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38. Der Stil des offiziellen Verkehrs.

Bereich

Funktion

Substile

Erscheinungsformen

Kommunikationsform

Kommunikationsart

Stilzüge

Sprachliche Realisierung

Dazu gehören alle öffentlichen Einrichtungen, Staatsämter und kommunale Verwaltung, alles, was zur Struktur des Staates gehört.

Funktion:

die schriftliche und mündliche Verständigung:

  • zwischen den Staatsämtern miteinander und

  • zwischen diesen Einrichtungen und Publikum

Gliederung innerhalb des Stils: Diplomatenverkehr, Gesundheitswesen, Gerichtsverfahren, Schulwesen, Postwesen, Eisenbahnwesen, Hochschulwesen usw.

Man unterscheidet folgende Erscheinungsformen des Stils der öffentlichen Rede:

  • schriftlich-monologisch (in Dokumenten, Akten, Protokollen usw.);

  • mündlich-monologisch (in Reden von Amtspersonen);

  • mündlich-dialogisch (im Amtsverkehr).

Die genannten Erscheinungsformen sind literarisch genormt; auch bei mündlichem Verständigungsweg ist keine umgangssprachliche Auflockerung zulässig.

Erlässe (Pl.) der Regierung

allerlei Verordnungen, Gesetzbuch (Paragraphen und Artikel)

Protokolle, Akten, Gebrauchsanweisungen, Gesuche (schriftlich vorgebrachte Bitte), Anträge, Werbung, Lebenslauf

Diesem Stil sind folgende Merkmale zueigen:

  • Förmlichkeit (Unpersönlichkeit),

  • Abstraktheit

  • fachliche Genauigkeit

  • exakte Definitionen

  • Eindeutigkeit/Genauigkeit der Aussage

  • Sachlichkeit, Objektivität, Kürze

Allerdings sind die Merkmale nicht in gleichem Maße vertreten; die Anwesenheit der Merkmalen hängt vom konkreten Text und der Kommunikationsform (mündliche oder schriftlich) ab.

Die Stilnormen des gegenwärtigen deutschen Amtsstils verlangen Ausschaltung jeglicher Emotionalität – daher völliger Ausschluss expressiver Lexik und Phraseologie. Trotz aller Unpersönlichkeit können manche Textsorten im öffentlichen Stil expressiv sein: logische Expressivität in politischen (Parteibeschluss, Deklaration), juristischen und anderen ämtlichen Dokumenten; b) emotionale Expressivität (Trauer, Nachruf, Worte des Gedenkens).

Phonetische Ebene:

Hier gibt es keine individuelle Besonderheiten der Aussprache, keinen dialektalen Beiklang, keine Synkopen, Aphäresen usw.

Lexische Ebene:

  • Keinerlei bewertende Epitheta, emotionale Idiome, vollständiges Fehlen individueller Tropen, Vergleiche und Periphrasen.

  • Substantivierung und Funktionsverbgefüge , z.B.: eine Erklärung abgeben statt erklären

  • Verwendung fachsprachlicher Lexik entsprechend den Sachgebieten des öffentlichen Verkehrs, z.B.: Beförderungsmittel statt Bus/Straßenbahn

  • Präpositionen, die gelegentlich als „papierdeutsch“ bezeichnet werden wie z.B. anteilig, kraft, laut, betreffs und infolge;

  • Die Wort- und Wortgruppenklischees sowie die Satzklischees: in Anerkenung der Tatsache; zur Genehmigung vorlegen (Dokumente, Verträge, Abänderungen);

  • Sammelnamen: die Wahlen, die Fahrer usw.;

Morphologische Ebene:

auf dieser Ebene wird der Eindruck des Unpersönlichen und Offiziellen erweck; intensive Verwendung von dem unpersönlichen Pronomen „man“ und unpersönlich gebrauchten Verben, von Passivkonstruktionen, von Infinitiven und Partizipien II in imperativischer Funktion.

Syntaktische Ebene:

  • Die grammatische Wortfolge (Thema — Rhema) als Ausdruck der Sachlichkeit und der Objektivität;

  • Die sogenannten Rechtsattribute (ersten, zweiten, dritten Grades), durch Genetiv-Substantive und Präpositionalgruppen ausgedrückt; gelten als Mittel der Dichte.

  • Das erweiterte Attribut: Mittel der Kürze und der Verdichtung des Gedankens.

  • Parenthesen tragen einen erläuternden Charakter, sie dienen der logischen Anschaulichkeit;

  • Aufzählung ist eines der verbreitesten Mittel zum Ausdruck der Knappheit;

  • Infinitivgruppen sind ein Mittel der Kürze, außerdem sind sie Ausdruck der Unpersönlichkeit;

  • Aussagesatz dominiert in diesem Stil (Sachlichkeit, Objektivität);

  • Als Mittel der sprachlichen Kürze wird in dem modernen Amtsstil häufig der Ellipse verwendet: Deutliche Handschrift erbeten.

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