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Ординатура / Офтальмология / Немецкие материалы / BASICS Augenheilkunde 2 auflage_Patzelt_2009

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Vorwort

IV

I

V

Liebe Studentinnen und Studenten,

vier Jahre sind seit dem Erscheinen der 1. Auflage verstrichen, die positive Aufnahme des Buches in der Leserschaft freut mich sehr.

Der Fokus in der neuen Auflage wurde noch mehr auf das klinisch Relevante gelegt. Auch in der 2. Auflage soll beim Leser das Interesse für die Augenheilkunde geweckt und die "Basics" des Fachs sollen auf verständliche und praxisnahe Art vermittelt werden.

An dieser Stelle möchte ich mic h auch für die vielen wert·

 

vollen Hinweise aus der Leserschaft bedanken. Gedankt sei

außerdem Frau Christina Nußbaum und Frau Uta Lux für

die

Betreuungvonseiten des Verlags und Frau Maria Ronniger

 

für das Lektorat.

 

Ich wünsche allen Lesern interessante Stunden mit der Augen·

heilkunde.

 

München, im Sommer 2009

 

Johannes Patzelt

 

Inhalt

A Allgemeiner Teil . . ...... . . . ......... .

Grundlagen ..............

.. . . . ... .. ... .

I

Anatomie und Physiologie des äußeren Auges ..

I

Anato mie und

Physiologie des inneren Auges ..

I

Anatom ie von

Augenhöh le und Augenmuskeln

I

Physiologie des Sehens ................ .. .

I

Pathologie und Histopathologie des Auges .... .

I

Mikrobiologie des Auges . . ............. . . .

2- 2-

27 13

2 4 6 8 10 12

I I I I I I I

I

Weitere Gefäßveränderungen

der Ne tzhaut .. . .

Maku ladegeneration ................

. ... .

Hereditäre Erkrankungen der Netzhaut .... . . .

Netzhautablösung . ... . ... ..

. ...... . . . .. .

Glaukom l ..... . ... . ... .

.. . . .... .. .. . .

Glaukom ll .. .. .. . ... . ................

.

Schwellung der Sehnervenpapille und

Optikusatrophie . ...... . ...............

.

lntraoku läre Tumoren ........

. .......... .

60 62 64 66 68 70

72 74

Diagnostik .......... . .. . ... . ....... . . . .

I

Ophthalmologische Anamnese . .......... .. .

I

Ophthalmologische Untersuchung I . .. . ..... .

I

Ophthalmologische Untersuchung !I ..... ... .

14-

19

Orthoptik .. . ..................... . ... .

 

14

I

Schielen/ Stabismus concomitans ....... .. .. .

 

16

I

Paralytisches Schielen und Nystagmus .. ..... .

 

18

I

Seirenungleiche und abnorm e Pupillengrö ße . . .

76

-8 1

76

78 80

Allgemeine Therapieprinzipien . ......... .

I

Korrektur von

Refraktionsanomalien . .. ..... .

I

Medikamentöse Therapie ...

. .... . ....... .

I

Operationen am Auge . ...........

.. .. . .. .

I

Laser in der Augenheilkunde ..

....... . .... .

B Spezieller Teil . .. . ... .....

. ........ . .

Erkrankungen des äußeren

Auges .. . . . . . .

I

Entzündungen

und Ö dem der

Lider .... . ... .

I

Fehlstellungen

und Tumoren der Lider ...... .

I

Erkrankungen der Tränenorgane ..... ... ... .

I

Erkrankungen der Orbita .. . ...

.. ......... .

I

Infektiöse Konjunktivitis ... .

... . ......... .

I

Nicht infektiöse Kon junktivitis

........... . . .

I

Chlamydienkonjunktivitis und

 

 

Ophthalmia neonatorum .. . .

.... . .. . ..... .

I

Entzündungen

der Hornhaut ..............

.

I

Degenerationen und Dystrophien der Hornhaut

20

- 27

Traumatologie in der Augenheilkunde .. . .

82

- 85

 

20

I

Verletzungen an Lidern , Orbita

und Schäd el .. .

 

82

 

22

I

......Verletzungen des Augapfels

. ....... . .

 

84

 

 

 

 

 

 

 

 

 

24

Spezielle Themen

 

 

 

 

26

.. . . .. . .... .

86

- 89

 

 

I

Sozialophthalmologie ............

. .... . . .

 

86

28

- 89

I

Augenheilkunde in den Tropen

... . . . . . ... . .

 

88

30

- 47

 

 

 

 

 

 

 

 

30

C Fallbeispiele .... . . .. .............

. . .

90 -

107

 

32

I

Fall

I: Allmähliche Sehverschlechterung ..... .

 

92

 

34

I

Fall

2:

Plöt zl iche Sehstörung . ...

. ... . ..... .

 

94

 

36

I

Fall

3:

Das akut gerö tete Auge .

.... . .. . . . .. .

 

96

 

38

I

Fall

4:

Verletzungen des Auges

.. .. ........ .

 

98

 

40

I

Fall

5:

Das schielende Kind ..........

. .. . . .

 

100

 

 

I

Fall

6:

"Flecken vor den Augen"

. . . . . . .. ... .

 

102

 

42

I

Fall

7:

Ge reizte Augen .......

. .. . ...... . . .

 

104

 

44

I

Fall 8:

Doppelbilder ... . ........

. . .. ..... .

 

106

 

46

 

 

 

 

 

 

 

Erkrankungen des inneren Auges .... . .. .

I

Uveitis anterior: Iritis und Zyklitis . ...... . .. .

I

Uveitis posterior ...... . ....... . ........ .

I

Erkrankungen und Veränderungen der Linse I ..

I

Erkrankungen und Veränderungen der Linse II

I

Diabetische Retinopathie .. . . .. .. .. ... .... .

I

Retinale Gefäßverschlüsse . .. . .... . .... . .. .

48

-

75

48 50 52 54 56 58

DAnhang .. ......... .... ..............

108

-

11

1

I

Ophthalmologische Leitsymptome und

 

 

 

 

 

ihre wichtigsten Differenzialdiagnosen . . . . . . . .

 

 

11

0

I

Quellenverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

 

 

111

E Register . . . .........................

112

-

1!

9

Abkürzungsverzeichnis

A.

Arteria

 

 

Abb.

Abbildung

 

 

AION

Anteriore ischämische Optikusneuropathie

AMD

Altersabhängige Makuladegeneration

art.

arteriell

 

 

BKS

Blutkörperchensenkungsreaktion

bzw.

beziehungsweise

ca.

circa

 

 

chron.

chronisch

 

 

CNV

Chorioidale Neovaskularisation

CRP

C.reaktives Protein

CT

Computertomografie

DD

Differenzialdiagnose

d.h.

das heißt

 

 

dpt

Dioptrien

 

 

ECCE

Extrakapsuläre

Kataraktextraktion

EKG

Elektrokardiografie

EOG

Elektrookulografie

ERG

Elektroretinagrafie

ggf.

gegebenenfalls

 

ICCE

Intrakapsuläre

Kataraktextraktion

i. d. R.

in der Regel

 

 

JE

internationale

Einheit

lg

Immunglobulin

i.m.

intramuskulär

 

IRMA

Intraretinale

mikrovaskuläre Anomalie

i. V.

intravenös

 

 

klin.

klinisch

 

 

LASIK

Laser in situ

Keratomileusis

Lig.

Ligamentum

 

 

M.

Morbus, Musculus

MdE

Minderung der Erwerbsfähigkeit

MRT

Magnetresonanztomografie

 

 

VI

I

VII

N.

Nervus

 

 

 

NaCl

Natriumchlorid

 

 

 

Na·EDTA

Ethylendinitrilotetraessigsäure ·

 

 

 

 

Natriumsalz

 

 

 

NVD

Neovascularisation of the disc

 

 

 

NVE

Neovascularisation elsewhere

 

 

 

o.Ä.

oder Ähnliches

 

 

 

OCT

optische Kohärenztomografie

 

 

 

PCR

Polymerase·Kettenreaktion

 

 

 

PDT

Fotodynamische Therapie

primärer

 

 

PHPV

persistierender hyperplastischer

 

 

 

 

 

 

Glaskörper

 

 

 

PRK

Fotorefraktive Keratektomie

 

 

 

R.

Ramus

 

 

 

RPE

Retinales Pigmentepithel

 

 

 

s. s. a. Sek. SLE s. 0. Staph. s. u. Syn.

Seite siehe auch Sekunde Systemischer Lupus siehe oben Staphylococcus siehe unten Synonym

erythematodes

Tab.

Tabelle

u.a.

unter anderem

V.

Vena

v.a.

vor allem

V. a.

Verdacht auf

VECP

Visuell evozierte kortikale Potenziale

VEGF

Vascular endothelial growth factor

VEP

visuell evozierte Potenziale

z. B.

zum Beispiel

Z.n.

Zustand nach

Grundlagen

2 1 3

ein. An der Durchtrittsstelle des N. op·

 

ticus ist di e Sklera siebartig perforiert,

 

diese Stelle wird als Lamina cribrosa

 

bezeichnet. Die stärk er gewölbte Horn·

haut ist in den kugelfö rmigen Bulbus

 

eingelassen wie ein Uhrglas. Sie ist im

 

Zentrum 550 ~m, am Rand 700 ~m

 

dick. Am Limbus corneae geht die

 

Sklera in die Hornhaut üb er.

 

Die Transparenz der Hornhaut kommt

 

durch ihren besonderen Aufbau zustan·

de. Sie lässt sich von außen nach innen

in drei Schichten gliedern :

 

IJI> Mehrschichtiges, nichtverhornen-

des Plattenepithel: Die Basalzellen

 

dieses Epithels sind fest in einer Basal·

 

membran, der sog. Bowman-Mem-

 

bran (=Lamina limitans anterior)

 

verankert. Die Regeneration des Ep i·

 

thels nach Verletzun g erfolgt innerhalb

 

von Stund en bis Tagen von den Basal-

 

zellen her, bzw. bei deren Schädigun g

 

langsamer durch Stammzellen, die am

Limbus lokalisiert sind . Die Schäd igung

di eser Stammzellen führ t zu schweren

 

Heilungsstör ungen mit Fun ktionsbeein

·

trächti gung der Hornhaut.

 

IJI> Hornhautstroma: Es besteht aus re

-

gelmäßig geschichteten Kollagenfibrillen

(= Hornhautlamellen) . Diese regelmä·

 

ßige Anordnung der Hornhautlamellen

und ihr relativ dehydrierter Zustand ge

-

währl eisten die Transparenz der Horn·

 

haut. Das Hornhautstroma enthält keine

Blutgefäß e.

 

IJI> Einschichtiges Endothel: Dieses

 

sitzt zum Hornhautstroma hin auf einer

widerstand sfä higen Basallamina aus

 

elastischen Fasern , der sog. Descemet-

Membran (=Lamina limitans pos-

 

terior). Das Endothel ist nicht regenera·

tionsfähig. Defekte könn en nur durch

 

Vergröß erung der verbleibend en Endo·

thelzellen geschlossen werden, was mit

einer Funktionseinsch rä nkung (Abnah-

me der Jonen pumpendichte, s. u.) ei n-

 

hergeht und unterhalb ei ner gewissen

 

Endothelzelldichte zur Dekompensation

der Hornhaut führ t.

 

Durch ihre Krümmun g und die Licht·

 

brec hun g an der Grenzschicht Luft -

 

Hornh aut trägt die Hornhaut mi t ca.

 

43 dpt den grö ßten An teil zur Gesa mt·

brechkraft des Auges (ca. 62 dpt) bei.

 

Die Ernährun g der avaskulären Horn· haut erfolgt üb er Kamm erwasser, Trä· nenflü ssigkeit und üb er das Randschlin· gennetz der Bindehautgefäße . In diesem Zusammenhang kommt dem Hornhaut· endothel ein e besond ere Bedeutung zu: Es ist durchlässig für Stoffe zur Ernäh· rung der Hornhaut und hält gleichzeitig durch den aktiven Abtransport von

Ionen (lonenpumpe) aus dem Stroma in das Kammerwasser die Hornhaut in ei nem dehydrierten und damit durchsichtigen Zustand .

Die Hornhaut besitzt aufgrund ihrer großen Bedeutung für das Sehen eine äuße rst sensible Innervation durch zahl· reiche frei endigende Nervenfasern des

N. ophthalmicus.

Tränenorgane

Die Tränendrü se (Glandula lacrimalis) befindet sich unter dem supratemporalen knöchern en Orbitarand. Ihr palpe-

braler Anteil kann im hypertrophen Zu-

stand bei ektropioniertem Oberlid in der

oberen Umschlagfalte sichtbar sein. Die

Trän endrü se produziert den Hauptteil

der wässrigen Phase des Tränenfilms.

Sie wird sekretorisch von parasympa-

thischen Fasern (N. petrosus major

aus dem N. facialis] innerviert.

Die Tränen fließen von der lateralen Au-

genoberfl äche entlang des oberen und

unteren Lid rands zum medialen Augen·

winke! und werden dort vom unteren

(zu 70 %) und oberen (zu 30 %) Tränen -

pünktchen aufgenommen

. Der Aufbau

des Trän enwegsystems ist I

Abbildung 3

zu enmehmen. Mit jedem Lidschlag

werden die Trän en üb er das Tränenweg-

system abtransportiert, da sich der Trä-

nensack mit jedem Lidschlag weitet und

verengt und so eine Sogwirkung ent-

steht.

 

Der Tränennasengang mündet unter-

halb der unteren Nasenmuschel in die

Nasenhöh le.

 

rechte Augenhöh le

I*I

1

_

von vorne

1

(Tränenfluss -+ )

 

I:..J,J

 

 

Canaliculus inferior Ductus nasolacrimalis

I Abb. 3: Anatomie des Trän enwegsystems. [ 12]

Zusammenfassung

 

 

X Lider: Lidschluss durch Kontraktion des M. orbicularis oculi (N . facia lis),

Lidöffnung durch

M. Ievator palpebrae superioris (N. oculomotorius) und

M. tarsalis Müller

(Sympathikus).

 

X Bindehaut: bedeckt als

Schleimhaut die Sklera auf der Vorderseite des

Auges und ist wichtig für

die Infektabwehr ("Lymphknoten des Auges") .

X Hornhaut: bewirkt Hauptbrechkraft des Auges;

Dehydratationsund

Ernährungsfunktion des

Endothels.

 

ac Träne n: dreischichtiger Aufbau des Tränenfilms,

von außen nach innen:

Lipidschicht, wässrige Phase, Muzinschicht