Добавил:
kiopkiopkiop18@yandex.ru t.me/Prokururor I Вовсе не секретарь, но почту проверяю Опубликованный материал нарушает ваши авторские права? Сообщите нам.
Вуз: Предмет: Файл:

Ординатура / Офтальмология / Немецкие материалы / Fluoreszenzangiographie in der Augenheilkund_Dithmar, Holz_2008

.pdf
Скачиваний:
0
Добавлен:
28.03.2026
Размер:
16.2 Mб
Скачать

S. Dithmar

F.G. Holz

Fluoreszenzangiographie in der Augenheilkunde

Fluoreszein-Angiographie

Indozyaningrün-Angiographie

Fundus-Autofluoreszenz

S. Dithmar

F.G. Holz

Fluoreszenzangiographie

in der Augenheilkunde

Fluoreszein-Angiographie

Indozyaningrün-Angiographie

Fundus-Autofluoreszenz

Mit 541 Abbildungen

123

Prof. Dr. med. Stefan Dithmar

Leiter Schwerpunkt Retinologie

Universitäts-Augenklinik Heidelberg

Im Neuenheimer Feld 400

D-69120 Heidelberg

Prof. Dr. med. Frank G. Holz

Direktor der Universitäts-Augenklinik und Poliklinik Bonn

Ernst-Abbe-Str. 2

D-53127 Bonn

ISBN 978-3-540-35223-5 Springer Medizin Verlag Heidelberg

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt. Die dadurch begründeten Rechte, insbesondere die der Übersetzung, des Nachdrucks, des Vortrags, der Entnahme von Abbildungen und Tabellen, der Funksendung, der Mikroverfilmung oder der Vervielfältigung auf anderen Wegen und der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen, bleiben, auch bei nur auszugsweiser Verwertung, vorbehalten. Eine Vervielfältigung dieses Werkes oder von Teilen dieses Werkes ist auch im Einzelfall nur in den Grenzen der gesetzlichen Bestimmungen des Urheberrechtsgesetzes der Bundesrepublik Deutschland vom 9. September 1965 in der jeweils geltenden Fassung zulässig. Sie ist grundsätzlich vergütungspflichtig. Zuwiderhandlungen unterliegen den Strafbestimmungen des Urheberrechtsgesetzes.

Springer Medizin Verlag springer.de

© Springer Medizin Verlag Heidelberg 2008

Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Warenbezeichnungen usw. in diesem Werk berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solche Namen im Sinne der Warenzeichenund Markenschutzgesetzgebung als frei zu betrachten wären und daher von jedermann benutzt werden dürften.

Produkthaftung: Für Angaben über Dosierungsanweisungen und Applikationsformen kann vom Verlag keine Gewähr übernommen werden. Derartige Angaben müssen vom jeweiligen Anwender im Einzelfall anhand anderer Literaturstellen auf ihre Richtigkeit überprüft werden.

Planung: Hanna Hensler-Fritton, Heidelberg

Projektmanagement: Barbara Knüchel, Heidelberg

Layout und Einbandgestaltung: deblik Berlin

Satz: TypoStudio Tobias Schaedla, Heidelberg

SPIN: 11430926

Gedruckt auf säurefreiem Papier

5135 – 5 4 3 2 1 0

V

Geleitwort

Die Fluoreszeinund Indozyaningrün-Angiographie einschließlich der Auto- fluoreszenz-Bestimmung sind in den letzten Jahren technisch in besonderer Weise weiterentwickelt worden. Speziell die konfokale Lasertechnologie ist dafür von wesentlicher Bedeutung: die Technik ist digital, Fluoreszeinund Indozy- aningrün-Angiographie erfolgen in Echtzeit und sind simultan möglich. Die Befunde werden ergänzt durch Infrarot-, Rotfreiund Autofluoreszenzaufnahmen. Grundlage für den neuen Fluoreszenzangiographie-Atlas von Herrn Prof. S. Dithmar, Heidelberg und Herrn Prof. F. Holz, Bonn (ehemals Heidelberg) sind Befunde, die an der Universitäts-Augenklinik Heidelberg mit dem Heidelberg Retina Angiograph 2 (HRA 2, Heidelberg Engineering) erhoben wurden. Somit wird in erfolgreicher Weise die Zusammenarbeit mit der Firma Heidelberg Engineering dokumentiert.

Der Atlas erläutert in anschaulicher Weise die technischen Grundlagen der Fluoreszenz-Angiographie und stellt die normale Fluoreszenz-Angiographie allgemeinen pathologischen Fluoreszenzphänomenen gegenüber. Ein besonderes Kapitel ist der Fundusautofluoreszenz gewidmet, besonders im Hinblick auf die Pathologie des retinalen Pigmentepithels.

Naturgemäß kommt in dem Atlas den Erkrankungen der Makula, insbesondere der altersabhängigen Makuladegeneration einschließlich der Anti-VEGF-Thera- pie, die größte Bedeutung zu. Das große Spektrum der Makulaerkrankungen wird ergänzt durch die Befunde bei retinalen Gefäßerkrankungen, entzündlichen Netzhaut-/Aderhauterkrankungen, Erkrankungen des Sehnerven und typischen Befunden bei intraokularen Tumoren, wie dem Aderhautmelanom, den Aderhautmetastasen und dem Aderhauthämangiom. Der Atlas »Fluoreszenzangiographie in der Augenheilkunde« von Dithmar und Holz vermittelt einen sehr guten Überblick über die angiographischen Charakteristika aller wichtigen und vor allem praxisrelevanten Krankheitsbilder und in anschaulicher wie eindrucksvoller Weise darüberhinaus Wissen über pathophysiologische Charakteristika von Ma- kula-, Netzhautund Aderhauterkrankungen, was für die Diagnose, Differenzialdiagnose und Beurteilung klinischer Verläufe von großer Bedeutung ist.

Somit ist der Atlas eine wertvolle Hilfe für Kollegen in der Ausbildung, der Praxis und der Klinik im Hinblick auf eine adäquate Diagnostik und Behandlung. Dies sind gute Gründe, den Autoren in besonderer Weise Anerkennung zu zollen und dem Buch eine hohe Akzeptanz und weite Verbreitung zu wünschen.

Heidelberg, im Oktober 2007

Prof. Dr. Hans E. Völcker

Ärztlicher Direktor der Universitäts-Augenklinik Heidelberg

VII

Vorwort

Die Entwicklung der bildgebenden Diagnostik in der Augenheilkunde hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Durch die technische Weiterentwicklung von Angiographiesystemen konnte die Bildqualität bei der Fluoreszeinund Indozyaningrün-Angiographie erheblich verbessert werden. Des Weiteren stehen nun wesentlich genauere Möglichkeiten der Autofluoreszenz-Bestimmung zur Verfügung. Durch diese Verbesserung der diagnostischen Verfahren können ganz neue Einblicke in die Pathogenese von Makulaund Netzhauterkrankungen gewonnen werden, welche zum Verständnis dieser Erkrankungen beitragen.

Das Konzept dieses Atlanten ist es, neben den Grundlagen der Fluoreszeinund Indozyaningrün-Angiographie sowie der Fundus-Autofluoreszenz die verschiedenen Merkmale klinischer Krankheitsbilder anhand praxisrelevanter Fallbeispiele herauszuarbeiten. Dabei wurde bei der Bildauswahl besonderes Augenmerk auf die Qualität sowie auf klar erkennbare, typische Veränderungen gelegt. Der Atlas bietet so einen Überblick über die facettenreichen angiographischen Befunde retinologischer Krankheitsentitäten und Differenzialdiagnosen. Auch der nicht selbst angiographierende Augenarzt soll durch diesen Atlas in seinem pathophysiologischen und klinischen Verständnis gefördert werden.

Besonderer Dank gilt den Entwicklern und Physikern der Firma Heidelberg Engineering, die die digitale Angiographie mittels konfokalem Scanning Laser Ophthalmoskop wesentlich auf den Weg gebracht haben.

Den Mitarbeitern des Springer Verlages danken wir für ihre professionelle und zeitnahe Realisierung des Buches in dem rasch voranschreitenden und expandierenden Feld der retinologischen Bildgebung.

Heidelberg, Bonn, 2007

Stefan Dithmar

Frank G. Holz

IX

Inhaltsverzeichnis

1Physikalische und chemische Grund-

lagen der Fluoreszenzangiographie . . . .1

1.1 Fluoreszenz. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 1.2 Fluoreszein . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 1.3 Indozyaningrün. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3

2Technische Grundlagen der

Fluoreszenzangiographie . . . . . . . . . . . . . .5

2.1Grundlegender Aufbau eines Scanning

Laser Ophthalmoskops. . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 2.2 Lichtquellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 2.2.1 Laser für die Fluoreszein-Angiographie . . 7

2.2.2Laser zur Aufnahme »rotfreier«

Reflektionsbilder. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8

2.2.3Laser für die Indozyaningrün (ICG)

Angiographie. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9

2.2.4Laser für die Aufnahme von Infrarot-

Reflektionsbildern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9

2.3Grundlegendes zur optischen

Abbildung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 2.3.1 Das konfokale Prinzip . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 2.3.2 Tiefenauflösung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 2.3.3 Laterale Auflösung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 2.4 Der Heidelberg Retina Angiograph 2 . . . 10 2.4.1 HRA2-Parameter im Grundmodus . . . . . . 11 2.4.2 Simultanmodus. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 2.4.3 Composite-Modus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 2.4.4 Fixationshilfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 2.4.5 Weitwinkelobjektiv . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 2.4.6 ART-Modul . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12

2.4.7Untersuchung des vorderen

Augenabschnitts. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 2.4.8 Stereo-Bilder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 2.4.9 Elemente der Auswertesoftware . . . . . . . 13

3Normale Fluoreszenzangiographie und allgemeine pathologische

Fluoreszenzphänomene . . . . . . . . . . . . . .15

3.1 Normale Fluoreszein-Angiographie. . . . . 16

3.1.1 Aderhaut . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16

3.1.2 Zilioretinales Gefäß . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16

3.1.3 Papille . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16

3.1.4 Retinale Gefäße. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16

3.1.5 Makula . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17

3.1.6 Sklera . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17

3.1.7 Iris . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17

3.2 Normale ICG-Angiographie . . . . . . . . . . . . 17

3.3Pathologische Fluoreszenz-

phänomene . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 3.3.1 Hyperfluoreszenz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 3.3.2 Hypofluoreszenz. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

4 Fundusautofluoreszenz . . . . . . . . . . . . . .31

4.1 Einführung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32

4.2Scanning Laser Ophthalmoskopie

 

und modifizierte Funduskamera . . . . . . .

32

4.3

Durchführung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

32

4.3.1

Grundlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

32

4.3.2Ablauf der Untersuchung mit dem

cSLO . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33

4.3.3Lipofuszin im retinalen Pigment-

 

epithel. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

33

4.3.4

Normale Fundusautofluoreszenz . . . . . .

33

4.4Typische Fundusautofluoreszenz-

Befunde . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34

5 Makulaerkrankungen . . . . . . . . . . . . . . . .57

5.1Altersabhängige Makuladegeneration

(AMD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58 5.1.1 Drusen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58

5.1.2Irreguläre Pigmentierungen des

retinalen Pigmentepithels . . . . . . . . . . . . . 64

5.1.3Geographische Atrophie des

retinalen Pigmentepithels . . . . . . . . . . . . . 64 5.1.4 Choroidale Neovaskularisation . . . . . . . . 66

5.1.4.1Klassische choroidale

Neovaskularisation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66

5.1.4.2Okkulte choroidale

Neovaskularisation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71

5.1.4.3 Mischformen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 76

5.1.4.4Lokalisation choroidaler

Neovaskularisationen . . . . . . . . . . . . . . . . . 76

5.1.5Seröse Abhebung des retinalen

Pigmentepithels . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 78

XInhaltsverzeichnis

5.1.6 Riss des retinalen Pigmentepithels. . . . . 84

5.1.7Idiopathische polypoidale choroidale

Vaskulopathie. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86

5.1.8Retinale angiomatöse Proliferation

 

(RAP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

88

5.1.9

Disziforme Narbe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

90

5.1.10Fluoreszenzangiographische

Phänomene nach Therapie . . . . . . . . . . . . 92 5.1.10.1 Laserkoagulation. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92 5.1.10.2 Photodynamische Therapie (PDT) . . . . . 92 5.1.10.3 Anti-VEGF-Therapie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92 5.2 Zystoides Makulaödem. . . . . . . . . . . . . . . 104 5.3 Hereditäre Makulaerkrankungen . . . . . 106 5.3.1 Morbus Stargardt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 106 5.3.2 Fundus flavimaculatus . . . . . . . . . . . . . . . 106

5.3.3Morbus Best (vitelliforme

Makuladystrophie) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 108

5.3.4Musterdystrophien des retinalen

Pigmentepithels . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 110

5.3.5Kongenitale X-chromosomale

Retinoschisis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 112

5.4Adulte vitelliforme

Makuladegeneration . . . . . . . . . . . . . . . . 114 5.5 Makuladegeneration bei Myopie . . . . . 116 5.6 Angioide Streifen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 118 5.7 Chorioretinopathia centralis serosa . . . 120

5.8Chronische idiopathische

Chorioretinopathia centralis serosa . . . 122

5.9Idiopathische juxtafoveale

Teleangiektasien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 124

5.10 Epiretinale Gliose . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 126

5.11 Makulaforamen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 128

5.12 Chloroquin-Makulopathie . . . . . . . . . . . . 130

6

Retinale Gefäßerkrankungen . . . . . . .

133

6.1

Diabetische Retinopathie. . . . . . . . . . . . .

134

6.1.1Nichtproliferative diabetische

Retinopathie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 134

6.1.2Proliferative diabetische

Retinopathie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 136 6.2 Fundus hypertonicus. . . . . . . . . . . . . . . . . 138 6.3 Retinale Arterienverschlüsse. . . . . . . . . . 140 6.3.1 Retinaler Zentralarterienverschluss . . . 140 6.3.2 Retinaler Arterienastverschluss . . . . . . . 140 6.4 Retinale Venenverschlüsse . . . . . . . . . . . 142 6.4.1 Retinaler Zentralvenenverschluss . . . . . 142

6.4.2 Retinaler Venenastverschluss . . . . . . . . . 146 6.5 Retinales Makroaneurysma . . . . . . . . . . . 148 6.6 Morbus Coats . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 150 6.7 Retinales kapilläres Hämangiom . . . . . . 152 6.8 Retinales kavernöses Hämangiom . . . . 154 6.9 Tortuositas vasorum. . . . . . . . . . . . . . . . . . 156

7Entzündliche Netzhaut-/

 

Aderhauterkrankungen . . . . . . . . . . . .

159

7.1

Toxoplasmose-Retinochorioiditis . . . . .

160

7.2

Multifokale Chorioiditis. . . . . . . . . . . . . . .

162

7.3Akute posteriore multifokale plakoide

Pigmentepitheliopathie (APMPPE) . . . . 164 7.4 Punctate inner Choroidopathy . . . . . . . 168

7.5Presumed Ocular Histoplasmosis

 

Syndrom (POHS) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

170

7.6

Birdshot-Chorioretinopathie. . . . . . . . . .

172

7.7

Perivaskulitis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

175

7.7.1

Okklusive retinale Vaskulitis . . . . . . . . . .

175

7.8

Inflammatorisches Makulaödem. . . . . .

180

7.9

Serpiginöse Chorioiditis . . . . . . . . . . . . . .

182

8

Erkrankungen des Sehnerven . . . . . .

185

8.1

Kongenitale Papillenanomalien. . . . . . .

186

8.1.1

Schräger Sehnerveneintritt . . . . . . . . . . .

186

8.1.2

Markhaltige Nervenfasern . . . . . . . . . . . .

186

8.1.3

Drusenpapille . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

188

8.1.4

Papillenkolobom . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

192

8.1.5

Grubenpapille . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

194

8.1.6Juxtapapilläres retinales kapilläres

Hämangiom . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 196

8.1.6.1 Endophytisches Wachstum . . . . . . . . . . . 196

8.1.6.2 Sessiles Wachstum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 196

8.1.6.3 Exophytisches Wachstum. . . . . . . . . . . . . 200

8.1.7 Pigmentierte Papillenanomalien. . . . . . 202

8.2Anteriore ischämische

Optikusneuropathie. . . . . . . . . . . . . . . . . . 204

8.3 Papillitis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 206

8.4 Stauungspapille. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 208

8.5Parapapilläre choroidale

Neovaskularisation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 210

9

Intraokulare Tumoren . . . . . . . . . . . . . .

213

9.1

Aderhautmelanom . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

214

9.2

Aderhautmetastasen . . . . . . . . . . . . . . . . .

216

9.3

Aderhauthämangiom . . . . . . . . . . . . . . . .

220

1

Physikalische und chemische Grundlagen der Fluoreszenzangiographie

1.1Fluoreszenz – 2

1.2Fluoreszein – 2

1.3Indozyaningrün – 3

2Kapitel 1 · Physikalische und chemische Grundlagen der Fluoreszenzangiographie

1

1.1

Fluoreszenz

 

 

 

 

 

 

 

 

Bestimmte chemische Stoffe können durch elek-

 

 

 

tromagnetische Strahlung angeregt werden, d.h.

 

sie können die Energie der Strahlung aufneh-

 

men. Durch die Absorption der Strahlungsener-

 

gie werden freie Elektronen der Substanz in einen

 

höheren Energiezustand versetzt. Dieser höhere

 

Energiezustand ist instabil, die Elektronen fal-

 

len wieder auf einen niedrigeren Energiezustand

 

zurück und geben dabei die absorbierte Energie

 

wieder ab. Dies geschieht durch Aussendung von

 

elektromagnetischer Strahlung. Die ausgesendete

 

(emittierte) Strahlung hat weniger Energie als die

 

ursprünglich absorbierte Energie. Da bei elektro-

 

magnetischer Strahlung Energie und Wellenlänge

 

miteinander zusammenhängen,

bedeutet

dass,

 

das die emittierte elektromagnetische Strahlung

 

immer eine längere Wellenlänge hat als die zuvor

 

absorbierte Strahlung. Die emittierte Strahlung

 

wird Fluoreszenz genannt. Die Wellenlänge der

 

emittierten Strahlung liegt innerhalb eines für die

 

einzelne

chemische Substanz charakteristischen

 

Bereiches (= Emissionsspektrum).

 

 

 

 

Je nach chemischer Substanz muss auch die

 

anregende elektromagnetische Strahlung (= Ex-

 

zitationslicht) in einem bestimmten Wellenlän-

 

genbereich liegen, da sonst die freien Elektronen

 

nicht auf ein höheres Energieniveau angehoben

 

werden können (= Absorptionsspektrum).

 

 

 

Das

Fluoreszenzphänomen

erlischt

sofort,

 

wenn das anregende Licht aufhört, d.h. die Emis-

 

sion erfolgt umgehend nach der Absorption.

 

 

 

Erfolgt die Emission der Energie deutlich zeit-

 

verzögert zu der Energie-Absorption, spricht man

 

nicht von Fluoreszenz, sondern von Phosphores-

 

zenz.

 

 

 

gelbliche Fluoreszenz. Die Fluoreszenzintensität ist pH-abhängig und erreicht bei mittlerem pH des Blutes ihr Maximum. Auch bei starker Verdünnung lässt sich die Fluoreszein-Fluoreszenz noch gut nachweisen.

Für die Fluoreszein-Angiographie werden bis zu 500 mg Natrium-Fluoreszein (5 ml einer 10%igen Lösung) intravenös appliziert. Bei Verwendung moderner Angiographiegeräte (s.u.) kann die benötigte Fluoreszeinmenge deutlich reduziert werden.

Nach der Injektion wird Fluoreszein zu 70–80% an Plasmaproteine gebunden. Der übrige Anteil des Fluoreszeins liegt ungebunden vor und kann durch alle Gefäßwände perfundieren mit Ausnahme der großen Aderhautgefäße, der Netzhautgefäße (innere Blut-Retina-Schranke) und der zerebralen Gefäße. Das retinale Pigmentepithel stellt eine Barriere für Fluoreszein dar, da die einzelnen RPE-Zel- len durch Zonulae occludentes miteinander verbunden sind (äußere Blut-Retina-Schranke).

Aufgrund der Perfusion des freien FluoreszeinAnteils durch die Gefäßwände können sich nach der Fluoreszein-Injektion Haut und Schleimhäute gelblich verfärben, was insbesondere im Bereich der Bindehaut auffällt. Die Verfärbung beginnt einige Minuten nach der Injektion und kann mehrere Stunden anhalten. Fluoreszein wird über die Leber und die Niere ausgeschieden und führt zu einer gelblich-braunen Verfärbung des Urins. Nach 24 Stunden ist der Farbstoff im allgemeinen komplett ausgeschieden, sofern keine Nierenfunktionsstörung vorliegt.

1.2Fluoreszein

Fluoreszein ist eine kristalline Substanz, die gut wasserlöslich ist ( Abb. 1.1). Das Absorptionsspektrum liegt zwischen 465–490 nm und somit am Ende des blauen Bereiches des sichtbaren Lichts. Das Emissionsspektrum liegt zwischen 520 und 530 nm, d.h. Fluoreszein hat eine grün-

COONa

NaO

O

O

Abb. 1.1. Fluoreszein