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10.2 · Untersuchung der Pupillenreaktion

. Abb. 10.2. Verlauf der sympathischen Pupillenbahn.

1. (präganglionäres) Neuron: zentrale Sympathikusbahn vom Hypothalamus zum Centrum ciliospinale; 2. (präganglionäres) Neuron: von dort zum Ganglion cervicale superius; 3. (postganglionäres) Neuron: von dort zum M. dilatator pupillae

kelspannung bestimmt jedoch die Ausgangsweite der Pupille. Bei starkem Sympathikotonus ist die Pupille weit (Erschrecken), bei geringem (z.B. bei Müdigkeit, Schlaf, Drogenkonsum) dagegen eng. Die sympathische Innervation des M. dilatator pupillae besteht aus drei Neuronen: Das 1. (präganglionäre) Neuron ist die zentrale Sympathikusbahn, die vom Hypothalamus zum Centrum ciliospinale verläuft. Dort wird auf das 2. präganglionäre Neuron umgeschaltet, das über den sympathischen Grenzstrang zum Ganglion cervicale superius verläuft. Von dort zieht das 3. Neuron (postganglionäre Fasern) mit dem sympathischen Geflecht der A. carotis interna in die Schädelhöhle und dort mit dem N. ophthalmicus (1. Ast des N. trigeminus) zum M. dilatator pupillae (. Abb. 10.2).

10.2Untersuchung

der Pupillenreaktion

Afferenter und efferenter Schenkel der Pupillenbahn müssen getrennt untersucht werden. Man sollte immer zuerst den efferenten, dann den afferenten Schenkel untersuchen, denn nur bei Kenntnis des Zustands des efferenten Schenkels lässt sich eine afferente Störung richtig beurteilen.

167

10

 

 

 

10.2.1Untersuchung des efferenten Schenkels der Pupillenbahn

Über den efferenten Schenkel der Pupillenbahn geben die Pupillenweite, die Lichtreaktion und die Naheinstellungsreaktion Auskunft.

Untersuchung der Pupillenweite

Zunächst betrachtet man bei mittlerer Raumbeleuchtung die Pupillenweite beider Augen. Eine ungleiche Pupillenweite nennt man Anisokorie. Ganz geringe Unterschiede der Pupillenweite (<0,5 mm) sind fast immer harmlos und werden als physiologische Anisokorie bezeichnet. Diese entsteht durch Differenzen des Innervationstonus der Westphal-Edinger- Kerne. Darüber hinaus gehende Unterschiede der Pupillenweite sind Zeichen einer Störung des efferenten Schenkels. Hierbei ist aber noch nicht klar, ob die weitere oder die engere Pupille pathologisch ist. Um dies herauszufinden, untersucht man die Lichtreaktion.

Untersuchung der Lichtreaktion

Der Untersucher verdeckt mit seinen Händen beide Augen des Patienten und gibt nach ca. 3 Sekunden, wenn sich beide Pupillen im Dunkeln erweitert haben, den Blick auf eine helle Wand frei. Die Pupille des erkrankten Auges verengt sich weniger als die des gesunden. Wenn beide Pupillen trotz gutem Visus sich nur geringfügig verengen, so muss eine beidseitige Störung des efferenten Schenkels vorliegen.

!Eine Differenz der Pupillenweite (Anisokorie) ist Zeichen einer Störung des efferenten (motorischen) Schenkels der Pupillenbahn. Bei der Lichtreaktion ist die Reaktionsamplitude der Pupille des erkrankten Auges geringer als die der Pupille des gesunden Auges.

Untersuchung der Naheinstellungsreaktion

Die Naheinstellungsreaktion untersucht man, indem man den Patienten bittet, in die Ferne zu blicken und anschließend seinen Zeigefinger oder besser einen Lesetext anzusehen, den man zügig bis in den Nahsehbereich der Augen (10–15 cm) heranführt.

10.2.2Untersuchung des afferenten Schenkels der Pupillenbahn

Bei Störungen des afferenten Schenkels der Pupillenbahn eines Auges sind beide Pupillen gleich weit (isokor). Dies trifft auch zu, wenn ein Auge blind ist.

168 Kapitel 10 · Pupille

Die afferente Pupillenbahn prüft man am besten durch einen Vergleich der direkten Lichtreaktion mit der konsensuellen Lichtreaktion. »Konsensuell« bedeutet, dass bei Belichtung eines Auges auch am anderen Auge eine Pupillenverengung erfolgt.

!Bei Blindheit eines Auges sind beide Pupillen gleich weit.

Wechselbelichtungstest (Swinging-flashlight-Test)

Der empfindlichste Test zur Prüfung des afferenten Schenkels der Pupillenbahn ist der Wechselbelichtungstest. Er weist auch geringfügige Läsionen der Sehbahn (Netzhaut, Sehnerv, Chiasma) nach.

In einem abgedunkelten Raum beleuchtet man mit einer homogenen, starken Lichtquelle (z.B. dem Augenspiegel) die Pupille eines Auges von unten (. Abb. 10.3) und schwenkt nach 2 Sekunden im gleichen Winkel zur anderen Seite hinüber. Der Patient blickt in die Ferne, damit eine Naheinstellungsmiosis vermieden wird. Diesen Beleuchtungswechsel zwischen beiden Augen wiederholt man mehrmals im gleichen Rhythmus. Man beobachtet dabei aber jeweils nur das be-

10 leuchtete Auge. Die Beleuchtung sollte von unten aus einem Winkel von ca. 60° erfolgen, damit die Netzhaut im Wesentlichen durch Streulicht gereizt wird (»sekundäre Lichtquelle«, . Abb. 10.4). Würde man die Augen von vorne beleuchten, fiele das Licht durch geringe Abweichungen des Einfallswinkels einmal auf die pupillomotorisch sehr wirksame Makula, das andere Mal vielleicht etwas daneben, so dass eine Differenz der afferenten Leitung vorgetäuscht würde.

Die Durchführung des Wechselbelichtungstests sollte man an Gesunden üben, um die feinen Fluktuationen der normalen Pupillomotorik kennenzulernen.

Bei intaktem afferentem Schenkel der Pupillenbahn beider Seiten sieht man nach Hinüberschwenken zur anderen Seite außer einer kurzen initialen Kontraktion eine gleichbleibende Pupillenweite, da aufgrund der intakten konsensuellen Lichtreaktion durch Beleuchten des ersten Auges bereits beide Pupillen eng sind.

Bei Störung eines afferenten Schenkels der Pupillenbahn sieht man bei Beleuchtung der pathologischen Seite eine Erweiterung der Pupillen. Hierbei wird nämlich wegen der gestörten Afferenz nur ein kleineres Signal an die beiden pupillomotorischen Westphal-Edinger-Kerne weitergeleitet. Beim Zurückwechseln zur gesunden Seite beobachtet man dann wieder eine Pupillenverengung.

Man kann das Ausmaß des afferenten Defizits quantifizieren, indem man vor die gesunde Seite Grau-

. Abb. 10.3. Wechselbelichtungstest zur Prüfung der afferenten Pupillenbahn. Man beleuchtet abwechselnd das eine und das andere Auge mit einer homogenen Lichtquelle schräg von unten und vergleicht, ob hierbei die neu beleuchtete Pupille eng bleibt (normal) oder sich erweitert (Störung des afferenten Schenkels der Pupillenbahn)

. Abb. 10.4. Prinzip des Streulichts (»sekundäre Lichtquelle«) beim Wechselbelichtungstest. Die periphere Netzhaut streut das Licht so, dass die Beleuchtung der pupillomotorisch überwiegend wirksamen Makula nicht von kleinen Änderungen des Einfallswinkels abhängt

filter unterschiedlicher Absorption hält, bis der Wechselbelichtungstest keine Seitendifferenz der Pupillenreaktion mehr anzeigt. Die Absorption des vorgehaltenen Graufilters ist dann ein Maß für die Störung der Afferenz der anderen Seite.

Der Wechselbelichtungstest ist besonders hilfreich, wenn eine einseitige Sehstörung objektiv beurteilt wer-

10.3 · Krankheitsbilder

den soll, bei der am Augenhintergrund kein krankhafter Befund festzustellen ist. Liegt z.B. eine akute Retrobulbärneuritis vor (bei der die Sehnervenpapille ophthalmoskopisch unauffällig ist), dann findet man mit dem Wechselbelichtungstest immer eine deutliche Störung des afferenten Schenkels der Pupillenbahn. Wird dagegen eine einseitige Sehstörung oder einseitige Erblindung simuliert, dann ist die Pupillenreaktion beim Wechselbelichtungstest normal.

!Mit dem Wechselbelichtungstest lassen sich einseitige Schäden der Netzhaut und des Sehnerven objektivieren.

Untersuchung der Afferenz

bei bestehender efferenter Störung

Wenn auf einem Auge mit einer afferenten Störung zusätzlich eine efferente Störung besteht, ist der Wechselbelichtungstest in der geschilderten Form nicht möglich, da dieser voraussetzt, dass beide efferenten Schenkel intakt sind. Dann benötigt man für die afferente Pupillenprüfung die indirekte (konsensuelle) Lichtreaktion. Man beleuchtet das Auge mit der efferenten Störung und beobachtet die Pupille der anderen Seite. Liegt an dem efferent gestörten Auge keine afferente Störung vor, dann ist die Pupille des efferent intakten Auges gleich eng, egal ob man das efferent gesunde oder das efferent gestörte Auge belichtet. Liegt dagegen eine zusätzliche afferente Störung vor, dann ist die Pupillenreaktion des efferent intakten Auges bei Belichtung des afferent gestörten Auges herabgesetzt. Man beobachtet also nur die Pupillenreaktion des Auges mit intakter Efferenz.

10.3Krankheitsbilder

10.3.1Krankheitsbilder mit Störungen des afferenten Schenkels

der Pupillenbahn

Einer Störung des afferenten Schenkels der Pupillenbahn können folgende Krankheitsbilder zugrunde liegen:

4großflächige Netzhautschäden, ausgeprägte Makuladegeneration (7 Kap. 13);

4fortgeschrittene glaukomatöse Papillenatrophie (7 Kap. 17);

4Durchblutungsstörungen, z. B. vordere ischämische Optikusneuropathie (7Kap.15), Abriss des Sehnervs;

4Verletzungen des Sehnervs;

4Tumoren mit Kompression des Sehnervs oder des

Chiasmas:

5 Hypophysentumoren,

5 Keilbeinflügelmeningiom (7 Kap. 15);

169

10

 

 

 

4Entzündung des Sehnervs: 5 Papillitis,

5 Retrobulbärneuritis (7 Kap. 15).

10.3.2Krankheitsbilder mit Störungen des efferenten Schenkels

der Pupillenbahn

Die Störung kann die parasympathische Innervation der Pupille (des M. sphincter pupillae) oder die sympathische Innervation (des M. dilatator pupillae) betreffen. Geringe Unterschiede der Pupillenweite (<0,5 mm) sind physiologisch, ansonsten ist eine Seitendifferenz der Pupillenweite (Anisokorie) immer als pathologisch zu werten.

Störungen der parasympathischen

Innervation

Pupillotonie

Definition, Ursache

Die Pupillotonie ist eine harmlose Störung der Pupillomotorik, die durch Störung der Efferenz einer Seite gekennzeichnet ist. Sie ist die häufigste parasympathische Innervationsstörung der Pupille. Sie entsteht durch Degeneration und Fehlregeneration der parasympathischen Pupillenfasern. Dies kann Folge einer Entzündung des Ganglion ciliare sein, meist lässt sich aber keine Ursache finden.

Beim Adie-Syndrom liegt eine Pupillotonie vor und Achillessehnenoder Patellarsehnenreflex fehlen.

Symptome, Befunde

Die Pupillotonie fällt fast immer durch eine Anisokorie auf (. Abb. 10.5), macht aber subjektiv keine Beschwerden. Die Pupille des erkrankten Auges ist bei heller Umgebung meist weiter, im abgedunkelten Raum dagegen zuweilen enger als die des gesunden Auges. Dies entsteht, weil sich die Pupille des gesunden Auges bei Dunkelheit besser erweitern kann. Am erkrankten Auge ist die Lichtreaktion verlangsamt, die Wiedererweiterung bei Dunkelheit ist verzögert (tonisch) und von geringerem Ausmaß. Die Naheinstellungsreaktion ist am erkrankten Auge zwar ebenfalls verlangsamt, oft wird die Pupille aber sehr eng. Diese überschießende Naheinstellungsmiosis entsteht wahrscheinlich durch eine Fehlinnervation, wobei parasympathische Fasern, die eigentlich zum Ziliarmuskel gehören und der Akkommodation dienen sollten, in den M. sphincter pupillae eingewachsen sind. Deshalb können auch Akkommodation und Desakkommodation gestört sein

170 Kapitel 10 · Pupille

. Abb. 10.5. Pupillenweite bei linksseitiger Pupillotonie. Messung der Pupillenweite mit Millimeterstab. Nähere Erklä-

10 rungen 7 Text (Schemazeichnung nach photographischen Aufnahmen)

und tonisch verlaufen. Wenn der Patient gelesen hat, braucht er einige Sekunden, bevor er in der Ferne wieder scharf sieht.

Pharmakologische Testung

Wegen der partiellen Denervierung besteht eine Überempfindlichkeit auf Parasympathomimetika. Während eine normale Pupille auf 0,25%iges Pilocarpin kaum reagiert, verengt sich die tonische Pupille stark. Zum Seitenvergleich beide Augen tropfen!

Differentialdiagnose

Reflektorische Pupillenstarre (7 u.).

Therapie

Nicht erforderlich.

Okulomotoriusparese

Ursachen, Symptome und Befunde

Eine Kompression des III. Hirnnervs durch einen Tumor, ein Aneurysma oder ein Hirnödem führt neben Schielstellung nach außen und Ptosis auch zu einer weiten Pupille, die durch Läsion der im N. oculomotorius verlaufenden parasympathischen pupillomoto-

rischen Fasern bedingt ist. Die direkte und die konsensuelle Lichtreaktion sowie die Naheinstellungsmiosis fehlen auf der erkrankten Seite. Nicht bei jeder Okulomotoriusparese ist die Pupille gestört (z.B. seltener bei Durchblutungsstörung des III. Hirnnervs infolge Diabetes mellitus). Ist nur die Pupille ohne Beteiligung der äußeren Augenmuskeln betroffen, spricht man von »innerer Okulomotoriusparese« und andererseits sinngemäß von »äußerer Okulomotoriusparese«, wenn nur die äußeren Augenmuskeln, nicht aber die Pupille betroffen ist.

Pharmakologische Testung

Die Denervierung lässt sich pharmakologisch beweisen, wenn man 0,25%iges Pilocarpin tropft und die Pupille sich daraufhin stärker verengt. Ist die Pupille dagegen durch Atropin oder andere Mydriatika evtl. unabsichtlich erweitert worden, dann hat Pilocarpin keinen oder nur einen sehr geringen Effekt.

!Eine Lähmung des N. oculomotorius muss man unbedingt erkennen, da ein Hirntumor oder eine Aneurysmablutung die Ursache sein kann! Nicht immer sind alle Symptome (weite Pupille, Schielstellung, Ptosis) vollständig ausgeprägt.

Therapie

Die Therapie richtet sich nach der Ursache.

Fallbeispiel

Eine 42-jährige Patientin wird wegen weiter Pupille des rechten Auges notfallmäßig in die Neurochirurgische Klinik eingewiesen, nachdem sie sich rechts am Kopf gestoßen hatte und jetzt über Kopfschmerzen klagt. Das Computertomogramm ist völlig normal, weitere neurologische Zeichen bestehen nicht. Deshalb wird sie zur weiteren Abklärung der Augenklinik zugewiesen. Der ophthalmologische Befund und die Augenmotilität sind vollkommen regelrecht, eine äußere Okulomotoriusparese besteht nicht. Die Anamnese ergibt zunächst keinen weiteren Hinweis auf die Genese der Pupillenstörung. Zur weiteren Abklärung wird deshalb niedrig konzentriertes Pilokarpin (0,25%) getropft. Die Pupille bleibt weit!

Es kann sich also nicht um eine Denervierung wie bei innerer Okulomotoriusparese handeln, bei der aufgrund der Denervierungs-Hypersensitivität die Pupille sehr eng werden müsste. Es muss also ein Parasympatholytikum getropft worden sein, das die Rezeptoren blockiert. Auf näheres Befragen diesbezüglich erinnert sich die Patientin jetzt, dass sie nach dem Trauma ein

Fremdkörpergefühl im rechten Auge verspürt habe

6

171

10

 

10.3 · Krankheitsbilder

und deshalb die Augentropfen eines ihrer Kinder getropft habe. Dieses Kind wurde wegen Strabismus am nicht schielenden Auge zur Amblyopieprophylaxe mit Atropin behandelt (sog. Penalisation, 7 Kap. 21), wobei der Mutter nicht bewusst war, dass es sich um pupillenerweiternde Tropfen handelte.

Reflektorische Pupillenstarre. Früher war die reflektorische Pupillenstarre (Argyll-Robertson-Phänomen; Argyll ist der Vorname von Dr. Robertson!) häufig durch Tabes dorsalis (Lues IV) bedingt, die heute selten ist. Diese Pupillenstörung kann außerdem bei Diabetes mellitus, multipler Sklerose oder Lyme-Borreliose auftreten. Sie wird durch eine Läsion supranukleärer Fasern erklärt, die normalerweise die Westphal-Edin- ger-Kerne hemmen. Charakteristisch ist eine enge Pupille mit überschießender, prompter Naheinstellungsmiosis. Die Therapie richtet sich nach der Grundkrankheit.

Zustand nach Iristrauma oder Iritis. Eine Verletzung (Einriss) des Sphincter pupillae infolge eines stumpfen Traumas des Augapfels (z.B. durch einen Tennisball) kann zu einer starren, weiten Pupille führen (. Abb. 11.9). Nach Entzündungen (Iritis, Iridozyklitis) ist die Iris oft mit der Linse verklebt (hintere Synechien) und reagiert deshalb nicht auf Licht (. Abb. 11.2b).

Störung der sympathischen Innervation: Horner-Syndrom

Definition, Ursache

Es handelt sich um eine Störung der sympathischen Innervation des Dilatator pupillae, weshalb die Pupille pathologisch eng ist. Dem Horner-Syndrom liegt meist eine Läsion des 2. oder 3. Neurons der sympathischen Pupillenbahn zugrunde, Störungen des 1. Neurons gibt es nur in Kombination mit Hirnstammsymptomen (vaskuläre, entzündliche oder tumoröse Hirnstammläsionen, Syringomyelie). Ursachen einer Läsion des 2. Neurons (»präganglionär«) sind Halsverletzungen (. Abb. 10.6), Struma und der sog. Pancoast-Tumor. Ursachen einer Läsion des 3. Neurons sind ein Aneurysma der A. carotis int., »Cluster Headache« (neuralgische Migraine) sowie Tumoren im Sinus cavernosus oder im Nasopharynx. Häufig lässt sich auch keine Ursache finden. Das kindliche Horner-Syndrom ist entweder kongenital (harmlos) oder erworben, dann liegt oft ein Neuroblastom zugrunde.

Symptome, Befunde

Hauptzeichen des Horner-Syndroms sind eine Miosis und eine mäßige Ptosis (. Abb. 10.6). Die Miosis entsteht durch Lähmung des M. dilatator pupillae, die

. Abb. 10.6. Horner-Syndrom. Die rechte Pupille des Patienten ist die pathologische. Man beachte die Verletzung (Narbe) auf der rechten Halsseite (Schädigung des 2. Neurons durch Verletzung)

Ptosis entsteht durch Ausfall des sympathisch innervierten Müller-Lidmuskels (M. tarsalis). Meist steht auch das Unterlid etwas höher, denn auch im Unterlid befinden sich einige vom Sympathikus innervierte Muskelfasern. Durch den Höherstand des Unterlides hat man fälschlich den Eindruck, es bestünde ein Enophthalmus (Pseudoenophthalmus).

Eine Läsion des 1. sympathischen Neurons geht nahezu immer mit einer Hirnstammoder Halsmarksymptomatik einher. Bei einer Läsion des 2. Neurons kommt es zu Störungen der Schweißsekretion (Anhidrose des Gesichts und des Arms).

Beim angeborenen Horner-Syndrom ist die Iris der betroffenen Seite heller (Heterochromie), weil die Irispigmentierung bei sympathischer Denervierung ausbleibt.

Pharmakologische Testung

zur Lokalisation der Schädigung

Durch Applikation von Pholedrin lässt sich ermitteln, ob das 2. oder 3. sympathische Neuron geschädigt ist: Diese Substanz setzt an den sympathischen Nervenendigungen der Iris Noradrenalin frei (indirektes Sympathomimetikum) und erweitert deshalb normalerweise die Pupille.

4Bei einer Läsion des 3. Neurons fehlen die präsynaptischen Strukturen, daher kann Pholedrin kein Noradrenalin freisetzen: Die Pupille bleibt eng.

172 Kapitel 10 · Pupille

4Bei einer Läsion des 2. Neurons dagegen bewirkt Pholedrin eine Pupillenerweiterung, weil das 3. Neuron intakt ist.

Man muss Pholedrin immer in beide Augen tropfen, um die Pupille des gesunden Auges als Vergleich zu haben.

Der Cocaintest ist weniger spezifisch. Cocain hemmt die Wiederaufnahme des Noradrenalins durch die präsynaptische Struktur. Bei Horner-Syndrom bleibt die betroffene Pupille eng, die gesunde Pupille erweitert sich. Man kann allerdings nicht zwischen einer Schädigung des 2. und 3. Neurons unterscheiden.

10.4Physiologische, diagnostische und therapeutische Mydriasis

10.4.1 Physiologische Mydriasis

Eine Mydriasis kommt physiologischerweise bei seelischer Erregung (Schreck, Lust) oder Schmerz vor und ist durch Adrenalinausschüttung (Erhöhung des Tonus

des M. dilatator pupillae) bedingt.

10

10.4.2 Diagnostische Mydriasis

Vor der Applikation eines diagnostischen Mydriatikums muss man den Patienten stets fragen, ob er mit dem Auto oder Motorrad unterwegs ist, da er mit erweiterter Pupille nicht fahrtüchtig ist. Nötigenfalls muss man ihn bitten, zu einem anderen Termin mit einem öffentlichen Verkehrsmittel oder als Beifahrer wiederzukommen.

Zwei Substanzgruppen bewirken eine Mydriasis:

Parasympatholytika und Sympathomimetika. Parasympatholytika. Tropicamid ist das Standard-

präparat zur diagnostischen Pupillenerweiterung. Tropicamid wirkt nur wenige Stunden (nach ca. 2–3 Stunden ist die störende Mydriasis abgeklungen) und verursacht nur eine ebenso kurze Akkommodationsparese (Handelspräparate 7 Kap. 26). Weite Pupillen galten früher als Zeichen seelischer Erregbarkeit und Schönheit, deshalb erweiterten manche Frauen ihre Pupillen künstlich mit einem pflanzlichen Extrakt aus Atropa belladonna. Dessen Wirkstoff, das Parasympatholytikum Atropin, ist wegen seiner langen Wirkungsdauer nicht als diagnostisches Mydriatikum geeignet.

Sympathomimetika. Will man die Pupille erweitern, ohne eine Akkommodationsstörung zu verursachen, verabreicht man ein Sympathomimetikum (Phenylephrin 5–10%, Handelspräparate 7 Kap. 26). Wegen der Kreislaufwirkung durch systemische Resorption darf

man nicht zu oft tropfen. Cocain, ein indirektes Sympathomimetikum, ist wegen der Suchtgefahr und einer möglichen Epithelschädigung der Hornhaut zur Pupillenerweiterung nicht mehr gebräuchlich. Die Pupillenerweiterung nach Sympathomimetika kann durch Dapiprazol, ein alpha-1-Sympatholytikum (Benglau ) kurzfristig wieder aufgehoben werden.

Kombination. Zur Untersuchung der peripheren Netzhaut muss die Pupille stark erweitert werden. Hierfür kann man Tropicamid und Phenylephrin gemeinsam tropfen, da beide einen unterschiedlichen Angriffspunkt haben.

10.4.3 Therapeutische Mydriasis

Für eine therapeutische Mydriasis, die bei Iridozyklitis zur Prophylaxe hinterer Synechien indiziert ist, müssen länger wirksame Parasympatholytika verwendet werden. Homatropin 1% wirkt am gesunden Auge 1 Tag,

Scopolamin 0,25% etwa 4–6 Tage, Atropin 1% bis zu 2 Wochen. Diese Medikamente wirken am entzündeten Auge viel kürzer als am gesunden Auge, so dass man bei Iridozyklitis Atropin manchmal 3- bis 5-mal täglich anwenden muss. Alle genannten Mydriatika werden als wässrige oder ölige Lösungen in den Bindehautsack getropft.

!4 Scopolamin und Atropin können bei Kindern und alten Menschen Verwirrtheitszustände

auslösen.

4Mydriatika darf man erst verabreichen, nach-

dem man sich durch seitliche Beleuchtung (. Abb. 2.10) vergewissert hat, dass die Vor-

derkammer peripher nicht abgeflacht ist, oder nachdem man sich durch Gonioskopie überzeugt hat, dass der Kammerwinkel weit ist. Bei engem Kammerwinkel können alle Mydriatika einen Glaukomanfall bewirken, auch wenn früher keine Zeichen auf Glaukom hingewiesen haben.

4Vor einer diagnostischen Mydriasis muss man den Patienten darauf hinweisen, dass er mit erweiterter Pupille nicht fahrtüchtig ist.

4Bei intrakranieller Drucksteigerung, bei bewusstlosen Patienten oder bei Schädelverletzungen sollte man keine Mydriatika geben, um die neurologische Diagnostik nicht zu behindern.

10.4 · Physiologische, diagnostische und therapeutische Mydriasis

173

10

 

 

 

In Kürze

 

Untersuchung der Pupillenreaktion. Zuerst unter-

erkennen, da ein Hirntumor oder eine Aneurysma-

sucht man den efferenten, dann den afferenten

blutung die Ursache sein kann.

Schenkel der Pupillenbahn.

5 Eine Augapfelprellung verursacht häufig einen

5 Die Störung des efferenten (motorischen) Schen-

Einriss des M. sphincter pupillae und dadurch eine

kels der Pupillenbahn erkennt man daran, dass

efferente Pupillenstörung.

die Pupillen bei einseitigem Befall unterschiedlich

5 Auch nach Applikation von pupillenerweitern-

weit sind (Anisokorie) und dass die Reaktionsam-

den Augentropfen (Atropin, Scopolamin) ist die

plitude der betroffenen Pupille vermindert ist.

Pupille durch Lähmung des M. sphincter pupillae

5 Den afferenten (sensorischen) Schenkel der

reaktionslos und weit.

Pupillenbahn prüft man durch den Wechselbe-

5 Die Pupillotonie ist eine häufige, harmlose Stö-

lichtungstest.

rung der parasympathischen Pupilleninnervation.

 

Sie wird durch eine Fehlinnervation des M. sphinc-

Krankheitsbilder mit Störungen des afferenten

ter pupillae hervorgerufen.

Schenkels der Pupillenbahn. Eine Störung des affe-

5 Beim Horner-Syndrom ist die sympathische Inner-

renten Schenkels der Pupillenbahn weist auf eine

vation gestört. Auf der betroffenen Seite ist des-

Läsion der Sehbahn (Tumor, Retrobulbärneuritis,

halb die Pupille eng, und das Oberlid hängt durch

Optikusatrophie) oder auf eine ausgedehnte Schädi-

Lähmung des Müller-Muskels etwas herab.

gung der Netzhaut hin.

 

 

Diagnostische und therapeutische Mydriasis. Vor

Krankheitsbilder mit Störungen des efferenten

einer diagnostischen Erweiterung der Pupille muss

Schenkels der Pupillenbahn

man beachten, dass bei engem Kammerwinkel durch

5 Eine (efferente) Pupillenlähmung im Rahmen

Pupillenerweiterung ein Glaukomanfall ausgelöst

der Okulomotoriusparese muss man unbedingt

werden kann.

481

Literaturverzeichnis

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483

A

 

 

Sachverzeichnis

. verweist auf Abbildung des gesuchten Stichworts. Fette Seitenzahlen kennzeichnen Hauptfundstellen.

A

 

 

 

 

 

 

Adenom, pleomorphes, Tränendrüse

– medikamentös induzierter

356

 

 

 

 

 

 

78, 327

 

 

 

 

 

 

– psychogener

 

356

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Adenoviren, Konjunktivitis

93

Akrozephalosyndaktylie, Augenbeteili-

Abdecktest

18, 18., 51, 360, 361,

Aderfigur 154

 

 

 

 

 

gung

471

 

 

 

 

 

363

 

 

 

 

 

 

– Netzhautgefäße

32

 

 

Albinismus

188, 190, 250, 251, 471

– alternierender

363

 

Aderhaut (Chorioidae)

3, 3., 8, 8.,

– Fundus 208, 401

 

 

– einseitiger

363

 

 

189–201, 207, 207.

 

 

– okulärer

188, 250, 251, 401

Abduzenslähmung

383, 384, 384.

– Anatomie

190

 

 

 

 

– okulokutaner

188, 188., 250, 401

– isolierte

384

 

 

 

– Entwicklung

398

 

 

Alexie 11

 

 

 

 

 

 

A-Bild-Echographie 46., 47

– Entzündung 7 Chorioiditis

Alkoholismus

 

 

 

 

 

Ablatio retinae (Netzhautablösung) 25,

– Erkrankungen

191–201, 402

– Katarakt

150

 

 

 

47, 151, 210–216, 212., 337

– Fehlbildungen

 

201

 

 

– Optikusatrophie

282

 

– Ätiologie

210

 

 

 

– Physiologie

 

190

 

 

Alpert-Syndrom

330, 471

 

– Definition

210

 

 

– Untersuchung

 

190, 191

 

Alphabetsymptome 366

 

– Diagnostik

212, 213, 476

Aderhautamotio

 

191, 197, 201, 213

Alport-Syndrom

152, 469, 470

– Differenzialdiagnose

213

Aderhautarterien

 

228

 

 

Alterskatarakt

402

 

 

– exsudative

211, 237

 

Aderhautatrophie, peripapilläre 336,

Altersreflex

160

 

 

 

– familiäre Disposition

210

336.

 

 

 

 

 

 

Alterssichtigkeit 7 Presbyopie

– Form 213.

 

 

 

 

Aderhautdegeneration

201

Altersstar 147., 149, 150

 

– Gutachterfragen

216

Aderhautfalten, Orbitaerkrankungen

– grauer

148

 

 

 

 

 

– idiopathische

210

 

321

 

 

 

 

 

 

– überreifer

149, 149.

 

– komplizierte

260, 261

Aderhauthämangiom

200

 

Amaurose

 

 

 

 

 

 

– – Vitrektomie

265

 

Aderhautkolobom

201, 201.

– Hypertonie

293

 

 

– Myopie

210

 

 

 

Aderhautmelanom 35, 38, 47.,

– kongenitale

 

252, 402

 

– Operation

214

 

 

197–200, 197., 198.

 

Amaurosis

 

 

 

 

 

 

– primäre

210

 

 

 

– Ablatio retinae

 

211, 213

 

– congenita

252, 402

 

 

– Prognose

215

 

 

 

Aderhautmetastase 200, 200., 211

– fugax

226, 466

 

 

 

– rhegmatogene

210

 

Aderhautnävus

198, 200

 

Amblyopie

153, 338, 364, 368, 371

– sekundäre

211

 

 

Aderhautosteom

 

200, 200.

– Ptosis

62

 

 

 

 

 

– seröse

197, 243, 246

 

Aderhauttumoren

197–201

– Vorbeugung

 

315

 

 

– Strabismus

362

 

 

– Ablatio retinae

 

213

 

 

Ametropie

33, 334, 334.

 

– Symptome

211

 

 

Adie-Syndrom

169

 

 

Amiodaron

130, 434

 

 

– Therapie 213–215

 

Adrenalin, Konjunktivitis 86

Amnionmembran

121

 

– traumatisch bedingte

211

Adrenochrom

 

100

 

 

Amotio retinae

 

216

 

 

– trichterförmige

261

 

Afferenzprüfung

 

21

 

 

7 Ablatio retinae

 

 

ACAID (anterior chamber associated

Agnosie, visuelle

 

11

 

 

Amphotericin B

 

 

 

 

immune deviation) 6

Ägyptische Körnerkrankheit

90

– Endophthalmitis

196

 

Acetazolamid

431

 

 

Aids, Augenbeteiligung

469

– Pilzkeratitis

122

 

 

– Senkung des Augeninnendrucks

Akanthamöben-Keratitis 121, 121.,

Amyloidhyalose

261

 

 

306, 307, 312

 

 

 

122

 

 

 

 

 

 

Anämie, Augenbeteiligung

466

Acetylsalicylsäure

434

 

Akkommodation

 

4, 5, 144, 145, 166,

Anamnese

16, 17

 

 

 

Achromasie

210

 

 

 

353–356

 

 

 

 

 

 

– Augenverletzungen

409, 410

Achromatopsie

400

 

– Altersverlauf

354, 354.

 

angioid streaks

 

249, 249.

 

Achsenametropie

33, 334

– Mechanismus

354

 

 

Angiomatosis retinae

235, 403

Achsenhypermetropie

337, 337.

Akkommodationslähmung

184, 355,

Angiopathia retinae traumatica 408

Aciclovir

428

 

 

 

 

356, 386

 

 

 

 

 

 

Aniridie

188, 401

 

 

 

– Keratitis

125, 126

 

– einseitige

356

 

 

 

 

– traumatische

 

184

 

 

– Netzhautnekrose

238

– medikamentöse, vor Brillenverord-

Aniseikonie

155, 340

 

 

– Viruskonjunktivitis

94

nung 338

 

 

 

 

 

 

Anisokorie

167

 

 

 

– Zoster ophthalmicus

58

Akkommodationsschwäche

356

– physiologische

167

 

 

Adenokarzinom, Nasenraum 77

Akkommodationsspasmus

356

Anisometropie

 

340, 341, 362

 

484

Sachverzeichnis

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ankyloblepharon

60

 

 

 

 

Arthritis

 

 

 

 

 

 

 

 

– Fehlbildungen

397, 398

 

 

anomale retinale Korrespondenz

367,

– idiopathische, Iridozyklitis

178

– Innervation

9, 10

 

 

 

 

368.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

– rheumatoide, Augenbeteiligung 468

– Lymphknoten

82

 

 

 

 

Anomalquotient

45

 

 

 

 

– – Iridozyklitis

180

 

 

 

– rotes 85, 86, 475

 

 

 

 

Anopie

400

 

 

 

 

 

 

 

– – Skleritis

140

 

 

 

 

– Stromunfall

414

 

 

 

 

Antiallergika

429, 436

 

 

 

Assoziationsfelder, visuelle

11

 

– trockenes

79

 

 

 

 

 

Antiarrhythmika, Nebenwirkungen

Asthenopie

356

 

 

 

 

– UV-Schädigung

413

 

 

434

 

 

 

 

 

 

 

 

 

– akkommodative

336, 356

 

 

– Verätzung

413

 

 

 

 

 

Antibiotika

16, 107, 426–428

 

Astigmatismus

33, 339, 339., 340,

Augenabschnitt

 

 

 

 

 

– Hornhautulkus

120

 

 

 

 

340.

 

 

 

 

 

 

 

 

– hinterer

6, 7

 

 

 

 

 

– Hornhautverätzung

112

 

 

– Diagnostik

339, 340

 

 

 

– – Untersuchung

22–25

 

 

– Iridozyklitis

183

 

 

 

 

– einfacher myoper 339

 

 

 

– vorderer

4–7, 5.

 

 

 

 

– Konjunktivitis

92

 

 

 

 

– Formen

339

 

 

 

 

 

– – Untersuchung

19–22, 21., 36,

 

Antidepressiva, Nebenwirkungen

434

– gegen die Regel

339

 

 

 

37.

 

 

 

 

 

 

 

Antiphlogistika, nichtsteroidale 429,

– gemischter

339

 

 

 

Augenbecher

397

 

 

 

 

436

 

 

 

 

 

 

 

 

 

– hypermetroper

339

 

 

 

Augenbecherspalte

397, 398.

 

– Hornhautverätzung

112

 

 

– inversus

339

 

 

 

 

 

Augenbeteiligung, Allgemein-

 

– Iridozyklitis

183

 

 

 

 

– irregulärer

339

 

 

 

 

erkrankungen

465–472

 

 

Antirheumatika, Nebenwirkungen

434

– – myoper

127

 

 

 

 

Augenbewegungen, Schlotter-

 

Anulus tendineus communis

379.

– Korrektur

 

33, 341, 342

 

 

 

bewegung

177

 

 

 

 

Aphakie

154, 177

 

 

 

 

– LASIK

348

 

 

 

 

 

 

Augenblase

 

 

 

 

 

 

APMPPE 194., 195

 

 

 

 

– mixtus

339

 

 

 

 

 

– primäre

397

 

 

 

 

 

Apoplexia papillae

279

 

 

 

– nach der Regel

339

 

 

 

– sekundäre

397, 398.

 

 

Apparat, dioptrischer

145

 

 

– photorefraktive Keratektomie

132,

Augenerkrankungen

 

 

 

 

Applanationstonometrie 298, 299.

348

 

 

 

 

 

 

 

 

– dominant vererbte

396

 

 

Apraclonidin

431

 

 

 

 

 

– rectus

339

 

 

 

 

 

– erbliche

395–404

 

 

 

– Senkung des Augeninnendrucks

– regelmäßiger

339

 

 

 

– genetische Beratung

396

 

306, 307, 313

 

 

 

 

 

 

– Skiaskopie

35

 

 

 

 

– Leitsymptome

474–479

 

 

Apraxie, okulomotorische

391, 392

– unregelmäßiger

339

 

 

 

– rezessiv vererbte

396

 

 

Arachnodaktylie, Augenbeteiligung

– zusammengesetzter myoper

339

– X-chromosomal vererbte

397

 

472

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Astigmatismuskorrektur

 

 

 

Augenhintergrund 7 Fundus

 

Arbeitsplatz, Beleuchtung

450

 

– chirurgische

133, 134, 134.

 

Augenhöhle 7 Orbita

 

 

 

Arcus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

– Inzision

134, 350

 

 

 

Augeninnendruck

6

 

 

 

– lipoides

129, 129.

 

 

 

 

Astrozytom

 

 

 

 

 

 

 

– erhöhter

296, 311

 

 

 

– senilis

129

 

 

 

 

 

 

 

– Papille

284

 

 

 

 

 

– – endokrine Orbitopathie

325

 

Area

 

 

 

 

 

 

 

 

 

– Retina

234, 235

 

 

 

– – Venenverschluss

222

 

 

– praetectalis

166.

 

 

 

 

A-Symptom

366

 

 

 

 

– erniedrigter, Iridozyklitis

179

 

– striata

289

 

 

 

 

 

 

 

Atropa belladonna

172

 

 

 

– medikamentöse Senkung

306, 307

 

A1-Rezeptorenblocker 427

 

 

Atrophia gyrata

201, 403

 

 

 

– Messung

50, 298

 

 

 

 

Argonionenlaser

 

441

 

 

 

 

Atropin

355, 427

 

 

 

 

– Regulation

296

 

 

 

 

Argyll-Robertson-Phänomen 171

 

– Akkommodationslähmung

338, 355

– Schätzung

26

 

 

 

 

 

Argyrose

100

 

 

 

 

 

 

 

– Intoxikatin

436

 

 

 

 

– Schwankungen

304.

 

 

Arsen, Optikusatrophie

283

 

 

– Iridozyklitis 181

 

 

 

– stark erhöhter

311

 

 

 

Arteria

 

 

 

 

 

 

 

 

 

– Mydriasis

 

172

 

 

 

 

– Tagesprofil

304., 307

 

 

– centralis retinae

7, 8., 10., 190,

Aufbrechzeit

117

 

 

 

 

– zu hoher

296

 

 

 

 

 

208

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aufdecktest

18, 18., 363

 

 

 

Augenkammer

 

 

 

 

 

– ciliaris anterior

8.

 

 

 

 

Aufreißzeit

73

 

 

 

 

 

– hintere

3.

 

 

 

 

 

– ciliaris posterior brevis

8, 8., 10

Augapfel 3, 3., 4

 

 

 

 

– vordere

3.

 

 

 

 

 

– ciliaris posterior longa

8, 8.

 

– Cerclage

214, 215.

 

 

 

Augenkompresse

16

 

 

 

– communicans posterior, Aneurysma

– Inhalt

3

 

 

 

 

 

 

 

Augenkrankheiten 7 Augen-

 

386

 

 

 

 

 

 

 

 

 

– Länge

313, 335

 

 

 

erkrankungen

 

 

 

 

 

– hyaloidea, Reste

262

 

 

 

– Wand

3

 

 

 

 

 

 

 

Augenmedikamente

425–437

 

– iridis nasalis

8

 

 

 

 

 

Augapfelpol

4

 

 

 

 

 

7 Augensalbe

 

 

 

 

 

– ophthalmica

7, 10., 320., 321

Augapfelprellung

253, 254

 

 

– Schwangerschaft

437

 

 

– temporalis

8

 

 

 

 

 

 

– Ablatio retinae

211

 

 

 

– Stillperiode

437

 

 

 

 

Arterienastverschluss

224, 224.

 

Augapfelschrumpfung 7 Phthisis bulbi

Augenmotilitätsprüfung 19, 19., 50,

 

Arteriitis temporalis 279, 280, 280.

Auge

 

 

 

 

 

 

 

 

321

 

 

 

 

 

 

 

– Zentralarterienverschluss

224

 

– Blutgefäße

7, 8, 8.

 

 

 

Augenmotilitätsstörungen

404

 

Arteriosklerose, Augenbeteiligung

466

– Embryonalentwicklung

397, 398

– endokrine Orbitopathie 325