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Die Editoren 227

Die graphischen Editoren

Bei Anwahl des Befehls werden zunächst alle Elemente topologisch sortiert. Danach wird eine neue Abarbeitungsliste zusammengestellt. Ausgehend von den bekannten Werten der Eingänge wird ermittelt, welche der noch nicht numerierten Elemente als nächstes abgearbeitet werden kann. Im oberen "Netzwerk" kann z.B. der Baustein ADD sofort abgearbeitet werden, da die Werte, die an seinen Eingängen anliegen (1 und 2) bekannt sind. Erst danach kann der Baustein SUB abgearbeitet werden, da das Ergebnis von ADD bekannt sein muss usw.

Rückkopplungen werden allerdings als letztes eingefügt.

Der Vorteil der datenflußmäßigen Reihenfolge ist, daß eine Ausgangsbox, die mit dem Ausgang eines Bausteins verbunden ist, in der Datenflußreihenfolge unmittelbar auf diesen folgt, was bei der topologischen Anordnung nicht immer der Fall ist. Die topologische Reihenfolge liefert unter Umständen also ein anderes Ergebnis als die Reihenfolge nach Datenfluß, wie man an den obigen Beispielen erkennt.

5.4.10.31'Extras' 'Makro erzeugen'''

Symbol:

Mit diesem Befehl können mehrere Bausteine, die gleichzeitig selektiert sind, zu einem Block zusammengefaßt werden, der als Makro mit einem Namen versehen werden kann. Makros können nur über Kopieren/Einfügen vervielfältigt werden, wobei jede Kopie ein eigenes Makro darstellt, dessen Namen unabhängig gewählt werden kann. Makros sind somit keine

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Die graphischen Editoren

Referenzen. Alle Verbindungen, die durch die Erzeugung des Makros "gekappt" werden, erzeugen Inbzw. Out-Pins am Makro. Verbindungen zu Inputs erzeugen einen In-Pin. Als Name neben dem Pin erscheint ein DefaultName der Form In<n>. Für Verbindungen zu Outputs erscheint Out<n>. Betroffene Verbindungen, welche vor der Erzeugung des Makros Verbindungsmarken hatten, erhalten die Verbindungsmarke am PIN des Makros.

Ein Makro erhält zunächst den Default-Namen "MAKRO". Dieser kann im Namensfeld der Makro-Verwendung geändert werden. Wird das Makro editiert, so wird der Name des Makros in der Titelleiste des Editorfensters an den Bausteinnahmen angehängt angezeigt.

Beispiel:

Selektion

Makro:

Im Editor:

5.4.10.32'Extras' 'In Makro springen''

Symbol:

Durch diesen Befehl oder durch Doppelklick auf den Rumpf des Makros wird das Makro im Editorfenster des zugehörigen Bausteins zum Bearbeiten geöffnet. Der Name des Makros wird angehängt an den Bausteinnamen in der Titelleiste angezeigt.

Die bei der Erstellung erzeugten Pin-Boxen für die Einund Ausgänge des Makros können wie die normalen Baustein-Ein- und Ausgänge verschoben, gelöscht, hinzugefügt etc. werden. Sie unterscheiden sich lediglich in der

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Die Editoren 229

Die graphischen Editoren

Darstellung und besitzen keinen Positionsindex. Zum Hinzufügen können Sie

die Schaltflächen (Eingang) bzw. (Ausgang) benützen, die in der Symbolleiste angeboten werden. Pin-Boxen haben abgerundete Ecken. Der Text der Pin-Box entspricht dem Namen des Pins in der Makrodarstellung.

Die Reihenfolge der Pins an der Makro-Box richtet sich nach der

Abarbeitungsreihenfolge der Elemente des Makros. Niedriger

Reihenfolgeindex vor hohem, oberer Pin vor unterem.

Die Abarbeitungsreihenfolge innerhalb des Makros ist geschlossen, d.h der Makro wird als ein Block gerechnet und zwar an der Position des Makros im übergeordneten Baustein. Die Befehle zur Manipulation der Reihenfolge wirken sich somit nur innerhalb des Makros aus.

5.4.10.33'Extras' 'Makro expandieren''

Mit diesem Befehl wird das selektierte Makro wieder expandiert und die enthaltenen Elemente an der Position des Makros im Baustein eingefügt. Die Verbindungen zu den Pins des Makros werden wieder als Verbindungen zu den Einbzw. Ausgängen der Elemente dargestellt. Kann die Expansion des Makros aus Platzmangel nicht an der Position der Makrobox erfolgen, so wird der Makro solange nach rechts und unten verschoben, bis genügend Platz zur Verfügung steht.

Hinweis:

Wird das Projekt unter der Projektversion 2.1 gespeichert, so werden alle Makros ebenfalls expandiert. Vor dem Konvertieren in andere Sprachen werden ebenfalls alle Makros expandiert.

5.4.10.34 'Extras' 'Eine Makroebene zurück', 'Extras' 'Alle Makroebenen zurück'''

Symbole:

Diese Befehle stehen auch in der Symbolleiste zur Verfügung, sobald ein Makro zur Bearbeitung geöffnet ist. Sind Makros ineinander geschachtelt, kann in die darüberliegende bzw. in die oberste Darstellungsebene zurückgeschaltet werden.

5.4.10.35Rückkopplungen

Im freigraphischen Funktionsplaneditor können im Gegensatz zum gewöhnlichen Funktionsplaneditor Rückkopplungen direkt dargestellt werden. Dabei muß beachtet werden, daß für den Ausgang eines Bausteins generell eine interne Zwischenvariable angelegt wird. Bei Operatoren ergibt sich der Datentyp der Zwischenvariable aus dem größten Datentyp der Eingänge.

Der Datentyp einer Konstanten ermittelt sich aus dem kleinstmöglichen Datentyp, d.h. für die Konstante '1' wird der Datentyp SINT angenommen. Wird nun eine Addition mit Rückkopplung und der Konstante '1' durchgeführt,

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230 Die Editoren

Die graphischen Editoren

so liefert der erste Eingang den Datentyp SINT und der zweite ist aufgrund der Rückkopplung undefiniert. Somit ist die Zwischenvariable auch vom Typ SINT. Der Wert der Zwischenvariable wird erst danach der Ausgangsvariablen zugewiesen.

Untenstehende Abbildung zeigt einmal eine Addition mit Rückkopplung und einmal direkt mit einer Variablen. Die Variablen x und y sollen dabei vom Typ INT sein.

Zwischen den beiden Additionen gibt es Unterschiede:

Die Variable y kann mit einem Wert ungleich 0 initialisiert werden, die

Zwischenvariable der linken Addition jedoch nicht.

Die Zwischenvariable der linken Addition hat den Datentyp SINT, die der rechten den Datentyp INT. Die Variablen x und y haben ab dem 129ten Aufruf unterschiedliche Werte. Die Variable x, obwohl vom Typ INT, erhält den Wert –127, weil die Zwischenvariable einen Überlauf hat. Die Variable y erhält dagegen den Wert 129.

5.4.10.36CFC im Online Modus'

Monitoring:

Die Werte für Eingänge und Ausgänge werden innerhalb der Inputbzw. Output-Boxen dargestellt. Konstanten werden nicht gemonitort. Für nicht boolsche Variablen werden die Boxen entsprechend den angezeigten Werten vergrößert. Für boolsche Verbindungen werden der Variablenname sowie die Verbindung blau dargestellt, wenn der Wert TRUE ist, ansonsten bleiben sie schwarz.

Interne boolsche Verbindungen werden Online ebenfalls im Zustand TRUE blau angezeigt, ansonsten schwarz. Der Wert von internen nicht boolschen Verbindungen wird in einer kleinen Box mit abgerundeten Ecken am Ausgangs-Pin der Verbindung angezeigt.

PINs in Makros werden wie Einbzw. Ausgangsboxen gemonitort.

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Die Editoren 231

Die graphischen Editoren

Nicht boolsche Verbindungen mit Verbindungsmarken zeigen Ihren Wert innerhalb der Verbindungsmarke an. Für boolsche Verbindungen werden die Leitungen sowie die Markennamen wiederum blau dargestellt, falls die Leitung TRUE führt, ansonsten schwarz.

Ablaufkontrolle:

Bei eingeschalteter Ablaufkontrolle werden die durchlaufenen Verbindungen mit der in den Projekt-Optionen eingestellten Farbe markiert.

Breakpoints:

Haltepunkte können auf alle Elemente gesetzt werden, die auch einen Abarbeitungsreihenfolgen-Index besitzen. Die Abarbeitung des Programms wird vor dem Ausführen des jeweiligen Elements angehalten, d.h. für Bausteine und Ausgänge vor dem Zuweisen der Eingänge, für Sprungmarken vor dem Ausführen des Elements mit dem nächsten Index. Als Haltepunktposition im Breakpoint-Dialog wird der AbarbeitungsreihenfolgenIndex des Elements verwendet.

Das Setzen der Haltepunkte erfolgt auf ein selektiertes Element mit der Taste F9 oder über den Menüpunkt 'Breakpoint an/aus', im 'Online'- oder 'Extras'- Menü oder im Kontext-Menü des Editors. Ist auf einem Element ein Haltepunkt gesetzt, so wird mit dem nächsten Ausführen des Befehls 'Breakpoint an/aus' dieser wieder gelöscht und umgekehrt. Zusätzlich kann der Haltepunkt auf einem Element durch Doppelklick auf dieses getoggelt werden.

Die Darstellung der Breakpoints erfolg mit den in den Projekt-Optionen eingestellten Farben.

RETURN-Marke:

Im Online-Modus wird automatisch eine Sprungmarke mit der Bezeichnung "RETURN" in der ersten Spalte und nach dem letzten Element im Editor erzeugt. Diese Marke markiert das Ende des Bausteins und wird beim Steppen vor dem Verlassen des Bausteins angesprungen. In Makros werden keine RETURN-Marken eingefügt.

Steppen:

Bei 'Einzelschritt über' wird immer zum Element mit dem nächsthöheren Reihenfolgen-Index gesprungen. Ist das aktuelle Element ein Makro oder ein Baustein, so wird bei 'Einzelschritt in' in die Implementierung desselben

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