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Ординатура / Офтальмология / Учебные материалы / Entzündliche Augenerkrankungen Springer.pdf
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121

4

 

4.1  •  Keratoconjunktivitis sicca/Sjögren-Syndrom (engl. Dry Eye Syndrome)

Alterungsprozess

 

Umweltfaktoren

 

Ungenügende

 

 

Starker Wind

 

 

 

 

oder instabile

 

 

Niedrige

 

Niedriger

 

 

Lipidschicht

 

Luftfeuchtigkeit

 

 

 

 

 

Androgenspiegel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

schnelle Verdunstung

Blockierende systemische Medikamente

Entzündliche Veränderungen (SSDE, NSDE) des Tränenkanals, Verschluss des Tränenkanals

 

 

 

Verringerte Produktion

 

 

 

 

von Tränen üssigkeit

 

Tränendrüse

 

 

 

Neurosekretorische

 

Epitheliale

Blockierung

 

 

 

 

MAPK +

Neurogene

 

 

NFκB +

 

Entzündungs-

 

++ werden aktviert

 

prozesse

 

 

+

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Blepharitis

Lid ora

Lipasen, Esterasen

Detergentien

MGD

 

Xerophthalmie,

 

 

okuläre Manifestation

 

 

einer Allergie,

 

 

Konservierungssto e,

 

 

Kontaktlinsenträger?

 

 

 

 

 

Hyperosmolare

 

 

 

 

 

 

Tränen üssigkeit

 

 

 

 

 

 

 

 

Tränen lm- Kern- stabilität

mechanismen

 

initiale Stimulation

 

 

 

Re ex-

der Tränendrüse

 

 

 

block

Gesteigerte

IL-1+

Verlust von Becher-

Refraktive Chirurgie

Re exe

 

TNFα +

Zellen und Muzinen,

Kontaktlinsenträger

 

 

 

MMPs

Zerstörung des

Topische Anästhesie

 

 

 

Nervales

 

 

Epithels,

 

Nervales

 

 

 

Stimulation

 

 

Apoptose

 

Trauma

 

 

 

 

 

 

 

..Abb. 4.2  Pathogenese der Keratoconjunctivitis sicca nach DEWS

sensekretion (neurogene Entzündung, Antikörper gegen M3-muskarinische Acetylcholinrezeptoren, veränderte Interaktion des Drüsengewebes mit der Extrazellulärmatrix) erklärt (Waterman et al. 2000). Eine veränderte Reifung von Muzinen spielt möglicherweise eine zusätzliche Rolle (Castro et al. 2013).

4.1.3 Klinik

Keratoconjunctivitis sicca (KCS)  Die Beschwerden bei KCS sind oft unspezifisch und umfassen Augenrötung, Brennen, Stechen, Fremdkörpergefühl, Pruritus und Photophobie. In Spätstadien oder bei schwerem Verlauf kann es zu Bindehautvernarbung sowie Hornhautkomplikationen kommen. Neben einer Keratitis punctata superficialis oder filiformen Keratopathie können persistierende Epitheldefekte, Ulzerationen, bis hin zur Perforation den Verlauf komplizieren (.Abb.4.3). Ein schweres Trockenes Auge kann eine Visusminderung bis hin zur funktionellen Erblindung verursachen.

Zusätzlich finden sich häufig Zeichen einer Meibomdrüsendysfunktion mit verdickten, abgerundeten, irregulären Lidrändern mit Teleangiektasien, möglichem Wimpernverlust bzw. Trichiasis/Distichiasis. MeibomDrüsenausführungsgänge sind verstopft mit trübem, granulärem oder solidem Meibomsekret, das meist nur mit erheblichem Druck auf das Unterlid exprimiert werden kann (Foulks und Bron 2003) (.Abb.4.4).

Sjögren-Syndrom (SS)  Die Hauptbefunde beim SS sind ein zumeist schweres hyposekretorisches Trockenes Auge sowie eine Mundtrockenheit (Xerostomie), die mit Schluckbeschwerden, häufiger Flüssigkeitsaufnahme auch nachts, Karies und Candidainfektionen der oralen Mukosa einhergehen kann. Nasale Krusten und Nasenbluten, Heiserkeit und Sprechprobleme, Riechstörungen, trockener Husten sowie intermittierende Schwellungen der Gl. Parotis oder Gl. Submandibularis können auftreten (Jonsson et al. 2011) (.Abb.4.5). Zusätzlich können der Gastrointestinaltrakt, Haut, Lunge, Gefäße, Nieren, Blase und Vagina betroffen sein. Müdigkeit, Gelenkund

122 Kapitel 4  •  Okuläre Oberfläche – nicht infektiös

1

 

 

2

 

 

3

 

 

4

 

 

5

 

 

6

..Abb. 4.3  Hornhautperforation bei Sjögren-Syndrom

7

 

 

8

 

 

9

 

 

10

 

 

11

 

 

12

..Abb. 4.4  Meibomdrüsendysfunktion mit obliterierten Meibomaus-

 

führungsgängen und verdicktem Meibomsekret

13

Muskelbeschwerden und unspezifische neurologische

 

14

Beschwerden sind möglich (Jonsson et al. 2011). Assozi-

ierte Schilddrüsenerkrankungen treten bei bis zu 1/3 der

15

SS-Patienten auf (Jonsson et al. 2011). Zwischen 4 % und

10 % der Patienten mit SS entwickeln im Verlauf ein teils

 

hochgradig malignes Non-Hodgkin B-Zelllymphom. So-

16

mit ist die Risiko für ein Lymphom bei SS-Patienten um

das 16-fache erhöht (Nguyen und Peck 2009) (Jonsson

17

et al. 2011).

 

 

18

4.1.4

Diagnostik

 

 

19

Keratoconjuktivitis sicca (KCS)

Diagnose der Augentrockenheit

20

Subjektive Symptome

-Subjektive Symptome müssen zunächst anhand einer

 

detaillierten Anamnese oder eines standardisierten

21

Fragebogens (z. B. OSDI – Ocular Surface Disease

Index) eruiert werden. Leider stimmen subjektive

 

22

Symptome und objektive Zeichen des Trockenen Au-

ges oft nicht miteinander überein, sodass es Patienten

 

mit ausgeprägten Beschwerden ohne objektivierbaren

..Abb. 4.5  Parotisschwellung bei Sjögren-Syndrom

Befund und Patienten mit ausgeprägtem Befund ohne Beschwerden gibt (Methodologies to diagnose and monitor dry eye disease: report of the Diagnostic Methodology Subcommittee of the International Dry

-Eye WorkShop 2007)

-Objektive Tests

Beurteilung der Lider:

Ohne Spaltlampe werden zunächst die Lidschlagfrequenz (normal ca. 12/Minute), die Lidstellung sowie der Lidschluss beurteilt. Die Begutachtung der Lidkante auf Anzeichen einer Meibomdrüsendysfunktion erfolgt an der Spaltlampe. Unter Druck wird Meibomsekret exprimiert und die Zahl der obliterierten Ausführungsgänge sowie die Qualität des Meibums dokumentiert. Die detaillierte Untersuchung der Meibom-Drüsen sollte jedoch nach der Bestimmung der Tränenfilmaufreißzeit erfolgen, um diesen Test nicht zu verfäl-

-schen.

Beurteilung des Tränenfilms:

Die Höhe des Tränenfilmmeniskus kann bereits erste Hinweise auf ein hyposekretorisches Trockenes Auge liefern. Unregelmäßigkeiten sowie

123

4

 

4.1  •  Keratoconjunktivitis sicca/Sjögren-Syndrom (engl. Dry Eye Syndrome)

eine Höhe unter 0,2 mm sind als pathologisch zu werten (Jacobi und Cursiefen 2010). Ein schaumiger Tränenfilm ist typisch für eine veränderte Lipidschicht im Rahmen einer Meibomdrüsendys-

-funktion.

Beurteilung der Tränenfilmstabilität:

Die Tränenfilmaufreisszeit (Tear film break up time – TFBUT) wird nach Gabe von Fluoreszeintropfen ohne Lokalanästhesie unter Beobachtung mit einem vorgeschalteten Kobaltblaufilter an der Spaltlampe bestimmt. Nach einem kompletten Lidschlag wird die Zeit bis zum Aufreißen des Tränenfilms gemessen. Normalwerte liegen

zwischen 20 und 30 Sekunden. Als sicher pathologisch gelten Werte unter 10 Sekunden (Jacobi und Cursiefen 2010). Ohne Fluoreszein kann die nichtinvasive Tränenfilmaufreißzeit mit der Videokera-

-tographie beurteilt werden.

Beurteilung der Oberflächenschädigung: Vitalfärbungen der Augenoberfläche mit Fluoreszein, Bengalrosa und Lissamingrün dienen dazu, das Ausmaß der Schädigung an Bindehaut und Hornhaut zu erfassen. Fluorescein färbt Epitheldefekte während Bengalrosa oder – besser verträglich – Lissamingrün Oberflächenzellen mit defekter Glykokalyx anfärbt. Bei der Bewertung der Vitalfärbungen werden sowohl das Verteilungsmuster als auch die Intensität der Färbemuster bewertet. Häufig wird der Bijsterveld-Index oder das „Oxford Grading Scale“ zur detaillierten Beurteilung des Oberflächenschadens herangezogen (Methodologies to diagnose and monitor dry eye disease: report of the Diagnostic Methodology Subcommittee of the International Dry Eye Work-

-Shop (2007)). Tränensekretionstest:

Beim Schirmer I-Test werden genormte Filterpapierstreifen (35 × 5 mm) im Bereich des temporalen Unterlides in den Bindehautsack platziert und die Befeuchtung dieses Streifens bei geschlossenen Augen nach 5 Minuten gemessen. Große interindividuelle und intrapersonelle Unterschiede machen die Bewertung schwierig. Werte </= 5 werden als sicher pathologisch interpretiert (Methodologies to diagnose and monitor dry eye disease: report of the Diagnostic Methodology Subcommittee of the International Dry Eye WorkShop (2007)).

Der Basalsekretionstest nach Jones wird wie der Schirmer-I-Test, aber nach vorangegangener Tropfanästhesie, durchgeführt. Die Testergebnisse liegen ca. 40 % niedriger als beim Schirmer-I-Test

- (Jacobi und Cursiefen 2010).

Zusatzuntersuchungen

-Tränenfilmosmolariät:

Die Messung der Tränenfilmosmolarität mit einem Messgrenzwert von 316 mOsm/L wird als wichtiger weiterführender Test in der Diagnostik eines Trockenen Auges erachtet. Das Tearlab™ Osmometer, ein Praxis-taugliches tragbares Gerät zur Tränenfilmanalyse, benötigt zur Analyse nur 50 Nanoliter Tränenflüssigkeit. Besonders Patienten mit moderatem bis schwerem Trockenem Auge zeigen bei der Tearlab-Messung pathologi-

-sche Werte (Lemp et al. 2011) (Jacobi et al. 2011). Matrix-Metalloproteinase-9 (MMP-9) im Tränenfilm:

Proinflammatorische Enzyme, Chemokine, Adhäsionsmoleküle und Matrix-Metalloproteinasen können im Tränenfilm bei KCS nachgewiesen werden. Seit kurzem steht im Handel ein Test zur unkomplizierten Bestimmung von MMP-9 im Tränenfilm zur Verfügung. Erste Untersuchungen haben gezeigt, dass der Test sinnvolle Ergebnisse liefert (Sambursky et al. 2013).

Sjögren-Syndrom (SS)  Eine reduzierte Funktion exokriner Drüsen kann durch eine Vielzahl unterschiedlicher Erkrankungen verursacht werden. Die Diagnose des SS beruht daher nicht auf einem einzelnen Symptom oder Test.

Die revidierten Kriterien der europäisch-amerikani- schen Consensus-Gruppe für die Diagnose eines SS von -2002 basieren auf folgenden Kriterien (Vitali et al. 2002):

(1,2) Subjektive Beschreibung oraler und okulärer -Symptome durch den Patienten

(3,4) Objektive Zeichen von oraler und okulärer Trockenheit. Die orale Trockenheit wird durch die unstimulierte Speichelflussrate und/oder den Saxon Test (s. dort) determiniert. Ein Trockenes Auge wird durch einen reduzierten Schirmertest, eine reduzierte Tränenfilmaufrisszeit und/oder eine positive Oberflä-

-chenanfärbung diagnostiziert.

(5) Histopathologischer Nachweis infiltrierender -Lymphozyten in kleine Speicheldrüsen

(6) Nachweis von Serum-Autoantikörpern, v. a. antiRo/SSA und anti-La/SSB

>> Sind 4 der 6 Kriterien erfüllt, wird die Diagnose SS gestellt (Vitali et al. 2002).

Das „American College of Rheumatology“ schlägt aktuell aufgrund der mangelnden Spezifität und Sensitivität subjektiver Beschwerden eine Klassifikation unabhängig von subjektiven Symptomen vor. Die Diagnose kann nach dieser neuen Klassifikation aufgrund von 2 der nachfolgenden 3 Untersuchungsergebnisse gestellt werden:

Der Tränenersatz ist der Goldstandard bei allen Schweregraden der KCS. Tränenersatzmittel verbessern die Tränenfilmstabilität, vermindern den Oberflächenstress und reduzieren die Tränenfilmosmolarität. Es stehen eine Vielzahl von Präparaten auf der Basis von Polyvinylalkoholen, Polyvidonen, HydroxypropylGuar, Zellulosederivaten und Hyaluronsäure zur Verfügung. Je nach Schweregrad der Erkrankung werden niedrig-visköse Präparate bis hin zu hochviskösen Gelen (Carbomere) und Salben eingesetzt (Cursiefen et al. 2006). Prinzipiell sollten in der Tränenersatztherapie von Oberflächenstörungen Produkte ohne epitheltoxisches Benzalkoniumchlorid empfohlen werden.
Tränenersatzmittel

 

124

Kapitel 4  •  Okuläre Oberfläche – nicht infektiös

1

1.

Positive anti-SSA und oder anti-SSB Serumantikörper

 

oder die Kombination von positiven Rheumafaktoren

2

 

mit positiven antinuklären Antikörpern ≥ 1 : 320

2.

Anfärbung der okulären Oberfläche ≥ 3 bei einem

 

 

möglichen Score von 0–12 (0–6 für Hornhaut, 0–3 für

3

 

temporale/nasale Bindehaut)

3.

Fokale lymphozytäre Sialadenitis mit einem Focusscore

 

4

 

≥ 1 Focus/4 mm2 in einer labialen Speicheldrüsenbiop-

 

sie (Shiboski et al. 2012)

5

 

Tests für Mundtrockenheit

 

Speicheldrüsenszintigraphie

-Die Speicheldrüsenszintigraphie kann milde Ver-

 

6

 

änderungen, wie z. B. eine 25%ige Destruktion von

 

Speicheldrüsenparenchym entdecken. Die Ergebnisse

7

 

korrelieren zur nicht-stimulierten Speichelproduk-

 

tion, Sialographie und histopathologischen Befunden

 

 

von Speicheldrüsenbiopsien (Vinagre et al. 2009).

8

-SialographieDiffuse Sialektasien können nach Injektion von was-

9

 

serlöslichem jodhaltigem Kontrastmittel in den Aus-

 

führungsgang der Gl. parotis und der Gl. submandi-

10

 

bularis und anschließender Computertomographie

 

oder Durchleuchtung dargestellt werden. Dieser Test

 

 

ist nicht spezifisch für das Sjögren-Syndrom, erreicht

11

 

aber Sensitivitäten und Spezifitäten, die einer Spei-

 

cheldrüsenbiopsie vergleichbar sind (Witte 2010).

12

-SialometrieZur Sialometrie werden zwei Kompressen nach

 

 

Herunterschlucken des vorhandenen Speichels am

13

 

Mundboden platziert und dort für 15 Minuten belas-

 

sen. Das Gewicht der Kompressen wird vor und nach

 

 

14

 

dem Test gewogen. Eine Speichelproduktion von

 

<0.1 ml/Minute wird als Xerostomie interpretiert.

15

 

Der Saxon-Test misst die stimulierte Speichelproduk-

-tion. Der Patient kaut über 2 Minute auf einer Kom-

 

 

presse. Die Gewichtsdifferenz der Kompresse vor und

16

 

nach dem Test liegt normalerweise bei > 3,5 g/2 Mi-

 

nuten (Witte 2010).

17

-SonographieDie Sonographie der Speicheldrüsen ist ein einfaches

18

 

und zuverlässiges Verfahren in der Diagnostik des

 

Sjögren-Syndroms. Parenchymale Inhomogenitäten

 

 

und eine Verkleinerung der submandibulären Drüsen

19

 

sind typisch für SS (Witte 2010).

 

Speicheldrüsenbiopsie

20

-Die Sensitivität einer positiven Speicheldrüsenbiop-

 

sie aus der Lippe rangiert bei SS-Patienten zwischen

 

 

63,5 %–93,7 %, die Spezifität liegt meist über 89 %.

21

 

Die Häufigkeit einer abnormalen Speicheldrüsenana-

-

tomie und somit einer falsch positiven Biopsie nimmt

 

 

mit dem Alter zu (Guellec et al. 2013).

 

Nachweis von Autoantikörpern

22

-Antikörper gegen Ro und La:

-Anti-Ro/SSA wird als alleiniger Marker bei 50–70 %, zusammen mit anti-La/SSB bei 30–60 % der SS-Patienten gefunden. Der isolierte Nachweis

-von anti-La/SSB ist selten (Elkon et al. 1984). Antikörper gegen α-Fodrin:

IgA-Antikörper gegen α-Fodrin werden bei 64 % der Patienten mit primärem SS, 47 % mit sekundärem SS bei SLE und bei 86 % mit sekundärem SS bei rheumatoider Arthritis verglichen mit 1/160 Seren von Normalprobanden, 1/50 Seren von SLE-Patienten und 2/12 Seren von Rheumapatienten ohne KCS gefunden. Auch die Prävalenz von IgG-Antikörpern gegen α-Fodrin ist bei Patienten mit SS signifikant höher. Antikörper gegen α-Fodrin werden häufig vor Anti-Ro/SSA und anti-La/SSB entdeckt, sind in Frühphasen der Erkrankung mit einem besonders hohen Titer vergesellschaftet und zeigen eine Assoziation zum Schweregrad (Witte et al. 2003).

Wichtige Differentialdiagnosen sind in .Tab.4.1 aufgeführt.

4.1.5 Therapie

Keratoconjunktivitis sicca (KCS)  Der Patient muss über die Chronizität seiner Erkrankung und die Langzeittherapie mit meist langsamem Wirkungseintritt aufgeklärt werden. Die Therapie der KCS erfolgt über ein Stufenkonzept entsprechend dem Schweregrad und berücksichtigt eine assoziierte Meibomdrüsendysfunktion, eine (subklinische) Entzündung der Augenoberfläche und/oder eine assoziierte Systemerkrankung (Management and therapy of dry eye disease: report of the Management and Therapy Subcommittee of the International Dry Eye WorkShop (2007).

Die Vermeidung aggravierender Faktoren, wie Zigarettenrauch, Heizungsluft, Klimaanlage etc. ist Grundlage -der Therapie.