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Architektur- und Kunstgeschichte.pdf
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Ein Student, der im Examen durchgefallen war, telegraphierte an seinen Bruder:

„Nicht bestanden. Bereite den Vater vor.“ Der Bruder telegraphierte zurück: „Vater ist vorbereitet. Bereite du dich vor.“

Text II A

Gotik

Entstehung des Stils in Frankreich,

die Klosterkirche von Saint-Denis

Die Gotik ist die zweite große Stilepoche der mittelalterlichen Kunst in Europa von der Mitte des 12. Jahrhunderts bis in das 15. Jahrhundert hinein. Sie entstand um 1140 in der Île-de-France (Gegend von Paris) und währte nördlich der Alpen bis etwa 1500. Kulturträger ist die Kirche. Am deutlichsten zeichnen sich die Merkmale der Gotik im Kirchenbau ab. Die Gotik war eine Epoche der Verbildlichung der christlichen Ideenwelt und bediente sich dabei in

großem Umfang der Symbolik und Allegorie. Hervorragende Kunstschöpfung ist die ''gotische Kathedrale'', das Gesamtkunstwerk des Mittelalters. Die Entwicklung der Bautechnik ermöglichte es, massive Mauern durch einen hohen senkrecht gegliederten Bau zu ersetzen. Der Rundbogen der Romanik wurde durch den Spitzbogen abgelöst. Die Bauwerke erwecken durch die Betonung des Senkrechten, Leichten den Eindruck, als seien sie nicht aus schwerem massiven Stein erbaut. Dieser Eindruck wird noch durch hohe Türme, reiche Ornamente, viele hohe Fenster und Glasmalerei unterstützt. Das erste Bauwerk in Deutschland nach dem gotischen Plan war der Magdeburger Dom, begonnen 1209. In der Plastik und in der Malerei werden die Gestalten schlank dargestellt.

In der Architektur unterscheidet man weiterhin Früh-, Hochund Spätgotik, die in den verschiedenen europäischen Landschaften unterschiedlich schnell übernommen wurden.

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Die Bezeichnung „Gotik“ (vom italienischen „gotico“ bedeutet fremdartig, barbarisch (ursprünglich ein Schimpfwort), abgeleitet von der Bezeichnung des Germanenstammes der Goten) wurde in der Renaissance vom italienischen Kunsttheoretiker Giorgio Vasari geprägt, drückt seine Geringschätzung der mittelalterlichen Kunst gegenüber dem „goldenen Zeitalter“ der Antike aus. Auch wenn die Bewertung Vasaris heute nicht geteilt wird - er hat der Epoche seinen Namen aufgedrückt.

I. Beantworten Sie die Fragen zum Text:

1.Warum nennt man die Gotik die zweite große Stilepoche?

Es gab außer Antike keine Epochen mehr.

Die Gotik dauerte fast drei Jahrhunderte.

In dieser Epoche lebten und wirkten nur große Künstler.

2.Welches Bauwerk war für die Gotik charakteristisch?

Die Kathedrale

Die Burg mit hohen Mauern

Prachtvolle Paläste mit Rundbogen

3.Welche Merkmale waren für die Architektur der Gotik kennzeichnend?

Rundbogen und Pfeilen

waagerechte Linien und verschwommene Formen

hohe Türme und Fenster, reiche Ornamente und Spitzbogen

II.Setzen Sie die Aussagen richtig fort:

1.Der Begriff „Gotik“ ist von ... abgeleitet.

a)dem lateinischen „gotico“

b)der Bezeichnung des Stammes der Goten

c)dem Wort „Gott“