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8Die Reihe 79

Der Band 79

  1. Formulieren Sie auf der Basis der Gliederung den Gedankengang des Textes. (6 P)

3.2.4 Lesetext: „Multimedia - Neue Formen der .Arbeit"Die Informatisierung der Arbeitswelt ist ein Prozess, der bereits seit etwa 40 Jahren läuft und in dem immer mehr Erwerbstätige Auf­gaben übernehmen, die dominant durch In­formationsverarbeitung geprägt werden. Alle Unterstützung dieser Informationsaufgaben durch Informationstechnik hat bisher nicht dazu geführt, dass in diesem Feld Arbeits­plätze eingespart wurden, eher das Gegenteil ist der Fall: Trotz des Einsatzes der Informa­tionstechnik hat sich die Informationsmenge und -komplexität derart erhöht, dass auch die Beschäftigung in Informationsberufen massiv zugenommen hat.

Damit zeichnen sich erhebliche strukturelle Veränderungen der Erwerbsarbeit ab. Bei dieser Betrachtung ist es sinnvoll, in die Ver­gangenheit zurückzugehen und vorindustri­elle sowie industrielle Arbeitsformen auf ihre heutige Relevanz zu prüfen. Erst durch die Erfindung der Dampfmaschine wurde es nötig, die arbeitenden Menschen in großer Zahl räumlich und zeitlich zusammenzubrin­gen, da nur so die spezifische Leistung dieser Dampfmaschinen genutzt werden konnte. Im Unterschied dazu war die vorindustrielle Ar­beitsleistung in der Landwirtschaft und im Handwerk jeweils von den Gegebenheiten der Natur und des Bedarfs abhängig, so dass weder eine räumliche Konzentration noch eine zeitliche Gleichmäßigkeit erforderlich waren. Erst die Industrie hat das so genannte Normalarbeitsverhältnis definiert und für ihre Mitarbeiter auch außerhalb der direkten Produktionsaufgaben eingeführt. So entstand auch für Leitungs- und Verwaltungsaufgaben das Büro mit festen Arbeitszeiten und einer differenzierten Hierarchie.

Heute ist dieser räumliche und zeitliche Zwang zumindest für Informationsverarbei­tungsaufgaben nicht mehr relevant. Multime­dia erlaubt sowohl die zeitliche als auch die räumliche Entkopplung. Wenn heute Sachbe­arbeiter über ihren PC alle relevanten Infor­mationen abrufen können und wenn sie auch ihre Kommunikation, möglicherweise auch Bildkommunikation, ebenfalls über entspre­chende Terminals betreiben können, dann besteht keine Notwendigkeit der räumlichen und zeitlichen Abstimmung in direkter Inter­aktion mit Kollegen oder Vorgesetzten.

Derartige neue Möglichkeiten werden unter dem Stichwort „Telearbeit" bereits seit einem Jahrzehnt diskutiert. Es geht hier um Arbeits­formen räumlicher, evtl. auch zeitlicher Ent­kopplung bei der Informationsarbeit mit Com­puter- und Telekommunikationsunterstützung. Funktional gibt es dabei keine Probleme, machbar sind diese Arbeitsformen bereits seit längerem, wenn sie auch nicht allzu komforta­bel und immer recht kostspielig waren. Mit Multimedia und Preisverfall bei Geräten und Diensten können diese Arbeitsformen mittler­weile komfortabler und wirtschaftlicher wer­den. Da tendenziell Büroräume und Transport von Menschen teurer, Informationstechnik und -dienste kostengünstiger werden, ist es abzu­sehen, wann Telearbeit billiger sein wird als die überkommenen starren Arbeitsformen. Damit haben sich industriell geprägte Arbeitsformen also funktional und von ihren Rahmenbedin­gungen her überlebt und der Weg ist frei für nachindustrielle Arbeitsformen.

(nach Werner Dostal

)Bearbeiten Sie bitte die folgenden Aufgaben:

Achtung: Bei diesem Prüfungsbeispiel ist der Aufgabenbereich „Wissenschaftssprachliche Strukturen" in dem Aufgabenbereich „Verstehen und Bearbeiten eines Lesetextes" inte­griert, d.h., die Aufgaben zu den Strukturen sollen Ihnen helfen, den Text auch inhaltlich besser zu verstehen.

(Bearbeitungszeit: 90 Minuten)

1 Fragen/Aufgaben zu einzelnen Textstellen und zu wissenschaftssprachlichen Strukturen

1.1 Erklären Sie den Ausdruck „Informatisierung der Arbeitswelt"

(Z. 1) aus dem Kontext von Abschnitt 1. (2 P)

1.2 Worauf bezieht sich „die" in Z. 4? (3 P)

Drücken Sie den Inhalt des Relativsatzes (Z. 4/5) als Partizipialattribut aus.

...und in dem _

__ Aufgaben übernehmen.

  1. „eher das Gegenteil ist der Fall" (Z. 9/10) (4 P) Welche gegenteiligen Aussagen stehen sich gegenüber?

  2. „Trotz des Einsatzes der Informationstechnik ..." (Z. 10/11) (2 P) Schreiben Sie diesen Ausdruck als Nebensatz (Verbalisierung).

1.5. „da" in Z. 24 signalisiert ein Kausalverhältnis. Nennen Sie bitte (3 P) Ursache: „

Folge:

Formulieren Sie diese Beziehung mit einem anderen Sprachmitte] (Konjunktion, Präposition, Wendung). "

1.6 Erläutern Sie den Satz: „Die Arbeitsleistung in der Landwirtschaft und im Handwerk war jeweils von den Gegebenheiten der Natur und des Bedarfs abhängig." (vgl. Z. 26-29) (3 P)

Antworten Sie in ein bis zwei Sätzen.

1.7 „dieser räumliche und zeitliche Zwang" (Z. 39/40) (2 P)

Welcher Zwang ist gemeint?

  1. „Wenn heute Sachbearbeiter über ihren PC alle relevanten Informationen

Prüfungskurs DSH 1

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