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16. Der Konjunktiv als Teilkategorie

Im Rahmen des Konjunktivs stehen einige modale Bedeutungen einander gegenüber, die an bestimmte Tempusformen des Konjunktivs oder an Gruppen von Tempusformen gebunden sind, so dass jede Tempusform im Mikroparadigma des Konjunktivs Kreuzpunkt von zweifachen Oppositionen ist, einer modalen und einer zeitlichen Opposition.

Das Gesamtbild wird noch komplizierter, da sich nicht alle modalen Bedeutungen des Konjunktivs in eine Oppositionsreihe einordnen lassen. Auch der Zeitbezug der Tempusformen des Konjunktivs und die jeweiligen synonymischen Beziehungen der Tempusformen zueinander variieren je nach dem Anwendungsbereich dieser Formen.

1. Im Rahmen der Grundbedeutung des Konjunktivs: in der Wirklichkeit nicht statthabend(вместо того?) / stattgehabt stehen einander zwei modale Einzelbedeutungen gegenüber:

a) „In der Wirklichkeit nicht statthabend, aber als realisierbar gedacht" (der heischende Konjunktiv):

Edel sei der Mensch, hilfreich und gut. (Goethe)

Jeder Autor, und sei er noch so groß, wünscht, dass sein Werk gelobt werde. (Heine)

b) „In der Wirklichkeit nicht statthabend und nicht als realisierbar gedacht" (der irreale Konjunktiv):

Wenn ich eine Schwalbe wäre, flog' ich zu dir mein Kind. (Heine) O Gott, o Gott, hätte ich das nur nicht getan. (H. Mann)

Die erste von diesen modalen Bedeutungen ist an eine einzige Tempusform des Konjunktivs gebunden — an den Konjunktiv Präsens (mit Gegenwarts- und Zukunftsbezug). Die zweite modale Bedeutung ist an die sog. Präteritalen Tempusformen des Konjunktivs gebunden, die man gewöhnlich unter der Bezeichnung Konjunktiv II zusammenfasse

Es stehen zwei Gruppen von Tempusformen des Konjunktivs einander gegenüber:

Konjunktiv I Konjunktiv II

Präsens Präteritum

Perfekt Plusquamperfekt

1. Futur 1. Konditional

2. Futur 2. Konditional

17. Das Substantiv in System der Wortklassen

Das Substantiv ist die zweitwichtigste Wortart nach dem Verb. Dafür sprechen seine verallgemeinerte Wortklassenbedeutung, die Größe seines Wortbestandes und seine Funktionen im Satz.

1) Den semantischen Kern der Substantive als Wortart bilden die Namen für Lebewesen und leblose Dinge (Mensch, Haus, Baum, Berg usw.), worauf auch der deutsche Terminus Dingwort hindeutet. Doch stehen den Namen für konkrete Gegenstände viele abstrakte Substantive zur Seite, von denen sehr viele als Sekundärbildungen zu Adjektiven, Verben, Numeralien und anderen Wortarten zu betrachten sind (vgl. schön — die Schönheit, groß — die Größe, laufen — das Laufen, leben — das Leben, zehn — die Zehn u. a.). Es sind also Namen für Eigenschaften, Handlungen und Vorgänge, Zahlbegriffe, Beziehungen verschiedener Art, die von ihren konkreten Daseinsformen abstrahiert und gegenständlich dargestellt werden.

Die verallgemeinerte(обобщенн) Wortklassenbedeutung des Substantivs als Wortart ist also der Ausdruck der Gegenständlichkeit im weitesten Sinne. Die Leistung des Substantivs in der Sprache besteht also darin, dass es die gegenständliche Darstellung aller Erscheinungen der. materiellen und der ideellen Welt ermöglicht. Dies erklärt, warum der Anteil der Substantive am Gesamt-wortschatz so hoch ist; im Deutschen 50—60% des Gesamtwortschatzes

2) Alle Vorzüge(преимущ-ва) der Vergegenständlichung(овеществление) der verschiedenartigsten Erscheinungen der Wirklichkeit im Substantiv treten aber erst klar zutage, wenn man die syntaktischen Charakteristiken des Substantivs berücksichtigt(считаться). Seine Rolle im Rahmen des Satzes ist „eine kaum weniger bedeutsame als die des Verbs", um mit Erben (95) zu sprechen. Im Gegensatz zu den anderen Wortarten, die auf bestimmte Satzgliedfunktionen angewiesen sind (vgl. das finite Verb, das Adjektiv, das Adverb), hat das Substantiv eine universelle syntaktische Verwendbarkeit in allen Satzgliedpositionen. Es besetzt am häufigsten alle Leerstellen, die das finite Verb je nach seiner Valenz eröffnet, — die des Subjekts, des direkten und des indirekten Objekts, des Adverbiales; als Attribut(сво-во) tritt es oft an die Seite eines anderen Substantivs; in Verbindung mit einem finiten Verb erscheint es als Prädikativum.

3) Das Substantiv verfügt(имеет) über folgendes System von grammatischen Kategorien:

1. Kategorie des Numerus

2. Kategorie des Kasus

3. Kategorie der Bestimmtheit / Unbestimmtheit

Diese Kategorien sind aufs Engste mit der verallgemeinerten Wortklassenbedeutung des Substantivs und seinem Funktionieren im Satz verbunden.

Zu den grammatischen Kategorien des Substantivs zählt man nach alter Tradition auch das Genus.. Das Genus ist eine Kategorie besonderer Art, und zwar eine lexikalisch-grammatische klassifizierende Kategorie des Substantivs. Wir behandeln das Genus der Substan¬tive im Abschnitt über die strukturell-semantischen Subklassen der Substan¬tive .

Substantiv als Wortklasse

- logisch

gliedert die Signifikate in Klassen- und Individualbezeichnen ein

- grammatisch-semantisch

Gegenständlichkeit(объективность) (materielle + gedankliche Gegenstände)

- morphologisch

Flektierbar: deklinierbar(склоняемый): genusfest, genusbestimmt, arlikelfähig

- syntaktisch

treten in allen syntaktischen Funktionen außer als Prädikat auf = polyfunktional

- Brückenformen

- zum Verb: (Infinitive (das Gehen), Deverbativa (der Sprung, der Aufstand), Suffigierungen (die Handlung, die Schreiberei)),

- zum Adjektiv (die Röte, der / die / das / Alle)

- zum Adverb (das Gestern)

- zum Pronomen (das Meine, das Du)

- zu den Numeralien (das Hundert, das Drittel, die Eins, die Million)

zur Präposition (das Für und Wider)

- zur Konjunktion (das Aber)

- zur Interjektion (das Ach)

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