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Клестер Ревина Немецкоговорящие страны.doc
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5. Bilden Sie Sдtze mit folgenden Wцrtern und Wendungen:

grenzen an (Akk.), die Landschaft, das Gebirgsland, die Spitze, unentbehrlich, verfьgen ьber (Akk.), benцtigen (Akk), einfьhren, besiedeln (Akk.).

6. Lesen Sie mit der richtigen Betonung folgende Wцrter zum Text II und ьbersetzen Sie diese Wцrter ins Russische:

die Verwaltungsgliederung, die Bundesverfassung, die Bundesversammlung, der Nationalrat, das Mehrheitswahlrecht, die Regierungsgewalt, das Staatsoberhaupt, das Versicherungsgericht, die Verwaltungskontrolle, die Bundesratssitzung, die Rechtspflege, die Legislaturperiode, die Landsgemeinde, das Vorhandensein.

7. Lesen Sie den Text II und machen Sie die Aufgaben zu diesem Text

Text II. Die schweiz heute

Die Verwaltungsgliederung. Die Schweiz ist eine fцderative und demokratische Republik. Die Bundesverfassung vom 29. Mai 1874 sieht einen hohen Grad politischer und administrativer Souverдnitдt ihrer 26 Kantone und Halbkantone vor.

Seit 1978 zдhlt der schweizerische Bundesstaat 23 Kantone. Drei davon (Appenzell, Basel und Unterwaiden) bestehen aus je zwei Halbkantonen.

1. Zьrich (Zьrich)

2. Bern (Bern)

3. Luzern (Luzern)

4. Uri (Altdorf)

5. Schwyz (Schwyz)

6. Glarus (Glarus)

7. Zug (Zug)

8. Freiburg (Freiburg)

9. Solothurn (Solothurn)

10. Schaffhausen

(Schaffhausen)

11. Sankt-Gallen (Sankt-

Gallen)

12. Graubьnden (Chur)

13. Aargau (Aarau)

14. Thurgau (Frauenfeld)

15. Tessin (Bellinzona)

16. Waadt (Lausanne)

17. Wallis (Sitten)

18. Neuenburg (Neuenburg)

19. Genf (Genf)

20. Jura (Delemont)

21. Appenzell: Appenzell-AuЯerrhoden

(Herisau), Appenzell-Innerrhoden

(Appenzell)

22. Basel: Basel-Stadt (Basel), Basel-Land

(Liestal)

23. Unterwaiden: Obwalden (Samen),

Nidwaiden (Stans).

Die Kantone spielen eine wichtige administrative Rolle. Jeder Kanton und Halbkanton hat Verfassung, Parlament und Regierung, aber kantonale Rechte sind durch die Bundesverfassung eingeschrдnkt. Den Kantonen obliegen das Bau-, Unterrichts- und Gesundheitswesen sowie die Polizei und die Rechtspflege.

Die Amtsprachen. Die Schweiz ist ein mehrsprachiger Staat. 65 % der Bevцlkerung sprechen Deutsch, 19 % Franzцsisch, 12 % Italienisch und 1 % Rдtoromanisch. Die deutschsprachigen Schweizer benutzen Hochdeutsch schweizerischer Prдgung hauptsдchlich als Schriftsprache. Im alltдglichen Umgang wird von ihnen das Schweizerdeutsch («Schwyzertьtsch») gesprochen, das auf der Basis der alemannischen Dialekte entstand. Die franzцsische Sprache der Schweiz entstammte dem Volkslatein der Burgunder, ihre schriftliche Norm orientiert sich am franzцsischen Standard, wдhrend die deutsche Schriftsprache der Schweizer viel Eigentьmliches aufweist und ihren eigenen nationalen Kode hat. Das Rдtoromanische, das auch im Norden Italiens gesprochen wird, ist eine selbstдndige romanische Sprache.

Deutsch, Franzцsisch und Italienisch gelten als gleichberechtigte National- und Amtssprachen. 1938 wurde auch das Rдtoromanische offiziell als Nationalsprache anerkannt. Als Amtssprache dient sie aber nur im Kanton Graubьnden. Deutschsprachig sind die Kantone Zьrich, Luzern, Uri, Schwyz, Unterwaiden, Glanis, Zug, Solothurn, Basel, Schaffhausen, Appenzell, St. Gallen, Aargau, Thurgau. Franzцsisch wird in Genf, Waadt, Neuenburg und Jura gesprochen, Italienisch spricht man in Tessin. Drei Kantone – Bern, Freiburg und Wallis – sind zweisprachig: dort spricht man Franzцsisch und Deutsch. Im Kanton Graubьnden spricht man drei Sprachen: Deutsch, Italienisch und Rдtoromanisch. Die Bьrger der Schweiz beherrschen in der Regel zwei Landessprachen.

Konfession. In der Schweiz sind zwei christliche Konfessionen fast gleich vertreten: 46,2 % der Bevцlkerung bekennen sich zur rцmisch-katholischen Kirche, 39,9 % sind protestantisch, 13,9 % gehцren anderen Religionsgruppen an (1995).

Das politische System. Das Parlament der Schweiz, die Bundesversammlung, besteht aus 2 gleichberechtigten Kammern: dem Nationalrat, der das ganze Volk vertritt und dem Stдnderat, einer Vertretung der Kantone. Das allgemeine Wahlrecht besteht ab dem 18. Lebensjahr. In 5 Wahlkreisen wird je ein Abgeordneter des Nationalrats nach dem Mehrheitswahlrecht gewдhlt; in den ьbrigen 20 Wahlkreisen erfolgt die Wahl nach dem Verhдltniswahlrecht (von 2 bis 35 Abgeordneten). Die 200 Abgeordneten des Nationalrats werden auf 4 Jahre gewдhlt.

Die Regierungsgewalt (die Exekutive) liegt beim Bundesrat, der alle 4 Jahre von der Bundesversammlung gewдhlt wird. Er besteht aus 7 Mitgliedern, die Bundesrдte heiЯen, und bildet ein Kollegialorgan. Jeder Bundesrat leitet ein Ministerium. Der Bundesrat als Kollegialorgan ist dem Parlament nicht verantwortlich. Er amtiert wдhrend der ganzen Legislaturperiode des Nationalrats.

Das Staatsoberhaupt ist der Bundesprдsident. Er wird fьr ein Jahr aus der Zahl der Bundesrдte gewдhlt. Der Bundesprдsident leitet die Bundesratssitzungen und vertritt die Schweiz nach auЯen. Dabei behдlt er seine Funktion als Minister.

Das Schweizer Bьrgerrecht ist Grundlage der politischen Rechte. An das Schweizerische Bьrgerrecht schlieЯen auch Pflichten an, z. B. die Pflicht zum Militдrdienst. Die hцchste Instanz in zivil- und strafrechtlichen Fдllen ist das Bundesgericht.

Parteien und Verbдnde. Die vier grцЯten und einflussreichsten politischen Parteien der Schweiz sind die liberale Freisinnig-demokratische Partei, die Sozialdemokratische Partei, die bьrgerlich-konservative Christlich-demokratische Volkspartei, die Schweizer Volkspartei. Die Schweizerischen Verbдnde sind im Unterschied zu Parteien zentralistisch organisiert und spielen eine wesentliche Rolle im цffentlichen Leben des Landes. Besonders einflussreich ist der Schweizer Gewerkschaftsbund (SGB). Viele Mitglieder zдhlen auch der Schweizer Handels- und Industrieverein (der Verband der Unternehmer), der Zentralverband der schweizerischen Arbeitgeber-Organisationen, der Schweizerische Gewerbeverband (SGV), die Schweizerische Bankiervereinigung und der Schweizerische Bauernverband.

Wirtschaft. Die Industrie der Schweiz ist stark exportorientiert und arbeitsintensiv.

Da Bodenschдtze nur spдrlich vorhanden sind, mьssen die wichtigsten Roh- und Brennstoffe (Kohle, Erdgas, Erdцl) eingefьhrt werden. Das Vorhandensein zahlreicher Bergflьsse fцrdert den Bau von Wasserkraftwerken.

Zu den bedeutendsten Zweigen der hoch entwickelten Schweizer Industrie gehцrt der Maschinenbau, dessen Betriebe Maschinen und Motoren, Kompressoren, Pumpen, Mess- und Prьfgerдte, Datenverarbeitende und nachrichtentechnische Einrichtungen, Textil-, Werkzeug-, Druckerei- und Bьromaschinen liefern.

Bielersee bei Ligerz

Neben der Uhrenproduktion entstand in deren Zentren (Jura, Genf, Neuenburg, Solothurn, Schaffhausen) die Schmuckwarenherstellung, die Fertigung von optischen und feinmechanischen Gerдten, Schreibmaschinen, Kameras, Computern, Filmapparaturen und Plattenspielern.

Sehr mдchtig ist in den letzten Jahren die chemische Industrie mit Zentrum in und um Basel geworden, die Medikamente, Fдrb-, Grund- und Kunststoffe, Wasch- und Dьngemittel sowie Lacke und Kosmetika erzeugt. Konservenindustrie, Schokoladen- und Tabakwarenherstellung sind vielerorts vertreten.

Die Betriebe der Zementindustrie sind im Jura und am Rand des Mittellandes zu den Alpen stationiert.

Der schweizerische Export ist vor allem auf die EG-Staaten und die USA orientiert. Es werden Maschinen und Gerдte, Farbstoffe und Pharmazeutika, Uhren, Schmuckwaren und Nahrungsmittel (vor allem Kдse und Milchkonserven) ausgefьhrt. Das Land importiert Rohstoffe, Metalle und Metallwaren sowie Chemikalien.

Autobahn A13 bei Chur

Landwirtschaft. Die Schweiz verfьgt ьber eine ertragsreiche und intensiv betriebene Landwirtschaft. Etwa 38 % der Gesamtflдche werden landwirtschaftlich benutzt. In Tдlern des Schweizer Mittellandes, des Wallis, des Tessins und am Rhein werden Weizen, Roggen und Gerste angebaut. Obstanbaugebiete liegen im Rhцnetal (Wallis), im Tessin und im Umland der Stдdte; Tabakanbau ist an der unteren Rhone und im sьdlichen Tessin besonders gut entwickelt; fьr den Weinbau sind die Hдnge der Kantone Wallis, Genf, Neuenburg, Bern, Zьrich und Tessin gut geeignet.

In der Viehhaltung spielt die Rinderzucht eine besonders groЯe Rolle. Die Schweizer Rindviehrassen (Simmentaler, Freiburger) sind weltberьhmt. Die hohe Produktivitдt der Rinderzucht hдngt nicht zuletzt mit ausgezeichneter Qualitдt der Weiden zusammen. Auf Grundlage der Rinderzucht entstand eine bedeutende milchverarbeitende Industrie.

Es sind auch andere Zweige der Viehzucht gut vertreten (Schweine- und Schafzucht sowie Geflьgelhaltung). Die Wald- und Forstwirtschaft liefern Holz, das zur Herstellung von Zellulose, Holzstoff, Platten und Brennholz benutzt wird.

Texterlдuterungen:

der Kanton – федеративная единица в Швейцарии

der Schweizer Gewerkschaftsbund – Швейцарское объединение профсоюзов

Jura – Юра:

1) горы на границе Швейцарии и Франции (длина 250 км, высота до 1718 м, широколиственные и хвойные леса, луга);

2) с 1979 г. кантон в Швейцарии

die Forstwirtschaft – лесное хозяйство.