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Ординатура / Офтальмология / Немецкие материалы / Angiographie-Atlas des Augenhintergrundes_Heinrich Heimann, Kellner, Foerster_2004.pdf
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10 Entzündliche und Autoimmunerkrankungen

10.1 Toxoplasmose-Chorioretinitis L. Krause

Epidemiologie, Pathophysiologie und Klinik

Toxoplasma gondii ist der Erreger der häufigsten Form der posterioren Uveitis. Die Infektion wird meist kongenital erworben, es besteht dann häufig eine Narbe im Bereich der Makula. Die Erkrankung kann jedoch auch im Rahmen einer postnatalen Toxoplasmoseinfektion entstehen.

Der Erreger persistiert in verkapselter Form in den Zellen. Es kann zur Reaktivierung des Erregers kommen, die oftmals am Rand einer alten postentzündlichen Narbe auftritt.

Ophthalmoskopisch finden sich gelbweiße, etwas unscharf begrenzte retinale oder chorioretinale Herde, teilweise mit deutlicher Glaskörperinfiltration, so dass der Einblick auf den Fundus vermindert ist. Die Herde sind meist am hinteren Augenpol lokalisiert.

Als Sonderform ist die direkt juxtapapilläre Lage (Jensen) anzusehen, dabei besteht typischerweise ein bogenförmiges Skotom.

Eine choroidale Neovaskularisation (CNV) ist eine seltene Komplikation.

Fluorescein-Angiographie

In der Regel ist die Fluorescein-Angiographie zur Diagnose einer Toxoplasmose-Chorioretinitis nicht erforderlich, in bestimmten Fällen zur Differenzialdiagnose jedoch hilfreich.

In der Frühphase besteht eine Hypofluoreszenz im Bereich der alten Narbe, das frische Infiltrat zeigt eine Hyperfluoreszenz als Ausdruck einer gesteigerten Leckage.

Die arteriovenöse Phase zeigt diffuse Hyperfluoreszenzen im Bereich des Infiltrates. Weiterhin besteht die Hypofluoreszenz im Bereich der Narbe.

In der Spätphase kommt es zur Zunahme der Hyperfluoreszenzen durch stärker werdende Leckagen.

Diagnose und Behandlung

Die Diagnose erfolgt durch den ophthalmoskopischen Befund. Ein serologischer Nachweis im Blut ist oft schwierig. In fraglichen Situationen kann über ein Kammerwasserpunktat Material für eine PCR-Diagnos- tik gewonnen werden.

Die funktionelle Prognose ist vom Ort des Infiltrates abhängig, wobei die Nähe zur Fovea und Papille entscheidend ist.

Der Nachweis von Vaskulitiden, Gefäßverschlüssen und aktiven entzündlichen Infiltraten erfolgt mit der Fluo- rescein-Angiographie. Darüber hinaus lassen sich choroidale Neovaskularisationen als mögliche Komplikation darstellen.

Die Indikationsstellung zur Therapie ist sehr variabel. Da die akute Erkrankung selbstlimitierend und eine Behandlung der in den Zellen ruhenden Sporen nicht möglich ist, ist eine Behandlung bei Läsionen mit großem Abstand von Papille und Makula nicht erforderlich.

Bei Makulaoder Papillennähe ist eine Therapie indiziert, wobei verschiedene Kombinationstherapien beschrieben wurden. Die Kombination von Sulfadiazin und Pyrimethamin ist zz. die gebräuchlichste Therapie, ggf. mit der zusätzlichen systemischen Gabe von Steroiden nach einem Intervall von 2 Tagen.

Eine Therapie mit Clindamycin ist ebenfalls wirksam, allerdings kann in einigen Fällen eine pseudomembranöse Kolitis als Nebenwirkung auftreten.

Literatur

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10.1 Toxoplasmose-Chorioretinitis

Abb. 10.1 a–i

aKlinisches Bild: Am temporal oberen Gefäßbogen gelegene weißliche Narbe mit einem direkt daneben liegenden flauschigen entzündlichen Infiltrat. Funduseinblick durch entzündliche Glaskörperinfiltrate reduziert.

bFrühphase: Hypofluoreszenz im Bereich der Narbe und Hyperfluoreszenz im akut entzündeten Bereich.

cArteriovenöse Phase: Beginnende Leckage im Randbereich der Narbe und im Infiltrat.

dSpätphase: Die Leckage nimmt sowohl im Bereich der Narbe als auch im Bereich des frischen Infiltrates weiter zu.

eKlinisches Bild: Nach 8 Wochen Abheilung des entzündlichen Infiltrates findet sich nur noch eine Narbe mit Pigmentepithelunregelmäßigkeiten. Deutlich besserer Funduseinblick.

fFrühphase: Verbesserte Sichtbarkeit der Aderhautfüllung im Bereich der Narbe.

gArteriovenöse Phase: Wenig Hyperfluoreszenz im Randbereich der Narbe.

hSpätphase: Die Leckage nimmt im Bereich der Narbe nicht wesentlich zu.

iArteriovenöse Phase: Bild eines anderen Patienten mit einer choroidalen Neovaskularisation am Rand einer Toxoplasmosenarbe als Komplikation der Schädigung der Integrität von Netzhaut, retinalem Pigmentepithel und Aderhaut.

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10 Entzündliche und Autoimmunerkrankungen

10.2 Morbus Adamantiades-Behçet L. Krause

Epidemiologie, Pathophysiologie und Klinik

Der Morbus Adamantiades-Behçet ist eine generalisierte Vaskulitis mit Hautund Schleimhautveränderungen (orale und genitale Ulzera). Die Ätiologie ist nicht geklärt, vermutlich liegt eine multifaktorielle Genese bei bestimmter HLA-Disposition (HLA-B51) und Triggerung des Immunsystems durch Erreger zu-

1

 

grunde.

 

 

 

Ein Auftreten kann besonders häufig im mittleren und

 

 

fernen Osten beobachtet werden.

2

Bei Augenbeteiligung können retinale und choroidale

 

Gefäße betroffen sein. Das gleichzeitige Auftreten einer

 

 

Iritis und anterioren Uveitis ist häufig, aber nicht obli-

3

 

gat. Ein Hypopyon kann vorhanden sein.

 

An der Netzhaut finden sich Vaskulitiden mit entzünd-

 

 

 

lichen perivaskulären Infiltraten und retinale Blutun-

 

 

gen. Außerdem bestehen Gefäßverschlüsse mit Auftre-

4

 

ten von ischämischen Arealen und nachfolgender Ent-

 

wicklung von Neovaskularisationen und einem Sekun-

 

 

därglaukom.

 

Ein akut entzündliches Makulaödem kann in ein chro-

5

 

nisch zystoides Makulaödem übergehen.

 

Bei Papillenbeteiligung können eine Papillenschwel-

 

 

 

lung und parapapilläre Blutungen auftreten, die zu ei-

6

 

ner Optikusatrophie führen können.

Fluorescein-Angiographie

 

 

Die Fluorescein-Angiographie ist hilfreich zur Darstel-

7

 

lung des Ausmaßes der retinalen Ischämieareale, von

 

bereits geringen Leckagen aus beteiligten Gefäßen und

 

 

 

 

einem zystoiden Makulaödem.

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In der Frühphase zeigen sich Hypofluoreszenzen im Be-

 

reich der Kapillarverschlüsse und der ischämischen

 

 

Areale sowie Gefäßwandunregelmäßigkeiten.

 

In der arteriovenösen Phase entwickeln sich Hyperfluo-

9

 

reszenzen entlang der Gefäße durch eine gesteigerte

 

Permeabilität (sowohl der Arterien als auch der Venen).

 

 

Gefäßabbrüche und eine Blockade der Aderhautfluo-

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reszenz durch retinale und präretinale Blutungen sind

 

erkennbar.

 

 

 

In der Spätphase findet sich eine Zunahme der Hyperfluoreszenzen durch stärker werdende Leckagen und die mögliche Darstellung eines zystoiden Makulaödems.

Diagnose und Behandlung

Die Diagnose wird nach den Kriterien der „International Study Group for Behçet’s Disease“ gestellt: Rezidivierende orale Aphthen mit mindestens 2 Nebenkriterien (rezidivierende genitale Aphthen, Augenbeteiligung, Hautbeteiligung oder positives Pathergie-Phäno- men).

Der Nachweis von Vaskulitiden, Gefäßverschlüssen, ischämischen Arealen, Kapillarverschlüssen und zystoidem Makulaödem erfolgt mit der Fluorescein-Angio- graphie.

Die Therapie bei Augenbeteiligung umfasst lokale und/ oder systemische Steroide und schließt als Basismedikation zur Reduzierung der Rezidivhäufigkeit Immunsuppressiva (Cyclosporin A, Azathioprin) ein.

Neuere Forschungsergebnisse haben ein gutes Ansprechen der Erkrankung auf Interferon α zeigen können.

Literatur

Atmaca LS, Batioglu F, Idil A. Retinal and disc neovascularization in Behcet’s disease and efficacy of laser photocoagulation. Graefes Arch Clin Exp Ophthalmol. 1996;234:94–9.

Bozzoni-Pantaleoni F, Gharbiya M, Pirraglia MP, Accorinti M, PivettiPezzi P. Indocyanine green angiographic findings in Behcet disease. Retina. 2001;21:230–6.

Matsuo T, Sato Y, Shiraga F, Shiragami C, Tsuchida Y. Choroidal abnormalities in Behcet disease observed by simultaneous indocyanine green and fluorescein angiography with scanning laser ophthalmoscopy. Ophthalmology. 1999;106:295–300.

Yazici H, Barnes CG. Practical treatment recommendations for pharmacotherapy of Behcet’s syndrome. Drugs. 1991;42:796–804.

Zouboulis CC. Epidemiology of Adamantiades-Behcet’s disease. Ann Med Interne (Paris). 1999;150:488–98.

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10.2 Morbus Adamantiades-Behçet

Abb. 10.2 a–f

 

a Klinisches Bild: Patient mit akutem Entzündungsschub bei gesi-

e Arteriovenöse Phase: Die Blutungen erscheinen als Blockadephä-

 

chertem Morbus Adamantiades-Behçet. Der Einblick ist reduziert

nomen, zusätzlich können Gefäßwandunregelmäßigkeiten beob-

 

durch entzündliche Glaskörperinfiltrate. Der Wallreflex der Ma-

achtet werden. Der avaskuläre nasal untere Sektor erscheint hy-

 

kula ist verstrichen, die Papille leicht hyperämisch.

pofluoreszent.

b

Frühe arteriovenöse Phase: Leichte Hyperfluoreszenzen parama-

f Spätphase: Teleangiektatische Gefäßveränderungen im nasal un-

 

kulär als Ausdruck einer entzündlich gesteigerten Permeabilität.

teren Quadranten, das avaskuläre Areal bleibt weiterhin hypo-

c

Spätphase: Deutliches, durch die parafoveale Hyperfluoreszenz

fluoreszent. Eine Laserkoagulation im betroffenen Quadranten

 

zu erkennendes, zystoides Makulaödem. Ferner Hyperfluoreszen-

sollte erwogen werden.

 

zen entlang der temporalen Gefäßbögen.

 

dKlinisches Bild: Punktblutungen, Gefäßabbrüche und Netzhautödem im nasal unteren Quadranten bei akuter Vaskulitis im Rahmen eines Morbus Adamantiades-Behçet.

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10 Entzündliche und Autoimmunerkrankungen

10.3 Zytomegalieund Herpes-simplex-Virus-Retinitis L. Krause

Zytomegalie-Virus-Retinitis

Epidemiologie, Pathophysiologie und Klinik

Bei kongenitaler Übertragung des Zytomegalie-Virus kommt es meist zu einem subklinischen Verlauf. Die Krankheit kann bei den betroffenen Kindern von Hörstörungen bis hin zu einer geistigen Retardierung füh-

1ren. Die Retina ist in etwa 30 % der Fälle beteiligt.

Die erworbene Form der Zytomegalie-Virus-Retinitis

 

findet sich in der Regel bei immunsupprimierten Pa-

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tienten nach Therapie mit Immunsuppressiva oder bei

Immundefektsyndromen (AIDS).

 

Die Retinitis ist durch flauschige weiße retinale Herde

3

(Netzhautnekrosen), Gefäßverschlüsse und retinale

Blutungen gekennzeichnet.

 

 

Die Netzhautnekrosen können ausgedehnt sein, wo-

 

durch es im Verlauf zu Netzhautablösungen kommen

4

kann. Die Entzündung hinterlässt meist große Narbe-

nareale mit Pigmentveränderungen.

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Fluorescein-Angiographie

Die Fluorescein-Angiographie ist zur Diagnose in der

 

 

Regel nicht erforderlich.

 

In der Frühphase bestehen Blockadephänomene im Be-

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reich von Blutungen, sonst meist eine regelrechte arte-

rielle Füllung. Eventuell bestehen Gefäßunregelmäßig-

 

keiten in vaskulitischen Bezirken.

 

Die arteriovenöse Phase zeigt diffuse Hyperfluoreszen-

7

zen im Bereich der veränderten Gefäße und der Infil-

trate sowie Hypofluoreszenzen durch avaskuläre Berei-

 

 

che.

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In der Spätphase nehmen die Hyperfluoreszenzen

durch stärker werdende Leckagen im Bereich der ent-

 

zündlich veränderten Gefäße und eventuell auch im

 

Bereich der Papille zu.

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Diagnose und Behandlung

 

Die Diagnose ergibt sich durch den klinischen Befund

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und Befundkonstellation der Allgemeinbefunde.

Die Therapie besteht derzeit aus einer systemischen

 

Gabe von Foscarnet oder Ganciclovir, eventuell kombi-

 

niert mit einem vitrealen Ganciclovir-Implantat. Die

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Therapie eines eventuell vorliegenden Immundefekt-

syndroms (AIDS) wird parallel durchgeführt.

Nach ausgeheilter Infektion kann der Verlauf durch Reaktivierungen der Infektion oder langfristig durch eine epiretinale Gliose, ein zystoides Makulaödem oder eine Netzhautablösung kompliziert werden. In diesen Fällen ist unter Umständen eine Vitrektomie indiziert.

Herpes-simplex-Virus-Retinitis

Epidemiologie, Pathophysiologie und Klinik

Die Herpes-simplex-Virus-Retinitis kann ebenfalls kongenital oder später erworben sein. Die Augenbeteiligung kann zu einer Konjunktivitis, Keratitis oder Chorioretinitis führen. Erreger sind der Herpes-simplex-Vi- rus Typ I oder Typ II.

Bei Netzhautbeteiligung kann eine akute Retinanekrose (ARN) bei ansonsten gesunden Menschen auftreten.

Diese ist gekennzeichnet durch ausgedehnten Netzhautnekrosen und Gefäßobliterationen, im Verlauf kann eine Netzhautablösung entstehen.

Fluorescein-Angiographie

Die Fluorescein-Angiographie ist zur Diagnose in der Regel nicht erforderlich.

In der Frühphase bestehen Hypofluoreszenzen durch retinale und choroidale Gefäßverschlüsse.

In der arteriovenösen Phase entwickeln sich Leckagen im Bereich der entzündlich veränderten Gefäße sowie Hyperfluoreszenzen in Arealen mit Netzhautödem. Hypofluoreszenzen bestehen in Ischämiearealen und durch Blockaden bei Blutungen.

In der Spätphase wird eine Zunahme der Leckagen beobachtet.

Diagnose und Behandlung

Die Diagnose ergibt sich durch den ophthalmoskopischen Befund.

Die Therapie besteht in systemischer Gabe von Aciclovir und ggf. vitreoretinaler Chirurgie.

Literatur

Cytomegalovirus (CMV) culture results, drug resistance and clinical outcome in patients with AIDS and CMV retinitis treated with foscarnet or ganciclovir. Studies of Ocular Complications of AIDS (SOCA) in collaboration with the AIDS Clinical Trial Group. J Infect Dis. 1997;176:50–8.

Cassoux N, Bodaghi B, Katlama C, LeHoang P. CMV retinitis in the era of HAART. Ocul Immunol Inflamm. 1999;7:231–5.

Dhillon B, Ramaesh K, Leen C. Changing trends in cytomegalovirus retinitis with highly active anti-retroviral therapy (HAART). Eye. 1999;13:275–6.

Goldberg DE, Wang H, Azen SP, Freeman WR. Long term visual outcome of patients with cytomegalovirus retinitis treated with highly active antiretroviral therapy. Br J Ophthalmol. 2003;87:853–5.

Ritterband DC, Friedberg DN. Virus infections of the eye. Rev Med Virol. 1998;8:187–201.

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10.3 Zytomegalieund Herpes-simplex-Virus-Retinitis

Abb. 10.3 a–f

a Klinisches Bild: Akute Zytomegalie-Virus-Retinitis. Nasal und temporal der Papille gelegene weiße flauschige Infiltrate. Gefäß im Bereich des nasalen Herdes destruiert. Funduseinblick durch zellige Glaskörperinfiltration reduziert.

bLeeraufnahme: Gut darstellbare retinale Infiltrate nasal und temporal der Papille.

cFrühe arteriovenöse Phase: Gefäßabbrüche im Bereich des nasalen Infiltrates, ansonsten regelrechte arterielle Füllung. Füllungsdefekt der Aderhaut im Bereich des nasalen Infiltrates.

dSpätphase: Hyperfluoreszenz im Bereich des Infiltrates als Ausdruck einer gesteigerten Leckage.

eKlinisches Bild: Temporaler Herd eines retinalen Infiltrates. Ebenfalls Gefäßläsionen im Bereich der entzündlich veränderten Netzhaut.

fArteriovenöse Phase: Deutlicher Füllungsdefekt (Hypofluoreszenz) im Bereich des Infiltrates. Am Rand des Infiltrates beginnende Hyperfluoreszenz. Erkennbare Gefäßwandunregelmäßigkeiten und Leckagen aus den entzündlich veränderten Gefäßen.

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10 Entzündliche und Autoimmunerkrankungen

10.4 Sarkoidose

L. Krause

Epidemiologie, Pathophysiologie und Klinik

Die Sarkoidose ist eine granulomatöse Systemerkrankung, die histopathologisch durch nichtverkäsende epitheloidzellige Granulome mit Langerhans-Riesenzellen gekennzeichnet ist. Die Erkrankung sollte bei allen entzündlichen Veränderungen der hinteren Augenabschnitte in die Differenzialdiagnose einbezogen werden.

Die Ätiologie ist unbekannt. Die Sarkoidose tritt am häufigsten in der afroamerikanischen Bevölkerung der USA auf.

In über 90 % der Fälle erfolgt die Manifestation in der Lunge (Schwellung der Hiluslymphknoten), wobei alle anderen Organe mit akuten oder chronischen Verlaufsformen beteiligt sein können.

Eine Augenbeteiligung besteht in 25–60 % der Fälle. Im Vorderabschnitt können Bindehautgranulome und eine chronische Iridozyklitis vorkommen. Eine retinale Vaskulitis ist gekennzeichnet durch flauschig-weißliche Infiltrate der Retina und perivaskuläre, besonders die Venen umgebende Infiltration mit begleitenden Blutungen. Eventuell sind verschlossene Gefäße zu erkennen. Hyperund Depigmentierungen entstehen als sekundäre Entzündungsfolgen. Retinale Granulome sind selten.

Aufgrund der Gefäßverschlüsse sind sekundären Gefäßproliferationen möglich.

Ein zystoides Makulaödem und eine choroidale Neovaskularisation (CNV) können auftreten.

Fluorescein-Angiographie

Zum Nachweis von Vaskulitiden, Gefäßverschlüssen, aktiven entzündlichen Infiltraten und einem zystoiden Makulaödem ist eine Fluorescein-Angiographie sinnvoll.

In der Frühphase entstehen Hyperfluoreszenzen entlang der entzündlich veränderten Gefäße; Hypofluoreszenzen durch Kapillarrarefizierungen und Blockaden durch Hyperpigmentierungen können ebenfalls beobachtet werden.

In der arteriovenösen Phase bestehen diffuse Hyperfluoreszenzen im Bereich der veränderten Gefäße, insbesondere der Venen, sowie diffuse Leckagen im Bereich der Aderhaut.

Die Spätphase weist eine Zunahme der Hyperfluoreszenzen durch Zunahme der Leckagen, im Makulabereich evtl. als Ausdruck eines zystoiden Makulaödems, auf.

Diagnose und Behandlung

Die Diagnose beruht auf Röntgenbefund oder CT der Lunge. Der ACE-Spiegel (Angiotensin Converting Enzyme) im Blut ist erhöht.

Ein bioptischer Nachweis der Granulome in Bindehaut und Lunge ist möglich.

Die systemische Therapie ist abhängig von den beteiligten Organen. Am Auge ist lokal die Gabe von Steroiden und Mydriatika indiziert. Bei stärkerer okulärer Beteiligung ist die systemische Gabe von Steroiden erforderlich.

Literatur

Dana MR, Merayo-Lloves J, Schaumberg DA, Foster CS. Prognosticators for visual outcome in sarcoid uveitis. Ophthalmology. 1996;103:1846–53.

Jabs DA, Johns CJ. Ocular involvement in chronic sarcoidosis. Am J Ophthalmol. 1986;102:297–301.

Rothova A. Ocular involvement in sarcoidosis. Br J Ophthalmol. 2000;84:110–6.

Stavrou P, Linton S, Young DW, Murray PI. Clinical diagnosis of ocular sarcoidosis. Eye. 1997;11:365–70.

Wolfensberger TJ, Herbort CP. Indocyanine green angiographic features in ocular sarcoidosis. Ophthalmology. 1999;106:285–9.

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10.4 Sarkoidose

Abb. 10.4 a–f

aKlinisches Bild: In der Netzhautperipherie gelegene weißliche Infiltrate. Das sich verzweigende Gefäß zeigt deutliche Randunschärfen und Unregelmäßigkeiten.

bFrühphase: Punktförmige Aufhellungen der Netzhautperipherie. Die Arterien beginnen sich gerade zu füllen.

cSpätphase: Hyperfluoreszenzen in der Netzhautperipherie als Ausdruck einer gesteigerten Leckage in den entzündlich veränderten Arealen.

dKlinisches Bild: Nach Steroidtherapie erkennt man die bleibenden Pigmentepitheldefekte an den Stellen der Infiltrate. Frische Infiltrate sind nicht nachweisbar.

eKlinisches Bild: Parapapilläres Infiltrat bei akuter Sarkoidose. Der Funduseinblick ist durch Glaskörpertrübungen reduziert. Die Papille erscheint randunscharf mit einem flauschigen weißlichen Infiltrat am Unterrand.

fSpätphase: Leichte Hyperfluoreszenz der Papille als Ausdruck einer entzündlichen Leckage.

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10.5 Skleritis posterior

L. Krause

 

Epidemiologie, Pathophysiologie und Klinik

 

Die arteriovenöse Phase zeigt diffuse Hyperfluoreszen-

Die Skleritis posterior ist in etwa 40 % der Fälle mit ei-

zen im Bereich der veränderten Aderhaut und der ent-

ner Systemerkrankung assoziiert (z. B. rheumatoide Ar-

zündlich mitbeteiligten Aderhaut.

thritis, Morbus Wegener, Lupus erythematodes). In den

In der Spätphase zeigt sich eine Zunahme der Hyper-

übrigen Fällen bleibt die Ätiologie häufig unbekannt.

fluoreszenzen durch stärker werdende Leckagen.

Frauen erkranken doppelt so häufig wie Männer.

 

Symptome sind variabel und können Schmerzen und

Diagnose und Behandlung

Augenbewegungsstörungen umfassen. Etwa 16 % der

Die Diagnose basiert auf der klinischen Symptomatik

Fälle sind mit einer Sehverschlechterung verbunden.

mit Schmerzen und dem Nachweis einer Aderhautver-

Ophthalmoskopisch sind Netzhautoder Aderhautver-

dickung oder von Skleraveränderungen im Ultraschall.

änderungen erkennbar, z. B. eine exsudative Ablatio,

Therapeutisch empfiehlt sich die Behandlung der

Aderhautamotio oder Aderhautfalten. Eine Aderhaut-

Grundkrankheit, bei unbekannter Ätiologie die syste-

schwellung kann so erhaben sein, dass sie für ein Ader-

mische Gabe nichtsteroidaler oder steroidaler Anti-

hautmelanom gehalten werden kann.

 

phlogistika.

In einigen Fällen findet sich eine Papillenschwellung.

 

 

 

Literatur

Fluorescein-Angiographie

Die Indikation für die Fluorescein-Angiographie bei posteriorer Skleritis ist eher die Verlaufskontrolle als die Diagnosestellung, da das fluoresceinangiographische Bild stark variieren kann.

In der Frühphase sind kaum Veränderungen sichtbar. Bei entzündlicher Mitbeteiligung der Aderhaut bestehen eventuell feinfleckige Hyperfluoreszenzen.

Benson WE. Posterior scleritis. Surv Ophthalmol. 1988;32:297–316. Calthorpe CM, Watson PG, McCartney AC. Posterior scleritis: a clini-

cal and histological survey. Eye. 1988;2:267–77.

Demirci H, Shields CL, Honavar SG, Shields JA, Bardenstein DS. Longterm follow-up of giant nodular posterior scleritis simulating choroidal melanoma. Arch Ophthalmol. 2000;118:1290–2.

McCluskey PJ, Watson PG, Lightman S, Haybittle J, Restori M, Branley M. Posterior scleritis: clinical features, systemic associations, and outcome in a large series of patients. Ophthalmology. 1999;106:2380–6.

Watson PG, Hayreh SS. Scleritis and episcleritis. Br J Ophthalmol. 1976;60:163–91.

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10.5 Skleritis posterior

Abb. 10.5 a–f

aKlinisches Bild: Am temporal unteren Gefäßbogen erkennt man eine deutliche Schwellung der Aderhaut mit Aderhautfalten von der Papille nach temporal und unten verlaufend. Papille und Gefäße erscheinen regelrecht.

bFrühphase: Füllung der retinalen arteriellen Gefäße, keine Leckage. Durch die Aderhautschwellung erscheinen die Netzhautgefäße unscharf.

cArteriovenöse Phase: Die venöse Gefäßfüllung ist regelrecht. Es findet sich eine streifige Zeichnung in der Aderhaut, aber keine Blockade der Aderhautfüllung.

dSpätphase: Das betroffene Areal stellt sich etwas hyperfluoreszenter als die übrige Aderhaut dar. Die streifige Aderhautstruktur besteht weiterhin. Ferner können feinfleckige Hyperfluoreszenzen in der Aderhaut, vermutlich als Ausdruck einer entzündlichen Mitreaktion, dargestellt werden.

eKlinisches Bild: Nach 2 Monaten unter systemischer Steroidtherapie haben sich die Veränderungen zurückgebildet.

fKlinisches Bild: Auch in der peripheren Netzhaut lassen sich keine Veränderungen mehr nachweisen.

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10.6 Vogt-Koyanagi-Harada-Syndrom L. Krause

Epidemiologie, Pathophysiologie und Klinik

Beim Vogt-Koyanagi-Harada-Syndrom besteht eine posteriore Uveitis in Kombination mit entzündlichen Veränderungen der Meningen, der Haut oder der Ohren.

Die Ätiologie ist unbekannt, eventuell kommt es zu einer Triggerung durch einen Virus. Eine Assoziation mit dem HLA-B53-Antigen wurde nachgewiesen.

Ein gehäuftes Auftreten wird in Asien beobachtet. Das Manifestationsalter liegt zwischen 30–50 Jahren. In der Regel sind beide Augen beteiligt.

Die Symptome umfassen unspezifische Sehstörungen und Visusminderung, Kopfschmerzen, Meningismus, Fieber und Schwindel.

Im weiteren Verlauf können Hypakusis, Vitiligo und Poliosis (Weißfärbung der Wimpern) auftreten.

Biomikroskopisch finden sich eine anteriore Uveitis sowie eine Chorioretinitis, die evtl. von einer exsudativen Ablatio begleitet wird, die sehr ausprägt sein kann.

Die Prognose ist abhängig von der Entstehung möglicher Komplikationen (Katarakt, Glaukom, choroidale Neovaskularisation und subretinale fibrotische Veränderungen). Diese treten hauptsächlich bei rezidivierenden Fällen auf.

Fluorescein-Angiographie

Die Fluorescein-Angiographie ist diagnostisch in der Regel nicht erforderlich, kann aber differenzialdiagnostisch hilfreich sein.

In der Frühphase zeigen sich Hypofluoreszenzen in der Aderhaut als Zeichen einer Zirkulationsstörung und Hyperfluoreszenzen im Bereich der Chorioretinitis.

In der arteriovenösen Phase bestehen diffuse Hyperfluoreszenzen im Bereich der veränderten retinalen Gefäße. Weiterhin finden sich diffuse Leckagen im Bereich der Aderhaut.

Die Spätphase ist gekennzeichnet durch eine Zunahme der Hyperfluoreszenzen aufgrund stärker werdender Leckagen auch im Bereich der exsudativen Ablatio retinae.

Diagnose und Behandlung

Die Diagnose basiert auf dem klinisch-okulären Befund und der Konstellation der Allgemeinbefunde.

Der Nachweis von Vaskulitiden, Gefäßverschlüssen und aktiven entzündlichen Infiltraten erfolgt mit der Fluo- rescein-Angiographie, ebenso lassen sich choroidale Neovaskularisationen als Komplikation nachweisen.

Die Therapie umfasst die systemische Gabe von Steroiden. Bei Nichtansprechen der Therapie sind u. U. Immunsuppressiva erforderlich.

Literatur

Moorthy RS, Inomata H, Rao NA. Vogt-Koyanagi-Harada syndrome. Surv Ophthalmol. 1995;39:265–92.

Read RW, Rao NA, Cunningham ET. Vogt-Koyanagi-Harada disease. Curr Opin Ophthalmol. 2000;11:437–42.

Read RW, Rechodouni A, Butani N, et al. Complications and prognostic factors in Vogt-Koyanagi-Harada disease. Am J Ophthalmol. 2001;131:599–606.

Stanga PE, Lim JI, Hamilton P. Indocyanine green angiography in chorioretinal diseases: indications and interpretation: an evidencebased update. Ophthalmology. 2003;110:15–21; quiz 22–3.

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10.6 Vogt-Koyanagi-Harada-Syndrom

Abb. 10.6 a–f

aKlinisches Bild: Seröse Abhebung der zentralen Netzhaut mit Gefäßunregelmäßigkeiten und unregelmäßiger Aderhauttextur.

bFrühphase: Unregelmäßige Gefäßfüllung, die Gefäßwände weisen unterschiedliche Kaliber auf, die Aderhaut füllt sich unregelmäßig und fleckförmig mit deutlichen Füllungsdefekten.

cArteriovenöse Phase: Fleckförmige hypofluoreszente Areale in der Aderhaut als Ausdruck einer diffusen Choroiditis mit Arealen von Füllungsdefekten und Hyperfluoreszenzen.

dSpätphase: Hyperfluoreszenz an der entzündlich mitbeteiligten Papille, Weiterbestehen der punktförmigen Aderhauthyperfluoreszenzen.

eKlinisches Bild: Partnerauge, ebenfalls seröse Netzhautablösung zentral mit punktförmiger Blutung am temporal oberen Gefäßbogen. Die Papille ist ebenfalls randunscharf.

fSpätphase: An diesem Auge besteht ebenfalls eine diffuse Choroiditis mit fleckförmigen Hyperfluoreszenzen im Aderhautbereich. Die Blutung am temporal oberen Gefäßbogen grenzt sich als Blockade ab. Es besteht eine persistierende Hyperfluoreszenz an der Papille.

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10 Entzündliche und Autoimmunerkrankungen

10.7 Akute posteriore multifokale plakoide Pigmentepitheliopathie

Epidemiologie, Pathophysiologie und Klinik

Die akute posteriore multifokale plakoide Pigmentepitheliopathie (APMPPE) basiert wahrscheinlich auf einer choroidalen Immunvaskulitis. Vorausgehende virale Erkrankungen sind häufig.

Sie tritt in der Regel bilateral zwischen dem 20–50. Lebensjahr auf.

Am Beginn steht eine akute Visusminderung. Am Augenhintergrund sind multiple, unscharf begrenzte Läsionen in Aderhaut und retinalem Pigmentepithel (RPE) sowohl am hinteren Pol und als auch mittelperipher zu sehen. Diese Läsionen grenzen sich im Verlauf schärfer ab und gegen in mehr oder weniger ausgeprägte, pigmentierte Narben über.

In der Regel kommt es zur spontanen Besserung innerhalb von 3–6 Wochen, allerdings sind Rezidive möglich.

Während ein Teil der Augen langfristig ein gutes Sehvermögen behält, ist bei Rezidiven und fovealer Beteiligung auch ein persistierender Visusverlust möglich.

Fluorescein-Angiographie

Die Fluorescein-Angiographie ist hilfreich für die Abgrenzung von anderen, mit fleckigen Läsionen einhergehenden Aderhauterkrankungen.

Bei der akuten posterioren multifokalen plakoiden Pigmentepitheliopathie finden sich in der Frühphase der Fluorescein-Angiographie hypofluoreszente Läsionen.

In der Spätphase entwickelt sich in diesen Läsionen eine deutlich Hyperfluoreszenz.

Die Aderhautfüllung kann verzögert sein.

Diagnose und Behandlung

Die Diagnose ergibt sich aus dem ophthalmoskopischen Befund und der Fluorescein-Angiographie.

Verschiedene entzündliche Erkrankungen der Aderhaut können mit fleckförmigen Läsionen einhergehen. Basierend auf der Häufigkeit des Vorkommens ist differenzialdiagnostisch die Abgrenzung des Multiple-Eva- nescent-White-Dot-Syndroms (MEWDS) wichtig (Kap. 10.9). Das MEWDS kann mit ähnlichen Symptomen auch nach einer viralen Erkrankung auftreten, wobei es häufiger unilateral und bei Frauen auftritt. Beim MEWDS bilden sich ebenfalls Flecken, die aber in der Regel kleiner sind als bei der akuten posterioren multifokalen plakoiden Pigmentepitheliopathie. Auch das angiographische Bild ist unterschiedlich, da beim MEWDS bereits im Frühstadium eine Hyperfluoreszenz besteht.

Es gibt keine gesicherte Therapie. Der Einsatz von Steroiden ist versucht worden, ohne dass es einen sicheren Hinweis auf eine wesentliche Beeinflussung des Krankheitsverlaufs gibt.

Literatur

Bird AC. Acute multifocal placoid pigment epitheliopathy. In: Ryan SJ, ed. Retina. 3rd ed. St. Louis: Mosby; 2001:1738–54.

Gass JD. Acute posterior multifocal placoid pigment epitheliopathy. In: Gass JD, ed. Stereoscopic atlas of macular diseases: Diagnosis and treatment. 4th ed. St. Louis: Mosby; 1997:668–75.

Roberts TV, Mitchell P. Acute posterior multifocal placoid pigment epitheliopathy: a long-term study. Aust N Z J Ophthalmol. 1997;25:277–81.

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10.7 Akute posteriore multifokale plakoide Pigmentepitheliopathie

Abb. 10.7 a–f

 

a Klinisches Bild: Es finden sich multiple, leicht erhabene, teils kon-

c

fluierende Läsionen am hinteren Pol und bis in die mittlere Peri-

 

pherie. Um die Fovea sind feine Fältelungen der elevierten Netz-

d

haut erkennbar.

 

b Frühphase: Es finden sich insbesondere nahe der Papille eine ver-

e

zögerte Aderhautfüllung und eine ausgeprägte Blockade im Be-

f

reich der klinisch sichtbaren Läsionen.

 

Arteriovenöse Phase: Die Aderhautfüllung ist jetzt regelrecht, die Blockade in den Läsionen noch vorhanden.

Spätere arteriovenöse Phase: Beginn der Hyperfluoreszenz in den zuvor blockierenden Läsionen.

Spätphase: Ausgeprägte Hyperfluoreszenz in allen Läsionen. Klinisches Bild: 3 Monate später deutliche, pigmentierte Vernarbung der Herde.

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10 Entzündliche und Autoimmunerkrankungen

10.8 Birdshot-Chorioretinopathie U. Kellner

Epidemiologie, Pathophysiologie und Klinik

Die Birdshot-Chorioretinopathie ist eine Autoimmunerkrankung, die stark mit dem Antigen HLA-A29.2 assoziiert ist.

Betroffen sind vorwiegend Nordeuropäer zwischen 30 und 60 Jahren. Die Erkrankung tritt bilateral auf und zeigt sehr variable Verläufe, in denen Exazerbationen und Remissionsphasen abwechseln können. Insgesamt ist der Verlauf eher chronisch-progressiv.

Charakteristisch sind ovale weißgelbe Läsionen in der äußeren Aderhaut ohne initiale Veränderungen des retinalen Pigmentepithels (RPE). Diese Läsionen sind häufig um die Papille zentriert.

Im Verlauf ist das Auftreten einer choroidalen Neovaskularisation (CNV), eines zystoiden Makulaödems, eines Papillenödems, einer retinalen Vaskulitis und einer Vitritis möglich.

Es gibt widersprüchliche Aussagen über eine Assoziation der Birdshot-Chorioretinopathie mit anderen Allgemeinerkrankungen. In einigen Studien wurden eine Vitiligo und vaskuläre Erkrankungen beobachtet, in anderen dagegen nicht.

Fluorescein-Angiographie

In der Fluorescein-Angiographie stellen sich die ovalen Läsionen oft weniger deutlich dar als in der Ophthalmoskopie. Die Angiographie ist zur Diagnose eines zystoiden Makulaödems indiziert.

In der Frühphase sind die ovalen Läsionen hypofluoreszent.

In der Spätphase besteht oft eine diffuse Hyperfluoreszenz aufgrund der retinalen Vaskulitis.

Diagnose und Behandlung

Die Diagnosestellung beruht auf den charakteristischen ophthalmoskopischen Befunden.

Der Nachweis des HLA-A29.2-Antigens macht die Diagnose sehr wahrscheinlich.

Die weitere Diagnostik ist abhängig von den aktuellen Befunden. Eine Fluorescein-Angiographie ist bei Verdacht auf ein zystoides Makulaödem oder eine choroidale Neovaskularisation indiziert.

Therapeutisch werden Steroide und Immunsuppressiva eingesetzt, wobei das Ansprechen auf die Therapie variabel ist. Einige Autoren haben beschrieben, dass mit dem Ganzfeld-Elektroretinogramm (ERG) der Therapieerfolg kontrolliert werden kann.

Bei einer choroidalen Neovaskularisation sind eine Laserkoagulation oder photodynamische Therapie zu erwägen.

Bei einem zystoiden Makulaödem ist der Versuch einer systemischen Therapie mit Acetazolamid sinnvoll.

Literatur

Gass JD. Vitiliginous chorioretinitis (bird-shot retinochoroidopathy). In: Gass JD, ed. Stereoscopic atlas of macular diseases: Diagnosis and treatment. 4th ed. St. Louis: Mosby; 1997:710–3.

Levinson RD, Gonzales CR. Birdshot retinochoroidopathy: immunopathogenesis, evaluation, and treatment. Ophthalmol Clin North Am. 2002;15:343–50.

Oh KT, Christmas NJ, Folk JC. Birdshot retinochoroiditis: long term follow-up of a chronically progressive disease. Am J Ophthalmol. 2002;133:622–9.

Ryan SJ, Rao NA. Birdshot retinochoroidopathy. In: Ryan SJ, ed. Retina. 3rd ed. St. Louis: Mosby; 2001:1702–8.

Zacks DN, Samson CM, Loewenstein J, Foster CS. Electroretinograms as an indicator of disease activity in birdshot retinochoroidopathy. Graefes Arch Clin Exp Ophthalmol. 2002;240:601–7.

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10.8 Birdshot-Chorioretinopathie

Abb. 10.8 a–f

aKlinisches Bild: Fortgeschrittene Birdshot-Chorioretinopathie mit deutlicher peripapillärer Atrophie. Im weiteren Verlauf Progression bis zur Erblindung.

bArteriovenöse Phase: Ausgeprägte Pigmentepitheldefekte und Leckage aus mehreren entzündlich veränderten Gefäßen.

cSpätphase: Ausgeprägte peripapilläre Choriokapillarisatrophie.

d Frühphase: Andere Patientin: Relativ normale Aderhautfüllung und noch normale retinale Gefäße.

eArteriovenöse Phase: Es bestehen Alterationen des perifovealen Gefäßnetzes sowie Leckagen aus mehreren retinalen Gefäßen.

fSpätphase: Deutliches zystoides Makulaödem und Hyperfluoreszenz der entzündlich veränderten Gefäßwände.

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10 Entzündliche und Autoimmunerkrankungen

10.9 Multiple-Evanescent-White-Dot-Syndrom U. Kellner

Epidemiologie, Pathophysiologie und Klinik

Das Multiple-Evanescent-White-Dot-Syndrom (MEWDS) ist eine seltene, akute, meist unilateral auftretende Erkrankung, der oft ein Virusinfekt vorausgeht. Möglicherweise besteht eine Assoziation mit dem HLA-B51-Antigen.

Die genaue Ätiologie ist nicht bekannt.

Das Manifestationsalter liegt bei 14–57 Jahren, wobei Frauen (75 %) häufiger betroffen sind.

Patienten bemerken akute Sehstörungen mit Photopsien; ein vergrößerter blinder Fleck ist in der Perimetrie nachweisbar.

Ophthalmoskopisch sieht man kleine, schwache, weiße Flecken tief in Retina und im retinalen Pigmentepithel (RPE), vorwiegend paramakulär am hinteren Pol, sowie eine granuläre Veränderung der Fovea.

Vitreale Zellen, eine randunscharfe Papille und venöse Gefäßeinscheidungen können vorkommen.

Eine spontane Besserung tritt innerhalb von 3–6 Wochen ein. Rezidive sind möglich, ein langfristig chronischer Verlauf ist sehr selten.

Fluorescein-Angiographie

Die Angiographie hilft in der Abgrenzung zu anderen, ebenfalls mit fleckförmigen Läsionen einhergehenden chorioretinalen Erkrankungen.

Bereits in der Frühphase finden sich in den klinisch sichtbaren Läsionen punktförmige Hyperfluoreszenzen.

In der Spätphase persistiert die Hyperfluoreszenz der Läsionen. Zusätzlich kann eine diffuse fleckförmige Leckage im retinalen Pigmentepithel, aus den retinalen Gefäßen oder aus den Kapillaren der Papille auftreten.

Nach Rückbildung der akuten Läsionen können Fensterdefekte verbleiben.

In der Indocyaningrün-Angiographie bestehen im Spätstadium hypofluoreszente Läsionen.

Diagnose und Behandlung

Die Diagnose des Multiple-Evanescent-White-Dot-Syn- droms ergibt sich aus dem klinischen Befund und der Angiographie. Die Abgrenzung zur akuten posterioren plakoiden multifokalen Pigmentepitheliopathie (APMPPE; Kap. 10.7) ergibt sich aus der Größe der Läsionen und insbesondere aus dem angiographischen Bild.

In der Perimetrie kann ein vergrößerter blinder Fleck vorhanden sein.

Funktionsuntersuchung und spezifische elektrophysiologische Tests (frühes Rezeptorpotenzial) weisen auf eine Störung im Zapfen-Photorezeptor-Pigmentepi- thel-Komplex, sind jedoch für die klinische Diagnostik in der Regel nicht erforderlich.

Therapeutische Möglichkeiten bestehen nicht.

Literatur

Gass JD. Multiple evanescent white dot syndrome. In: Gass JD, ed. Stereoscopic atlas of macular diseases: Diagnosis and treatment. 4th ed. St. Louis: Mosby; 1997:678–81.

Jampol LM, Tsai L. Multiple evanescent white dot syndrome. In: Ryan SJ, ed. Retina. 3rd ed. St. Louis: Mosby; 2001:1721–6.

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10.9 Multiple-Evanescent-White-Dot-Syndrom

Abb. 10.9 a–f

aKlinisches Bild: Insbesondere am temporal unteren Gefäßbogen und temporal der Makula multiple kleine fleckförmige Läsionen.

bFrühphase: Noch unregelmäßige Aderhautfüllung, die Flecken stellen sich noch nicht dar.

cArteriovenöse Phase: Die Läsionen zeigen eine unterschiedlich stark ausgeprägte Hyperfluoreszenz.

dSpäte arteriovenöse Phase: Persistenz der Hyperfluoreszenz ohne Zunahme.

eSpätphase: Persistenz der Hyperfluoreszenz ohne Zunahme.

fKlinisches Bild: Komplettes Verschwinden der Läsionen nach 5 Monaten.

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10 Entzündliche und Autoimmunerkrankungen

10.10 Serpiginöse Choroidopathie U. Kellner

Epidemiologie, Pathophysiologie und Klinik

Die serpiginöse Choroidopathie (Synonym: geographische helikoide peripapilläre Chorioiditis) ist eine bilateral chronisch-rezidivierende Aderhauterkrankung unklarer Ursache.

Das Hauptmanifestationsalter liegt zwischen 40–60 Jahren.

Von der Papille ausgehend entstehen relativ scharf umgrenzte, grau-weiße akute Läsionen in Aderhaut und im retinalen Pigmentepithel (RPE). Die ersten Stadien verlaufen in der Regel inapparent, so dass bei subjektiver Symptomatik neue Läsionen angrenzend an oder nahe bei älteren Narben zu sehen sind.

Die Abheilung einer Läsion führt zu einer chorioatrophischen Narbe. Das Auftreten einer choroidalen Neovaskularisation (CNV) ist mit einer Häufigkeit von bis zu 25 % beschrieben.

Die subjektive Symptomatik ist abhängig von der Lage der Funktionsstörung zur Fovea.

Differenzialdiagnostisch ist die sehr seltene, autoso- mal-dominant vererbte helikoide peripapilläre chorioretinale Dystrophie abzugrenzen.

Fluorescein-Angiographie

Die Angiographie ist diagnostisch von begrenztem Wert, da sowohl die atrophischen Narben als auch akute Herde in der Regel klinisch erkennbar sind.

In der Frühphase finden sich hypofluoreszente Läsionen und Blockaden.

Im Verlauf des Angiogramms findet sich in akuten Herden eine zunehmende Hyperfluoreszenz bis in die Spätphase.

Im Narbenstadium finden sich ausgeprägte Choriokapillarisdefekte, in den Narben selbst Hypofluoreszenz, am Rande der Narbe in der Spätphase Staining.

Diagnose und Behandlung

Der ophthalmoskopische Befund ist charakteristisch, so dass abgesehen von der Familienanamnese zum Ausschluss einer dominanten helikoiden peripapillären chorioretinalen Dystrophie weitere diagnostische Maßnahmen nicht erforderlich sind.

Therapeutische Möglichkeiten sind umstritten. Bei Auftreten einer choroidalen Neovaskularisation sollte eine Laserkoagulation oder eine photodynamische Therapie (PDT) je nach Lokalisation erwogen werden. Allerdings besteht keine Auswirkung auf den weiteren Verlauf der Choroidopathie.

Bei foveanahen Läsionen wird die orale Gabe von Steroiden oder einer Kombinationstherapie mit Immunsuppressiva empfohlen, ohne dass bei der Seltenheit dieser Erkrankung eine Wirkung eindeutig gesichert ist. Aufgrund der schlechten Prognose im natürlichen Verlauf erscheint ein Therapieversuch jedoch gerechtfertigt.

Literatur

Akpek EK, Ilhan-Sarac O. New treatments for serpiginous choroiditis. Curr Opin Ophthalmol. 2003;14:128–31.

Christmas NJ, Oh KT, Oh DM, Folk JC. Long-term follow-up of patients with serpiginous choroiditis. Retina. 2002;22:550–6.

Gass JD. Serpiginous choroiditis (geographic choroiditis, helicoid peripapillary choroidopathy). In: Gass JD, ed. Stereoscopic atlas of macular diseases: Diagnosis and treatment. 4th ed. St. Louis: Mosby; 1997:158–65.

Schatz H, McDonald HR, Johnson RN, Ai E. Geographic helicoid peripapillary choroidopathy. In: Ryan SJ, ed. Retina. 3rd ed. St. Louis: Mosby; 2001:1746–55.

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10.10 Serpiginöse Choroidopathie

Abb. 10.10 a–f

 

a Klinisches Bild: Ausgeprägte, teils einzeln liegende, jedoch weit-

c Mittelphase: Darstellung der großen Aderhautgefäße.

gehend konfluierende chorioatrophische Narbenareale am hinte-

d Spätphase: Narbenstaining am Rande der Läsionen.

ren Pol.

e Klinisches Bild: Fingerförmig von der Papille ausstrahlende cho-

b Frühphase: Deutliche Füllung der großen Aderhautgefäße bei

rioatrophische Narben.

Fehlen von Choriokapillaris und Pigmentepithel.

f Spätphase: Deutliches Staining am Rande der Narben.

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