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Ординатура / Офтальмология / Немецкие материалы / Retinale Gefäßerkrankungen_Joussen_2011.pdf
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1

Fluoreszeinangiographie

H. Heimann, S. Wolf

1.1 Geschichte der Fluoreszeinangiographie – 4

1.2Konzept – 12

1.3

Durchführung der Fluoreszeinangiographie

– 12

1.4

Interpretation der Fluoreszeinangiographie

– 14

1.5

Quantitative Auswertung der Fluoreszeinangiographie – 17

1.6

Vermeidung unnötiger Angiographien – 17

 

 

Literatur – 18

 

A. M. Joussen, Retinale Gefäßerkrankungen, DOI 10.1007/978-3-642-18021-7_1, © Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2012

4Kapitel 1 · Fluoreszeinangiographie

Die Fluoreszeinangiographie (FA) stellt neben der Oph-

1thalmoskopie weiterhin eine wichtige Untersuchungsmethode bei Diagnose und Therapie der häufigsten Netzhauterkrankungen dar. Trotz der Weiterentwicklungen von optischer Kohärenztomographie (OCT) und der Indiozyaningrün-Angiographie können frühe Schädigungen der Netzhautgefäße, Neovaskularisationen bei exsudativer AMD sowie Netzhaut-Ischämien bei diabetischer Retinopathie oder nach Gefäßverschlüssen zuverlässig nur mit der Fluoreszeinangiographie diagnostiziert werden. Daher wird diese Methode auf absehbare Zeit ein wichtiger Bestandteil der Untersuchungen von Patienten

mit retinalen und choroidalen Erkrankungen bleiben ( Abb. 1.1).

1.1Geschichte der Fluoreszeinangiographie

Fluoreszein ist einer der stärksten künstlichen Farbstoffe. Es wurde erstmals 1871 von Adolf von Baeyer, einem deutschen Chemiker, dem 1906 den Nobelpreis für Chemie für die Entwicklung organischer Farbstoffe verliehen wurde, synthetisiert. Eine Anreicherung von Fluoreszein in der Vorderkammer nach intravenöser Injektion des Farbstoffs wurde erstmals von Paul Ehrlich im Jahre 1882 beschrieben. Weitere Meilensteine waren die Beschreibung einer Fluoreszein-Leckage in chorioretinischen Herden durch Burk 1910 sowie 1955 die Anreicherung in Aderhauttumoren nach intravenöser Injektion durch MacLean und Maumenee.

Das Konzept der heute angewendeten Fluoreszeinangiographie (FA) wurde erstmals 1959 von Flocks, Miller und Chao nach tierexperimentellen Studien an Katzen beschrieben. Die erste FA am Menschen wurde kurz darauf von Novotny und Alvis durchgeführt. Ein Meilenstein in der Interpretation der fluoreszenzangiographischen Befunde und Standardwerk bis heute ist der »Stereoscopic Atlas of Macular Diseases« von Donald Gass, der erstmals 1969 herausgegeben wurde. In Deutschland wurde die FA durch Achim Wessing und sein Lehrbuch »Fluoreszeinangiographie der Retina«, das 1968 publiziert wurde, als fester Bestandteil der modernen Retinologie etabliert.

Die FA wird nun seit über 40 Jahren routinemäßig weltweit in allen Kliniken, die auf die Behandlung der Erkrankungen des hinteren Augenabschnitts spezialisiert sind, angewendet. Sie hat enorm zu dem Verständnis und zur Entwicklung neuer Therapiestrategien in der Behandlung dieser Erkrankungen beigetragen. Zusammen mit der etwa zeitgleichen Einführung der Laserkoagulation wurden so der Grundstein für ein eigenständiges neues Fachgebiet in der Augenheil-

kunde, der »Medical Retina«, gelegt. Die ersten bahnbrechenden großen Multizenterstudien in diesem neuen Spezialgebiet basieren auf fluoreszenzangiographischen Befunden und haben so in den letzten 20 Jahren neue Standards für die Behandlung von exsudativer AMD, diabetischer Retinopathie und retinalen Gefäßerkrankungen definiert.

Als wesentlicher technischer Fortschritt ist die Einführung digitaler Photographiesysteme anzusehen, die klassische filmbasierte Techniken seit etwa 10 Jahren überholt und ersetzt haben. Die Vorteile dieser Methoden sind in einer sofortigen Verfügbarkeit der Bilder an mehreren Arbeitsplätzen innerhalb einer Klinik, der Möglichkeit der digitalen Nachbearbeitung und Verbesserung der Aufnahmen, der vereinfachten Archivierung, der Pseudo-Stereobetrachtung am Monitor und dem Nutzen für telemedizinische Konsultationen zu sehen. Diese hat in den letzten Jahren zur Etablierung mehrerer »Reading Centres« weltweit geführt, in denen Netzhautspezialisten standardisierte Auswertungen und Beurteilungen von bildgebenden Verfahren und Befunden für Studienzwecke oder auch zur klinischen Behandlung vornehmen.

Trotz der wichtigen neueren Untersuchungstechniken wie den elektrophysiologischen Untersuchungsmethoden, der ICG-Angiographie und insbesondere der optischen Kohärenztomographie (OCT) bleibt die FA auch weiterhin ein essentieller Bestandteil in der Diagnose und Behandlung der wichtigsten Netzhauterkrankungen. Eine zweifelsfreie Diagnose der häufigsten Erkrankungen (z.B. der exsudativen AMD) oder die Beurteilung der Netzhautperfusion bei diabetischem Makulaödem und retinalen Gefäßerkrankungen kann nur anhand der FA erfolgen. Dieser Methode kommt daher auch weiterhin eine wichtige Rolle bei der Therapieentscheidung und Finanzierung der Behandlung retinaler Erkrankungen zu.

Durch die neuen Behandlungsoptionen in der Therapie der exsudativen AMD und nun auch der vaskulären retinalen Erkrankungen hat die Anzahl der durchzuführenden FA in den letzten 5 Jahren deutlich zugenommen. Da es sich bei der FA um ein invasives und relativ zeitaufwendiges Verfahren handelt, sind die größeren Zentren nunmehr darauf bedacht, die Anzahl der durchgeführten FA auf das notwendige Minimum zu reduzieren. In den vergangenen Jahren geht der Trend daher in die Richtung, die FA vor allem bei der Diagnosestellung und initialen Therapieempfehlung einzusetzen. Der Therapieverlauf wird nunmehr meist durch sequentielle OCT beurteilt. Die Bedeutung der FA hat hier in den letzten Jahren abgenommen und sie wird, z.B. im Rahmen der Anti-VEGF Therapie der exsudativen AMD, nur noch in Einzelfällen durchgeführt.

Erkrankung

Lokalisation

Klinischer Befund

Frühe arteriovenöse Phase

Arteriovenöse Phase

Spätphase

Kernpunkte

AMD

 

 

 

 

 

 

Klassische CNV

Zentrale Makula

GraueVerdickung zentrale

Frühe, gut abgrenzbare

Zunehmende Hy-

Persistierende

Frühe, gut abgrenzbare

 

Retina/RPE/

Makula

Hyperfluoreszenz

perfluoreszenz mit

Hyperfluoreszenz

Hyperfluoreszenz mit zuneh-

 

Choriokapillaris

± intraretinale Blutung

 

Leckage vom Rand

 

mender Leckage.

 

 

± Exsudate

 

der CNV

 

Speichenartige Gefäßstruktur

 

 

± RPE Veränderungen

 

 

 

der CNV in einigen Fällen

 

 

± umgebender Pigment-

 

 

 

sichtbar

 

 

ring

 

 

 

 

Okkulte CNV

Zentrale Makula

GraueVerdickung zentrale

Hypofluoreszenz im Bereich

Punktförmige oder

Zunehmende

Keine Hyperfluoreszenz in

 

Retina/RPE/

Makula

des Netzhautödems

größere Hyperfluo-

Leckage, deren

der Frühphase, dann zuneh-

 

Choriokapillaris

± intraretinale Blutung

 

reszenzen, die erst in

Herkunft nicht

mende, nicht sicher zu lokali-

 

 

± Exsudate

 

der arteriovenösen

sicher lokalisiert

sierende Leckage im Verlauf.

 

 

± RPE Veränderungen

 

Phase auftreten

werden kann, oder

Stereo-Betrachtung wichtig

 

 

 

 

 

fibrovaskuläre RPE-

 

 

 

 

 

 

Abhebung

 

Pigmentepithel-Abhebung

Makula

Orang-gelbliche, kuppel-

Hypofluoreszenz im Bereich

Beginnende und

Zunehmende und

Eine nierenförmige Einker-

 

Retina/RPE

artige Vorwölbung

des Netzhautödems

zunehmende Leckage

persistierende

bung der RPE-Abhebung

 

 

 

 

innerhalb der Abhe-

Leckage, die die

kann die Lokalisation einer

 

 

 

 

bung

Grenzen der Abhe-

CNV anzeigen.

 

 

 

 

 

bung nicht über-

ICG-Angiographie zum Nach-

 

 

 

 

 

schreitet

weis einer CNV oder polypoi-

 

 

 

 

 

 

daler Läsionen

RAP (Retinale angiomatöse Proli-

Makula meist

Exzentrische retinale

Frühe, lokalisierte Hyperflu-

Zunehmende Lecka-

Persistierende

Video-Angiographie verdeut-

feration)

para-/juxtafo-

Blutung mit umgebenden

oreszenz

ge im Bereich des

Leckage im Bereich

licht Kommunikation retinaler

 

veal

Lipidexsudaten.

Kommunikation der CNV

Gefäßkomplexes

des Gefäßkom-

und choroidaler Gefäße.

 

Retina/RPE/

Retinale Gefäße, die sich

mit dem retinalen Gefäß-

 

plexes

ICG-Angiographie sinnvoll

 

Choriokapillaris

nicht verjüngen und in die

komplex

 

± RPE-Abhebung

 

 

 

Aderhaut abtauchen

 

 

 

 

 

 

±RPE-Abhebung

 

 

 

 

Abb. 1.1 Übersicht typischer fluoreszenzangiographischer Befunde

Fluoreszeinangiographie der Geschichte · 1.1

5

1

1

Erkrankung

Lokalisation

Klinischer Befund

Frühe arteriovenöse Phase

Arteriovenöse Phase

Spätphase

Kernpunkte

Einriss des Pigmentepithels

Makula, meist

Gut abgrenzbare, meist

Frühe, gut abgrenzbare

Zunehmende Hyper-

Persistierende

Treten spontan oder häufiger

 

juxta-/extra-

L-förmiges aufgehelltes

Hyperfluoreszenz im De-

fluoreszenz im De-

Hyperfluoreszenz

nach Therapie von CNV mit

 

foveal

Areal, an einer Seite von

fektbereich (Fensterdefekt ±

fektbereich / CNV

 

RPE-Abhebungen auf.

 

RPE

dem dunkleren aufgeroll-

CNV-Leckage), Hypofluores-

 

 

Identifikation noch aktiver

 

 

ten RPE begrenzt

zenz im Areal des aufgeroll-

 

 

CNV für Entscheidung zur

 

 

 

ten RPEs

 

 

Wiederbehandlung wichtig

Drusen

Makula / hinte-

Gelbliche Vorwölbungeun

Überwiegend hypofluores-

Zunehmende Hyper-

Persistierende

Keine Leckage über den

 

rer Pol

unterschiedlicher Größe

zent, einige Drusen können

fluoreszenz, keine

oder abnehmende

Randbereich der Drusen

 

Retina/RPE

 

jedoch vereinzelt eine frühe,

Leckage

Hyperfluoreszenz,

hinaus

 

 

 

gut abgrenzbare Hyperfluo-

 

keine Leckage

 

 

 

 

reszenz aufweisen

 

 

 

Makuläre Teleangiektasien

Juxtafoveal,

Lokalisierte Gefäßerwei-

Füllung der retinalen Telean-

Leckage über den

Leckage mit teilwei-

Stereoangiographie zur

 

meist temporal

terungen, schollige Pig-

giektasien

Teleangiektasien

se zystoidem Ödem

räumlichen Zuordnung der

 

inferior

mentverschiebungen.

 

 

 

Läsion wichtig.

 

 

Verlust der Netzhauttrans-

 

 

 

OCT zeigt meist weniger

 

 

parenz

 

 

 

Netzhautverdickung als nach

 

 

± RAP-ähnliche Verände-

 

 

 

Angiographie zu erwarten

 

 

rungen mit CNV

 

 

 

wäre.

 

 

 

 

 

 

Oft bilateral

Geographische Atrophie

Zentrale Maku-

Gut abgrenzbares Areal

Frühre, gut abgrenzbare

Zunehmende Hyper-

Abnehmende

Keine Leckage, kein Netz-

 

la, initial meist

mit Fensterdefekt

Hyperfluoreszenz mit sicht-

fluoreszenz parallel

Hyperfluoreszenz

hautödem Autofluoreszenz

 

juxta-/extrafo-

 

baren Aderhautgefäßen

zur Aderhautfüllung

parallel zum Nach-

besser zur Untersuchung /

 

veal

 

(Fensterdefekt)

Keine Hyperfluores-

lassen der Ader-

Dokumentation geeignet

 

 

 

 

zenz über den Rand-

hautfluoreszenz

 

 

 

 

 

bereich des Fenster-

 

 

 

 

 

 

defekts hinaus

 

 

Fluoreszeinangiographie · 1 Kapitel 6

Abb. 1.1 Fortsetzung

Erkrankung

Lokalisation

Klinischer Befund

Frühe arteriovenöse Phase

Arteriovenöse Phase

Spätphase

Kernpunkte

Diabetische Retinopathie

 

 

 

 

 

 

Fokales Ödem

Meist extrafo-

Lokalisierte Mikroaneu-

Hypofluoreszenz durch

Zunehmende Füllung

Zunehmende

Spätaufnahme nach 10 min

 

veal beginnend

rysmen mit umgebendem

Netzhautödem, Füllung der

und Leckage der

Leckage

zeigt oft deutlich mehr Le-

 

Retina

Netzhautödem, Lipid-

Mikroaneurysmen

Mikroaneurysmen

 

ckage.

 

 

Exsudaten und Blutungen

 

 

 

FA zur Identifikation von

 

 

 

 

 

 

Mirkoaneurysmen und ischä-

 

 

 

 

 

 

mischen Arealen

Diffuses Ödem

Zentrale Makula

Diffuse Netzhautverdi-

Hypofluoreszenz durch

Diffuse Leckage über

Zunehmende Le-

OCT zur Verlaufsbeobachtung

 

Retina

ckung

Netzhautödem, Füllung von

geschädigten Netz-

ckage, oft zystoide

 

 

 

± Exudate

Mikroaneurysmen

hautgefäßen und von

Konfiguration

 

 

 

± Mikroaneurysmen

 

Mikroaneurysmen

 

 

Ischämische Retinopathie

Zentrale Makula

Diffuse Verdickung

Hypofluoreszenz in den

Persistierende Hypo-

Persistierende

Ausmaß der Ischämie beein-

 

Retina

± »Ghost Vessels«

Verschlussarealen

fluoreszenz

Hypofluoreszenz

flusst Therapieentscheidung

 

 

± IRMA oder Neovaskula-

 

 

Hyperfluoreszenz in

 

 

 

risationen im Randbereich

 

 

den Randbereichen

 

 

 

der Ischämieareale

 

 

über IRMA oder

 

 

 

± tiefe Netzhautblutungen

 

 

Neovaskularisati-

 

 

 

 

 

 

onen

 

Proliferative Retinopathie

An der Papille

Sichtbare Neovaskulari-

Frühe Füllung der Neovas-

Leckage über den

Persistierende

Kleinere Neovaskularisatio-

 

oder entlang

sationen

kularisationen parallel zur

Neovaskularisationen

diffuse Leckage

nen können oft nur mit der FA

 

der großen

± Fibrose

Füllung der Netzhautgefäße

 

über den Neovasku-

identifiziert werden

 

Gefäßbögen

± Traktion

 

 

larisationen

 

 

Epiretinal

 

 

 

± Makulaödem

 

Abb. 1.1 Fortsetzung

Fluoreszeinangiographie der Geschichte · 1.1

7

1

1

Erkrankung

Lokalisation

Klinischer Befund

Frühe arteriovenöse Phase

Arteriovenöse Phase

Spätphase

Kernpunkte

Tumoren

 

 

 

 

 

 

Aderhautmelanom

Gesamter

Pigmentierter oder nicht-

Hypofluoreszenz durch

Hyperfluoreszenz

Persistierende

Tumoreigenes Gefäßsystem

 

Fundus

pigmentierter Aderhaut-

Tumor und Netzhautödem

innerhalb des Tumors

Hyperfluoreszenz

unterstützt die Diagnose,

 

Aderhaut

tumor

Teilweise sichtbare Füllung

± lokalisierte Lecka-

innerhalb des

ist jedoch nicht immer zu

 

 

Gelegentlich Durchbruch

eines tumoreigenen Gefäß-

gen

Tumors

identifizieren und ist nicht

 

 

durch Bruch´sche Mem-

systems

± zunehmende

 

beweisend

 

 

bran und Netzhautinfil-

 

Leckagen der Tumor-

 

 

 

 

tration

 

gefäße

 

 

 

 

± Lipofuzin (»orange

 

 

 

 

 

 

pigment«)

 

 

 

 

 

 

± tumoreigenes Gefäß-

 

 

 

 

 

 

system

 

 

 

 

 

 

± subretinale Blutungen

 

 

 

 

 

 

± Drusen

 

 

 

 

 

 

± Netzhautödem / exsu-

 

 

 

 

 

 

dative Ablatio

 

 

 

 

Aderhauthämangiom

Hinterer Pol

Rötlicher oder gräulicher

Sehr frühe Füllung der

Zunehmende, deutli-

Persistierende

Gute Aufnahmen der Früh-

 

Aderhaut

Tumor mit Netzhautödem

Tumorgefäße mit der Ader-

che Hyperfluoreszenz

Leckage innerhalb

phase wichtig

 

 

oder exsudativer Ablatio

hautfüllung (meist kurz vor

innerhalb des Tumors

des Tumors

ICG-Angiographie hilfreich

 

 

 

Füllung der Netzhautge-

 

 

 

 

 

 

fäße)

 

 

 

Varia

 

 

 

 

 

 

Retinopathia centralis serosa

Makula

Gelbliche Läsionen und

Hypofluoreszenz in Bereich

Punktförmige Hy-

Persistierende

Multiple Läsionen möglich

 

Gelegentlich

RPE-Veränderungen in der

des Netzhautödems

perfluoreszenz, die

Leckage im Bereich

Neurosensorische Abhebung

 

außerhalb der

Makula

 

sich langsam zu einer

der neurosenso-

meist nur im OCT erkennbar

 

Makula

Makulaödem

 

größeren Leckage

rischen- / RPE-

ICG Angiografie sinnvoll

 

RPE

± extrafoveale neurosen-

 

ausweitet (»Rauch-

Abhebung

 

 

 

sorische und RPE-Abhe-

 

fahne«)

 

 

 

 

bungen

 

 

 

 

Fluoreszeinangiographie · 1 Kapitel 8

Abb. 1.1 Fortsetzung

Erkrankung

Lokalisation

Klinischer Befund

Frühe arteriovenöse Phase

Arteriovenöse Phase

Spätphase

Kernpunkte

Chronische Retinopathia centralis

Makula

Pigmentveränderungen in

Frühe Fensterdefekte des

Fensterdefekte

Persistierende

Wichtige Differentialdiagnose

serosa

Gelegentlich

der Makula

RPE

± Leckagen in aktiven

Fensterdefekte

zur okkulten CNV

 

außerhalb der

 

± aktive Läsionen wie oben

Läsionen

± Leckagen in

Stereoangiografie, OCT und

 

Makula

 

beschrieben

 

aktiven Läsionen

ICG Angiografie in der Diffe-

 

RPE

 

 

 

 

rentialdiagnose hilfreich

Zystoides Makulaödem

Zentrale Makula

Zystoide Netzhautver-

Hypofluoreszenz durch

Langsam zunehmen-

Zunehmende

OCT zur Verlaufskontrolle

 

Retina

änderungen (»Honigwa-

Netzhauödem

de Hyperfluoreszenz

Leckages (Pooling)

und Ausschluß vitreoretinaler

 

 

ben«)

 

innerhalb der zystoi-

in den zystoiden

Traktionen

 

 

 

 

den Hohlräume

Hohlräumen

 

Makulaforamen

Zentrale Makula

Punktförmige gelbliche

Hypofluoreszenz im Bereich

Gelegentlich geringe

Gelegentlich zuneh-

FA normalerweise nicht

 

 

Veränderung oder rundli-

des Defekts

Hyperfluoreszenz

mende Hyperfluo-

indiziert.

 

 

cher Netzhautdefekt mit

 

innerhalb bzw. im

reszenz im Randbe-

Diagnose durch klinischen

 

 

punktförmigen gelblichen

 

Randbereich des

reich des Lochs

Befund und OCT

 

 

Veränderungen innerhalb

 

Lochs

 

 

 

 

des Defektes (»Salamisch-

 

 

 

 

 

 

eibe«)

 

 

 

 

Makular pucker

Makula

Verziehung der makulären

Füllung der verzerrten

Geringe Hyperfluo-

Zunehmende

FA normalerweise nicht

 

Retina

Netzhautgefäße

Netzhautgefäße

reszenz der verzerr-

Hyperfluoreszenz

indiziert.

 

 

Sichtbare Gliose / Fibrose

 

ten Netzhautgefäße

über den verzerrten

Diagnose durch klinischen

 

 

 

 

 

Gefäßen

Befund und OCT

 

 

 

 

 

Gelegentlich zystoi-

 

 

 

 

 

 

de Leckage

 

Abb. 1.1 Fortsetzung

Fluoreszeinangiographie der Geschichte · 1.1

9

1

1

Erkrankung

Lokalisation

Klinischer Befund

Frühe arteriovenöse Phase

Arteriovenöse Phase

Spätphase

Kernpunkte

Retinale Vasculitis

Segmental oder

Gefäßeinscheidungen,

Verlangsamte Füllung der

Zunehmende Hyper-

Zunehmende Hy-

Umfangreiche Differentialdi-

 

generalisiert

Vitritis.

betroffenen Netzhautgefä-

fluoreszenz über ge-

perfluoreszenz.

agnose.

 

Kann gesamten

Retinale Ödem und Blu-

ße (Arterien und Venen)

schädigten Gefäßen

Späte Hyperfluo-

FA gelegentlich zur Identifika-

 

Fundus betref-

tungen

Schwache Hyperfluoreszenz

± Füllungsdefekte

reszenz über der

tion von betroffenen Arealen

 

fen

 

über geschädigten Gefäßen

± zystoides Makula-

Papille

und Neovaskularisationen

 

Retina ± Cho-

 

 

ödem

 

sinnvoll

 

roidea

 

 

± Leckage über

 

 

 

 

 

 

epiretinalen Neovas-

 

 

 

 

 

 

kularisationen

 

 

Choroidale Vasculitis

Segemental

Pigmentveränderungen

Hypofluoreszenzen in den

Meist Übergang von

Hyperfluoreszenz

Umfangreiche Differentialdi-

 

oder genera-

± »weiße Flecken«

betroffenen Arealen

Hypofluoreszenz zu

über den betrof-

agnose.

 

lisiert

± Vitritis

 

Hyperfluoreszenz

fenen Aderhauta-

ICG Angiografie hilfreich

 

Kann gesamten

 

 

in den betroffenen

realen.

 

 

Fundus betref-

 

 

Aderhautarealen

Späte Hyperfluo-

 

 

fen

 

 

 

reszenz über der

 

 

Choroidea ±

 

 

 

Papille

 

 

Retina

 

 

 

 

 

Retinale Gefäßverschlüsse

 

 

 

 

 

 

Zentralvenen-Verschluss

Gesamter

Intraund präretinale

Hypofluoreszenz über der

Verzögerte Füllung

Diffuse Leckage

FA zur Identifikation von

 

Fundus

Blutungen.

ödematösen Netzhaut und

der gestauten Netz-

durch generalisierte

Ischämiearealen und Neovas-

 

± Makulaödem

Gestaute Netzhautvenen

den Blutungen

hautvenen Hypoflu-

Schrankenstörung

kularisationen.

 

Retina

zystoides Makulaödem-

 

oreszenz in Ischämie-

der betroffenen

OCT zur Verlaufsbeobachtung

 

 

Cotton-wool-Herde.

 

arealen.

Gefäße.

 

 

 

Bei älteren Verschlüssen:

 

Leckage über Neo-

± zystoides Maku-

 

 

 

± retinale Teleangiek-

 

vaskularisationen und

laödem

 

 

 

tasien

 

Teleangiektasien.

± Leckage über

 

 

 

± retinochoroidale Shunt-

 

Keine Leckagen über

Teleangiektasien

 

 

 

gefäße

 

Shuntgefäßen

und Neovaskularisa-

 

 

 

± Neovaskularisationen

 

 

tionen

 

Abb. 1.1 Fortsetzung

Fluoreszeinangiographie · 1 Kapitel 10

Erkrankung

Lokalisation

Klinischer Befund

Frühe arteriovenöse Phase

Arteriovenöse Phase

Spätphase

Kernpunkte

Venenast-Verschluss

Ein bis zwei

Wie Zentralvenen-

Hypofluoreszenz über der

Verzögerte Füllung

Diffuse Leckage

FA zur Identifikation von

 

Netzhautquad-

Verschluss, jedoch auf

ödematösen Netzhaut und

der gestauten Netz-

durch generalisierte

Leckage und Ischämien vor

 

ranten

ein bis zwei Quadranten

den Blutungen

hautvenen Hypoflu-

Schrankenstörung

Laserkoagulation.

 

± Makulaödem

begrenzt

 

oreszenz in Ischämie-

der betroffenen

OCT zur Verlaufsbeobachtung

 

 

 

 

arealen.

Gefäße

 

 

 

 

 

Leckage über Neo-

± zystoides Maku-

 

 

 

 

 

vaskularisationen und

laödem

 

 

 

 

 

Teleangiektasien.

± Leckage über

 

 

 

 

 

Keine Leckagen über

Teleangiektasien

 

 

 

 

 

Shuntgefäßen

und Neovaskularisa-

 

 

 

 

 

 

tionen

 

Zentralarterienverschluss /

Retina

Netzhautödem

Verzögerte und segmentale

Stark verzögerte Fül-

Diffuse Leckage in

FA gelegentlich in frischen

Arterienastverschluss

Alle Quadran-

Kirschroter Fleck der

Füllung der betroffenen

lung der betroffenen

den betroffenen

Fällen hilfreich, da noch kein

 

ten oder loka-

Fovea

Netzhautareale Choroidale

Gefäße

Quadranten auf-

ausgeprägtes Netzhautödem

 

lisiert

± sichtbare intraarterielle

Füllung erhalten falls Arteria

± Segmentierung des

grund eine genera-

vorliegt

 

 

Emboli

ophthalmica noch durch-

Fluoreszeinstroms

lisierten Endothel- /

 

 

 

 

blutet, ansonsten fehlende

in den betroffenen

Schrankenstörung

 

 

 

 

Aderhautfüllung

Gefäßen

 

 

 

 

 

Gelegentlich erhaltene Zir-

 

 

 

 

 

 

kulation eines zilioretinalen

 

 

 

 

 

 

Gefäßes and er Papille

 

 

 

Okuläres Ischämiesyndrom

Retina

Mikroaneurysmen, Maku-

Deutlich verzögerte und

Verlängert Arteriove-

Diffuse Leckage

Carotis-Doppler zur Diagno-

 

Gesamter

laödem, Verengte Netz-

ungleichmäßige Aderhaut-

nöse Passagezeit.

über Mikroaneurys-

sesicherung erforderlich.

 

Fundus

hautarterien

füllung.

Füllung der Mikro-

men und geschä-

 

 

 

 

Deutlich verzögerte Füllung

aneurysmen

digten Netzhautge-

 

 

 

 

der Netzhautgefäße

 

fäßen.

 

 

 

 

 

 

Leckage über der

 

 

 

 

 

 

Papille

 

Abb. 1.1 Fortsetzung

Fluoreszeinangiographie der Geschichte · 1.1

11

1