufe unternom­men werden, Universitäts-Rankings zu erstellen. Für diese Ranglisten gelten ganz unterschiedliche Krite­rien. So werden etwa Professoren, Studenten oder Top-Manager nach ihrem Urteil gefragt, von „Wo würden Sie Ihren Sohn oder Ihre Tochter hinschi­cken?“ bis zu „An welcher Uni haben die Profs am meisten Zeit für ihre Studenten?“. Bei einer Rangliste sollten Sie also nicht nur darauf achten, auf welchem Platz eine Uni liegt, sondern auch die Kriterien prüfen, die zu dieser Einstufung führten. Denn: Eine kurze Studiendauer zum Bei­spiel ist im Prinzip wünschenswert. Aber vielleicht brauchen Studenten des gleichen Fachs an einer anderen Uni einfach deshalb länger, weil ihnen dort schon während des Studiums karrierefördernde Praktika angeboten werden?

Lesen Sie die Texte 1, 2 und 3 selektiv. Wenn Sie in den Texten Informationen zu den folgen­den sechs Punkten finden, dann notieren Sie diese in Stichpunkten.

-

Betreuung

Studiendauer

Lage der Hochschule

1

2

3

-

Praktika

Aufnahmetests

spätere Berufschancen

1

2

3

Lesen Sie noch einmal Text 4. Welche Kriterien für Ranglisten nennt der Text? Welche Kriterien fehlen Ihrer Meinung nach?

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