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Ординатура / Офтальмология / Немецкие материалы / Fluoreszenzangiographie in der Augenheilkund_Dithmar, Holz_2008

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7.7 · Perivaskulitis

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180 Kapitel 7 · Entzündliche Netzhaut-/Aderhauterkrankungen

7.8Inflammatorisches Makulaödem

Intraokulare Entzündungen können zu einer generalisierten Schrankenstörung im Bereich der retinalen Gefäße und auch der äußeren Blut- Netzhaut-Schranke führen. Hierdurch kann ein diffuses zystoides Makulaödem resultieren.

Fluoreszein-Angiographie

Während die Frühphase noch unauffällig sein kann, stellt sich in der mittleren Phase eine diffuse Leckage dar. In der Spätphase wird die Ausprägung des Makulaödems deutlich erkennbar. Der fluoreszeinangiographische Befund zeigt das Makulaödem oft sehr viel eindrücklicher als es der funduskopische Befund vermuten lässt.

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7.8 · Inflammatorisches Makulaödem

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Abb. 7.13a–d. 30-jährige Patienten mit chronisch rezidivierender Iridozyklitis seit 10 Jahren. Als Grunderkrankung besteht ein Morbus Bechterew. Der Visus beträgt am rechten Auge 0,4. a Funduskopisch relativ unauffälliger Befund. Fluoreszeinan-

giographisch ist die Frühphase b unauffällig. Im weiteren Angiographieverlauf c und in der Spätphase d zeigt sich dann eine diffuse Schrankenstörung mit Darstellung eines ausgeprägten Makulaödems.

182 Kapitel 7 · Entzündliche Netzhaut-/Aderhauterkrankungen

7.9Serpiginöse Chorioiditis

Die serpiginöse Chorioiditis ist eine ätiologisch unklare Erkrankung, die sich im Bereich der Aderhaut und des retinalen Pigmentepithels abspielt. Die Erkrankung betrifft in der Regel beide Augen.

Fundus

Es kommt zu grau-weißlichen Veränderungen, die typischerweise von der Papille ausgehen und dann narbig abheilen. Im Bereich der Narben sind die Choriokapillaris, das retinale Pigmentepithel und die äußeren Netzhautschichten zerstört. Die Narbenareale sind häufig bizarr bogenförmig begrenzt, was zu der Namensgebung »serpigi-

7 nös« (=girlandenförmig) geführt hat. Neue aktive Erkrankungszonen gehen von dem Narbenrand schon bestehender Veränderungen aus, so dass

Abb. 7.14a–f. 32-jähriger Patient mit akutem Schub einer serpiginösen Chorioiditis des linken Auges. a Fluoreszeinangiographisch findet sich in der frühen und mittleren Phase im Bereich des temporal oberen Gefäßbogens ein ca. 5 Papillenflächen-gro- ßes Hypofluoreszenzareal. Dieses Gebiet entspricht dem aktiven Entzündungsherd, der eine Abschattung der Hintergrundfluoreszenz verursacht. In direkter Nachbarschaft stellt sich eine aufgrund der Atrophie des RPE hyperfluoreszente Narbe dar, die Folge eines abgeheilten früheren Entzündungsherdes ist. b In der Spätphase kommt es im Bereich der aktiven Chorioiditis zu einer diffusen Leckage. c,d Gleicher Patient 2 Jahre später: große Atrophie-

die Narbenzonen immer größer werden. Zusätzlich kann es am Narbenrand zur Entstehung von choroidalen Neovaskularisationen kommen.

Autofluoreszenz

Die Autofluoreszenz ist im Bereich der Narben komplett erloschen.

Fluoreszein-Angiographie

Frische Erkrankungsherde schatten in der Frühphase die Hintergrundfluoreszenz ab. Im Verlauf der Angiographie kommt es dann zu einer Leckage im Bereich des Herdes. Häufig finden sich benachbarte Narbenareale, welche sich aufgrund der Atrophie des retinalen Pigmentepithels hyperfluoreszent darstellen. Da die Choriokapillaris im Bereich der Narben ebenfalls atrophisch ist, scheinen die großen Aderhautgefäße durch.

zone von RPE und Choriokapillaris an der Stelle der ehemaligen Entzündung. Die Atrophiezone reicht bis an die Fovea heran, der Visus ist 1.0. Unter immunsuppressiver Therapie sind bislang keine weiteren Entzündungsschübe aufgetreten. e,f Das rechte Auge des gleichen Patienten zeigt ein großes Narbenareal am hinteren Pol bei abgelaufener serpiginöser Chorioiditis. Aufgrund einer kleinen zentralen intakten Netzhautinsel beträgt der Visus 1.0. Der fluoreszeinangiographische Aspekt einer abgelaufenen serpiginösen Chorioiditis ist relativ charakterisitisch und durch den hyperfluoreszenten Narbenrand und den bogenförmigen Verlauf des Randes gekennzeichnet.

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7.9 · Serpiginöse Chorioiditis

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Erkrankungen des Sehnerven

8.1

Kongenitale Papillenanomalien – 186

8.1.1

Schräger Sehnerveneintritt

– 186

8.1.2

Markhaltige Nervenfasern

– 186

8.1.3Drusenpapille – 188

8.1.4Papillenkolobom – 192

8.1.5Grubenpapille – 194

8.1.6

Juxtapapilläres retinales kapilläres Hämangiom – 196

8.1.6.1

Endophytisches Wachstum

– 196

8.1.6.2

Sessiles Wachstum – 196

 

8.1.6.3

Exophytisches Wachstum

– 200

8.1.7

Pigmentierte Papillenanomalien – 202

8.2

Anteriore ischämische Optikusneuropathie – 204

8.3Papillitis – 206

8.4Stauungspapille – 208

8.5

Parapapilläre choroidale Neovaskularisation – 210

186 Kapitel 8 · Erkrankungen des Sehnerven

8.1Kongenitale Papillenanomalien

8.1.1 Schräger Sehnerveneintritt

Bei dem schrägen Sehnerveneintritt ist die Papille typischerweise nach unten oder nasal-un- ten gekippt. Die Papille erscheint hochoval und der nasal untere Papillenquadrant relativ blaß. Häufig verlaufen die temporalen retinalen Gefäße erst nach nasal, bevor sie nach temporal umbiegen.

Fluoreszein-Angiographie

Das fluoreszenzangiographische Verhalten des schrägen Sehnerveneintrittes unterscheidet sich in der Regel nicht von einer normalen Papille. Bei starker Ausprägung eines schrägen Sehner-

8veneintrittes kann eine Fundusektasie bestehen, d.h. die Bulbuswand ist nasal unten ausgezogen. Hierdurch kommt es zu Refraktionsunterschieden die dazu führen können, dass auch bei der

Abb. 8.1a–c. Schräger Sehnerveneintritt, linkes Auge. a die Papille ist nach nasal unten stark gekippt und erscheint dadurch hochoval. Die Arteriae und Venae temporales verlaufen von der Papille zunächst ein Stück nach nasal, bevor sie nach temporal um-

Angiographie Teile des Fundus außerhalb des Fokus liegen.

8.1.2 Markhaltige Nervenfasern

Markhaltige Nervenfasern (synonym: Fibrae medullares) sind Axone der retinalen Ganglienzellen, welche infolge einer Entwicklungsanomalie intraokular myelinisiert sind.

Fundus

Weiße, oft von der Papille ausgehende Verfärbung der Nervenfaserschicht. Durch die unterschiedlich lange Myeliniserung der einzelnen Axone erscheinen die Ränder ausgezogen.

Autofluoreszenz / Fluoreszein-Angiographie

Die markhaltigen Nervenfasern schatten sowohl die Autofluoreszenz wie auch die Fluoreszenzphänomene während der Angiographie ab.

biegen. Es besteht eine Ektasie der nasal unterhalb der Papille gelegenen Fundusabschnitte. b,c in der konfokalen Fluoreszein-Angiographie können entweder die nasalen b oder die temporalen c Fundusabschnitte fokussiert werden.

Abb. 8.2a,b. a Markhaltige Nervenfasern am nasal oberen Rand der Papille. b Die myelinisierten Ner-

venfasern schatten die Fluoreszenzphänomen bei der Fluoreszeinangiographie ab.

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8.1 · Kongenitale Papillenanomalien

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188 Kapitel 8 · Erkrankungen des Sehnerven

8.1.3 Drusenpapille

 

Bei der Drusenpapille handelt es sich um Einlage-

 

rungen von Mukopolysacchariden, Nukleinsäu-

 

ren und Kalk im Papillengewebe ( Abb. 8.3). Der

 

Skleralkanal ist meist eng und die Papillenfläche

 

relativ klein. Wenngleich die Drusenpapille in der

 

Regel lebenslang symptomlos bleibt, wird sie von

 

einigen Autoren als eine langsam progrediente

 

degenerative Erkrankung des N. optikus angese-

 

hen. Bei Kindern liegen die Drusen tief unter der

 

Oberfläche des Papillengewebes und sind schwer

 

zu erkennen. Während der zweiten Lebensdekade

 

werden die Drusen dann oft an der Papillen-

 

oberfläche als perlenartige Erhebungen sichtbar.

 

Sehr selten kann eine parapapilläre choroidale

 

Neovaskularisation in Assoziation mit einer Dru-

8

senpapille auftreten ( Abb. 8.4).

 

 

Symptomatik

Drusenpapillen bleiben in der Regel asymptomatisch. Gelegentlich kommt es zu Nervenfaserausfällen entsprechend dem Verlauf der Nervenfasern die über die Drusen hinwegziehen. Solche Gesichtsfelddefekte reichen in der Regel nicht bis in das Zentrum und werden nicht wahrgenommen.

Autofluoreszenz

Das in den Drusen abgelagerte Material weist eine deutliche Autofluoreszenz auf. Diese Autofluoreszenz ist aber nur bei Drusen erfassbar, die prälaminar (vor der Lamina cribrosa) liegen

– tiefer gelegene Drusen, wie sie bei Kindern vorkommen, können auf diese Weise meist nicht dargestellt werden.

Fluoreszein-Angiographie

Die Fluoreszein-Angiographie bietet gegenüber der Autofluoreszenz keinen zusätzlichen Vorteil und ist nur bei Verdacht auf z.B. eine begleitende choroidale Neovaskularisation sinnvoll.

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8.1 · Kongenitale Papillenanomalien

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Abb. 8.3a,b. 52-jährige Patienten mit Drusenpa-

a Rechtes Auge. b Die Drusen haben teilweise eine

pille welche als Zufallsbefund diganostiziert wurde.

deutlich erhöhte Autofluoreszenz.