- •Lektion 6. Informatik
- •Sprechen Sie folgende Wörter nach:
- •Lesen Sie den Text und wählen Sie einen passenden Titel zu jedem logischen Teil aus:
- •Lernen Sie Wörter zum Text:
- •Übersetzen Sie folgenden Text.
- •Führen Sie russische Äquivalente zu folgenden deutschen Wörtern und Wendungen an:
- •Führen Sie deutsche Äquivalente zu folgenden russischen Wörtern und Wendungen an:
- •Füllen Sie die Lücken aus.
- •Kreuzen Sie die Fachwörter mit ihren Definitionen.
- •Bilden Sie Sätze aus den folgenden Wörtern und Wortgruppen.
- •Informatik
- •Vollenden Sie folgende Sätze mit den eingeklammerten Konjunktionen.
- •Beantworten Sie folgende Fragen zum Text.
- •Erzählen Sie den Text „die Informatik“ nach.
Übersetzen Sie folgenden Text.
Die Informatik als systematische, automatisierte Verarbeitung von Information hat weit zurückreichende Wurzeln in der Mathematik, der Physik und der Elektrotechnik (hier vor allem der Nachrichtentechnik). Ihre eigentliche Geburtsstunde wird erst mit der Entwicklung des Rechenautomaten „Z3“ durch Konrad Zuse im Jahr 1941 datiert. Ihr Name entstand sogar erst nach 1960. Nach einem internationalen Kolloquium in Dresden am 26. Februar 1968 setzte sich „Informatik“ als Bezeichnung für die Wissenschaft nach französischem und russischem Vorbild auch im deutschen Sprachraum durch. Die Bezeichnung „Computerwissenschaften“ ist weniger gebräuchlich. Im Wintersemester 1969/70 begann die Universität Karlsruhe (heute Karlsruher Institut für Technologie) als erste deutsche Hochschule mit der Ausbildung von Diplom-Informatikern.
Die Informatik ist nicht nur eine Ingenieur- und Anwendungswissenschaft, sondern auch eine Grundlagen- und Systemwissenschaft mit experimentellen Elementen. Die Informatik befasst sich mit den Gesetzmäßigkeiten und Prinzipien informationsverarbeitender Prozesse und ihrer algorithmischen Realisierung mithilfe rechentechnischer Mittel sowie mit der Entwicklung und Nutzung automatischer Informationsverarbeitungssysteme. Dabei müssen informationsverarbeitende Prozesse in „computerverständlicher“ Form beschrieben und endsprechende Mittel entworfen werden, damit solche „Programme“ abgearbeitet werden können.
Die Informatik unterteilt sich in die Teilgebiete der Theoretischen Informatik, der Praktischen Informatik und der Technischen Informatik. Theoretische Informatik
untersucht insbesondere die (meist mathematischen ) Grundlagen der Information, ihrer Darstellung, effizienten Verarbeitung. Ein wichtiger Grundbegriff der Informatik ist der Begriff des Algorithmus. Die theoretische Informatik beschäftigt sich vor allem mit der Fundierung des Algorithmusbegriffs, untersucht die Leistungsfähigkeit von Algorithmen und erforscht die prinzipiellen Grenzen des Computers beim Lösen von Problemen. Teilgebiete der theoretischen Informatik sind Theorie der formalen Sprachen, Automatentheorie, Algorithmentheorie, Berechenbarkeitstheorie, Komplexitätstheorie.
Praktische Informatik stellt die Mittel zur Auswertung von Informationsdarstellungen bereit (Formalisierung des Problems, Programmierung). Die praktische Informatik beschäftigt sich vor allem mit der Formulierung von Algorithmen als Programme in Abhängigkeit von den rechentechnischen Möglichkeiten. Meist sind die Programme Recht umfangreich und kaum überschaubar, es ist also eine Programmiermethodik und die Entwicklung von Programmierumgebungen notwendig, so dass Programmierfehler reduziert werden. Teilgebiete der praktischen Informatik sind Programmiermethodik (Software-Engineering*), Programmiersprachen, Übersetzerbau, Betriebssystem, Dialogsysteme, Fragen der künstlichen Intelligenz und der Konstruktion von Expertensystemen.
Technische Informatik beschäftigt sich mit der technischen Realisierung der Informationsverarbeitung. In der technischen Informatik befasst man sich mit dem funktionellen Aufbau der Hardware des Computers und den zugehörigen Ein- und
Ausgabegeräten, also dem logischen Entwurf von Rechentechnik Geräten und Schaltungen. Teilgebiete der technischen Informatik sind Rechnerarchitektur, Datenfernübertragung, Netze, Prozessdatenverarbeitung, VLSI-Entwurf*.
Angewandte Informatik schließt Problemfelder für den Einsatz von Informationsverarbeitender Technik auf und stellt die entsprechenden Anwendungsprogramme bereit. Die angewandte Informatik beschäftigt sich mit Anwendungen von Methoden der Kerninformatik in anderen Wissenschaften und Gesellschaftsbereichen. Sie untersucht Abläufe auf ihre Automatisierbarkeit durch Computer, erstellt anwendungsbezogene Analysen und hilft bei der Entwicklung von Programmsystemen, die bestimmte Anwendungsfälle abdecken sollen. Teilgebiete der angewandten Informatik sind Betriebsinformatik, Rechtsinformatik, Mensch-Maschine-Kommunikation, Ergonomie.
Die Informatik hat in praktisch allen Bereichen des modernen Lebens Einzug gehalten. Offensichtlich wird dies durch den enormen Einfluss des Internets verstärkt. Die vielfältige, insbesondere weltweite, Vernetzung revolutionierte die Telekommunikation und die Informationsverarbeitung in den Unternehmen, die Logistik, die Medien aber auch praktisch alle privaten Haushalte. Weniger offensichtlich, aber allgegenwärtig ist die Informatik in Haushaltsgeräten wie Videorekordern oder Spülmaschinen, in denen eingebettete Systeme die mehr oder weniger intelligente Steuerung übernehmen. Mit der zunehmenden Durchdringung aller Lebensbereiche mit Computern (Informatisierung), sowie der wachsenden Vernetzung der Menschen über das Internet verwandelt sich die Gesellschaft in eine Informationsgesellschaft.
Bemerkungen:
Software-Engineering - разработка программного обеспечения
VLSI (Very Large Scale Integratiоn) - сверхвысокая степень интеграции
