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Ординатура / Офтальмология / Немецкие материалы / Retinale Gefäßerkrankungen_Joussen_2011.pdf
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Literatur

Ranibizumab vs. Scheininjektion) wurde aufgelegt um den Stellenwert dieser intravitrealen Therapien zu definieren, hat jedoch bislang nicht mit der Rekrutierung begonnen (clinicaltrials.gov NCT 00811200).

Andere Therapien wie die photodynamische Therapie, hyperbarer Sauerstoff und orales Pentoxifyllin basieren auf wenigen Einzelfällen.

Manifeste neovaskuläre Komplikationen können mit einer Laserkoagulation der ischämischen Areale erfolgreich behandelt oder antizipiert werden. Eine Vitrektomie ist bei persistierender Glaskörperblutung ( Abb. 12.13) und traktiver Ablatio retinae indiziert. Intravitreale anti- VEGF-Injektionen können eine Rubeosis iridis vorübergehend kontrollieren, müssen jedoch in der Regel mit chirurgischen Verfahren kombiniert werden, um einen dauerhaften Effekt erreichen zu können.

Bei der Brachyoder Teletherapie von Aderhautmelanomen ist eine exsudative Netzhautablösung häufig präsent. Sie kann nach der Bestrahlung initial noch zunehmen und ist gelegentlich mit einer massiven Lipidexsudation aus dem Tumor vergesellschaftet. Die Produktion von proangiogenetischen Faktoren erhöht zudem das Risiko neovaskulärer Komplikationen. Es kann daher sinnvoll sein, den Tumor mit einer transpupillären Thermotherapie zu inaktivieren oder den Tumor mittels Endoresektion oder transskleraler Resektion zu entfernen.

12.8Prognose

Ein wichtiger Aspekt ist die Strahlenbelastung der Papille und des Sehnerven, die zu einer radiogenen Optikusneuropathie führen kann. Während die Visusprognose bei der Therapie intraokularer Tumoren wesentlich von der Tumorlage und damit auch von der Lage des Strahlenfeldes beeinflusst wird, ist die Prognose bei der Therapie extraokularer Tumoren insgesamt besser. In dieser Gruppe haben Patienten mit nicht-proliferativer Retinopathie die günstigste Visusprognose und erreichen im Mittel eine Sehschärfe von 0,4 nach 4 Jahren. Dagegen sinkt der Visus bei Teletherapie extraokulärer Tumoren beim Vorliegen einer proliferativen Retinopathie bei 68% der Patienten nach auf ≤0,1 nach 6 Jahren.

Fazit für die Praxis

Das lange Intervall zwischen der Bestrahlung und dem Auftreten von Symptomen führt insbesondere bei einer Bestrahlung extraokulärer Tumore im Kopf-Hals-Bereich zu diagnostischen Schwierigkeiten. Die Visusprognose ist entscheidend vom Ausmaß der kapillären Ischämie abhängig. Bei intraokularen Tumoren spielt daneben die Tumorlage eine entscheidende Rolle. Inwieweit eine anti-exsudative

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oder anti-inflammatorische Therapie präventiv wirksam sein kann, müssen erst randomisierte Studien zeigen. Derzeit ist keine Standardtherapie verfügbar.

Literatur

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