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Ординатура / Офтальмология / Немецкие материалы / Retinale Gefäßerkrankungen_Joussen_2011.pdf
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26 Kapitel 2 · Optische Kohärenztomographie in der Diagnose retinaler Gefäßerkrankungen

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Abb. 2.6 Gefäße stellen sich als zirkuläre oder semizirkuläre Strukturen mit einem ausgeprägten, posterioren Schattenwurf dar. Abgebildet ist ein fovealer Scan eines Normalauges, ein großes Gefäß ist deutlich rechts im Bild zu erkennen. Größere retinale Gefäße sind eindeutig in der inneren Netzhaut lokalisiert. (Mit freundl. Genehmigung des Doheny Eye Institute, Los Angeles, USA)

Abb. 2.7 Parafovealer OCT-Scan bei einem Patienten Monate nach einem Astarterienverschluss. Deutlich ist die einseitige Netzhautatrophie, im Bild links, zu erkennen. (Mit freundl. Genehmigung des Doheny Eye Institute, Los Angeles, USA)

die prognostische Relevanz zweier unterschiedlicher Arten einer unvollständigen Glaskörperabhebung im OCT verglichen:

1.Eine inkomplette V-förmige Abhebung.

2.Eine partielle Abhebung temporal der Fovea mit nasaler Anheftung.

Sie konnten zeigen, dass das anatomische Ergebnis in der ersten Gruppe etwas besser ausfiel.

Über seine Fähigkeit hinaus, das Lösen von Traktionskräften nach einer PPV darzustellen, wird das OCT auch verwendet, um die Resorption einer neurosensorischen Abhebung und die vitreomakulären Wechselwirkungen nach einer YAG-Kapsulotomie zu dokumentieren.

2.3.5 Verschiedene Befunde

Blutgefäße erscheinen im OCT als zirkuläre oder semizirkuläre, hyperreflektive oder hyporeflektive Strukturen mit posteriorem Schattenwurf unterschiedlicher Ausprägung ( Abb. 2.6). Retinale Blutungen, im Besonderen dichte Blutungen, können ebenfalls als hyperreflektive Regionen mit hinterem Schattenwurf zu sehen sein. Retinale Neovaskularsationen können sich als fokale, hyperreflektive Zonen an der Netzhautoberfläche darstellen, sind

jedoch mitunter nur schwer von einer nichtvaskularisierten epiretinalen Membran zu unterscheiden. Eine innere Netzhautischämie wird oftmals sichtbar als erhöhte Reflektivität der Nervenfaserschicht und innerer Netzhautschichten. Obwohl retinale Arterienverschlüsse sich akut genauso darstellen, folgt hierauf mittelbis langfristig häufig eine ausgeprägte retinale Atrophie ( Abb. 2.7).

Traditionell waren die typischen Merkmale retinaler Gefässerkrankungen wie Mikroaneurysmata und intraretinale mikrovaskuläre Veränderungen in der OCT schwierig abzubilden. Dies rührt zumindest zum Teil daher, dass die periphere Makula mit dem üblichen radiären Linienmuster nicht dicht genug vermessen wird. Die OCT der aktuellen Generation verwenden die weitaus schnellere Fourier-Domain-Technologie, welche die bekannten Limitationen durch eine drastische erhöhte Scandichte sowie eine größere axiale Auflösung überwinden kann.

!Cave!

Die OCT-Interpretation sollte nie allein gestellt geschehen, sondern andere Bildgebungstechniken mit einschließen.

Lipidund Proteinexsudation sind häufige Merkmale retinaler Gefäßerkrankungen. Aufgrund ihrer relativen optischen Dichte erscheinen harte Exsudate im OCT als