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2. Lesen Sie den Text. Text 1. Geld und Bankwesen

Die Bank (oder das Kreditinstitut) ist ein Unternehmen, das verschiedene Bankgeschäfte betreibt.

Die Banken vergeben Kredite, nehmen Einlagen entgegen, führen den bargeldlosen Zahlungsverkehr durch, kaufen und verkaufen Wertpapiere, handeln mit fremden Währungen.

Besonders wichtig für die Volkswirtschaft ist die Mittlerfunktion der Banken. Die Banken sind Vermittler zwischen den Kunden, die Geld anlegen wollen, und Kunden, die Geld brauchen. Sie sammeln Gelder, die die Unternehmen oder private Personen vorübergehend nicht benötigen, als Einlagen. Diese Gelder werden anderen Unternehmen oder privaten Personen als Kredite zur Verfügung gestellt. Die Einleger erhalten auf ihre Einlagen von Banken Zinsen (1 – 7%). Die Kreditnehmer zahlen für die Kredite auch Zinsen (6 – 13%).

Das Banksystem der BRD besteht aus einer Zentralbank und vielen Geschäftsbanken. Die größten deutschen Geschäftsbanken sind die Commerzbank, die Dresdener Bank und andere.

Die Zentrale Bank der BRD heißt die Deutsche Bundesbank. Ihr Sitz ist in Frankfurt am Main.

Am 1. Januar 2002 wurde in der BRD sowie in allen Mitgliedstaaten der europäischen Union die einheitliche Währung – der Euro – als Bargeld eingeführt. Der Euro hat die deutsche Mark und andere nationale Währungen ersetzt. Es gibt Banknoten in Denominierungen von 5, 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Euro und Münzen zu 1, 2, 5, 10, 20, 50 Cent sowie zu 1 und 2 Euro.

3. Lesen Sie die nachstehenden Informationen über Geld. Sprechen Sie danach über die wichtigsten Funktionen, die Geld erfüllt. Sind Sie einverstanden, dass der Euro das Fundament einer Gemeinschaft ist und das gegenseitige Vertrauen repräsentiert?

Was ist Geld? Wirtschaftswissenschaftler definieren Geld durch die Funktionen, die es erfüllt: es ist Tauschmittel, Recheneinheit und Wertaufbewahrungsmittel. Ebenso wichtig ist jedoch, dass Geld auch durch die Gemeinschaft definiert wird, für die es diese Funktionen erfüllt. Wir sind jeden Tag bereit Güter, Dienstleistungen und unsere Arbeit für etwas einzutauschen, das an sich keinen Wert hat. Dies tun wir nur, weil wir daran glauben, dass wir dieses Geld bei anderen wieder für mehr Güter oder Dienstleistungen eintauschen können. Diese Tatsache sagt viel darüber aus, welches Vertrauen wir in das Geld selbst setzen. Noch viel mehr sagt sie darüber aus, welches Vertrauen wir zueinander haben. Geld verkörpert also im Kern einen Gesellschaftsvertrag. Doch wahrscheinlich repräsentiert keine andere Währung das gegenseitige Vertrauen, welches das Fundament einer Gemeinschaft ist, besser als der Euro. Es ist die erste Währung, die nicht nur ihre Bindung an Gold, sondern auch ihre Bindung an den Nationalstaat gelöst hat. Hinter ihm steht weder die Wertbeständigkeit des Metalls noch das Gewicht des Staates.

4. Lesen Sie und übersetzen Sie den Text 2.

Es war ein ganz besonderer Montag, der 21. Juni 1948. Es war der Tag nach der Währungsreform, die Geburtsstunde der D-Mark und zugleich Geburtsstunde einer neuen Wirtschaftsordnung, ja eines neuen Deutschland. Mit diesem Datum endete das Elend der Nachkriegszeit und eine Wirtschaftswundergeschichte begann. Noch am Freitag musste man in der Trümmerlandschaft für das tägliche Brot Schlange stehen, am Montag jedoch waren alle Schaufenster gefüllt. Lebensmittel gab es plötzlich wie selbstverständlich für die neue D-Mark. Fünfzig Jahre später kam wieder so ein Montag der Währungsumstellung — der 4. Januar 1999. An diesem Tag wurde der Euro in den Ländern der Euro-Zone im bargeldlosen Verkehr eingeführt. Zwar begann damit die Europäische Währungsunion — im täglichen Leben änderte sich für die meisten Menschen aber nichts.

Erst am 31. Dezember 2001 hieß es endgültig Abschied zu nehmen von der nationalen Währung. Vom 1. Januar 2002 an wurde nun auch in den Geschäften mit Euro bezahlt.

5. Lesen Sie den Text 3. Unterstreichen Sie im Text die wichtigsten Informationen über die Banken und Finanzen.

Text 3. Das europäische System der Zentralbanken und die

Deutsche Bundesbank

Die Deutsche Bundesbank ist als Zentralbank der Bundesrepublik Deutschland, integraler Bestandteil des Europäischen Systems der Zentralbanken (ESZB). Sie wirkt an der Erfüllung seiner Aufgaben mit dem vorrangigen Ziel mit die Preisstabilität zu gewährleisten, sorgt für die bankmäßige Abwicklung des Zahlungsverkehrs im Inland und mit dem Ausland und trägt zur Stabilität der Zahlungs- und Verrechnungssysteme bei. Sie setzt die gemeinsame Geldpolitik des Eurosystems in Deutschland um. Unter Geldpolitik versteht man Eingriffe in die Versorgung der Wirtschaft mit Geld. Das sind alle Maßnahmen, welche die Geldmenge. d. h. die Kaufkraft der Bevölkerung, beeinflussen. Die Geldpolitik ist die zentrale Aufgabe der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt und der Deutschen Bundesbank. Sie versuchen, durch eine Veränderung der Geldmenge und des Zinses auf die wirtschaftliche Lage einzuwirken und die Geldversorgung in den Ländern der Europäischen Union an die Menge der angebotenen Waren und Dienstleistungen anzupassen. Sie richten sich nach folgenden Regeln:

- Steigt die Geldmenge ohne dass die Gütermenge steigt, so steigen die Preise;

- Sinkt die Geldmenge, ohne dass die Gütermenge sinkt, so sinken die Preise.

Die EZB hat das ausschließliche Recht, die Ausgabe von Euro-Banknoten innerhalb des Euro-Währungsraums zu genehmigen. Die EZB und die nationalen Zentralbanken sind zur Ausgabe von Banknoten berechtigt. Das Eurosystem gibt sieben verschiedene Notenwerte heraus: Scheine zu 5, 10, 20, 50, 100, 200, 500 Euro.

Die in Deutschland im Zahlungsverkehr am häufigsten benutzte Banknote ist die 50-Euro-Banknote, die die prominente Rolle des 100-DM-Scheins übernommen hat. Ende 2002 belief sich der gesamte Notenumlauf im Eurosystem auf rd. 375 Mrd. Euro, davon entfielen rd. 105 Mrd. Euro auf Deutschland.

Als Verwalten der Währungsreserven hält die Bundesbank die offiziellen Devisenreserven der Bundesrepublik Deutschland und legt sie gewinnbringend an. Dabei handelt es sich um Guthaben und Wertpapiere, die überwiegend in US-Dollar bei Banken oder Notenbanken im Ausland gehalten werden (Devisenreserven). Hinzu kommen Gold und Goldforderungen sowie weitere Forderungen. Ende 2002 beliefen sich die Währungsreserven auf rd. 85 Mrd. Euro.

Mit der Einrichtung eines einheitlichen Währungsraums in Europa hat auch im Zahlungsverkehr ein neues Zeitalter begonnen. Um eine reibungslose Verteilung von Liquidität am Geldmarkt sicherzustellen, betreibt die Bundesbank und die anderen Zentralbanken in der EU das europaweite Großzahlungssystem TARGET. Über dieses System können die EZB, die NZBen und Kreditinstitute grenzüberschreitende Zahlungen ebenso schnell und sicher von einem Teilnehmer zum anderen transferieren wie Inlandszahlungen über ihre nationalen Systeme.

Die Bundesbank ist die Hausbank des Bundes und eingeschränkt auch der Länder. Sie besorgt den Zahlungsverkehr und unterstützt den Bund und die Länder bei der Kreditaufnahme am Kapitalmarkt. Zudem bringt sie Münzen in Umlauf, die der Bund ausgeben darf, nachdem der Umfang der Ausgabe durch die EZB genehmigt wurde. Die Bundesbank darf staatlichen Stellen keine Kredite gewähren

Repräsentanten der Bundesbank sind in zahlreichen internationalen Gremien als Mitglieder vertreten. Dort befassen sie sich mit Fragen der internationalen Wirtschafts- und Währungspolitik sowie der globalen Finanzsysteme. Beispiele für die Internationale Präsenz sind die Mitgliedschaft im Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Bank für internationalen Zahlungsausgleich und die Mitarbeit im Rahmen der G8.

6. Merken Sie sich die Namen der wichtigsten Währungen. In welchen Ländern gelten diese Währungseinheiten als Zahlungsmittel?

die Krone, das Pfund, der Dollar, der Jen, der Franken, der Rubel

7. Sind die Begriffe Währung, Devisen, Valuta identisch? Schlagen Sie bei Bedarf im Wörterbuch nach.

8. Wie oft haben sich Deutsche auf eine neue Währung umstellen müssen?

1924 Reichsmark

1948 DM

1999 Euro als Buchgeld

2002 Euro als gesetzliches Zahlungsmittel

9. Bilden Sie die Zusammensetzungen mit Wertpapier als erste Komponente. Schreiben Sie diese mit dem bestimmten Artikel und mit der russischen Entsprechung daneben.

Wertpapier-

Börse

Anlage

Besitzer

Ertrag

Fonds

Geschäft

Markt

Erwerb

10. Warum spricht man 1924 und 1948 von der Währungsreform, 1999 und 2002 von der Währungsumstellung?

11. Bilden Sie Zusammensetzungen mit Währung als erste Komponente, schreiben Sie diese mit dem bestimmten Artikel daneben und definieren Sie die Begriffe auf Deutsch.

Währungs-; Politik

Union

Reform

Einheit

Schwankunqen

System

Reserven

12. In der deutschen Sprache gibt es viele Sprüche bzw. Sprichwörter mit Geld und Münze. Hier sind einige:

Geld scheffeln: sein Geld arbeiten lassen; Geld regiert die Welt; Geld allein macht nicht glücklich: im Geld schwimmen; etwas für bare Münze nehmen; j-m etwas in / mit gleicher Münze zahlen.

Gebrauchen Sie diese in kurzen Situationen. Nennen Sie auch deren russische Entsprechungen.

13. Lesen Sie das Gespräch zwischen einem Kunden und einem Bankangestellten. Beachten Sie die wichtigsten Redemittel, die für eine alltägliche Situation in der Bank typisch sind.