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Ординатура / Офтальмология / Немецкие материалы / Altersabhangige Makuladegeneration_Holz, Pauleikhoff, Spaide, Bird_2011.pdf
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9.7 · Nicht-neovaskuläre AMD

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9

 

 

 

Abb. 9.4a–c Drusen. a Dieser Patient hat

 

 

zahlreiche kleine Drusen mit einigen größe-

a

b

ren Drusen am hinteren Pol. Des Weiteren

ist eine subtile Ansammlung eines hell-

 

 

 

 

gelben Materials in der zentralen Fovea zu

 

 

erkennen. b Das Fluoreszein-Angiogramm

 

 

zeigt unzählige kleine hyperfluoreszente

 

 

Drusen [34]. In der zentralen Makula be-

 

 

steht eine erhöhte Fluoreszenz, die eine

 

 

choroidale Neovaskularisation vortäuschen

 

 

kann. c Die optische Kohärenztomographie

 

 

zeigt die hügelartigen Erhebungen der Dru-

 

 

sen, doch keine Neovaskularisation. Es ist

 

 

subretinale Flüssigkeit zu sehen, was häufig

c

 

bei Patienten mit früher Abhebung bei kuti-

 

kulären Drusen gefunden wird [35]

 

 

Für das Auftreten von Hypofluoreszenz gibt es zwei Hauptgründe: Entweder liegt weniger Fluoreszein vor oder die Sicht auf das Fluoreszein wird durch etwas blockiert ( Tab. 9.2).

9.6.9Interpretation der Indozyaningrün-Angiographie

Die Phasen des Indozyaningrün-Angiogramms ähneln denen des Fluoreszein-Angiogramms. Die frühen Phasen des Indozyaningrün-Angiogramms zeigen die Füllung der choroidalen und der retinalen Gefäße, die parallel, doch nicht exakt phasengleich abläuft, da die Füllung der Choroidea früher beginnt. Der Übergang in die venöse Phase erfolgt in der Aderhaut rascher als in der Netzhaut. Im Gegensatz zur FluoreszeinAngiographie erscheint im ICG-Angiogramm normalerweise eine geringe Menge an Hintergrund-Staining. Aufgrund der erhöhten Penetration durch Melanin in RPE und Aderhaut, Blut und Exsudation, zeigen sich im ICG-Angiogramm häufig Details der choroidalen Gefäßstrukturen, die bei der Fluoreszein-Angiographie unsichtbar bleiben. Eine Variante der choroidalen Neovaskularisation, die polypoidale Vaskulopathie, zeigt in der Indozyaningrün-Angiographie ein typisches Erscheinungsbild. Am äußeren Rand der Gefäßläsion sind Gefäßkanäle mit aneurysmatischen Erweiterungen zu sehen.

9.7Nicht-neovaskuläre AMD

9.7.1 Drusen

Drusen werden in mehrere Gruppen eingeteilt, hauptsächlich nach Größe und Erscheinungsbild. Man spricht von großen Drusen (>125 μm; entspricht etwa dem Durchmesser einer nah der Papille gelegenen Arkadenvene), mittleren Drusen (63–124 μm) oder kleinen Drusen

(<63 μm). Über einer Druse ist das retinale Pigmentepithel oft dünner, so dass ein Transmissionsdefekt entsteht. Manchmal erscheinen kleinere Drusen in der Frühphase eines Fluoreszein-Angiogramms hell leuchtend. Gelegentlich finden sich Myriaden kleiner Drusen, sog. kutikuläre Drusen. Während der Fluoreszein-Angiographie erscheinen basale laminare Drusen als »Sternenhimmel« aus tausenden Lichtpunkten. Nicht selten können kutikuläre Drusen mit einer Ablagerung gelben subretinalen Materials assoziiert sein, was einer vitelliformen Dystrophie ähnelt. Patienten mit solch einer Materialablagerung weisen häufig eine Fluoreszein-Leckage auf, die eine CNV imitieren kann ( Abb. 9.4).

Eine besondere Verteilung kleiner Drusen wird bei der

Malattia leventinese (Leventiner-Krankheit) beobachtet, einer erblichen Erkrankung, die auf Nachkommen eines Schweizer Tals zurückverfolgt wurde. In diesen Augen zeigt sich eine strahlenförmige Anordnung kleiner Drusen kombiniert mit Pigmentveränderungen. Weiche Drusen sind im Allgemeinen in der Frühphase eines FluoreszeinAngiogramms nicht leicht zu erkennen, können sich aber