- •Vorwort zur 3. Auflage
- •Inhaltsverzeichnis
- •Abkürzungsverzeichnis
- •Autorenverzeichnis
- •1 Epidemiologie der AMD
- •1.1 Klassifikation
- •1.2 Häufigkeit
- •1.2.1 Prävalenz
- •1.2.2 Inzidenz
- •1.3 Natürlicher Verlauf
- •1.4 Genetische Faktoren
- •1.4.1 Gene des Komplementsystems
- •1.4.2 ARMS2-Lokus (10q26)
- •1.4.3 Gene des Lipidmetabolismus
- •1.5 Umweltfaktoren
- •1.5.1 Rauchen
- •1.5.2 Antioxidanzien
- •1.5.3 Body-Mass-Index
- •1.5.4 Hypertonie
- •1.5.5 Kataraktchirurgie
- •1.6 Interaktion zwischen Risikofaktoren
- •Literatur
- •2 Genetik
- •2.1 Einleitung
- •2.3 Frühe Erkenntnisse
- •2.3.1 ABCA4-Gen
- •2.4.1 Funktionelle Implikationen
- •Literatur
- •3 Alterung der Netzhaut und des retinalen Pigmentepithels*
- •3.1 Einleitung
- •3.2 Ursache und Folgen des Alterns
- •3.4 Alterung der Neuroretina
- •3.5.3 Akkumulation von Lipofuszin
- •Literatur
- •4 Das Komplementsystem bei der AMD
- •4.1 Einleitung
- •4.2 Das Komplementsystem
- •4.6 Schlussfolgerung
- •Literatur
- •5 Histopathologie
- •5.1 Retinales Pigmentepithel
- •5.2 Bruch-Membran
- •5.2.1 Aufbau der Bruch-Membran
- •5.3 Chorioidale Neovaskularisation
- •Literatur
- •6.1 Einleitung
- •6.2 Drusen
- •6.4 Störungen der Aderhautperfusion
- •Literatur
- •7 Klinische Manifestationen der choroidalen Neovaskularisation bei AMD
- •7.1 Einleitung
- •7.2.1 Minderung der Sehschärfe
- •7.2.2 Metamorphopsie
- •7.2.3 Gesichtsfeldausfälle
- •7.2.4 Weitere Symptome
- •7.3.1 Blutung
- •7.3.4 Weitere Befunde
- •7.4.1 Fluoreszein-Angiographie
- •7.4.2 Indozyaningrün-Angiographie
- •7.4.3 Autofluoreszenz
- •7.4.4 Optische Kohärenztomographie
- •Literatur
- •8 Geographische Atrophie
- •8.1 Einführung
- •8.2 Klinische Merkmale
- •8.3 Histologie und Pathogenese
- •8.7 Risikofaktoren
- •8.7.1 Genetische Faktoren
- •8.7.2 Systemische Risikofaktoren
- •8.7.3 Okuläre Risikofaktoren
- •8.9.1 Messung der Sehschärfe
- •8.9.2 Kontrastsensitivität
- •8.9.3 Lesegeschwindigkeit
- •8.9.4 Fundusperimetrie
- •8.10 Therapeutische Ansätze
- •8.10.2 Antiinflammtorische Substanzen
- •8.10.3 Komplementinhibition
- •8.10.4 Neuroprotektion
- •8.10.6 Serotonin-1A-Agonist
- •Literatur
- •9 Imaging bei AMD
- •9.1 Einleitung
- •9.2 Farbphotographie
- •9.3 Monochrome Photographie
- •9.4 Autofluoreszenz
- •9.5 Optische Kohärenztomographie
- •9.5.1 Welleneigenschaften des Lichts
- •9.5.2 Kohärenzlänge
- •9.6 Angiographie
- •9.6.5 Fluoreszein-Injektion
- •9.6.6 Fluoreszein-Angiographie
- •9.6.7 Indozyaningrün-Angiographie
- •9.7.1 Drusen
- •9.8 Neovaskuläre AMD
- •9.10 Follow-up
- •9.10.1 Thermischer Laserkoagulation
- •9.10.2 Photodynamische Therapie
- •9.11 Anti-VEGF-Therapie
- •Literatur
- •10 Optische Kohärenztomographie
- •10.1 Einleitung
- •10.4 OCT bei geographischer Atrophie
- •10.5 OCT bei exsudativer AMD
- •Literatur
- •11 Mikroperimetrie
- •11.1 Einleitung
- •11.2 Technische Entwicklung
- •11.2.2 Automatische Mikroperimetrie
- •11.2.4 Mikroperimetrie: Auswertung
- •11.2.5 Weitere Mikroperimeter
- •11.3 Mikroperimetrie bei AMD
- •11.3.2 Geographische Atrophie
- •11.3.3 Neovaskuläre AMD
- •11.3.4 Therapie der neovaskulären AMD
- •Literatur
- •12 Nahrungsergänzung
- •12.1 Einleitung
- •12.2 Antioxidanzien und Zink
- •12.3 β-Carotin
- •12.4 Makuläre Xantophylle
- •12.6 Vitamin E
- •12.7 Vitamin C
- •12.8 Zink
- •12.10 AREDS2
- •Literatur
- •13.1 Einleitung
- •13.2 Grundlagen
- •13.2.1 Klinischer Hintergrund
- •13.2.2 Laserphotokoagulation
- •13.2.3 Photodynamische Therapie
- •13.3 Behandlungsabläufe
- •13.3.1 Laserphotokoagulation
- •13.3.2 Photodynamische Therapie
- •13.4 Studienergebnisse
- •13.4.1 Laserphotokoagulation
- •13.4.2 Photodynamische Therapie
- •13.5.1 Laserphotokoagulation
- •13.5.2 Photodynamische Therapie
- •13.6 Varianten
- •13.6.2 Photodynamische Therapie
- •13.7 Derzeitige Leitlinien
- •13.7.1 Laserphotokoagulation
- •13.7.2 Photodynamische Therapie
- •13.8 Perspektiven
- •14 Anti-VEGF-Therapie: Grundlagen und Substanzen
- •14.1 Einleitung
- •14.2 Vascular endothelial growth factor
- •14.3.1 Sequestrierung von freiem VEGF
- •14.4 Neue Applikationsformen
- •14.5 Kombinationstherapie
- •Literatur
- •15.1 Hintergrund
- •Literatur
- •16 Kombinationstherapien zur Behandlung der AMD
- •16.1 Einleitung
- •Literatur
- •17 Behandlungsansätze bei trockener AMD
- •17.1 Einleitung
- •17.2 Aktuelle Behandlungsmöglichkeiten
- •17.3 Die Ursachen der AMD adressieren
- •17.4.1 Endpunkte klinischer Studien
- •17.4.3 Modulatoren des Sehzyklus
- •17.5 Zusammenfassung
- •Literatur
- •18 Chirurgische Therapie
- •18.1 Makulaplastik
- •18.2 Makulatranslokation
- •18.5 Indikationen zur Chirurgie
- •18.5.1 Non-Responder
- •18.5.2 Pigmentepithelruptur
- •18.5.3 Massive submakuläre Blutung
- •18.5.4 Trockene AMD
- •Literatur
- •19 Lesefähigkeit bei AMD
- •19.1 Einleitung
- •19.2 Physiologische Grundlagen
- •19.3.3 Beurteilung des Fixationsverhaltens
- •19.3.4 Motorik
- •Literatur
- •20 Vergrößernde Sehhilfen bei AMD
- •20.4 Vergrößerungsmöglichkeiten
- •20.8 Elektronische Vorlesegeräte
- •20.9 Ergänzende Hilfsmittel
- •20.11 Grundlagen der Verordnung
- •Literatur
- •Stichwortverzeichnis
9.11 · Anti-VEGF-Therapie |
163 |
9 |
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Abb. 9.11 b EDI-OCT einer fibrovaskulären PED und deren Ansprechen auf intravitreale Ranibizumab-Behandlung. Die linken Schnittbilder korrespondieren mit der oberen Linie im frühen Fluoreszein-Angiogramm, die rechten Schnittbilder mit der zweiten Linie. Oben links: Vor der Behandlung zeigen die Schnittbilder durch den »Hotspot« des Fluoreszeinund ICG-Angiogramms eine kleine Materialanreicherung hinter dem RPE innerhalb der PED. Beachten Sie, dass die mit dem RPE korrespondierende hyperreflektierende Linie im gesamten Bereich der PED eine wechselnde Dicke aufweist. Oben rechts: Ein inferior angesiedeltes Schnittbild zeigt eine größere Ansammlung von Material entlang der Rückseite der PED. Nah der Grenze der PED fand sich eine Akkumulation gleichartigen Materials, doch kann das Ausmaß der Hyperfluoreszenz im Fluoreszeinund ICG-Angiogramm nicht allein auf diese Anreicherung zurückgeführt werden. Dies legt nahe, dass das Material auf der Rückseite der PED fibrovaskulärer Natur ist. Mitte links: Eine Woche nach intravitrealer Ranibizumab-Injektion war die PED zum Teil kollabiert. Man beachte die Trennung der hyperreflektiven Linie (Pfeilspitze) von der Rückseite der PED. Mitte rechts: Vor allem im inferioren Schnitt zeigt sich eine korrespondierende Form der Akkumulation in der PED vor und nach Behandlung. Bemerkenswert ist die Separation und Begradigung des sub-RPE Materials nach Ranibi- zumab-Injektion trotz Kollaps der PED. Dies legt nahe, dass eine Zugspannung innerhalb des abgelösten Materials bestand. Unten links und rechts: Ein Monat nach Injektion zeigte sich eine Abflachung der PED über einem hyperreflektiven Material mit mehreren feinen Lamellen. (Aus [36])
Leckage nach 3 Monaten wird daher nicht als Rezidiv bezeichnet. 90% der Patienten der TAP-Studie zeigten eine Leckage bei der 3-Monats-Kontrolle und wurden erneut behandelt. In der Regel wird die Läsion mit jeder Wiederholungsbehandlung kleiner und zeigt eine geringere Leckage.
9.11 Anti-VEGF-Therapie
Kurz nach einer Anti-VEGF-Therapie zeigt die Läsion eine deutlich geringere Fluoreszein-Leckage ( Abb. 9.12). Die Läsion selbst verkleinert sich nicht und es sind möglicherweise weiterhin Silhouetten größerer Gefäße der
Läsion zu sehen. Nicht selten zeigt sich beim Follow-up nach einem Monat eine erneute Leckage der Läsionen, die leicht in der Fluoreszein-Angiographie erkennbar ist. Da die anti-VEGF-Therapie in der Regel häufig und wiederholt angewandt wird und eine Evidenz für dieses Vorgehen bislang fehlt, verzichten die meisten behandelnden Ärzte auf eine monatliche Fluoreszein-Angiographie. Im Allgemeinen wird die OCT zum Monitoring der Patienten genutzt. Die monatliche Gabe von VEGF-Hemmern ist möglicherweise die wirksamste Anwendungsart. Eine Anpassung der Therapiefrequenz anhand der OCT-Be- funde beruht im Wesentlichen auf zwei Strategien: Bei der ersten wird der Patient monatlich kontrolliert und eine Injektion verabreicht, wenn sich im OCT Exsuda-
164 Kapitel 9 · Imaging bei AMD
Abb. 9.12a,b Anti-VEGF-Therapie. a Vor |
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der Behandlung mit Bevacizumab ist eine |
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klassische CNV mit Hyperfluoreszenz an |
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den Außenrändern zu sehen. b Ein Monat |
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nach Therapie hat sich die Fluoreszenzmen- |
a |
b |
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ge verringert |
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tionszeichen zeigen. D. h. Zeichen für eine Exsudation können nicht länger als 1 Monat vor Therapie vorliegen. Der mögliche Nachteil dieser Methode liegt in der Nutzung der Makula als Indikator für die intraokuläre VEGF-Konzentration. Möglicherweise können rezidivierende Ödemanfälle bleibende Schäden verursachen. Nach der zweiten Strategie wird der Patient bei jedem
9Untersuchungstermin behandelt. Dafür wird die Zeit bis zum nächsten Kontrolltermin verlängert, wenn im OCT
keine Exsudationzeichen zu sehen sind. Diese Strategie wird als »treat and extend« (behandeln und verlängern) bezeichnet. Die Behandlungsintervalle bei diesem Verfahren betragen oftmals 6, 7 oder 8 Wochen. Manche Patienten benötigen jedoch eine höhere Behandlungsfrequenz – ein Thema, das in Folgekapiteln noch näher beleuchtet wird.
Fazit
▬Fundusphotographie, Autofluoreszenz-Bildgebung und optische Kohärenztomographie bilden die zentralen nicht-invasiven Bildgebungsverfahren des Fundus bei Augen mit AMD.
▬Die Einbindung der Information all dieser Verfahren verbessert unser Verständnis der Physiologie makulärer Gesundheit und Krankheit.
▬Die nicht-invasive Bildgebung ergänzt die Ergebnisse der Angiographieuntersuchungen.
▬Angiographische Verfahren liefern Informationen zur anatomischen Struktur und den pathophysiologischen Veränderungen bei AMD.
▬Bei den meisten Augen genügt eine Fluoreszein-Angio- graphie, um die Diagnose zu stellen.
▬Bei Verdacht auf polypoidale choroidale Vaskulopathie ist die Indozyaningrün-Angiographie hilfreich.
▬Des Weiteren hilft die Indozyaningrün-Angiographie beim Ausschluss einer Hyperpermeabilität der Aderhautgefäße durch eine zentral seröse Chorioretinopathie.
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