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Ординатура / Офтальмология / Учебные материалы / Entzündliche Augenerkrankungen Springer.pdf
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484 Kapitel 10  •  Nichtinfektiös

..Abb. 10.57  Akute anteriore ischämische Optikusneuropathie bei 35-jähriger Patientin mit Takayasu-Arteriitis

Orbitabefall  Motilitätseinschränkungen, Diplopie, Sehnervenischämie mit nachfolgender Erblindung sind möglich. Protrusio bulbi, kontinuierliche Entzündung von den Nasennebenhöhlen in Richtung Orbita, nur selten Primärmanifestation in der Orbita möglich. Expositionskeratopathie und Hornhautgeschwür durch Protrusio bulbi möglich. Orbitaler Progress häufig trotz Immunsuppression. Bildgebung mit CT, Befall meistens hyperdens in Relation zur nasalen Mukosa. Im MRT hypointens im Vergleich zum Augenhöhlenfett für T1und T2-gewichtete Bilder mit Gadoliniumkonstrast verstärkte Signale, im Verlauf von Jahren progredienter Enophthalmus durch Fibrosierung der Entzündung.

Augenlider/Tränenwege  Dakryoadenitis, Dakryozystitis, Ptosis, Lidgranulom, Chalazion, Xanthelasma und Trichiasis möglich, meistens kontinuierliche Nasennebenhöhlenentzündung mit Beteiligung des nasolakrimalen Systems, Ulzerationen und Fistelbildungen möglich.

Bindehautentzündung  Durch Sicca-Syndrom, sekundäre Infektionen, Bindehautulzeration und Nekrosenbildung möglich

Skleritis/Episkleritis  Häufig im Rahmen der systemischen Vaskulitisaktivität, schwere Verläufe mit Skleritis anterior, Schmerzen und Sehverschlechterung möglich, Episkleritis durch topische Steroide zu bessern, eine Skleritis, insbesondere nekrotisierende Skleritis kann bis zur Bulbusperforation fortschreiten.

Hornhaut  Mit Infiltrationen und diffuser interstitieller Keratitis möglich, problematisch ist die periphere ulzerative Keratitis mit progredienter Ausdünnung, hier sind Autoantikörper gegen Zytokeratin 3 nachgewiesen worden.

Hinterabschnitt  Optikusneuropathie und Kompression des Sehnerven 6 %, retinale Vaskulopathie 5 %, Uveitis 3 %, Skleritis posterior mitunter isoliert auftretend und sonographisch zu diagnostizieren.

Das auch eine lokoregionäre GPA schwerwiegende Probleme bereitet, zeigen Holle et.al. Unter 1024 WGPatienten wurden 99 klinisch als lokalisierte WG diagnostiziert. 50 erfüllten die Einschlusskriterien, darunter 72 % Frauen, mittleres Alter 43 Jahre, 46 % ANCA-positiv. Der Median der follow-up Zeit betrug 48 Monate. Histologisch gelang ein Granulomnachweis 84 %, Nekrose 92 %, Vaskulitis 32 %, Ulkus 26 %, Mikroabszess 22 %, lymphofollikuläre Struktur 22 %, renale Vaskulitis 2 %.

In einem prospektiven Langzeitverlauf im Zeitraum von 1989–2009 erreichten durch medikamentöse Therapie 43 % eine komplette Remission, 1–4 Rezidive traten bei 46 % auf, 10 % gingen in eine Generalisationsphase über. Der ANCA-Befund war nicht mit Rezidiven oder Übergang in die Generalisationsphase assoziiert, auch nicht mit therapierefraktären Verläufen. Als Immunsuppression wurde bei 47 % Cyclophosphamid verwendet. Granulome dominieren die lokalisierte WG (36 % Lungengranulome, 24 % orbitale Granulome). 66 % entwickelten einen Organschaden, überwiegend durch Knochendestruktion (28 % Sattelnase, 24 % Septumperforation, 10 % knöcherne Orbitadestruktion). Im Verlauf verstarben 2 Patienten ohne direkten Bezug zur Grunderkrankung. Die lokalisierte GPA tritt bei 5 % der GPA-Patienten auf, in 46 % ist der ANCA-Wert positiv, charakteristisch sind die Destruktion und Raumforderung sowie die hohe Rezidivrate und die lokalisierte Schädigung.

10.15.5 Diagnostik

Im Labor fallen unspezifische Entzündungsveränderungen auf: Anämie, Thrombozytose, Leukozytose, erhöhte BSG und CRP, ANCA sind besonders mit der vaskulitischen Form der GPA assoziiert. Die Subspezifität ist beimehr als 80 % gerichtet gegen Proteinase 3 (PR3-ANCA, C-ANCA = klassischer ANCA). Bis zu 20 % der Patienten haben eine ANCA-Spezifität für die Myeloperoxidase (MPO-ANCA). Bei Patienten mit lokoregionärer (initialer) Form der GPA ohne systemische Entzündungsaktivität ist die Häufigkeit des ANCA’s geringer (45–65 %). ANCA sind jedoch auch bei anderen primären systemischen Vaskulitiden häufig positiv, so in etwa 80 % bei der MPA (90 % MPO-ANCA). Die MPA zeigt i. d. R. keine HNO-Beteiligung. Bei Eosinophiler Granulomatose mit Polyangiitis sind nur ca. 40 % der Patienten ANCA-positiv. Bei der pauciimmunen nekrotisierenden Glomerulonephritis kommen auch ANCA vor. ANCA können vereinzelt auch bei anderen Erkrankungen unspezifisch vorkommen wie chronisch-

485

10

 

10.15  •  Granulomatose mit Polyangiitis (GPA) und andere primäre systemischeVaskulitiden

entzündlichen rheumatischen Erkrankungen, chronischentzündlichen Darmerkrankungen, chronischer Hepatitis und verschiedenen Infektionen.

Sinnvoll ist die Bestimmung von Gewicht, Blutdruck, Blutbild mit Differentialblutbild, BSG, Blutzucker, CrP, Harnstoff, Elektrolyten, Leberwerte, Serologie auf Treponemen, Borrelien und ggf. HIV. Ferner eine Abklärung mittels Röntgenthorax, die Bestimmung von Koagulationspathologien durch Messung von fibrinogenem Prothrombin, Thrombinzeit, aktivierter partieller Thromboplastinzeit, Protein S, Protein C, Antithrombin III-Bestimmung. Eine erweiterte Serologie auf Infektionserreger wie Ep- stein-Barr-Viren, Brucella und anderen sollte je nach Klinik und Verdachtsdiagnose ergänzt werden. ANCA sind diagnostisch hilfreich bei der Beurteilung von primären systemischen Vaskulitiden und haben eine hohe Spezifität.

Ophthalmolgie: Routineabklärung mit Visus, Gesichtsfeld, Biomikroskopie der vorderen und hinteren Augenabschnitte, Beurteilung von Motilität und Binokularstatus, ggf. fluoreszenzangiographische Klärung von Papillenleckage, diffusen oder fokalen mikrovaskulären Leckagen, Kapillarverschlüssen, Neovaskularisationsentwicklung. Nur selten ist eine ICG-Angiographie, EOG oder ERG indiziert

10.15.6Differentialdiagnosen (.Tab. 10.32)

Eine systemische Vaskulitis bedeutet eine interdisziplinäre Herausforderung für viele medizinische Teildisziplinen: Allgemeinmedizin, Dermatologie, HNO-Heilkunde, Infektionsmedizin, Innere Medizin/Rheumatologie, MKGChirurgie, Neurologie, Neurochirurgie, Ophthalmologie, Pathologie, Radiologie und weitere. Bei der primären Abklärung einer Vaskulitis und bei unklaren Fällen sollte auch im Verlauf wiederholt überprüft werden:

a)Handelt es sich um eine Manifestation einer bekannten/unbekannten Systemerkrankung?

b)Liegt eine unabhängige Zweiterkrankung vor?

c)Kann es sich um eine Nebenwirkung der Therapie handeln?

d)Ergeben sich Anhaltspunkte für eine (opportunistische) Infektion?

Abzugrenzen von einer GPA sind alle anderen Vaskulitiden (s. Overview). Schwierig wird es, wenn sich die Initialsymptomatik einer Vaskulitis zunächst begrenzt, untypisch und/oder uncharakteristisch zeigt. Durch sorgfältige interdisziplinäre Verlaufsbeurteilungen gelingt es oft, die kor- -rekte Zuordnung der Erkrankung im Verlauf zu erreichen.

Riesenzellarteriitis:  Abschn.2.3

Takayasu Arteriitis: Augenteiligung bei TA zeigt Episkleritis, anteriore Uveitis, Hirnnervenausfälle,

AION, Fundus hypertonicus und Folgen einer hyper-

-Hypertonus bei ca. 40 % vorkommt.

Polyarteriitis nodosa: Augenbeteiligung bei PAN wird auf 10–20 % der Patienten geschätzt. Charakteristisch sind Gefäßaneurysmen an Retina, Choroidea, Ziliarkörper, Sklera und Iris. Gewebeischämien und Funktionsausfälle sind die direkte Folge. Auf Mikroangiopathien, retinale Cotton-Wool-Herde, seröse Netzhautablösung, retinale Vaskulitis, Gefäßokklusionen und ischämische Optikusneuropathien sollte geachtet werden. Auch indirekte Krankheitsfolgen können am Auge sichtbar werden, insbesondere

der Fundus hypertonicus. Differentialdiagnostisch abzugrenzen bei Makroaneurysmata ist das IRVAN-

-Syndrom.

EGPA: Augenbeteiligung bei EGPA kommt in 3–11 % vor, meistens als Konjunktivitis, Skleritis oder Episkleritis, ein Pseudotumor orbitae und ischämische Vaskulitiden im Augenbereich treten noch seltener

-auf, auf eine Amaurosis fugax ist zu achten.

MPA: Augenbeteiligung bei MPA kommt in 8–16 % als Konjunktivitis, Episkleritis, Skleritis, anteriorer Uveitis oder Keratitis vor. Überwiegend sind bisher

-nur Kasuistiken mitgeteilt und wenige Fallserien. Kokain-induzierte Mittelliniendestruktionsläsionen (CIMDL): Destruktionen im Bereich von Nasenseptum, Gaumen und sinunasal, klinisch ähnlich der Wegener Granulomatose, oft ANCA positiv mit Spezifität für humane Neutrophilen Elastase (HNE-ANCA). MPO-ANCA negativ, 57 % PR3-ANCA positiv, aber

-WG-Patienten bisher immer HNE-ANCA negativ. Susac-Syndrom: Eine Mikroangiopathie meistens bei jungen Frauen mit Enzephalopathie, retinalen Arterienastverschlüssen, sensorineuralen Hörstörungen und Gewebeinfarkten von Gehirn, Retina und Cochlea (Susac). In der Fluoreszenzangiographie fallen retinale fokale Non-Perfusionsareale mit segmentaler arteriolärer Okklusion und Hyperfluoreszenz am Rand auf. Die Aderhautperfusion in der

ICG-Angiographie ist normal. Es fehlen intraokulare Entzündungsveränderungen.tensiven Retinopathie, da ein nephrogener arterieller

Bezüglich der orbitalen GPA-Manifestationen sind auch die DD aus  Abschn.2.1 einzubeziehen.

10.15.7 Therapie

I. d. R. erfolgt die medikamentöse systemische Therapie durch Internisten/Rheumatologen mit besonderer Erfahrung in der Vaskulitistherapie. Die Therapie richtet sich nach den Empfehlungen von EULAR/EUVAS. Es liegen

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486 Kapitel 10  •  Nichtinfektiös

.. Tab. 10.32  Vaskulitis-Differentialdiagnosen (Maskerade von Vaskulitiden)

 

Gefäßgröße

 

 

 

 

Groß

Mittel

Klein

ZNS-Gefäße

Infektionen

 

 

 

 

Bakterien

 

 

 

 

Mykobakterien

Ja

Ja

Ja

Ja

Lues

Ja

Ja

Ja

Ja

Endokarditis

Ja

Ja

 

 

Sepsis

Ja

Ja

 

 

Viren

 

 

 

 

HBV

 

Ja

 

 

HCV

 

Ja

 

 

HIV

Ja

Ja

 

 

Herpes Gruppe

 

Ja

 

 

Pilze

Ja

Ja

 

 

Parasiten

 

 

 

 

Hereditär mit Gefäß-Anomalien

 

 

 

 

Marfan Syndrom

Ja

 

 

 

Neurofibromatose

Ja

Ja

 

 

Ehlers-Danlos Syndrom

Ja

Ja

 

 

Loeys-Dietz Syndrom

Ja

 

 

 

Pseudoxanthoma elasticum

Ja

 

 

 

Grange Syndrom

 

Ja

 

 

CADASIL

 

 

 

Ja

Dysplasien

 

 

 

 

Fibromuskuläre Dysplasie

Ja

Ja

 

Ja

Degenerationen

 

 

 

 

Arteriosklerose

Ja

Ja

 

Ja

Zerebrale Amyloidangiopathie

 

 

Ja

Ja

Iatrogen

 

 

 

 

Strahlenfolge

Ja

 

 

 

Interventionsfolge

 

 

 

Ja

Hyperkoagulopathien

 

 

 

 

Thrombotisch thrombozytopenische

Ja

 

Ja

 

Purpura

 

 

 

 

Anti-Phospholipid-Syndrom

 

Ja

 

Ja

Malignität

 

 

 

 

Lymphome

 

Ja

 

Ja

Leukämien

 

Ja

 

Ja

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10.15  •  Granulomatose mit Polyangiitis (GPA) und andere primäre systemischeVaskulitiden

.. Tab. 10.32  (Fortsetzung) Vaskulitis-Differentialdiagnosen (Maskerade von Vaskulitiden)

Gefäßgröße

 

 

 

Groß

Mittel

Klein

ZNS-Gefäße

Vasospastik

 

 

 

Reversible zerebrale Vasokonstriktion

 

 

Ja

Drogen/Medikamente

Ja

 

Ja

zahlreiche randomisierte prospektive Studien vor, so daß für die Behandlung von GPA, AAV und PSV oft ein Evidenzgrad 1a bzw. 1b durch kontrollierte Behandlungsstudien verfügbar ist. Dennoch ist eine GPA bisher nicht zu heilen, aber sie ist in den letzten Jahren immer erfolgreicher behandelbar, möglichst nur so intensiv und lange wie unbedingt nötig.

Man unterscheidet als Therapieziel die Remissionsinduktion von der Remissionserhaltung. Ist das Therapieziel eine Remissionsinduktion, so ist eine Kombination von Glukokortikosteroiden (GCS) und entweder Cyclophosphamid (CYC) (Dauer oder Bolus) oder Rituximab (RTX) für die Dauer von 3–6 Monaten indiziert. RTX ist eine Alternative zu CYC bei schwerer GPA oder MPA, Daten für RTX bei EGPA sind zu gering für eine aktuelle Therapieempfehlung. Falls eine CYC-Bolustherapie ineffektiv sein sollte, kann auf eine Dauertherapie umgestellt werden. Bei sehr fulminanten Verläufen können Steroidboli und additiv eine Plasmapherese indiziert sein. Bei Therapieerfolg wird eine remissionserhaltende Therapie angeschlossen. Hier sind studienkonform Methotrexat (MTX), Azathioprin (AZA) oder Mycofenolat Mofetil (MMF) als Ersatz für CYC möglich. Daneben können auch Leflunomid (LFN), Ciclosporin A (CSA) und Deoxyspergualin eine Alternative darstellen. Diese remissionserhaltende Behandlung sollte ca. 12–18 Monate weitergeführt werden. Zusätzlich kann eine systemische Antibiose mit Trimethoprim-Sulfametho- xazol (TMS) sinnvoll sein, um Rezidive zu mildern und zu verringern. Ob der antibiotische oder ein immunmodulierender Effekt dabei ausschlaggebend sind, ist unklar. Falls die genannten Medikamente ineffektiv oder unverträglich sind, stehen als weitere Alternative TNF-alpha Inhibitoren, Rituximab oder intravenöse Immunglobuline zur Verfügung. Auf eine medikamentenspezifische Toxizität, Nebenwirkungen und opportunistische Infektionen ist zu achten.

Zusätzliche Faktoren, die den Therapieerfolg positiv beeinflussen, sind nach Holle et al. eine Stadienund aktivitätsadaptierte Behandlung, Verwendung von intravenösem CYC bei bis zu 30 % der Patienten, schnellere Umstellung auf remissionserhaltende Therapie in 50 % mit MTX. Geringere Rate an Infektionen in allen Subkohorten

gegenüber Vergleichskollektiven, vermutlich am ehesten durch frühere und konsequente Steroidreduktion, routinemäßig Pneumocystis carinii-Prophylaxe ab dem Jahr 2000, Verwendung von Mesna zur Vermeidung der hämorrhaghischen Zystitis, die nur bei 6 bis 11 % in den Kohorten auftritt. Erhöhte Aufmerksamkeit gegenüber der GPA. Vermeidung einer dialysepflichtigen Niereninsuffizienz durch frühzeitige Diagnose, standardisiertes Patienteninformationsprogramm seit 1994, standardisierte interdisziplinäre Patientenbetreuung. Auch bei lokoregionärer GPA kommen folgende Medikamente zur Anwendung: GCS > 90 %, TMS 65 %, MTX 72 %, CYC 50 %, AZA 17 %, LFN 30 %, MMF 8 %, intravenöse Immunglobuline 7 %, TNFAntagonisten 12 %, RTX 2 %. Der Vaskulitis damage-Index VDI steigt im Verlauf trotz Therapie an. Am Ende der Beobachtungszeit fielen Sattelnase 28 %, Septumperforation 24 %, subglottische Stenose 14 %, Orbitaknochendestruktion 10 %, Fazialisparese 2 %, Optikusatrophie 4 %, Erblindung eines Auges 2 % auf.

Die Malignomrate bei AAV ist höher als in der Normalbevölkerung. Eine standardisierte Inzidenzrate SIR wird bei 535 AAV-Patienten mit 2650 Personenjahren berechnet (Studienteilnahme im Rahmen der EUVAS im Zeitraum 1995–2002 in 15 Ländern; Nachuntersuchungsperiode 2004–2007 für Verlaufskontrollen und dabei Berechnung der SIR). Es wurden 50 Neoplasien bei 46 Patienten festgestellt (.Tab.10.33).

Die Studie zeigt weniger Neoplasien bei AAV-Patienten als frühere Studien. Vermutlich hängt dies mit der CYCReduktion in der Vaskulitistherapie zusammen.

10.15.8 Prognose

Die früher lebensbedrohlichen primären systemischen Vaskulitiden sind durch eine frühzeitige Diagnose und adäquate Therapie aktuell nicht mehr lebensverkürzend. Allerdings kann auch die heutige Therapie nicht einen Verlust an Lebensqualität verhindern. GCS sind bisher nicht vollständig zu ersetzen, und ihnen lastet man wesentliche Langzeitnebenwirkungen wie Gewichtszunahme,