Добавил:
kiopkiopkiop18@yandex.ru t.me/Prokururor I Вовсе не секретарь, но почту проверяю Опубликованный материал нарушает ваши авторские права? Сообщите нам.
Вуз: Предмет: Файл:
Ординатура / Офтальмология / Немецкие материалы / Altersabhangige Makuladegeneration_Holz, Pauleikhoff, Spaide, Bird_2011.pdf
Скачиваний:
0
Добавлен:
28.03.2026
Размер:
12.57 Mб
Скачать

12.7 · Vitamin C

von Omega-3- Fettsäuren eine um 30% reduzierte Inzidenz einer fortgeschrittener AMD aufwiesen[48].

In der Blue-Mountains-Eye-Studie zeigte sich eine reduzierte 10-Jahres-Inzidenzrate für frühe AMD, wenn Probanden mindestens eine Fischmahlzeit pro Woche aßen [34]. Eine weitere große australische Kohortenstudie ergab gleichfalls eine inverse Assoziation zwischen einem höheren Konsum von Omega-3 Fettsäuren und früher AMD, bei Vergleich des höchsten und niedrigsten Quartils [56].

Im Gegensatz dazu zeigte der dritte National Health and Nutrition Examination Survey keinen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen Fischkonsum und Inzidenz sowie Prävalenz der AMD [57]. In ihrer Metaanalyse zum Omega-3-Fettsäurenkonsum und AMD-Ri- siko folgerten Chong et al., dass der Konsum von Ome- ga-3 Fettsäuren mit einem geringeren AMD-Risiko verbunden sein könnte, die Evidenz jedoch insgesamt noch nicht ausreiche, um Empfehlungen zur Primärprävention in der Allgemeinbevölkerung auszusprechen [50].

Es existiert eine zunehmende Anzahl klinischer und wissenschaftlicher Daten, die eine Rolle der Omega-3 Fettsäuren in Pathogenese und Progression der AMD unterstützen. Angesichts dieser zunehmenden Evidenz ist die Notwendigkeit einer großen, randomisierten, kontrollierten Multicenterstudie offensichtlich. Die AREDS2 wird den Effekt einer Nahrungsergänzung mit DHA plus EPA (1 g/Tag) auf die Sekundärprävention der AMD untersuchen [25].

12.6Vitamin E

Vitamin E liegt in der Retina in Form von α-Tocopherol vor [58]. Es ist ein starkes Antioxidans und Radikalfänger und wurde als potenzielles Mittel zur Beeinflussung des Krankheitsverlaufs bei AMD untersucht. Nahrungsquellen für Vitamin E sind z. B. Vollkornprodukte, angereicherte Getreideflocken und Nüsse [59].

Die Vitamin E Intervention in Cataract and Age-Rela- ted Maculopathy Studie (VECAT) war eine prospektive, randomisierte plazebokontrollierte Studie, die den Effekt einer Nahrungsergänzung mit 400 IU Vitamin E auf die Inzidenz der frühen und späten AMD in einer australischen Bevölkerungsgruppe untersuchte. Die Studie konnte keinen Einfluss der Vitamin E Nahrungsergänzung auf die Inzidenz der frühen und späten AMD belegen. Es zeigte sich eine leichte Reduktion der Hypopigmentierung bei Patienten mit früher AMD [60].

Andere Ergebnisse zur Aufnahme von Vitamin E und AMD-Risiko waren uneinheitlich. Eine hohe Nahrungsaufnahme von Vitamin E zeigte in der Physicians’-

201

12

 

 

 

Health-Studie eine Risikoreduktion für ein Neuauftreten einer AMD, wenngleich dieses Ergebnis nicht statistisch signifikant war (RR 0,87) [61]. Im Gegensatz dazu hatten Probanden in der Blue-Mountains-Eye-Studie im oberen Tertil der Vitamin E-Aufnahme ein höheres Risiko für eine späte AMD als diejenigen im unteren Tertil, wenngleich auch dieser Trend nicht signifikant war [18].

In der Eye Disease Case Control Studie zeigte Vitamin E gar keinen Effekt auf die Inzidenz von AMD [38]. Die AREDS-Rezeptur beinhaltete 400 IU Vitamin E und erbrachte in Kombination mit Vitamin C, Zink und β-Carotin eine Risikoreduktion für eine fortgeschrittene AMD bei Teilnehmern mit mittlerem Progressionsrisiko [16]. In der Rotterdam Studie ergab sich eine Risikoreduktion für neuaufgetretene AMD mit erhöhter Nahrungsaufnahme von Vitamin E [19].

Eine große Metaanalyse von Studien zum Einfluss von Vitamin E auf die Mortalität zeigte ein minimal erhöhtes Mortalitätsrisiko unter Nahrungsergänzung mit Vitamin E sowohl bei alleinigem Konsum als auch in Kombination mit β-Carotin und Vitamin A (RR 1,04) [62]. Mortalitätsanalysen in der AREDS ergaben kein erhöhtes Sterberisiko unter der AREDS-Nahrungsergänzung [11].

12.7Vitamin C

Vitamin C ist ein wasserlösliches, industriell aus Glukose hergestelltes Molekül, das eine wichtige Rolle in der Synthese von Kollagenen, Katecholaminen und Neurohormonen spielt. Des Weiteren fungiert es als Antioxidans, indem es freie Radikale abfängt und diese in der Retina und anderem Nervengewebe unschädlich macht [63]. Vitamin C spielt zudem eine wichtige Rolle bei Immunabwehr und Eisenabsorption und Vitamin-E-Regenera- tion [64]. In den äußeren Segmenten der Stäbchenzellen und in Müllerzellen schützt Vitamin C das Vitamin E (α-Tocopherol), eine wichtige Komponente der retinalen Membran, vor durch UV-Strahlung induzierter Oxidation [65]. Vitamin C ermöglicht auch die Regeneration von Vitamin E und verbessert damit den antioxidativen Effekt auf die Retina [66].

Vitamin C muss über die Nahrung zugeführt werden, da es nicht endogen produziert werden kann. Es findet sich vor allem in Zitrusfrüchten, Tomaten, Kartoffeln, roter und grüner Paprika, Brokkoli, Kiwi und Erdbeeren [19, 64].

Eine bedeutende Studie ergab keinen signifikanten Zusammenhang zwischen einer überoder unterdurchschnittlichen Einnahme von Vitamin C und dem Auftreten einer AMD [18]. Eine andere Studie jedoch zeigte, dass eine überdurchschnittliche Aufnahme von Vita-

202 Kapitel 12 · Nahrungsergänzung

min C, kombiniert mit Vitamin E, β-Carotin und Zink, verglichen mit einer unterdurchschnittlichen Aufnahme von mindestens einem dieser Nährstoffe mit einem um 35% reduzierten Risiko eines Neuauftretens einer AMD einhergingen [19]. Insgesamt sind die Daten zur potenziellen therapeutischen Rolle von Vitamin C bei AMD begrenzt. Ein protektiver Effekt hängt möglicherweise mit einer Verbesserung des gesamten systemischen oxidativen Status zusammen.

12.8Zink

Zink wird hauptsächlich in Muskeln, Knochen, Haut, Haaren und der Leber von Erwachsenen gespeichert [67]. Zink befindet sich in Austern, rotem Fleisch, Geflügel, Bohnen, Nüssen, Vollkorn, Krabben, Hummer und Milchprodukten. Die Bioverfügbarkeit aus Getreide und anderen Pflanzen ist geringer als die aus tierischen Quellen [68]. Zink und andere Metalle (wie z. B. Kupfer) spielen eine wichtige Rolle im Sehzyklus und dem Überleben der Photorezeptoren [69]. Es findet sich vor allem in pigmentreichen Strukturen (Retina, Choroidea, RPE). Als Kofaktor und Bestandteil verschiedener wichtiger Enzyme (Carboanhydrase, Alkoholdehydrogenase, Kupfer, Zink-Superoxiddismutase) spielt Zink eine aktive Rolle in der Rhodopsin-Synthese (in Zusammenarbeit mit Vitamin A), bei der Proteinstabilisation, der Modifikation von Plasmamembranen der Photorezeptoren, der Mo-

12 dulation der synaptischen Weiterleitung und dem Schutz gegenüber zellulären Stress-Signalwegen [67, 69, 70]. Im RPE unterstützt Zink die Induktion der Synthese von Metallothionein, was bei der Beseitigung von Hydroxylradikalen helfen könnte [67].

Studien an Tieren ergaben einen Zusammenhang zwischen Zinkmangel und Anenzephalie, Anophthalmie, Mikrophthalmie und einem gestörten Immunsystem [70– 72]. Beim Menschen wurde Zinkmangel mit Nachtblindheit, AMD, gestörter Dunkeladaptation und anderen pigmentären Retinopathien in Zusammenhang gebracht [67, 70, 73–75]. Des Weiteren wurde nachgewiesen, dass sich der Zinkgehalt in der neuralen Retina und Choroidea altersabhängig verändert [69]. Bei männlichen Patienten zeigten sich im Alter eine Abnahme des Zinkgehaltes in der neuronalen Retina und ein Anstieg in der Choroidea. Im RPE zeigte sich keine altersabhängige Veränderung [69, 75]. Primaten mit einer früh beginnenden Makuladegeneration wiesen einen verminderten Zinkgehalt auf [76]. Studien zur Rolle von Zink bei AMD bei Menschen erbrachten jedoch widersprüchliche Ergebnisse.

Seit einiger Zeit wird ein positiver Behandlungseffekt oraler Nahrungsergänzung mit Zink vermutet [77].

Eine Studie von Newsome et al. aus dem Jahr 2008 zeigte, dass eine orale Nahrungsergänzung mit Zink-Mo- nozystein (25 mg zweimal täglich) die Makulafunktion (Sehschärfe, Kontrastempfindlichkeit) bei Patienten mit trockener AMD im Vergleich zu Plazebo verbesserte [78]. Die AREDS ergab eine Risikoreduktion sowohl für die Entwicklung einer fortgeschrittenen AMD als auch für die Progression einer intermediären zur fortgeschrittenen AMD [16]. Bestätigt wurde dies durch die Blue-Moun- tains-Eye-Studie, in der Patienten mit einer Nahrungsergänzung von >15,8 mg Zink/Tag (das höchste Aufnahmetertil) eine um 46% reduzierte Wahrscheinlichkeit hatten, eine frühe AMD zu entwickeln und eine zu 44% geringere, jegliche Form von AMD zu entwickeln [18].

Die Beaver-Dam-Eye-Studie zeigte einen umgekehrten Zusammenhang zwischen Zinkkonsum und der Inzidenz von Pigmentstörungen, jedoch keine signifikante inverse Assoziation zwischen Zinkkonsum und der Inzidenz einer frühen AMD [79]. Bei Patienten mit exsudativer AMD in einem Auge fand sich durch orale Zinksubstitution kein Kurzzeiteffekt (24 Monate) auf den Verlauf der AMD [80]. In der AREDS wurden die ZinkSerumkonzentrationen gemessen und es zeigte sich ein Anstieg um 17% bei Patienten, die zinkhaltige Rezepturen einnahmen. Dieser Effekt bestand sowohl nach einem als auch nach 5 Jahren [81]. Patienten, die Zink einnahmen, wiesen eine höhere Wahrscheinlichkeit für einen stationären Aufenthalt aufgrund urogenitaler Erkrankungen auf als die, die keine Zinkrezepturen einnahmen (7,5% vs. 4,9% für Männer und Frauen und 8,6% vs. 4,4% nur für Männer) [16]. Aktuelle Daten deuten darauf hin, dass Patienten, die homozygot für den risikotragenden Phänotyp des Komplementfaktors H (Y402H/Y402H) sind, weniger auf eine Behandlung mit Zink ansprechen [82].

12.9Folsäure und B-Vitamine

Folsäure, Vitamin B12 und B6 sind wasserlösliche, natürlich vorkommende Vitamine. Folsäure findet sich vor allem in grünblättrigem Gemüse, Zitrusfrüchten, Bohnen und Erbsen. Es ist wichtig für die Zellteilung, besonders bei der Produktion von Erythrozyten und der Verstoffwechselung von Homozystein. Brote, Getreideflocken und andere Getreideprodukte sind oftmals mit Folsäure angereichert [83].

Vitamin B12 (Cyanocobalamin) kommt natürlicherweise in Fisch, Fleisch, Geflügel, Eiern und Milchprodukten vor. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Erythrozytenbildung, der DNA-Synthese, Nervenfunktionen und im Homozysteinstoffwechsel. Vitamin B6 findet sich in angereicherten Getreideflocken, Bohnen, Fleisch, Geflü-

12.10 · AREDS2

gel, Fisch, Obst und Gemüse [83]. Es spielt eine wichtige Rolle im Erythrozyten-Stoffwechsel, im Nervensystem, im Immunsystem und für die Sauerstoffkapazität des Hämoglobins. Homozystein ist eine hochreaktive vermittelnde Aminosäure im Methioninstoffwechsel und benötigt ausreichende Konzentrationen von Folsäure, Vitamin B12 und Vitamin B6 für eine adäquate Transsulfurierung und Re-Methylierung [84–86].

Eine Steigerung der Homozysteinspiegel (>15 μmol/l) kann zu einer Schädigung des vaskulären Endothels durch Freisetzung von freien Radikalen führen, wie auch zu einer Proliferationsförderung der glatten Muskulatur und einer erhöhten Gerinnungsneigung [84, 87, 88]. Es hat sich gezeigt, dass die Homozysteinspiegel mit dem Alter ansteigen und bei Männern höher sind [84]. Hyperhomozysteinämie erwies sich als ein unabhängiger Risikofaktor für kardiound zerebrovaskuläre Erkrankungen, periphere Gefäßerkrankungen, Arteriosklerose und Thrombose [84, 86, 88]. Zusätzlich zu den bekannten Effekten von Homozystein auf Gefäße konnte eine Toxizität auf Ganglienzellen und Störungen des Redox-Thiol-Haushaltes, gefolgt von gesteigerten Konzentrationen an Pro-Oxidan- zien gezeigt werden [85, 89].

Nowak et al. zeigten, dass Patienten mit AMD im Vergleich zur Kontrollgruppe einen erhöhten Gehalt an Homozystein aufwiesen, jedoch keinen signifikanten Unterschied der Konzentrationen an Vitamin B12 und Folsäure [85]. Eine Studie von Heuberger jedoch ergab keinen Zusammenhang zwischen Homozysteinspiegeln und AMD und einen gegenläufigen Zusammenhang zwischen Folsäure und weichen Drusen bei nicht-hispanischen Farbigen [85]. Die toxischen Effekte von Homozystein sowie Arteriosklerose gerieten unter Verdacht Risikofaktoren für die Pathogenese der AMD zu sein [85, 86, 90]. Nach einem von Friedman et al. erstellten Modell, haben AMD und Arteriosklerose gemeinsame Risikofaktoren und pathogenetische Mechanismen, die zu einer Ablagerung von Lipiden in der Sklera und der BruchMembran führen, was wiederum zu einer Abnahme des choroidalen Blutflusses, einer Erhöhung des choriokapillären Drucks, Drusen und einer Beschädigung der Bruch-Membran führen könnte. Patienten mit fortgeschrittener AMD weisen verminderte choriokapilläre Dichte und Durchmesser verglichen mit normalen Makulae auf [91]. Die Rotterdam Eye Studie zeigte, dass Patienten unter 85 Jahren mit Plaques in der Karotisbifurkation eine 4,7-fach erhöhte Prävalenzwahrscheinlichkeit für eine neovaskuläre Makuladegeneration hatten [92].

Ergebnisse der Women’s Antioxidant and Folic Acid Cardiovascular Studie (WAFACS) erbrachten, basierend auf einem 7,3 Jahre Follow-up, ein erstmals nach 2 Jahren ersichtlich werdendes und um 35–40% reduziertes AMD-

203

12

 

 

 

Risiko bei den Probanden, die eine Nahrungsergänzung mit Folsäure, Pyridoxin und Cyanocobalamin erhielten. Eine AMD wurde mittels eines Bestätigungs-Fragebogens, der in der WAFACs an den behandelnden Arzt gesandt wurde, selbst gemeldet; aufgrund dieses Studiendesigns ist es möglicherweise schwierig, die tatsächlichen AMD-Ra- ten zweifelsfrei zu bestimmen [93]. Die Blue-Mountains- Eye-Studie zeigte, dass Homozysteinspiegel >15 μmol/l bei Patienten unter 75 Jahren mit einer erhöhten AMDWahrscheinlichkeit verbunden waren, und dass Hyperhomozysteinämie einen noch deutlicheren Risikofaktor bei niedrigen Vitamin-B12-Spiegeln darstellte [87].

Axer-Siegel et al. wiesen um 27,9% erhöhte Homozysteinspiegel bei Patienten mit neovaskulärer AMD nach verglichen mit Patienten mit trockener AMD und um 21,9% höhere als in der Kontrollgruppe. Die mittlere Homozysteinkonzentration lag bei neovaskulärer AMD bei 16,5 nmol/l verglichen mit 11,9 nmol/l bei trockener AMD und 12,5 nmol/l in der Kontrollgruppe. Dies deutet darauf hin, dass erhöhte Homozysteinwerte in Zusammenhang mit der exsudativen neovaskulären AMD stehen, aber nicht mit der trockenen AMD [84]. Es konnte gezeigt werden, dass eine Behandlung mit Folsäure, Pyridoxin und Cyanocobalamin Plasma-Homozystein-Konzentrationen vermindern [93, 94]. Insbesondere eine Nahrungsergänzung alleinige mit Folsäure kann Plasma-Homozystein- Konzentrationen um 13–25% reduzieren [95,96].

Zusätzlich zu ihrer Rolle im Homozystein-Stoffwech- sel leisten Folsäure und die B-Vitamine eventuell auch einen eigenständigen Schutz vor AMD, möglicherweise durch ihre antioxidativen Effekte und ihre Fähigkeit, Blutgefäße bei der Wiederherstellung des endothelialen Stickstoffoxidgehalts zu unterstützen, womit die vaskuläre Reaktionsfähigkeit verbessert und die Atherogenität des Endothels reduziert wird [94, 97, 98]. Die WAFACs liefert vielversprechende erste Daten, die weiter validiert werden müssen, bevor eine allgemeine Behandlungsempfehlung ausgesprochen werden kann.

12.10AREDS2

Seit der ersten AREDS, die auf eine mögliche krankheitsbeeinflussende Rolle von Omega-3-Fettsäuren und den makulären Xantophyllen Lutein und Zeaxanthin bei AMD hinwies, ist eine große Anzahl an Studienergebnissen erschienen. Die AREDS2 wird helfen, die Rolle dieser Mikronährstoffe in der Prävention der fortgeschrittenen AMD bei Patienten mit mittlerem bis hohem Progressionsrisiko besser zu definieren.

Die AREDS2 ist eine plazebokontrollierte, randomisierte, kontrollierte Multicenter-Studie mit dem

204 Kapitel 12 · Nahrungsergänzung

Primärziel, zu untersuchen, ob sich eine hochdosierte Nahrungsergänzung mit Omega-3-LCPUFAs und/oder Lutein mit Zeaxanthin als gewinnbringend für die AMDBehandlung erweist. Des Weiteren wird die AREDS2 in einer zweiten Randomisierung zur Erkenntnis beitragen, ob ein Weglassen von β-Carotin und eine Reduzierung der Zinkdosis in der AREDS-Rezeptur einen Effekt auf die Wirksamkeit der Behandlung hat ( Abb. 12.1). Man erwog bereits bei der ersten AREDS-Rezeptur Lutein und Zeaxanthin aufgrund ihrer histologischen und biochemischen Eigenschaften und den epidemiologischen Daten einzubeziehen, jedoch konnte keines der Carotinoide zum damaligen Zeitpunkt industriell hergestellt werden. Im Gegensatz zur AREDS wird die AREDS2 nur Teilnehmer mit mindestens mittlerem Progressionsrisiko einschließen. Etwa 4000 Patienten wurden aufgenommen, die entweder bilateral große Drusen oder große Drusen in einem Auge und eine fortgeschrittene AMD (neovaskuläre AMD oder zentrale geographische Atrophie) im anderen Auge aufweisen. Primärer Zielparameter der AREDS2 ist die Progression zu einer fortgeschrittenen AMD. Teilnehmer werden über 5 Jahre lang nachbeobachtet.

Fazit

Das Management der nicht-exsudativen AMD bleibt schwierig mit begrenzten therapeutischen Möglichkeiten.

Studienergebnisse zur Primärprävention der AMD sind

vielversprechend, doch ist die Datenlage noch unzurei- 12 chend, um Empfehlungen zur Nahrungsergänzung zur

Vorbeugung einer AMD in der allgemeinen Bevölkerung oder gar bei Personen ohne AMD, jedoch mit positiver Familienanamnese, auszusprechen.

Die AREDS-Untersuchung zeigte, dass eine Kombination aus Vitamin C, E, β-Carotin, Zink und Kupfer das Risiko der Entwicklung einer fortgeschrittenen AMD bei Patienten mit mittlerem Progressionsrisiko reduziert.

Die optimale Zusammensetzung und Dosierung dieser Nahrungsergänzung muss noch gefunden werden.

Hyperhomozysteinämie könnte ein Risikofaktor für eine AMD sein und erste Studiendaten liefern Hinweise,

dass eine Nahrungsergänzung mit Vitamin B6, B12 und Folsäure das Risiko einer fortgeschrittenen AMD senken

könnte. Weitere Versuche sind nötig, um diese Beobachtungen zu bestätigen.

Es gibt signifikante Ergebnisse aus Beobachtungsstudien bezüglich modifizierender Eigenschaften makulärer Pigmente und langkettiger Fettsäuren bei AMD, wenngleich diese Frage noch nicht in randomisierten kontrollierten Studien untersucht wurde. Die AREDS2-Studie wird zur Datenlage beitragen und neue Erkenntnisse zu diesen Fragen bieten.

Literatur

[1]Friedman DS, O‘Colmain BJ, Munoz B, et al. (2004) Prevalence of age-related macular degeneration in the United State (2007) Nutritional supplementation in age-related macular degeneration.

Curr Opin Ophthalmol 18(3):220–223

[2]Coleman H, Chew E (2007) Nutritional supplementation in age-re- lated macular degeneration. Curr Opin Ophthalmol 18(3):220–223

[3]Evans JR (2006) Antioxidant vitamin and mineral supplements for slowing the progression of age-related macular degeneration. Cochrane Database Syst Rev (2):CD000254

[4]Evans JR, Henshaw K (2000) Antioxidant vitamin and mineral supplementation for preventing age-related macular degeneration. Cochrane Database Syst Rev (2):CD000253

[5]Evans JR, Henshaw K (2008) Antioxidant vitamin and mineral supplements for preventing age-related macular degeneration. Cochrane Database Syst Rev (1):CD000253

[6]Johnson EJ (2010) Age-related macular degeneration and antioxidant vitamins: recent findings. Curr Opin Clin Nutr Metab Care 13(1):28–33

[7]Ding X, Patel M, Chan CC (2009) Molecular pathology of agerelated macular degeneration. Prog Retin Eye Res 28(1):1–18

[8]Ferris FL, Davis MD, Clemons TE, et al. (2005) A simplified severity scale for age-related macular degeneration: AREDS Report No. 18. Arch Ophthalmol 123(11):1570–1574

[9]Bressler NM, Bressler SB, Congdon NG, et al. (2003) Potential public health impact of Age-Related Eye Disease Study results: AREDS report no. 11. Arch Ophthalmol 121(11):1621–1624

[10]Borger PH, van Leeuwen R, Hulsman CA, et al. (2003) Is there a direct association between age-related eye diseases and mortality? The Rotterdam Study. Ophthalmology 110(7):1292–1296

[11]Clemons TE, Kurinij N, Sperduto RD (2004) Associations of mortality with ocular disorders and an intervention of high-dose antioxidants and zinc in the Age-Related Eye Disease Study: AREDS Report No. 13. Arch Ophthalmol 122(5):716–726

[12]Chew EY, Clemons T (2005) Vitamin E and the age-related eye disease study supplementation for age-related macular degeneration. Arch Ophthalmol 123(3):395–396

[13]Nebeling LC, Forman MR, Graubard BI, Snyder RA (1997) Changes in carotenoid intake in the United States: the 1987 and 1992 National Health Interview Surveys. J Am Diet Assoc 97(9):991–996

[14]Nebeling LC, Forman MR, Graubard BI, Snyder RA (1997) The impact of lifestyle characteristics on carotenoid intake in the United States: the 1987 National Health Interview Survey. Am J Public Health 87(2):268–271

[15]Sommerburg O, Keunen JE, Bird AC, van Kuijk FJ (1998) Fruits and vegetables that are sources for lutein and zeaxanthin: the macular pigment in human eyes. Br J Ophthalmol 82(8):907–910

[16]AREDS (2001) A randomized, placebo-controlled, clinical trial of high-dose supplementation with vitamins C and E, beta carotene, and zinc for age-related macular degeneration and vision loss: AREDS report no. 8. Arch Ophthalmol 119(10):1417–1436

[17]Teikari JM, Laatikainen L, Virtamo J, et al. (1998) Six-year supplementation with alpha-tocopherol and beta-carotene and agerelated maculopathy. Acta Ophthalmol Scand 76(2):224–229

[18]Tan JS, Wang JJ, Flood V, Rochtchina E, Smith W, Mitchell P (2008) Dietary antioxidants and the long-term incidence of age-related macular degeneration: the Blue Mountains Eye Study. Ophthalmology 115(2):334–341

[19]van Leeuwen R, Boekhoorn S, Vingerling JR, et al. (2005) Dietary intake of antioxidants and risk of age-related macular degeneration. JAMA 294(24):3101–3107

Literatur

[20]Chiu CJ, Milton RC, Klein R, Gensler G, Taylor A (2009) Dietary compound score and risk of age-related macular degeneration in the age-related eye disease study. Ophthalmology 116(5):939– 946

[21]Christen WG, Manson JE, Glynn RJ, et al. (2007) Beta carotene supplementation and age-related maculopathy in a randomized trial of US physicians. Arch Ophthalmol 125(3):333–339

[22]The Alpha-Tocopherol, Beta Carotene Cancer Prevention Study Group (1994) The effect of vitamin E and beta carotene on the incidence of lung cancer and other cancers in male smokers.. N Engl J Med 330(15):1029–1035

[23]Omenn GS, Goodman GE, Thornquist MD, et al. (1996) Effects of a combination of beta carotene and vitamin A on lung cancer and cardiovascular disease. N Engl J Med 334(18):1150–1155

[24]Hennekens CH, Buring JE, Manson JE, et al. (1996) Lack of effect of long-term supplementation with beta carotene on the incidence of malignant neoplasms and cardiovascular disease. N Engl J Med 334(18):1145–1149

[25]AREDS2 Manual of Procedures www.areds2.org

[26]Loane E, Kelliher C, Beatty S, Nolan JM (2008) The rationale and evidence base for a protective role of macular pigment in agerelated maculopathy. Br J Ophthalmol 92(9):1163–1168

[27]Snodderly DM, Auran JD, Delori FC (1984) The macular pigment. II. Spatial distribution in primate retinas. Invest Ophthalmol Vis Sci 25(6):674–685

[28]Snodderly DM, Brown PK, Delori FC, Auran JD (1984) The macular pigment. I. Absorbance spectra, localization, and discrimination from other yellow pigments in primate retinas. Invest Ophthalmol Vis Sci 25(6):660–673

[29]Nolan JM, Stack J, O OD, Loane E, Beatty S (2007) Risk factors for age-related maculopathy are associated with a relative lack of macular pigment. Exp Eye Res 84(1):61–74

[30]Trieschmann M, Beatty S, Nolan JM, et al. (2007) Changes in macular pigment optical density and serum concentrations of its constituent carotenoids following supplemental lutein and zeaxanthin: the LUNA study. Exp Eye Res 84(4):718–728

[31]Schalch W, Cohn W, Barker FM, et al. (2007) Xanthophyll accumulation in the human retina during supplementation with lutein or zeaxanthin – the LUXEA (LUtein Xanthophyll Eye Accumulation) study. Arch Biochem Biophys 458(2):128–135

[32]Rosenthal JM, Kim J, de Monasterio F, et al. (2006) Dose-ranging study of lutein supplementation in persons aged 60 years or older. Invest Ophthalmol Vis Sci 47(12):5227–5233

[33]SanGiovanni JP, Chew EY, Clemons TE, et al. 2007 () The relationship of dietary carotenoid and vitamin A, E, and C intake with age-related macular degeneration in a case-control study: AREDS Report No. 22. Arch Ophthalmol 125(9):1225–1232

[34]Tan JS, Wang JJ, Flood V, Mitchell P (2009) Dietary fatty acids and the 10-year incidence of age-related macular degeneration: the Blue Mountains Eye Study. Arch Ophthalmol 127(5):656–665

[35]Cho E, Hankinson SE, Rosner B, Willett WC, Colditz GA (2008) Prospective study of lutein/zeaxanthin intake and risk of age-related macular degeneration. Am J Clin Nutr 87(6):1837–1843

[36]Moeller SM, Parekh N, Tinker L, et al. (2006) Associations between intermediate age-related macular degeneration and lutein and zeaxanthin in the Carotenoids in Age-related Eye Disease Study (CAREDS): ancillary study of the Women‘s Health Initiative. Arch Ophthalmol 124(8):1151–1162

[37]Delcourt C, Carriere I, Delage M, Barberger-Gateau P, Schalch W (2006) Plasma lutein and zeaxanthin and other carotenoids as modifiable risk factors for age-related maculopathy and cataract: the POLA Study. Invest Ophthalmol Vis Sci 47(6):2329–2335

205

12

 

 

 

[38]Seddon JM, Ajani UA, Sperduto RD, et al. (1994) Dietary carotenoids, vitamins A, C, and E, and advanced age-related macular degeneration. Eye Disease Case-Control Study Group. JAMA 272(18):1413–1420

[39]Trumbo PR, Ellwood KC (2006) Lutein and zeaxanthin intakes and risk of age-related macular degeneration and cataracts: an evaluation using the Food and Drug Administration‘s evidence-based review system for health claims. Am J Clin Nutr 84(5):971–974

[40]SanGiovanni JP, Chew EY( 2005) The role of omega-3 long-chain polyunsaturated fatty acids in health and disease of the retina. Prog Retin Eye Res 24(1):87–138

[41]Bannenberg G, Arita M, Serhan CN (2007) Endogenous receptor agonists: resolving inflammation. Scientific World J 7:1440–1462

[42]Bazan NG (2006) Cell survival matters: docosahexaenoic acid signaling, neuroprotection and photoreceptors. Trends Neurosci 29(5):263–271

[43]Bazan NG (2008) Neurotrophins induce neuroprotective signaling in the retinal pigment epithelial cell by activating the synthesis of the anti-inflammatory and anti–apoptotic neuroprotectin D1. Adv Exp Med Bio 613:39–44

[44]Serhan CN (2009) Systems approach to inflammation resolution: identification of novel anti-inflammatory and pro-resolving mediators. J Thromb Haemost 7 Suppl 1:44–48

[45]Serhan CN, Chiang N, Van Dyke TE (2008) Resolving inflammation: dual anti-inflammatory and pro-resolution lipid mediators. Nat Rev Immunol 8(5):349–361

[46]Weylandt KH, Kang JX (2005) Rethinking lipid mediators. Lancet 366(9486):618–620

[47]Mukherjee PK, Marcheselli VL, Serhan CN, Bazan NG (2004) Neuroprotectin D1: a docosahexaenoic acid-derived docosatriene protects human retinal pigment epithelial cells from oxidative stress. Proc Natl Acad Sci USA 101(22):8491–8496

[48]Sangiovanni JP, Agron E, Meleth AD, et al. (2009) {omega}-3 Long-chain polyunsaturated fatty acid intake and 12-y incidence of neovascular age-related macular degeneration and central geographic atrophy: AREDS report 30, a prospective cohort study from the Age-Related Eye Disease Study. Am J Clin Nutr 90(6):1601–1607

[49]Augood C, Chakravarthy U, Young I, et al. (2008) Oily fish consumption, dietary docosahexaenoic acid and eicosapentaenoic acid intakes, and associations with neovascular age-related macular degeneration. Am J Clin Nutr 88(2):398–406

[50]Chong EW, Kreis AJ, Wong TY, Simpson JA, Guymer RH (2008) Dietary omega-3 fatty acid and fish intake in the primary prevention of age-related macular degeneration: a systematic review and meta-analysis. Arch Ophthalmol 126(6):826–833

[51]Seddon JM, George S, Rosner B (2006) Cigarette smoking, fish consumption, omega-3 fatty acid intake, and associations with age-related macular degeneration: the US Twin Study of Age-Re- lated Macular Degeneration. Arch Ophthalmol 124(7):995–1001

[52]Huang LL, Coleman HR, Kim J, et al. (2008) Oral supplementation of lutein/zeaxanthin and omega-3 long chain polyunsaturated fatty acids in persons aged 60 years or older, with or without AMD. Invest Ophthalmol Vis Sci 49(9):3864–3869

[53]Chiu CJ, Klein R, Milton RC, Gensler G, Taylor A (2009) Does eating particular diets alter the risk of age-related macular degeneration in users of the Age-Related Eye Disease Study supplements? Br J Ophthalmol 93(9):1241–1246

[54]SanGiovanni JP, Agron E, Clemons TE, Chew EY (2009) Omega-3 long-chain polyunsaturated fatty acid intake inversely associated with 12-year progression to advanced age-related macular degeneration. Arch Ophthalmol 127(1):110–112

206Kapitel 12 · Nahrungsergänzung

[55]SanGiovanni JP, Chew EY, Clemons TE, et al. (2007) The relationship of dietary lipid intake and age-related macular degeneration in a case-control study: AREDS Report No. 20. Arch Ophthalmol 125(5):671–679

[56]Chong EW, Robman LD, Simpson JA, et al. (2009) Fat consumption and its association with age-related macular degeneration. Arch Ophthalmol 127(5):674–680

[57]Heuberger RA, Mares-Perlman JA, Klein R, Klein BE, Millen AE, Palta M (2001) Relationship of dietary fat to age-related maculopathy in the Third National Health and Nutrition Examination Survey. Arch Ophthalmol 119(12):1833–1838

[58]Katz ML, Robison WG, Jr. (1987) Light and aging effects on vitamin E in the retina and retinal pigment epithelium. Vision Res 27(11):1875–1879

[59]Supplements OoD. Vitamin E. http://dietary-supplements.info. nih.gov/factsheets/

[60]Taylor HR, Tikellis G, Robman LD, McCarty CA, McNeil JJ (2002) Vitamin E supplementation and macular degeneration: randomised controlled trial. BMJ 325(7354):11

[61]Christen WG, Ajani UA, Glynn RJ, et al. (1999) Prospective cohort study of antioxidant vitamin supplement use and the risk of agerelated maculopathy. Am J Epidemiol 149(5):476–484

[62]Bjelakovic G, Nikolova D, Gluud LL, Simonetti RG, Gluud C (2007) Mortality in randomized trials of antioxidant supplements for primary and secondary prevention: systematic review and metaanalysis. JAMA 297(8):842–857

[63]Hosoya K, Nakamura G, Akanuma S, Tomi M, Tachikawa M (2008) Dehydroascorbic acid uptake and intracellular ascorbic acid accumulation in cultured Muller glial cells (TR-MUL). Neurochem Int 52(7):1351–1357

[64]Supplements OoD. Vitamin C. http://dietary-supplements.info. nih.gov/factsheets/

[65]Friedman PA, Zeidel ML (1999) Victory at C. Nat Med 5(6):620– 621

[66]Stoyanovsky DA, Goldman R, Darrow RM, Organisciak DT, Kagan

12

VE (1995) Endogenous ascorbate regenerates vitamin E in the

 

 

retina directly and in combination with exogenous dihydrolipoic

 

acid. Curr Eye Res 14(3):181–189

[67]Grahn BH, Paterson PG, Gottschall-Pass KT, Zhang Z (2001) Zinc and the eye. J Am Coll Nutr 20(2 Suppl):106–118

[68]Supplements OoD. Zinc. http://dietary-supplements.info.nih.gov/ factsheets/

[69]Wills NK, Ramanujam VM, Kalariya N, Lewis JR, van Kuijk FJ (2008) Copper and zinc distribution in the human retina: relations-

hip to cadmium accumulation, age, and gender. Exp Eye Res 87(2):80–88

[70]Karcioglu ZA (1982) Zinc in the eye. Surv Ophthalmol 27(2):114– 122

[71]Cunningham-Rundles S, Cunningham-Rundles C, Dupont B, Good RA (1980) Zinc-induced activation of human B lymphocytes. Clin Immunol Immunopathol 16(1):115–122

[72]Hurley LS, Swenerton H (1966) Congenital malformations resulting from zinc deficiency in rats. Proc Soc Exp Biol Med 123(3):692–696

[73]Morrison SA, Russell RM, Carney EA, Oaks EV (1978) Zinc deficiency: a cause of abnormal dark adaptation in cirrhotics. Am J Clin Nutr 31(2):276–281

[74]Prasad AS (1991) Discovery of human zinc deficiency and studies in an experimental human model. Am J Clin Nutr 53(2):403–412

[75]Tate DJ, Miceli MV, Newsome DA, Alcock NW, Oliver PD (1995) Influence of zinc on selected cellular functions of cultured human retinal pigment epithelium. Curr Eye Res 14(10):897–903

[76]Olin KL, Golub MS, Gershwin ME, Hendrickx AG, Lonnerdal B, Keen CL (1995) Extracellular superoxide dismutase activity is affected by dietary zinc intake in nonhuman primate and rodent models. Am J Clin Nutr 61(6):1263–1267

[77]Newsome DA, Swartz M, Leone NC, Elston RC, Miller E (1988) Oral zinc in macular degeneration. Arch Ophthalmol 106(2):192–198

[78]Newsome DA (2008) A randomized, prospective, placebo-con- trolled clinical trial of a novel zinc-monocysteine compound in age-related macular degeneration. Curr Eye Res 33(7):591–598

[79]VandenLangenberg GM, Mares-Perlman JA, Klein R, Klein BE, Brady WE, Palta M (1998) Associations between antioxidant and zinc intake and the 5-year incidence of early age-related maculopathy in the Beaver Dam Eye Study. Am J Epidemiol 148(2):204–214

[80]Stur M, Tittl M, Reitner A, Meisinger V (1996) Oral zinc and the second eye in age-related macular degeneration. Invest Ophthalmol Vis Sci 37(7):1225–1235

[81]AREDS (2002) The effect of five-year zinc supplementation on serum zinc, serum cholesterol and hematocrit in persons randomly assigned to treatment group in the age-related eye disease study: AREDS Report No. 7. J Nutr 132(4):697–702

[82]Klein ML, Francis PJ, Rosner B, et al. (2008) CFH and LOC387715/ ARMS2 genotypes and treatment with antioxidants and zinc for age-related macular degeneration. Ophthalmology 115(6):1019– 1025

[83]Supplements OoD. Folate/B12. http://dietary-supplements.info. nih.gov/factsheets/

[84]Axer-Siegel R, Bourla D, Ehrlich R, et al. (2004) Association of neovascular age-related macular degeneration and hyperhomocysteinemia. Am J Ophthalmol 137(1):84–89

[85]Heuberger RA, Fisher AI, Jacques PF, et al. (2002) Relation of blood homocysteine and its nutritional determinants to agerelated maculopathy in the third National Health and Nutrition Examination Survey. Am J Clin Nutr 76(4):897–902

[86]Nowak M, Swietochowska E, Wielkoszynski T, et al. (2005) Homocysteine, vitamin B12, and folic acid in age-related macular degeneration. Eur J Ophthalmol 15(6):764–767

[87]Rochtchina E, Wang JJ, Flood VM, Mitchell P (2007) Elevated serum homocysteine, low serum vitamin B12, folate, and agerelated macular degeneration: the Blue Mountains Eye Study. Am J Ophthalmol 143(2):344–346

[88]Woo KS, Chook P, Lolin YI, Sanderson JE, Metreweli C, Celermajer DS (1999) Folic acid improves arterial endothelial function in adults with hyperhomocystinemia. J Am Coll Cardiol 34(7):2002– 2006

[89]Moore P, El-sherbeny A, Roon P, Schoenlein PV, Ganapathy V, Smith SB (2001) Apoptotic cell death in the mouse retinal ganglion cell layer is induced in vivo by the excitatory amino acid homocysteine. Exp Eye Res 73(1):45–57

[90]van Leeuwen R, Ikram MK, Vingerling JR, Witteman JC, Hofman A, de Jong PT (2003) Blood pressure, atherosclerosis, and the incidence of age-related maculopathy: the Rotterdam Study. Invest Ophthalmol Vis Sci 44(9):3771–3777

[91]Ramrattan RS, van der Schaft TL, Mooy CM, de Bruijn WC, Mulder PG, de Jong PT (1994) Morphometric analysis of Bruch‘s membrane, the choriocapillaris, and the choroid in aging. Invest Ophthalmol Vis Sci 35(6):2857–2864

[92]Vingerling JR, Dielemans I, Bots ML, Hofman A, Grobbee DE, de Jong PT (1995) Age-related macular degeneration is associated with atherosclerosis. The Rotterdam Study. Am J Epidemiol 142(4):404–409

[93]Christen WG, Glynn RJ, Chew EY, Albert CM, Manson JE (2009) Folic acid, pyridoxine, and cyanocobalamin combination treatment

Literatur

207

12

 

and age-related macular degeneration in women: the Women‘s Antioxidant and Folic Acid Cardiovascular Study. Arch Intern Med 169(4):335–341

[94]Hayden MR, Tyagi SC (2004) Homocysteine and reactive oxygen species in metabolic syndrome, type 2 diabetes mellitus, and atheroscleropathy: the pleiotropic effects of folate supplementation. Nutr J 3:4

[95]Homocysteine Lowering Trialists’ Collaboration (2005) Dosedependent effects of folic acid on blood concentrations of homocysteine: a meta-analysis of the randomized trials. Am J Clin Nutr 82(4):806–812

[96]Doshi SN, McDowell IF, Moat SJ, et al. (2002) Folic acid improves endothelial function in coronary artery disease via mechanisms largely independent of homocysteine lowering. Circulation 105(1):22–26

[97]Moat SJ, Lang D, McDowell IF, et al. (2004) Folate, homocysteine, endothelial function and cardiovascular disease. J Nutr Biochem 15(2):64–79

[98]Verhaar MC, Wever RM, Kastelein JJ, van Dam T, Koomans HA, Rabelink TJ (1998) 5-methyltetrahydrofolate, the active form of folic acid, restores endothelial function in familial hypercholesterolemia. Circulation 97(3):237–241

13

Laserphotokoagulation

und photodynamische Therapie

G. Soubrane Übersetzt von T. Boll

13.1Einleitung – 210

13.2Grundlagen – 210

13.2.1 Klinischer Hintergrund – 210

13.2.2Laserphotokoagulation – 212

13.2.3 Photodynamische Therapie – 212

13.3Behandlungsabläufe – 214

13.3.1Laserphotokoagulation – 214

13.3.2 Photodynamische Therapie – 215

13.4Studienergebnisse – 217

13.4.1Laserphotokoagulation – 217

13.4.2 Photodynamische Therapie – 219

13.5 Sicherheit und unerwünschte Nebenwirkungen – 221

13.5.1Laserphotokoagulation – 221

13.5.2 Photodynamische Therapie – 222

13.6Varianten – 223

13.6.1

Laserphotokoagulation: verschiedene Wellenlängen – 223

13.6.2

Photodynamische Therapie

– 223

13.6.3

Kombinationstherapien

– 224

13.7

Derzeitige Leitlinien

225

13.7.1Laserphotokoagulation – 225

13.7.2 Photodynamische Therapie – 226

13.8Perspektiven – 227 Literatur – 227

F.G. Holz et al, Altersabhängige Makuladegeneration, DOI 10.1007/978-3-642-20870-6_13, © Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2011