Ординатура / Офтальмология / Немецкие материалы / Fluoreszenzangiographie in der Augenheilkund_Dithmar, Holz_2008
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36 Kapitel 4 · Fundusautofluoreszenz
Abb. 4.1a–d. In der in vitro-Aufnahme der einschichtigen, polygonalen retinalen Pigmentepithelzellen a erkennt man rötlich die Lipofuszingranula mit erhöhter Dichte am Rand der Zellmembran. In der Zeichnung b ist schematisch die typische Verteilung von Lipofuszin- (gelb) und Melaningranula (braun) dargestellt. Der Zellkern (blau) findet sich im basalen Zytoplasma, während die Melaningra-
4nula mehr im apikalen, zentralen Bereich lokalisiert sind.
In der normalen Fundusautofluoreszenz-Aufnahme c erkennt man die fehlende Autofluoreszenz im Be-
reich der Netzhautgefäße, da diese sich anterior zur RPE-Zellschicht befinden (Blockade-Phänomen). Im Bereich der Makula beruht das reduzierte Autofluoreszenzsignal auf der Absorption durch luteales, makuläres Pigment (Lutein und Zeaxanthin).
Mehrere 30°-FAF-Aufnahmen können auch mittels geeigneter Software zu einer ‚composite’-Aufnahme zusammengefügt werden d. Hier erkennt man in Gegenwart hereditärer Drusen multiple fokale Areale mit erhöhtem FAF-Signal korrespondierend zu den Drusen, die in Netzhautbereichen auch weit peripher der Makula auftreten.
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4.4 · Typische Fundusautofluoreszenz-Befunde
Lipofuszin Melanin
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38 Kapitel 4 · Fundusautofluoreszenz
Abb. 4.2a–c. Die geographische Atrophie – hier bei AMD – ist gekennzeichnet durch ein korrespondierendes stark erniedrigtes FAF-Signal infolge der Abwesenheit vitaler RPE-Zellen und damit von autofluoreszentem Lipofuszin. Dagegen ist hier im Randbereich der Atrophie ein erhöhtes Signal erkennbar a (farbkodierte 3D-Dartstellung).
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Im zeitlichen Verlauf über 5 Jahre bei einem 67-jäh- rigen Patienten erkennt man, dass die Ausbreitung der Atrophiefläche in den Bereichen erfolgt, die vorher eine exzessive Akkumulation von LF aufwiesen b, c.
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4.4 · Typische Fundusautofluoreszenz-Befunde
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40 Kapitel 4 · Fundusautofluoreszenz
Abb. 4.3a–f. Drei Beispiele von Fundusautofluoreszenzbefunden in Gegenwart von geographischer Atrophie bei AMD. Die Atrophie selbst zeigt ein korrespondierendes stark reduziertes FAF-Signal infolge der Abwesenheit vitaler RPE-Zellen. Man erkennt sehr unterschiedliche Muster abnormal erhöhter Autofluoreszenz im Randbereich. Während im Beispiel
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oben a,b ein bandförmig vermehrtes FAF-Signal vorliegt, ist das FAF-Signal bei den beiden anderen Beispielen mehr diffus außerhalb der Atrophie verteilt. Weiterhin ist hier zu erkennen, dass der FAF-Befund außerhalb der atrophischen Areale nicht mit erkennbaren Veränderungen in der Fundusfarbaufnahme einhergeht.
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4.4 · Typische Fundusautofluoreszenz-Befunde
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42 Kapitel 4 · Fundusautofluoreszenz
Abb. 4.4a–f. Drei weitere Beispiele von Fundus- autofluoreszenz-Aufnahmen in Gegenwart von geographischer Atrophie bei AMD bei drei unterschiedlichen Patienten. Man erkennt die ausgeprägte intraindividuelle Symmetrie in Gegenwart hoher in-
terindividueller Variabilität sowohl was die Ausprägung der atrophischen Areale als auch die Muster abnormaler Autofluoreszenz außerhalb der Atrophie anbelangt.
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4.4 · Typische Fundusautofluoreszenz-Befunde
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44 Kapitel 4 · Fundusautofluoreszenz
Abb. 4.5a–f. Beispiele mit retikulären Drusen sowohl ohne vergesellschaftete geographische Atrophie a,b als auch mit c–f. Retikuläre Drusen sind in
FAF-Aufnahmen besonders einfach zu identifizieren. Sie gehen mit irregulären, gefelderten hypound hyper-autofluoreszenten Signalen einher.
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4.4 · Typische Fundusautofluoreszenz-Befunde
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